Dienstag, 16. Juli 2019

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Weltflüchtlingstag:

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115.000 Menschen sind wegen Flucht, Vertreibung, Verfolgung und Asyl zugezogen

Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni mitteilt, lebten in Rheinland-Pfalz im Jahr 2017 gut 115.000 Personen, die Flucht, Verfolgung, Vertreibung und Asyl als wichtigstes Motiv für ihren Zuzug nach Deutschland nannten. Das entsprach einem Bevölkerungsanteil von knapp 2,9 Prozent. Unter den Geflüchteten und Vertriebenen befinden sich etwa 66.000 Männer und rund 49.000 Frauen, 15.000 sind jünger als 18 Jahre.

Nach der Zusammenführung von Familien (33,4 Prozent) war Flucht, Verfolgung, Vertreibung und Asyl mit 17,3 Prozent damit das zweitwichtigste Zuzugsmotiv für diejenigen Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer, deren Geburtsort außerhalb des heutigen Gebietes der Bundesrepublik Deutschland liegt. Werden nur Personen betrachtet, die seit 2013 nach Deutschland eingereist sind, ist es mit gut 32 Prozent sogar das mit Abstand wichtigste Einwanderungsmotiv.

Der überwiegende Teil der rund 115.000 Personen stammt aus dem Nahen und Mittleren Osten (38,4 Prozent). Etwa ein Viertel (24,5 Prozent) – und damit die größte Einzelgruppe – wurde in Syrien geboren. Es folgen die Gebiete des heutigen Polen (16,1 Prozent) und Afghanistan (sieben Prozent). Etwas weniger als die Hälfte der Personen (45,7 Prozent) verfügt heute über die deutsche Staatsangehörigkeit. Darunter sind etwa 5.900 Zuwanderer, die zusätzlich noch einen weiteren Pass vorweisen können (Doppelstaatlerinnen und Doppelstaatler).

Etwas mehr als 42 Prozent der Eingewanderten gaben an, in ihrem Haushalt vorwiegend Deutsch zu sprechen. Neben Arabisch (21,7 Prozent) wurde seltener auch eine sonstige europäische (10,3 Prozent), asiatische (6,3 Prozent) oder afrikanische Sprache (5,1 Prozent) genannt. Gut 42 Prozent der Befragten erklärten zudem, innerhalb der vergangenen fünf Jahre nach Deutschland gekommen zu sein. Fast ein Fünftel (18,3 Prozent) lebt bereits seit den 1940er Jahren im heutigen Deutschland. Weitere 17,4 Prozent nannten die 1990er Jahre als erstmaliges Einreisedatum.

Die Daten stammen aus der Mikrozensuserhebung 2017. Grundlage für die Auswertung ist eine Hochrechnung der 1%-Stichprobe auf Basis der Bevölkerung in Privathaushalten am Hauptwohnsitz. Die Stichprobe des jährlich erhobenen Mikrozensus umfasst in Rheinland-Pfalz ca. 20.000 Haushalte.

Autor: Sebastian Fückel (Referatsleiter Analysen Staat, Soziales)

Laacher See: SGD Nord wirbt für Einklang von Badespaß und Naturschutz

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Zum Auftakt der diesjährigen Badesaison erinnert die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord daran, dass das Baden und Campen am Laacher See ausschließlich im Bereich des dortigen Campingplatzes erlaubt ist. Diese Regelung dient dem Schutz der wertvollen Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten.

Der Laacher See ist das Zentrum des gleichnamigen Natur- und Vogelschutzgebietes. Die vom Vulkanismus geprägte Landschaft bietet einen Lebensraum für viele seltene wildwachsende Pflanzen sowie auf Feuchtland und Wasser angewiesene Vogelarten. Gerade die Bereiche der natürlichen Uferzonen mit den Schilfgürteln sind verantwortlich für das ökologische Gleichgewicht des Sees. Den vielen wassergebundenen Vögeln, wie dem Zwergtaucher, dem Teichhuhn, der Stockente, dem Haubentaucher und dem Blesshuhn bieten die Uferzonen wichtige Rückzugsorte für Brut und Nahrungsaufnahme. Diese sind somit die sensibelsten Bereiche des Gebietes, die es zu schützen und zu pflegen gilt. Wildes Campen und Baden sind daher nicht gestattet.

