Dienstag, 11. August 2020

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Rheinland-Pfalz regional

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Landkreise und kreisfreie Städte – Datenüberblick zum Vergleich

In der neu aufgelegten Publikation „Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz“ des Statistischen Landesamtes in Bad Ems sind für die zwölf kreisfreien Städte und 24 Landkreise aktuelle Ergebnisse in Tabellen zusammengestellt. Karten und Grafiken veranschaulichen ausgewählte Merkmale. Der Datenquerschnitt in dieser Veröffentlichung gibt einen Einblick in unterschiedliche Strukturen und Entwicklungen in den kreisfreien Städten bzw. Landkreisen.

Die Tabellen zur Bevölkerung zeigen, dass vier der zwölf kreisfreien Städte jeweils weniger als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner haben. Zusammengenommen leben in diesen Städten weniger Menschen als in Ludwigshafen oder Mainz. Mainz ist mit rund 217.100 Einwohnerinnen und Einwohner die mit Abstand größte Stadt im Land. Auch der größte Landkreis Mayen-Koblenz (214.300) erreicht nicht die Bevölkerungszahl von Mainz. Der kleinste Landkreis ist die Vulkaneifel mit rund 60.600 Menschen. Die kleinsten kreisfreien Städte sind Zweibrücken und Pirmasens (34.200 bzw. 40.400 Einwohnerinnen und Einwohner). Gegenüber dem Vorjahr ist die Bevölkerung in vier kreisfreien Städten und in acht Landkreisen zurückgegangen. Die relativ stärkste Abnahme verzeichnete bei den Städten Speyer (minus 1,1 Prozent) und bei den Landkreisen der Kreis Südwestpfalz (minus 0,4 Prozent). Die höchste Zunahme gab es im Vergleich der Städte in Ludwigshafen mit 1,5 Prozent und im Vergleich der Landkreise in den Kreisen Ahrweiler und Alzey-Worms mit jeweils 0,6 Prozent.

Das Verhältnis zwischen der erwerbsfähigen Bevölkerung und der älteren Bevölkerung (65-Jährige und Ältere bezogen auf die Altersgruppe der 20- bis unter 65-Jährigen) ist mit gut 44 Senioren je 100 Erwerbsfähige in Pirmasens am ungünstigsten. Die Stadt liegt inmitten des Landkreises Südwestpfalz, der bei dieser Kennzahl eine ähnlich ungünstige Relation hat (43 zu 100).

Die Zahl der zugelassenen Pkw hat in den kreisfreien Städten um 1,5 Prozent und in den Landkreisen um 1,7 Prozent zugenommen. In den kreisfreien Städten ist die Pkw-Dichte um 0,8 Prozent auf 516 Pkw je 1.000 Einwohner gestiegen und in den Landkreisen um 1,4 Prozent auf 655.

Die Steuereinnahmen je Einwohnerin und Einwohner sind im Durchschnitt der kreisfreien Städte deutlich höher als bei den Landkreisen (1.448 bzw. 1.096 Euro). Die höchsten Steuereinnahmen pro Kopf der Bevölkerung wurden 2018 allerdings im Landkreis Mainz-Bingen mit rund 2.500 Euro erzielt. Die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung beträgt bei den kreisfreien Städten das 2,5-fache der Landkreise. Für die Stadt Pirmasens wiesen Kernhaushalt und Extrahaushalte des öffentlichen Gesamthaushaltes 2018 mit rund 9.800 Euro je Einwohnerin und Einwohner die höchste Verschuldung aus.

Die Veröffentlichung »Rheinland-Pfalz regional: Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz – Ein Vergleich in Zahlen«, Ausgabe 2019, umfasst 146 Seiten. In der gedruckten Fassung – DIN A4-Format steht die Broschüre Ende Januar 2020 zum Preis von 11,50 Euro zur Verfügung.

Bestellung: vertrieb(at)statistik.rlp.de

Der kostenfreie Download ist ab sofort verfügbar.

Kreisfreie Städte und Landkreise, Ausgabe 2019

Frohe Feiertage

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Region-Rhein wünscht allen Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes 2020

"REGION-RHEIN Nachrichten UG (haftungsbeschränkt)"

Geschäftsführer: Dietmar Fuchs

SGD Nord nimmt Waldsee Rieden unter die Lupe

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Idyllisch ist es am Waldsee Rieden (Landkreis Mayen-Koblenz). Umgeben von Wälder und Wiesen liegt der See mitten in einem hügeligen Erholungsparadies. Bei der Schaffung dieser Freizeitanlage wurde der Rehbach 1982 etwa 8 Meter hoch aufgestaut. Ein oberes kleines Gewässer dient als Vorsperre. Darunter liegt der Waldsee. Beide sind über einen Kaskadenwasserfall verbunden. Damit die Sicherheit einer solchen Anlage dauerhaft gewährleistet werden kann, muss sie regelmäßig durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als obere Wasserbehörde überprüft werden. Jetzt war es wieder so weit.

