Donnerstag, 24. September 2020

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Rheinland-Pfalz-Tag 2020

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Dreyer/Hütten: Entscheidung für Absage des Rheinland-Pfalz-Tages – alle Kräfte im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus gebunden

„Wir haben uns sehr auf den Rheinland-Pfalz-Tag dieses Jahr in Andernach gefreut. Aber angesichts der unvorhersehbaren Entwicklungen im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus kann ein Fest dieser Größenordnung nicht entsprechend vorbereitet werden. Da das Landesfest in der Vorbereitung viele Kräfte in Andernach und dem Landkreis bindet, die derzeit teilweise rund um die Uhr im Einsatz gegen die Ausbreitung des Coronavirus stehen, müssen wir leider die Entscheidung treffen, den Rheinland-Pfalz-Tag in diesem Jahr abzusagen,” teilten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Oberbürgermeister Achim Hütten am Mittwoch in Mainz mit.

Da auch der Landkreis Mayen-Koblenz und das Andernacher Schulzentrum von Coronavirus-Fällen betroffen sind, schlossen sich Stadt und Landkreis jetzt mit allen Verantwortlichen kurz. Im Ergebnis waren sich alle, die veranstaltende Stadt und das Land einschließlich der großen Bühnenpartner SWR und RPR1/bigFM einig, dass ein weiteres planvolles Vorgehen in der Vorbereitungsphase des Rheinland-Pfalz-Tags kaum mehr möglich sei, da die Corona-Herausforderungen sämtliche Kräfte in den kommenden Wochen in Anspruch nehmen würden.

Oberbürgermeister Hütten erläutert, dass bereits in den vergangenen Wochen zu erleben war, wie die Vorbereitung des Rheinland-Pfalz-Tages viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des zuständigen Katastrophenschutzes, sei es beim Landkreis Mayen-Koblenz oder bei den Hilfsorganisationen, binde. Die Erarbeitung eines durchdachten Sicherheitskonzepts für eine solche Großveranstaltung und die Umsetzung erfordern den außerordentlichen Einsatz aller Beteiligten speziell in den kommenden Wochen. Diese Kräfte müssen sich angesichts des sich weltweit schnell ausbreitenden Coronavirus aber jetzt diesen unabsehbaren Herausforderungen stellen.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer betonte: „In dieser schwierigen Zeit ist es wichtig, alles für die Sicherheit der Menschen zu tun. Der Schutz und das Wohl der Mitbürger und Mitbürgerinnen steht an erster Stelle. Hier haben wir auch eine Vorbildfunktion zu erfüllen. Deshalb konzentrieren wir alle Kräfte auf die Eindämmung des Coronavirus.”

SGD Nord unterstützte Naturpark Nassau mit 115.000 Euro

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Die rheinland-pfälzischen Naturparks werden finanziell durch das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten unterstützt. Rund 800.000 Euro flossen im vergangenen Jahr 2019 für die Umsetzung von Projekten in die sieben nördlich gelegenen Naturparks, die im Zuständigkeitsgebiet der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord liegen.

Beispielsweise wurden dem Naturpark Nassau durch die SGD Nord im vergangenen Jahr rund 115.000 Euro zur Verfügung gestellt, um dessen Handlungsprogramm umzusetzen. „Gut angelegtes Geld“, meint Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der SGD Nord, „denn im Interesse heutiger und künftiger Generationen sind der Schutz und die Unterstützung der Naturparks, gerade mit Blick auf den Klimawandel, wichtige Aufgaben.“

Das Geld wurde beispielsweise zur Sicherung der biologischen Vielfalt sowie zur Landschaftspflege und -entwicklung eingesetzt, um so eine naturnahe und naturverträgliche Erholung sicherzustellen. „Auch in die Umweltbildung wurde investiert. Diese hat zum Ziel, Menschen schon im Kindesalter den Zugang zu unseren Naturräumen zu ermöglichen und den verantwortungsvollen Umgang mit unserer schützenswerten Umwelt zu stärken“, sagt SGD-Nord-Vizepräsidentin und Abteilungsleiterin Nicole Morsblech.