Seit dem Jahr 2012 betreut die SGD Nord den „Runden Tisch“ zum Laacher See. Dabei treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der Abtei, der umliegenden Kommunen, sowie der Umweltverbände und der Umweltbehörden, um sich über Wege zur nachhaltigen Nutzung des Maares zu verständigen. In seiner letzten Sitzung hat der „Runde Tisch“ beispielsweise die Notwendigkeit einer Besucherlenkung festgestellt und Schritte hierzu angestoßen.

Informationen über den Laacher See und den dort bestehenden Regelungen finden Sie unter www.badeseen.rlp-umwelt.de.

Ermittlungsverfahren wegen Schwarzarbeit, Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben 1. Folgemitteilung

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Im Jahr 2018 wurden von den rheinland-pfälzischen Familienrichtern 8.025 Ehen geschieden; das war gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um vier Prozent. Damit setzt sich der Trend rückläufiger Scheidungszahlen weiter fort. Zu Beginn der 2000er Jahre wurden noch mehr als 10.000 Scheidungen registriert. Gegenüber dem Jahr 2003, in dem mit 11.567 Scheidungen der bisherige Höhepunkt seit Landesgründung registriert wurde, ergibt sich ein Rückgang um 30 Prozent.

Trotz insgesamt sinkender Scheidungszahlen ist die Trennungsbereitschaft nach relativ kurzer Ehedauer weiterhin groß. Von den im Jahr 2018 beendeten Ehen sind die meisten (438 bzw. 439) erst in den Jahren 2012 und 2011 geschlossen worden. Aber auch „alte Liebe rostet“. Insgesamt 1.349 Paare hatten zum Zeitpunkt der Scheidung bereits die silberne Hochzeit gefeiert. Bis Ende 2018 wurden von den in den 1980er und 1990er Jahren geschlossenen Ehen mehr als jede dritte geschieden. Die höchste Gesamtscheidungsquote weist dabei der Heiratsjahrgang 1989 auf. Rund 45 Prozent der Paare, die in diesem Jahr heirateten, gehen wieder getrennte Wege.

Im vergangenen Jahr wurden landesweit neun von 1.000 bestehenden Ehen geschieden. Innerhalb des Landes zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Da die Scheidungszahlen auf Kreisebene zum Teil deutlichen jährlichen Schwankungen unterliegen, können Mehrjahresdurchschnitte verlässlichere Aussagen zum Scheidungsrisiko liefern. Im Fünfjahresdurchschnitt lag die Scheidungsziffer in den kreisfreien Städten mit 8,7 unter der der Landkreise (9,4). Die höchsten Scheidungsziffern ergeben sich für die Städte Zweibrücken (11,6) und Kaiserslautern (11,0) sowie den Landkreis Kaiserslautern (11,3). Im Landkreis Kusel scheinen dagegen die besten Voraussetzungen für eine lebenslange Ehedauer gegeben zu sein. Im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre lassen sich dort landesweit die wenigsten Paare scheiden (6,3).

Im Jahr 2018 wurden zudem 70 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften durch gerichtlichen Beschluss aufgehoben. In der Mehrzahl der Fälle waren weibliche Partnerschaften betroffen (60 Prozent).

Die Statistik der die rechtskräftigen Beschlüsse in Ehesachen wird wie auch die Statistik der rechtskräftigen Aufhebungen von Lebenspartnerschaften jährlich aus den Meldungen der Familiengerichte erstellt.

