Freitag, 19. Oktober 2018

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Jeder Zweite von Datenverlust betroffen

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Regelmäßige Back-ups sind der einzige Weg, Ihre persönlichen Daten zu schützen und zu retten

Stuttgart / Bonn: Mehr als jeder zweite Anwender (53 %) hat bereits elektronisch gespeicherte Daten verloren. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) anlässlich des „World Back-up Days“ durchgeführt hat, der am 31. März 2018 stattfindet.

Egal ob Schadsoftware, technischer Defekt oder der Diebstahl des Geräts, verlorene Daten lassen sich in der Regel nur über ein vorhandenes Back-up retten. Dabei sollten Anwenderinnen und Anwender all ihre Geräte im Auge haben und ihre wichtigsten Daten, von Arbeitsunterlagen bis zu privaten Fotos, in regelmäßigen Abständen extern sichern.

„Ob auf dem Smartphone, Tablet oder Notebook, wir alle tragen heute viele wichtige Daten bei uns. Gehen diese verloren, kann ein beträchtlicher finanzieller oder auch ideeller Schaden entstehen, etwa wenn Erinnerungsfotos abhandenkommen. Schützen können regelmäßige Back-ups, die sich über Cloud, externe Festplatten oder andere Speichermedien sehr leicht anlegen lassen. Nehmen Sie den World Back-up Day zum Anlass, um Ihre persönliche Back-up-Routine zu beginnen“, rät BSI-Präsident Arne Schönbohm.

Bevor sie ein Back-up anlegen, sollten Anwenderinnen und Anwender ihre wichtigsten Daten identifizieren und ein geeignetes Speichermedium auswählen. Auch mehrere Kopien auf unterschiedlichen Datenträgern können sinnvoll sein, wenn es sich um besonders kritische Daten handelt. Externe Datenträger sollten nach jedem Back-up vom jeweiligen Gerät getrennt werden, um etwa das Risiko einer Schadsoftware-Infektion der gesicherten Daten zu verringern. Sollte ein Back-up in Hände Dritter gelangen, sorgt eine Verschlüsselung der Daten für erhöhte Sicherheit.

Die Bedrohung durch Cyberangriffe nimmt seit Jahren beständig zu. In vielen Fällen verschaffen sich Hacker mit Schadsoftware Zutritt zum Computer, verschlüsseln die persönlichen Daten und fordern dann Lösegeld.

„Kommen Sie dieser Aufforderung nicht nach! Dabei handelt es sich um sogenannte Ransomware“, erklärt Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei. Wenn Sie ein überlegt installiertes externes Back-up-System haben, können Sie Ihre Daten einfach im Anschluss an die Spurensicherung der Polizei wiederherstellen. Außerdem sollten Sie auch bei Ihrem Smartphone an regelmäßige Back-ups denken. Handys sind ein beliebtes Diebesgut und wenn es Ihnen dann gestohlen wurde, sind auch Ihre persönlichen Daten weg“, so Klotter weiter.

Ausführliche Tipps zum Thema Datensicherung erhalten Sie unter https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Empfehlungen/Datensicherung/datensicherung_node.html

 

Nur mit Sondererlaubnis richtig knallen lassen

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Private Feuerwerke müssen genehmigt werden

KREIS MYK. Feuerwerke sind ohne spezielle Genehmigung nur an Silvester erlaubt. Bevor die Sprengkörper zu einem anderen Zeitpunkt abgefeuert werden können, muss das Feuerwerk genehmigt werden. Darauf weist die Kreisverwaltung hin.