Naturparks stellen großräumige Kulturlandschaften, die sich besonders zur Erholung eignen und die in weiten Teilen bereits als Landschafts- oder Naturschutzgebiet ausgewiesen sind. Sie werden ausgewiesen, um die Interessen des Landschafts- und Naturschutzes einerseits und die Erschließung für Erholungssuchende andererseits aufeinander abzustimmen.

Weitere Infos unter: www.sgdnord.rlp.de

 

34. Schüler- und Jugendwettbewerb 2020: Noch 4 Wochen bleiben

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Schüler- und Jugendwettbewerb 2020 des Landtags und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz / Zu gewinnen sind 5-tägige Studienfahrten nach Berlin, Tagesfahrten und viele andere Preise

Noch vier Wochen bleiben für die Teilnahme am 34. Schüler- und Jugendwettbewerb 2020 von Landtag und Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz! Bis zum 31. März 2020 können alle, die mitmachen wollen, ihre fertigen Arbeiten einreichen. Teilnehmen können alle Jugendlichen zwischen 13 und 20 Jahren, die in Rheinland-Pfalz leben, arbeiten oder in Ausbildung sind. Mit ihren Vorstellungen, Ideen und Analysen haben sie die Chance, einen der vielen Preise zu gewinnen.

2020 stehen folgende aktuelle Themen aus Politik und Gesellschaft zur Auswahl:

. 2020 + 20 - Unsere Welt in zwanzig Jahren
. 30 Jahre Deutsche Einheit - Perspektiven für uns und Europa
. Klimawandel und Alltagsverhalten

Auf die Kreativität der jungen Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer freuen sich  der Präsident des Landtags, Hendrik Hering, und der Direktor der Landeszentrale, Bernhard Kukatzki:

"Die Umsetzung der Themen durch die rheinland-pfälzischen Jugendlichen hat uns jedes Jahr viele Denkanstöße geboten. Auch dieses Jahr können sich die Teilnehmenden mit vielen Aspekten aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft befassen und in ihrem ganz eigenen Stil verarbeiten. Die außergewöhnlich hohe Kreativität und Qualität der Arbeiten mit ihren vielfältigen Ausdrucksformen wird uns und die Jury sicher auch 2020 wieder begeistern", sind sich Hendrik Hering und Bernhard Kukatzki sicher.

Wer am Schüler- und Jugendwettbewerb 2020 teilnehmen will, muss 13 - 20 Jahre alt sein, in Rheinland-Pfalz leben, zur Schule gehen, in Ausbildung sein oder arbeiten. Ob im Jugendzentrum, in der Ausbildung, in der Schule oder in Eigenverantwortung erarbeitet, ob Einzel-, Klassen- oder Gruppenarbeit, Textarbeit, Video, Wandzeitung, Homepage oder Spiel, das Selbst-aktiv-werden wird mit tollen Preisen belohnt. Darunter sind eine 5-tägige Studienfahrt nach Berlin für Einzel- und Gruppensieger, die Teilnahme am Landtagsseminar für Jugendliche, Tagesfahrten oder Klassenanschaffungen für Schulklassen und zusätzlich jede Menge toller Bücher, Spiele und Videos.

Einsendeschluss ist Dienstag, der 31. März 2020. Die Preisverleihung im Frankfurter Hof ist am Dienstag, 9. Juni 2020 in Mainz und die Eröffnung der Ausstellung mit den Preisträgerarbeiten am 16. Juni 2020 im Abgeordnetenhaus des Landtags.

Mehr Infos gibt es bei Dieter Gube, Landeszentrale für politische Bildung, Am Kronberger Hof 6 in 55116 Mainz (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. / Tel.: 06131 / 16-4098). Dort können Plakate zum Wettbewerb und die Ausschreibungsunterlagen - auch im Klassensatz - bestellt werden.