Autorin: Charlotte Schmidt (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

Heimische Pflanzen- Märchen, Mythen und Medizin

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Am Freitag, 14. Juni bietet die Walökostation des Umweltamtes einen zweistündigen Kräuterspaziergang durch den Koblenzer Stadtwald. Hierbei werden die Teilnehmenden über Mythen und Aberglauben, die sich um unsere heimischen Pflanzen ranken, informiert. Außerdem werden die Heilkräfte, die ihnen zugesagt werden, angesprochen. Treffpunkt ist um 15:00 Uhr an der Waldökostation.
Anmeldung und Infos unter (0261) 129-1502 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Tiere bei Hitze nicht im Auto lassen

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Veterinäre weisen auf Gefahren im Sommer hin

KREIS MYK. Wenn sich das Thermometer jenseits der 25-Grad-Grenze einpendelt und die Sonne erbarmungslos niederbrennt, kann es für Hund, Katze, Meerschweinchen und Co. gefährlich werden. Darauf weisen die Veterinäre der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz hin.

Fehlt ein kühles Schattenplätzchen, ist die Frischluftzufuhr oder das Trinkwasserangebot nicht ausreichend, entsteht in den kleinen Tierkörpern ein Wärmestau, der dann schnell die Symptome eines Hitzschlags nach sich zieht. „Abgeschlagenheit, Unruhe oder Taumeln sind erste Alarmzeichen, die vom Tierbesitzer sofortiges Handeln verlangen. In einem solchen Fall muss das Tier sofort in den Schatten, besser noch in einen kühleren Innenraum, gebracht und mit frischem Trinkwasser und Frischluft versorgt werden“, so die Veterinärin Dr. Simone Nesselberger. Bei Krämpfen, Atemnot oder gar Bewusstlosigkeit besteht akute Lebensgefahr. Zeigt ein Tier diese Symptome, sollte es mit feucht-kalten Tüchern bedeckt sofort zum Tierarzt gebracht werden. Während des Transports ist es wichtig, auf ausreichende Luftzirkulation zu achten.

Gefährdet sind vor allem ältere oder herzkranke Hunde und Katzen wie auch hochträchtige und ganz junge Tiere. Sie sollten nicht der sengenden Mittagshitze ausgesetzt werden. Auch bei robust erscheinenden Tieren ist es ratsam, körperliche Aktivitäten immer auf die kühleren Tageszeiten zu verlegen.

Die Veterinäre weisen zudem auf die unterschätzte Hitzschlaggefahr bei Kaninchen, Meerschweinchen und Ziervögeln hin. Gerade Ziervögeln, deren Käfige oder Freigehege im Laufe des Tages der vollen Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind, sollte permanent eine natürliche Schattenquelle zur Verfügung stehen. „Die handelsüblichen kleinen Schutzhäuschen aus Sperrholz sind als alleinige Schattenspender nicht ausreichend“, so Nesselberger. Weit verbreitet ist zudem der Irrglaube, Kaninchen und Meerschweinchen benötigen kein Trinkwasser. Dieser Irrtum kann im Hochsommer für die Tiere tödliche Folgen haben.

Erhöhte Hitzschlaggefahr droht allen Tieren, die bei hohen Außentemperaturen im Auto transportiert werden müssen. Autofahrten mit Haustieren erfordern daher eine sorgfältige Vorbereitung. Für längere Fahrten sollten die kühleren Tages- oder Nachtzeiten eingeplant werden. In das Reisegepäck gehören ein ausreichender Vorrat an Trinkwasser und mehrere, möglichst helle Tücher, die bei Sonneneinstrahlung angefeuchtet werden und als kalte Kompressen oder verdunstungsaktive Käfigabdeckung dienen können. Ist der Wagen durch längeres Stehen überhitzt, sind auch kürzere Autofahrten für Tiere belastend und sollten vermieden werden. Grundsätzlich gilt: Ein Tier darf niemals im geparkten Fahrzeug zurückgelassen werden – auch nicht für kurze Zeit. Offene Fensterspalten sind bei hochsommerlichen Temperaturen kein ausreichender Klimaschutz. „Da kommt es schnell zum Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Dabei gilt: Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit schützt vor Strafe nicht. Man sollte bedenken, dass die Hitze für die Tiere eine Qual ist“, so Nesselberger abschließend.

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