Will man es zu besonderen Anlässen, wie Familienfesten, Partys, Vereins- oder Firmenveranstaltungen knallen lassen, kann man bei der Kreisverwaltung eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Die Kosten hierfür betragen 50 Euro. In dem Antrag müssen Datum, Zeitpunkt und Anlass des Feuerwerks sowie Art und Anzahl der pyrotechnischen Gegenstände angegeben werden. Dann wird geprüft, ob Gründe gegen die Zündung sprechen. Das Feuerwerk kann beispielsweise versagt werden, wenn sich in der Nähe Kirchen, Krankenhäuser, Kinder- und Altenheime befinden. Ein grundsätzliches Verbot gilt auch für Feuerwerkskörper, die höher als 300 Meter fliegen oder bei denen die Abschussstelle näher als 1,5 Kilometer zu einem Flugplatz liegt.

Ist die Genehmigung erteilt, steht dem Feuerwerk nichts mehr im Wege. Das Formular zur Erteilung einer Ausnahmegenehmigung kann auf der Homepage der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz unter www.kvmyk.de  (Suchbegriff: Sprengstoffrecht) heruntergeladen werden. Weitere Informationen bei Michael Erlemann, Telefon: 0261/108-561 oder Holger Escher, Telefon: 0261/108-324.

Rheinland-Pfälzer werden immer älter

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Rheinland-Pfälzer werden immer älter

Eltern dürfen bei der Geburt eines Mädchens inzwischen erwarten, dass ihr Kind das 83. Lebensjahr vollenden wird. Rheinland-pfälzische Jungen haben nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes derzeit eine Lebenserwartung von rund 78,5 Jahren und sterben somit im Schnitt rund 4,5 Jahre früher als weibliche Lebendgeborene.

Wie aus aktuellen Auswertungen der rheinland-pfälzischen Bevölkerungsstatistiken hervorgeht, hat sich der langfristige Trend einer zunehmenden Lebenserwartung fortgesetzt. Die Lebenserwartung neugeborener Mädchen ist seit Anfang der 1970er Jahre um rund 9,5 Jahre, die neugeborener Knaben sogar um knapp 11,5 Jahre angestiegen. In den seither vergangenen fast fünf Dekaden haben sich die Differenzen in den Lebenserwartungen von Frauen und Männern demnach von 6,5 auf 4,5 Jahre verringert.

Nicht nur die Lebenserwartung Neugeborener, auch die älterer Menschen hat sich in den zurückliegenden knapp fünf Jahrzehnten deutlich erhöht. Ein Mann, der heute mit 65 Jahren aus dem Erwerbsleben ausscheidet, kann sich noch auf durchschnittlich nahezu 18 Jahre im Ruhestand freuen, bei einer Frau dieses Alters sind es sogar fast 21 Jahre. Gegenüber Anfang der 1970er Jahre sind dies bei den Männern 5,7 und bei den Frauen 5,9 Jahre mehr. Ein Mann, der bereits seinen 80. Geburtstag erleben durfte, kann aktuell noch mit fast acht weiteren Lebensjahren rechnen; bei einer Frau sind es sogar mehr als neun Jahre.

Bei all diesen Angaben handelt es sich um Durchschnittswerte, die im Einzelfall – beispielsweise bei schwerer Krankheit – durchaus niedriger ausfallen können. Andererseits ist – beispielsweise aufgrund einer bewusst gesunden Lebensweise – auch ein deutliches Überschreiten dieser Werte möglich. So weist die Statistik Ende 2016 im Land 650 über 100-jährige Frauen sowie 133 Männer in dieser Altersgruppe aus.