SGD Nord: Vorsicht! Kröten und Frösche gehen auf Wanderung

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Witterungsbedingt startet in diesem Jahr die Wanderung der Kröten und Frösche etwa zwei bis drei Wochen früher. Die wärmeren Temperaturen locken zahlreiche Frösche und Kröten aus ihren Winterquartieren, die ersten Grasfrösche haben bereits abgelaicht. Daher bittet die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als Obere Naturschutzbehörde alle Autofahrer, in den nächsten Wochen besonders aufmerksam zu sein. Frühlaichende Amphibienarten wie die Erdkröte oder der Grasfrosch wandern meistens im Schutz der Nacht und oft in Massen von ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern. Molche, Salamander und weitere Froschlurcharten werden in Kürze nachfolgen.

Auf ihrem Weg müssen die Tiere in unserem dicht besiedelten Raum oft auch Straßen überqueren. Wenn man berücksichtigt, dass wandernde Erdkröten für das Überqueren einer „normalen“ Straße bis zu 15 Minuten benötigen, wird selbst bei einer geringen Verkehrsdichte deutlich, dass der Weg zu den Gewässern lebensgefährlich für sie ist. Neben den Verlusten durch das eigentliche Überfahren sterben viele Tiere aber auch durch einen Unterdruck, der technisch bedingt im normalen Fahrbetrieb unter den Autos entsteht und für die Tiere auch bei vorsichtiger Fahrweise leider oft tödliche Folgen hat. Schon Fahrgeschwindigkeiten ab circa 30 km/h reichen aus, um bei den Amphibien durch den unter dem Auto auftretenden Unterdruck schwerste innere Verletzungen wie die Zerstörung der inneren Organe, Knochenbrüche oder dergleichen hervorzurufen. Dazu muss es nicht zu einer Berührung durch einen Autoreifen kommen.

Die SGD Nord will Autofahrer – wie bereits erwähnt – dementsprechend sensibilisieren und bittet sie, die entsprechenden Hinweisschilder zu beachten. Wo es gefahrlos möglich ist, können Autofahrer schon durch eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit zum Überleben der Tiere beitragen. Optimal wäre natürlich das Ausweichen auf alternative Fahrstrecken.

Die SGD Nord unterstützt den Amphibienschutz in vielfältiger Weise, denn viele heimische Amphibienarten sind stark gefährdet. Neben der Förderung des ehrenamtlichen Amphibienschutzes werden zum Beispiel im Rahmen von Artenschutzprojekten unterschiedliche Schutzmaßnahmen ergriffen. Auch in diesem Jahr werden wieder Maßnahmen eines mehrjährigen Amphibienschutzprojektes im Westerwald umgesetzt. Zielarten sind dabei die besonders stark gefährdeten Amphibien wie beispielsweise die Gelbbauchunke, der Kammmolch und der Laubfrosch. Aber auch viele andere Amphibienarten profitieren von diesen Maßnahmen.

Weitere Informationen unter: www.sgdnord.rlp.de.

Kurzprofil Grasfrosch (Rana temporaria) als Beispiel für eine frühlaichende Art:

Allgemeines:

Der zu den Braunfröschen gehörende Grasfrosch galt früher als „Allerweltsart“, landete bis ins 20. Jahrhundert hinein auch schon mal – bevorzugt während der Fastenzeit – auf dem heimischen Teller und ist heute noch fast überall in Deutschland anzutreffen. Dennoch sind auch bei dieser neben der Erdkröte bei uns häufigsten Amphibienart leider seit Jahren sehr starke Bestandsrückgänge zu verzeichnen, die regional ganz zum Verschwinden der Art geführt haben. In Rheinland-Pfalz ist die Art auch schon auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten aufgeführt.

Kurzsteckbrief:

Größe:

Grasfrösche haben eine Größe zwischen circa 6 und 11 Zentimetern.

Alter:

Die Tiere können bis zu 12 Jahre alt werden.

Besondere Merkmale:

Der Grasfrosch zeichnet sich durch eine variable braune Farbgebung (oft mit dunklen Flecken) aus. Die Tiere haben hinter den Augen im Trommelfellbereich eine auffällige, dunkle Zeichnung. Die runde Schnauze und der plumpe Körperbau unterscheiden ihn von anderen Braunfröschen.

