Dienstag, 28. Januar 2020

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Rückläufige Empfängerzahlen bei sozialer Mindestsicherung

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Ende 2018 bezogen rund 287.600 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer Transferleistungen aus den sozialen Mindestsicherungssystemen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems entsprach dies einem Bevölkerungsanteil von 7,0 Prozent. Wie in den Vorjahren wies Rheinland-Pfalz damit nach Bayern (4,6 Prozent) und Baden-Württemberg (5,3 Prozent) die drittniedrigste Quote unter allen Bundesländer auf. Deutschlandweit bezogen 8,7 Prozent der Bevölkerung Mindestsicherungsleistungen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger in Rheinland-Pfalz um rund 14.300 Personen bzw. 4,7 Prozent gesunken.

Der Rückgang erklärt sich vor allem aus sinkenden Fallzahlen bei den Regelleistungen nach dem SGB II, die alleine rund drei Viertel aller Personen mit Bezug von Mindestsicherungsleistungen ausmachen. Ende 2018 waren rund 219.500 Personen auf staatliche Unterstützungen in Form der sogenannten Hart-IV-Leistungen angewiesen, knapp 13.400 bzw. 5,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Nach einem Höchststand 2015 infolge der starken Zuwanderung ist zudem die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz weiter rückläufig. Rund 16.500 Frauen und Männer erhielten Ende 2018 diese Form der staatlichen Unterstützung. Eine sinkende Anzahl einreisender Asylsuchender sowie der fortschreitende Abschluss von Asylverfahren und der damit einhergehende Verlust von Leistungsansprüchen ließen die Fallzahlen gegenüber 2017 um 2.600 Personen bzw. 13,5 Prozent sinken.

Ein Anstieg zeigt sich hingegen beim Bezug der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung; gut 16 Prozent aller Empfängerinnen und Empfänger sozialer Mindestsicherungstransfers sind diesem Bereich zuzurechnen.  Rund 46.800 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer bezogen Ende 2018 entsprechende Leistungen; das war ein Anstieg um 1.700 Personen bzw. 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Betrachtet man lediglich die Entwicklung des Leistungsbezugs ab dem gesetzlichen Rentenalter war zuletzt sogar ein Anstieg um fünf Prozent zu beobachten.

Die Transferleistungen der sozialen Mindestsicherungssysteme sind finanzielle Hilfen des Staates, die – zum Teil ergänzend zu eventuell vorhandenen anderen Einkünften – zur Sicherung des grundlegenden Lebensunterhalts an leistungsberechtigte Personen ausgezahlt werden. Im Rahmen des Projekts „Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik“ werden folgende Leistungen zu den Mindestsicherungsleistungen gezählt:
• Regelleistungen (ALG II u. Sozialgeld) nach dem SGB II „Grundsicherung für Arbeitsuchende“
• Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen im Rahmen der „Sozialhilfe“ nach dem SGB XII
• Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung im Rahmen der „Sozialhilfe“ nach dem SGB XII
• Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)

Quellen: Statistik der Bundesagentur für Arbeit (SGB II) zum Dezember des jeweiligen Jahres sowie amtliche Statistik der Empfänger von Sozialhilfeleistungen (SGB XII) und der Asylbewerberleistungen (AsylbLG) zum Stichtag 31.12.

Weitere Informationen: Gemeinsames Internetangebot der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zur Sozialberichterstattung www.amtliche-sozialberichterstattung.de.

Junge Menschen mit guten Ideen gesucht

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Ideenwettbewerb des Landes Rheinland-Pfalz ist gestartet

KREIS MYK. Die Bewerbungsphase zum Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz 2020 ist gestartet. Gesucht werden Ideen, die in neuartige Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren umgesetzt werden könnten. Angesprochen sind Schüler, Auszubildende sowie Studierende, die nach dem Studium eine Geschäftsidee realisieren möchten. Die besten Ideen werden in verschiedenen Kategorien mit Preisgeldern und Sachleistungen prämiert. Bewerbungen sind bis 29. Februar 2020 möglich.

Der Wettbewerb bietet den Teilnehmern außerdem die Möglichkeit an kostenlosen Workshops und Seminaren sowie persönlichen Beratungsgesprächen teilzunehmen und auch eine unentgeltliche Unterstützung bei der Businessplanerstellung kann in Anspruch genommen werden. Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative Geschäftsideen und Neugründungen in Rheinland-Pfalz auf dem weiteren Weg zu unterstützen.

Organisiert wird der Wettbewerb von der Hochschule Koblenz zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft. Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt es unter www.ideenwettbewerb-rlp.de.