Die oben angeführten Ergebnisse ergeben sich aus den aktuell für die Jahre 2014 bis 2016 errechneten Sterbetafeln. Diese Tafeln werden regelmäßig auf der Grundlage der laufenden Bevölkerungsstatistiken ermittelt. Zur qualitativen Absicherung der Ergebnisse fließen in die Berechnungen der altersspezifischen Sterbe- und Überlebenswahrscheinlichkeiten sowie den sich hieraus ergebenden altersspezifischen Lebenserwartungen Daten über Gestorbene sowie Bevölkerungsbestände aus drei Berichtsjahren ein.
Bei den errechneten Werten handelt es sich um Momentaufnahmen der Sterblichkeitsverhältnisse in der den Berechnungen zugrunde liegenden Populationsbeständen. Sich bspw. aus der Vergangenheit abzeichnende Entwicklungen in der Sterblichkeit werden bei der Ermittlung der o. a. Kennzahlen nicht berücksichtigt. Die in den Sterbetafeln für einzelne Alterskohorten ausgewiesenen mittleren ferneren Lebenserwartungen geben demnach an, wie viele weitere Lebensjahre die Menschen eines bestimmten Alters auf Grundlage der den Berechnungen zugrunde liegenden Sterblichkeitsverhältnissen im Beobachtungszeitraum im Durchschnitt noch leben werden, wenn diese in Zukunft unverändert bleiben.

Autor: Gerd Reh (Referat Bevölkerung, Gebiet, Zensus)

Landeszentrale für politische Bildung:

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10 Jahren Landeskoordination für Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Erfolgsgeschichte: In 10 Jahren LpB-Landeskoordination für das Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage stieg die Zahl der Schulen von 11 auf 127 / Knapp 100.000 Jugendliche in Rheinland-Pfalz dabei


Als die Landeszentrale für politische Bildung (LpB) vor zehn Jahren im April 2008 die Landeskoordination des Projekts "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" für Rheinland-Pfalz übernahm, gab es in Rheinland-Pfalz 11 Projektschulen, bundesweit knapp 450.

Heute haben sich in Rheinland-Pfalz 127 Schulen den Titel Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage verdient. Alleine im letzten Jahr stieg die Zahl der Projektschulen um mehr als 20 Prozent. Die Zahl der rheinland-pfälzischen Schülerinnen und Schüler im Projekt liegt heute bei knapp 100.000. Die Zahl der Lehrenden erreicht fast 8.000.

Der Direktor der Landeszentrale, Bernhard Kukatzki und Landeskoordinatorin Anke Lips freuen sich, dass der "Anstieg in Rheinland-Pfalz in den letzten 10 Jahren noch deutlich stärker war als im gesamten Bundesgebiet, wo wir derzeit auf über 2650 Schulen kommen. Für 2018 stehen schon weitere acht rheinland-pfälzische Schulen bereit, sich dem Erfolgsprojekt der Aktion Courage anzuschließen. Und mit der ersten Regionalkoordination seit November 2017 konnten wir das Angebot für die Schulen klar verbessern. Auch mit der Vermittlung von Kooperationspartnern und deren Angeboten helfen wir den Teilnehmenden im Projekt ihre tollen Ideen in einer dementsprechenden Qualität umzusetzen."

Die Landeskoordination
der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz betreut die Projektschulen in Rheinland-Pfalz, führt landes- und regionsweit Vernetzungstreffen durch, bietet Informationen für interessierte Schulen, vermittelt Workshops, Referenten, Trainings und steht bei Fragen und Problemen mit Rat und Tat den Projektschulen zur Seite.
Dabei steht das gesamte Aufgabengebiet der Landeszentrale und der von ihr geleisteten Gedenkarbeit in Osthofen und Hinzert, sowie ihr Publikations- und Veranstaltungsangebot zur Verfügung.

Das Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
ist eine Initiative von Schülerinnen und Schülern, die sich aktiv langfristig gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus und für eine tolerante, gewaltfreie und demokratische Kultur in Schule und Gesellschaft engagieren wollen.
Das europaweite Projekt, 1988 in Belgien gegründet, läuft in Deutschland seit 1995.