Der See sieht nicht nur schön aus, sondern er ist auch zum Baden geeignet. Nach umfangreichen und erfolgreichen Sanierungsmaßnahmen ist der Waldsee seit der Badesaison 2007 wieder als Badegewässer zugelassen. Die Wasserqualität wird daher in der Badesaison ständig überprüft, sodass der Waldsee die Anforderungen der EU an ein Badegewässer erfüllt. Mehr Informationen zu der Wasserqualität des Waldsees und zu den Badegewässern in Rheinland Pfalz finden Sie im Internet unter: https://badeseen.rlp-umwelt.de

Betreiber des Waldsee ist der Zweckverband Waldsee Rieden: Dieser besteht aus vier Mitgliedern: dem Landkreis Mayen-Koblenz, der Verbandsgemeinde Mendig, der Ortsgemeinde Rieden und der Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (REMET). Die Anlage in der Eifel, in der 104.000 Kubikmeter Wasser circa 8 Meter hoch auf einer Fläche von 4,2 Hektar gestaut werden, ist nur eine von 550 Stauanlagen im nördlichen Rheinland-Pfalz, die von der SGD überwacht werden. Sie wird in die sogenannte Sicherheitsklasse 1 eingeordnet und gehört daher zu den großen Talsperren (siehe Zusatztext) die besonders intensiv überwacht werden.

Die Überprüfung dient vor allem der Sicherheit der Bürger, erklärte Joachim Arenz von der SGD Nord bei der sogenannten Stauanlagenschau, die gemeinsam mit der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, der Verbandsgemeinde Mendig und dem Zweckverband durchgeführt wurde. Besonderen Wert legten die Wasserbauexperten daher auf die Überprüfung des Staudamms, des Betriebsauslasses für den gewöhnlichen Abfluss sowie der Hochwasserentlastungsanlagen. Letztere bestehen aus einem seitlich angeordneten Hochwasserentlastungsgerinne und dem, vor dem Staudamm liegenden sogenannten Mönchbauwerk, welches die Wassermassen in eine entsprechend große Rohrleitung unter dem Staudamm hindurch in den Rehbach ableitet. Ein Tosbecken unterhalb des Staudammes stellt sicher, dass auftretende Hochwasser schadlos abgeleitet werden und es nicht zu einer Beschädigung des Staudammes kommt.

Bei einem Versagen des Staudamms könnten sich die gespeicherten Wassermassen schlagartig entleeren und oberirdisch durch die unterhalb befindliche Wohnbebauung mit der Klinik am Rehbach oder der Riedener Mühlen abfließen und dabei immense Schäden verursachen. Die ordnungsgemäße Funktion der vor genannten Anlageteile dieser Talsperre ist somit dringend erforderlich. Daher müssen festgestellte Mängel schnell beseitigt werden, informierte die SGD Nord.

In Rieden hielten sich die Beanstandungen aber in Grenzen, was auf die gute Wartung der Anlage durch den Zweckverband und die Verbandsgemeinde Mendig zurückzuführen ist. Wie Joachim Arenz erläuterte, wurden keine Mängel festgestellt. Es sind ausschließlich die ohnehin ständig laufenden Unterhaltungsarbeiten durchzuführen. Die 1982 gebaute Anlage kann damit auch weiterhin ihren Zweck erfüllen.

Hintergrund:

Die SGD Nord überwacht als obere Wasserbehörde rund 550 Stauanlagen im nördlichen Rheinland-Pfalz. Diese werden nach Größe und Sicherheitsrelevanz in drei Klassen eingeteilt. Die größten 17 Anlagen, in erster Linie Talsperren und große Rückhaltebecken der Sicherheitsklasse S1, werden besonders stark und aufwendig überwacht. Die mittelgroßen Anlagen gehören zur Klasse S2, die Vielzahl der kleinen Anlagen der Klasse S3 sind in privater Hand. Die S1-Anlagen werden alle 3, die S2-Anlagen alle 5 Jahre überprüft. Die kleineren Anlagen werden im Rahmen der allgemeinen Gewässerschauen überwacht.