Ernährung:

Die Tiere ernähren sich von Insekten, Würmern, Nacktschnecken etc.

Jahresrhythmus:

Grasfrösche sind Ende Februar/Anfang März die ersten Amphibien, die an den Gewässern auftauchen. Unmittelbar nach dem Ablaichen wandern die ersten Tiere in die zum Teil entfernt liegenden Sommerlebensräume (Wälder, Weideflächen, Gebüsche) ab, in denen sie sich die meiste Zeit aufhalten. Ab Oktober suchen die Tiere die Winterquartiere auf, zum Teil überwintern sie auch im Gewässer.

Fortpflanzung:

Die Fortpflanzungszeit dauert nur wenige Tage, man spricht daher vom „Explosivlaicher“. Während des Ablaichens werden die Weibchen von den Männchen umklammert und die frisch abgesetzten Eier werden direkt befruchtet.

Laich:

Der Laichballen besteht aus mehreren hundert, manchmal auch mehreren tausend Eiern, die oft als „Laichteppich“ ausgebildet sind.

Larven:

Nach circa 7 bis 10 Tagen schlüpfen die Larven aus den Eiern, bei kühler Witterung kann es auch länger dauern. Die Metamorphose erstreckt sich über einen Zeitraum von 2 bis 3 Monaten

Gefährdungen:

Die zum Teil erheblichen Bestandsrückgänge sind auf das bei uns immer stärkere Verkehrsaufkommen, die zunehmende Zerstörung und Zerschneidung der Lebensräume, den Verlust von Laichgewässern aller Art aber auch auf den flächenhaften Einsatz von Pestiziden in der Agrarlandschaft zurückzuführen. Auch das Insektensterben wird sicher Konsequenzen für die Amphibien haben, denn Insekten sind schließlich eine der Hauptnahrungsquellen des Grasfrosches.

Fotoinformationen: Die Fotos zeigen einmal einen Grasfrosch und einmal eine Erdkröte beim gefährlichen Überqueren der Fahrbahn.

Die Fotos sind im Rahmen der Berichterstattung frei. Bitte geben Sie die Bildquelle „SGD Nord“ an.

ISB senkt Zinsen der Wohneigentumsdarlehen

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Kauf oder Bau von Wohnimmobilien noch günstiger finanzieren

Mainz, 27. Februar 2020. Vor dem Hintergrund der nach wie vor angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt und des sehr niedrigen Zinsniveaus senkt die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) ab 28. Februar 2020 die Zinsen ihrer Darlehen für den Neubau, den Erwerb und die Modernisierung selbst genutzten Wohneigentums bei allen Laufzeiten um je 0,15 Prozent: Bei einer Laufzeit von 10 Jahren verringern sich die Zinsen auf 0,10 Prozent, bei einer 15-jährigen Laufzeit auf 0,45 Prozent und bei einer Laufzeit von 20 Jahren auf 0,7 Prozent. Darlehen mit einer Laufzeit bis zur vollständigen Tilgung werden zudem ab sofort zu lediglich 1,0 Prozent ausgereicht, somit besteht für den Enddarlehensnehmer kein Zinsänderungsrisiko. Zugleich hebt die Förderbank des Landes die Tilgungssätze von 2,2 auf mindestens 2,5 Prozent. Aufgrund von Tilgungszuschüssen, die je nach der Höhe des Haushaltseinkommens bis zu 7,5 Prozent betragen können, müssen die Darlehen nicht komplett zurückgezahlt werden.

Unverändert bleibt, dass die Darlehen im Nachrang ausgereicht und einkommensabhängig gewährt werden; zum Jahresbeginn wurden die Einkommensgrenzen nach oben angepasst und berechtigen weite Teile der Haushalte mit einem mittleren Einkommen. Weitere Informationen erhalten Interessierte auf www.isb.rlp.de und unter der Telefonnummer 06131 6172-1991.

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