Zu schade für den Müll: Besser Tauschen, verschenken und verleihen

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KREIS MYK. Was getauscht oder verschenkt wird, muss nicht in den Müll wandern: Man kann es im Portal https://mayen-koblenz.verschenkmarkt.info anbieten. Aktuell sind ein Gefrierschrank sowie zahlreiche Möbelstücke dabei. Das Mitmachen ist kostenfrei. Einzige Regel: Es darf nicht gegen Geld „getauscht“ werden. Neu ist, dass auch Gegenstände verliehen werden dürfen und dass auch andere Kommunen wie der Rhein-Hunsrück-Kreis oder der Landkreis Kaiserslautern das Portal nutzen.

„In diesem Jahr gab es bereits über 32.000 Seitenaufrufe und 110 Inserate wurden aufgegeben“, erklärt Fabrice Castenholz, der die Seite im Kreishaus betreut. Da viele Menschen gerade die Weihnachtstage zum Aufräumen nutzen, hofft man in der Kreisverwaltung auf viele aktive Nutzer: „Eine Vase, die schon lange verstaubt und von einer Ecke in die andere geräumt wird? Oder das mittlerweile zu kleine Fahrrad des Kindes, das Platz in der Garage kostet? – Vielleicht wird das von jemandem gerade gebraucht. Jeder kann helfen, den „Tausch- und Verschenkmarkt“ noch lebendiger gestalten - und Dinge, die zu schade für den Müll sind, weiter zu nutzen, sagt Castenholz.

Die Gedenkstätte KZ Osthofen ist über die Feiertage geschlossen

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Das NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz / Gedenkstätte KZ Osthofen ist vom 23. Dezember 2019 bis zum 6. Januar 2020 ganztägig für den Besucherverkehr geschlossen.
Ab Dienstag, 7. Januar 2020 ist die Gedenkstätte für Besucherinnen und Besucher wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet.
Die Öffnungszeiten der Gedenkstätte KZ Osthofen sind:
Di – Fr: 9 – 17 Uhr. An Wochenenden und Feiertagen: 13 - 17 Uhr. Montags ist die Gedenkstätte geschlossen! Gruppen werden um vorherige Anmeldung gebeten.

Blätter zum Land: Kochem-Bruttig-Treis, ein KZ-Außenlager in unserer Region

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Neue 20-seitige Ausgabe „Das KZ-Außenlager Kochem-Bruttig-Treis“ in der Reihe „Blätter zum Land“ erschienen / Kostenlos erhältlich

Die Blätter zum Land der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz erschienen erstmals 1999 und waren direkt ein Erfolg.
Die neue 20-seitige Ausgabe „Das KZ-Außenlager Kochem-Bruttig-Treis“ (Blätter zum Land Nr. 80), verfasst von der Historikerin Ksenia Stähle-Müller M.A., bietet einen Überblick zur Geschichte eines der vielen Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof im Elsass.
Dieses Lager verteilte sich 1944 auf die drei Orte Kochem (heute: Cochem), Bruttig und Treis und war Teil der sogenannten A-Vorhaben der Rüstungsproduktion (d.h. unter Nutzung vorhandener, ggf. zu erweiternder unterirdischer Anlagen). KZ-Häftlinge mussten den dortigen Eisenbahntunnel zu einer unterirdischen Rüstungsfabrik ausbauen, in der für die Firma Bosch (Tarnname „WIDU“) Zündkerzen zum Einsatz in der Flugzeugindustrie gefertigt wurden. Das KZ-Außenlager bestand von März bis Oktober 1944.
Bernhard Kukatzki, Direktor der LpB: „Die Arbeit im Tunnel fand unter unmenschlichen Bedingungen statt, es ereigneten sich mehrere tödliche Unfälle. Gewalt und Unterernährung waren alltäglich. Am 20. Juni 1944 wurden 13 geflohene Häftlinge nach ihrer Festnahme in Bruttig und Treis erhängt.“

Die neue Ausgabe ist kostenlos bei der Landeszentrale für politische Bildung, Am Kronberger Hof 6 in 55116 Mainz ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) erhältlich. Sie kann dort, sowie in den Gedenkstätten SS-Sonderlager/ KZ Hinzert und dem NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz / Gedenkstätte KZ Osthofen, und der LpB im Medienzentrum Koblenz (Markenbildchenweg 38) direkt mitgenommen werden.

Blätter zum Land

Jedes „Blatt“ ist im Format DIN A5. Inhaltlich dreht sich die Reihe um Rheinland-Pfalz, die Menschen, das Land und seine Geschichte, seine Geografie, seine Wirtschaft, seine Kultur und Partnerschaften, und nicht zuletzt seine politischen Grundlagen. Themen, die man irgendwo her kennt und zu denen man immer schon mal Genaueres wissen wollte. Kurze, präzise Texte, aussagekräftige, teils farbige Fotos, Bilder und Karikaturen im ansprechenden Layout, bieten einen schnellen, leichtverständlichen, aber nie leichtgewichtigen Zugang. Alles Wesentliche kurz gefasst.

Unter www.politische-bildung-rlp.de können Sie auch schon erschienene Ausgaben der Blätter im pdf-Format herunterladen

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