Rückläufige Empfängerzahlen bei sozialer Mindestsicherung

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Ende 2018 bezogen rund 287.600 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer Transferleistungen aus den sozialen Mindestsicherungssystemen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems entsprach dies einem Bevölkerungsanteil von 7,0 Prozent. Wie in den Vorjahren wies Rheinland-Pfalz damit nach Bayern (4,6 Prozent) und Baden-Württemberg (5,3 Prozent) die drittniedrigste Quote unter allen Bundesländer auf. Deutschlandweit bezogen 8,7 Prozent der Bevölkerung Mindestsicherungsleistungen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger in Rheinland-Pfalz um rund 14.300 Personen bzw. 4,7 Prozent gesunken.

Der Rückgang erklärt sich vor allem aus sinkenden Fallzahlen bei den Regelleistungen nach dem SGB II, die alleine rund drei Viertel aller Personen mit Bezug von Mindestsicherungsleistungen ausmachen. Ende 2018 waren rund 219.500 Personen auf staatliche Unterstützungen in Form der sogenannten Hart-IV-Leistungen angewiesen, knapp 13.400 bzw. 5,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Nach einem Höchststand 2015 infolge der starken Zuwanderung ist zudem die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz weiter rückläufig. Rund 16.500 Frauen und Männer erhielten Ende 2018 diese Form der staatlichen Unterstützung. Eine sinkende Anzahl einreisender Asylsuchender sowie der fortschreitende Abschluss von Asylverfahren und der damit einhergehende Verlust von Leistungsansprüchen ließen die Fallzahlen gegenüber 2017 um 2.600 Personen bzw. 13,5 Prozent sinken.

Ein Anstieg zeigt sich hingegen beim Bezug der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung; gut 16 Prozent aller Empfängerinnen und Empfänger sozialer Mindestsicherungstransfers sind diesem Bereich zuzurechnen.  Rund 46.800 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer bezogen Ende 2018 entsprechende Leistungen; das war ein Anstieg um 1.700 Personen bzw. 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Betrachtet man lediglich die Entwicklung des Leistungsbezugs ab dem gesetzlichen Rentenalter war zuletzt sogar ein Anstieg um fünf Prozent zu beobachten.

Die Transferleistungen der sozialen Mindestsicherungssysteme sind finanzielle Hilfen des Staates, die – zum Teil ergänzend zu eventuell vorhandenen anderen Einkünften – zur Sicherung des grundlegenden Lebensunterhalts an leistungsberechtigte Personen ausgezahlt werden. Im Rahmen des Projekts „Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik“ werden folgende Leistungen zu den Mindestsicherungsleistungen gezählt:
• Regelleistungen (ALG II u. Sozialgeld) nach dem SGB II „Grundsicherung für Arbeitsuchende“
• Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen im Rahmen der „Sozialhilfe“ nach dem SGB XII
• Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung im Rahmen der „Sozialhilfe“ nach dem SGB XII
• Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)

Quellen: Statistik der Bundesagentur für Arbeit (SGB II) zum Dezember des jeweiligen Jahres sowie amtliche Statistik der Empfänger von Sozialhilfeleistungen (SGB XII) und der Asylbewerberleistungen (AsylbLG) zum Stichtag 31.12.

Weitere Informationen: Gemeinsames Internetangebot der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zur Sozialberichterstattung www.amtliche-sozialberichterstattung.de.

Junge Menschen mit guten Ideen gesucht

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Ideenwettbewerb des Landes Rheinland-Pfalz ist gestartet

KREIS MYK. Die Bewerbungsphase zum Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz 2020 ist gestartet. Gesucht werden Ideen, die in neuartige Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren umgesetzt werden könnten. Angesprochen sind Schüler, Auszubildende sowie Studierende, die nach dem Studium eine Geschäftsidee realisieren möchten. Die besten Ideen werden in verschiedenen Kategorien mit Preisgeldern und Sachleistungen prämiert. Bewerbungen sind bis 29. Februar 2020 möglich.

Der Wettbewerb bietet den Teilnehmern außerdem die Möglichkeit an kostenlosen Workshops und Seminaren sowie persönlichen Beratungsgesprächen teilzunehmen und auch eine unentgeltliche Unterstützung bei der Businessplanerstellung kann in Anspruch genommen werden. Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative Geschäftsideen und Neugründungen in Rheinland-Pfalz auf dem weiteren Weg zu unterstützen.

Organisiert wird der Wettbewerb von der Hochschule Koblenz zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft. Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt es unter www.ideenwettbewerb-rlp.de.

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