Weitere Infos gibt es bei der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Am Kronberger Hof 6, 55116 Mainz. Telefon: 06131/16-4109; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , der Regionalkoordination in Koblenz ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) und der Bundeskoordination von Aktion Courage e. V. unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Weichenstellungen für einen Aufbruch ins Ungewisse

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Professor Dirk Schmidt, China-Experte der Universität Trier zieht Fazit zum Ende des Nationalen Volkskongresses

Am heutigen Dienstag endete nach rund zwei Wochen die 1. Sitzungsperiode des 13. Nationalen Volkskongresses der Volksrepublik China. Der ungewöhnlich lange Sitzungsmarathon produzierte eine Vielzahl von inhaltlichen und personalpolitischen Entscheidungen, die China auf Jahre hinweg prägen werden – mit allerdings völlig offenem Ausgang. Der Trierer Politikwissenschaftler Dirk Schmidt erläutert die wichtigsten Entscheidungen:

  1. 1. Wichtige Verfassungsänderungen des Nationalen Volkskongresses zur Stärkung der Rolle der Partei

„Die Aufhebung der Amtszeitbegrenzung des chinesischen Präsidenten und Vizepräsidenten hat viel Beachtung im Westen bekommen, aber es gibt noch mehr Entscheidungen des Nationalen Volkskongresses, die bemerkenswert sind: Das Parlament hat Xi Jinpings Ideologie des „Sozialismus mit chinesischen Charakteristika für die neue Ära“ in die Präambel aufgenommen. Diese Passage stand so schon gleichlautend im Parteistatut der Kommunistischen Partei. Damit stellt sich der chinesische Staats- und Parteichef auf einer Stufe mit Mao Tse-tung und Deng Xiaoping.

Außerdem steht nun auch die Führungsrolle der Kommunistischen Partei im 1. Artikel der Verfassung beschrieben. Die stand zuvor ausschließlich in der Präambel der Verfassung. Jeder, der sich fortan gegen die Partei richtet, verstößt somit gegen die chinesische Verfassung. Ein der Praxis liegt es in dem Ermessen der Partei, welches Verhalten dazu zählt.

Alle weiteren Verfassungsänderungen beziehen sich mehrheitlich auf eine neu errichtete „Nationale Aufsichtskommission“. In ihr verschmilzt die bisher getrennte Organisationsstruktur zur Kontrolle der Partei und des Staates. Das erlaubt, das Millionenheer der Kader im öffentlichen Dienst, die in Staatsunternehmen, in Krankenhäusern oder Medienanstalten beschäftigt sind, der Korruptionskontrolle zu unterwerfen, auch wenn die jeweiligen Personen nicht mal der Partei angehören. Zu den Kompetenzen der Aufsichtskommission gehört nicht nur Verdächtige zu befragen, sondern auch abzuhören, festzusetzen oder ihr Vermögen zu beschlagnahmen.“

 

  1. 2. Neustrukturierung der Regierung: drei neue Ministerien zur Stabilisierung der Herrschaft der Partei

„Die Zentralregierung in China zu umzustrukturieren hat Tradition. Die jetzt getroffenen Entscheidungen folgen bereits sieben ähnlichen Runden seit 1982. Sie bringen erhebliche Änderungen mit sich und zielen im Kern darauf ab, bisher auf mehrere Akteure verstreute bürokratische Kompetenzen nun zum Zwecke größerer Durchschlagskraft in wenigen Personen zu bündeln.

Daran erkennt man das Bemühen der Partei- und Staatsführung sich auf diejenigen Politikfelder zu konzentrieren, die sie schon seit Jahren als die größte Bedrohung für die Herrschaft der Partei identifiziert haben: Korruption, Umweltverschmutzung und Finanzmarktrisiken. Vor übertriebenen Hoffnungen auf eine Liberalisierung ist jedoch zu warnen. Alle führenden Parteikader haben für die Reorganisation der Regierung ein übergeordnetes Ziel ausgegeben: die Führungsrolle der Partei zu stärken.

In der Vergangenheit hatten die Vergabe von Landnutzungsrechten und die Stadtplanung durch Missbrauchsfälle in der Bevölkerung immer wieder für Protest gesorgt. Die soll nun ein neues Ministerium, „das Ministerium für natürliche Ressourcen“, besser überwachen. Auch dem Thema Umweltschutz wird ein neues Ministerium gewidmet. Das „Ministerium für Ökologische Umwelt“ übernimmt die Verantwortung für die Bekämpfung von Treibhausgasemissionen und den Schutz von Wasserressourcen. Bedeutsam ist auch der Zusammenschluss der bisher getrennten Regulierungsbehörden für den Banken- und Versicherungsmarkt. Dieses neue Organ im Ministerrang soll endlich effektiver der Risiken im chinesischen Finanzsektor, vor allem der grassierenden Verschuldung Herr werden.“

  1. 3. Personalentscheidung: Xi Jinping-Vertrauten rücken auf

„Die Besetzung von Führungspositionen im Staat unterliegt seit jeher in leninistischen Systemen der besonderen Kontrolle durch die Partei. Daher waren auch bei den diesjährigen Wahlen des staatlichen Führungspersonals in China Überraschungen kaum zu erwarten. Bis auf wenige Ausnahmen sind diese auch in der Tat ausgeblieben. Aber unerwartet ist das Ausmaß an Konformität bei den Personalentscheidungen: in früheren Jahren gab es durchaus eine beachtliche Zahl von Neinstimmen bei Wahlen, z.B. bei der Wahl des Vizepräsidenten. So wurde Xi Jinping als Staatspräsident und Oberbefehlshaber der Armee einstimmig gewählt, der Vizepräsident bei nur einer Gegenstimme. In der Vergangenheit gab es gerade bei der Wahl zum Vize-Präsidenten eine beachtliche Zahl von Gegenstimmen und Enthaltungen, bis zu zehn Prozent!

Die gewählten Personen selbst verbindet eines: sie sind im Wesentlichen bewährte Vertraute von Xi Jinping. Dies gilt für den neuen Vizepräsidenten Wang Qishan, der noch im letzten Herbst all seine Parteiämter aus Altersgründen aufgeben musste und nun ein politisches Comeback erlebt. Auch der engste Wirtschaftsberater Xis, Liu He, wird zukünftig als Vizeministerpräsident eine bedeutende Rolle in der Wirtschaftspolitik spielen. Beide Personen sollen sich zudem vor allem auch der Politik zu den USA widmen. Dass Xi Jinping zwei seiner engsten Vertrauten mit exzellenten Kontakten nach Washington mit dieser Aufgabe betraut, zeigt die Bedeutung, die er den Beziehungen zu Donald Trump beimisst.“

In Kürze: Weichenstellung mit unbekanntem Ausgang

In der Gesamtbetrachtung der Ergebnisse des Nationalen Volkskongresses lässt sich Folgendes feststellen: Die Tendenz zur Zentralisierung der Entscheidungsfindung, der Ideologisierung und der Personalisierung des politischen Systems unter der Herrschaft von Xi Jinping schreitet weiter voran. Das neu gewählte Führungspersonal an wichtigen Schaltstellen ist für die neuen Aufgaben sehr gut qualifiziert, rekrutiert sich aber vor allem aus dem engsten Kreis um Xi Jinping. Die Reorganisation der Zentralregierung setzt mit der Überwindung bürokratischer Hemmnisse an den richtigen Stellschrauben an, es wird aber vor allem auf die Umsetzung der geplanten Maßnahmen ankommen. Für den Westen ergibt sich ein Dilemma: Wird Xi Jinping mit seiner Politik der Stärkung der Partei in den nächsten Jahren Erfolg haben, werden wir es mit einem immer mächtigeren China zu tun haben, das auf die Durchsetzung seiner Interessen unnachgiebig pochen wird. Für den Fall von Misserfolgen laufen wir andererseits auf ein Krisenszenario zu, das in allen Konsequenzen für Deutschland und Europa bisher kaum absehbar ist.

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