Samstag, 16. Januar 2021

Letztes Update:04:17:02 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Anrufe, Briefe, Mails und 100.000 Euro: Stadt und Polizei danken für die Unterstützung

Drucken
(mic) Die Stadt Trier erfährt nach der schrecklichen Amokfahrt vom 1. Dezember eine sehr große Solidarität von Menschen aus aller Welt. Auf dem eigens eingerichteten Spendenkonto für die Opfer der Amokfahrt sind schon über 100.000 Euro eingegangen.

OB Wolfram Leibe dankt den vielen Menschen für ihre Spenden und allen, die sich per Post, per E-Mail oder in den Social-Media-Netzwerken mit Hilfsangeboten, Anteilnahme oder mit guten Wünschen ans Rathaus gewandt haben. OB Leibe: „Es hilft uns allen sehr, zu sehen, wie groß die Hilfsbereitschaft innerhalb und außerhalb der Stadt Trier ist. Im Angesicht einer so mörderischen Tat stehen die Menschen zusammen. Im Namen der Bürgerinnen und Bürger Triers danke ich für diese überwältigende Anteilnahme, für die vielen von Herzen kommenden, guten Wünsche und die Unterstützungsangebote. Sie geben uns Trost, Kraft und Zuversicht, durch diese schwere Zeit zu kommen.“

Auch Polizeipräsident Rudolf Berg bedankt sich bei den Menschen für ihre Unterstützung. „Viele Passanten haben spontan Hilfe geleistet und unsere Einsatzkräfte unmittelbar nach dem Ereignis unterstützt“, sagt Berg, „zahlreiche Menschen, die diese schlimme Tat selbst miterleben mussten, haben sich bei uns gemeldet, um uns mit ihren Angaben bei der Aufklärung der Tat zu helfen.“ Darüber hinaus seien zahlreiche Hinweise, Fotos und Videos bei der Polizei eingegangen, mit deren Hilfe der Tathergang geklärt werden soll.

Im Rathaus gingen allein per Post und per E-Mail seit Dienstag über 300 Schreiben aus aller Welt ein. Die Oberbürgermeister der Trierer Partnerstädte kondolierten ebenso wie zahlreiche Verwaltungsoberhäupter aus der Region Trier und aus Rheinland-Pfalz, aber auch Bürgerinnen und Bürger aus den Niederlanden, den Vereinigten Staaten, Frankreich, Luxemburg oder der Schweiz.

Für alle Fragen im Nachgang zur Amokfahrt hat die Stadt Trier als zentrales Postfach ab sofort die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. geschaltet.

Auf dem Spendenkonto, mit dem die Angehörigen der Opfer unterstützt werden, sind am ersten Tag schon über 100.000 Euro an Spenden eingezahlt worden. Dazu gehören 20.000 Euro, die die Sparkasse Trier gespendet hat, aber auch weitere kleine und größere, teils auch fünfstellige Beträge von rund 1300 Einzelspendern.

Gespendet werden kann auf folgendes Konto:

Kontoinhaber: Stadt Trier mit Kontozusatz: „Trier steht zusammen“
IBAN: DE83 5855 0130 0001 1217 55
BIC: TRISDE55XXX
Institut: Sparkasse Trier

SGD Nord: Sicheres Kinderspielzeug unter dem Weihnachtsbaum

Drucken

Auch im Dezember hat die Empfehlung weiter Bestand: Abstand halten und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Trotzdem sollen Kinderaugen an Weihnachten leuchten, weshalb viele Eltern nicht auf die persönliche Auswahl von Spielzeugen verzichten wollen. Entgegen dem Trend der Online-Bestellung möchten auch viele Menschen die heimische Wirtschaft unterstützen. Egal, wie die Entscheidung aussieht: Damit die Freude über das neue Geschenk auch über Weihnachten hinaus anhält, gibt die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord einige Tipps zum Kauf von Spielzeug, denn im nördlichen Rheinland-Pfalz ist sie für die Marktüberwachung zuständig.

Von Spielzeug und seiner Verpackung dürfen keine unmittelbaren Gefahren sowie Gesundheitsbelastungen ausgehen. Deshalb sollten Sie bei der Auswahl auf qualitativ hochwertige sowie nachhaltige Produkte achten, die für das Lebensalter des Kindes geeignet sind. Eine Gefahr kann auch von zu lauten Spielzeugen ausgehen, weil diese zu einer Schädigung des Gehörs führen können. Die Sicherheit von Spielzeug ist rechtlich geregelt. Dazu hat die EU die Spielzeugrichtlinie und die entsprechenden Normen erlassen sowie die CE-Kennzeichnung geschaffen. Wer Spielzeug herstellt oder importiert, muss das CE-Zeichen aufdrucken und damit garantieren, dass er sich an die geltenden Vorschriften hält. Fehlt das CE-Zeichen, lässt dies auf einen besonders nachlässigen Hersteller oder Importeur schließen.

Der Anbringung eines CE-Kennzeichens geht eine systematische Sicherheitsbewertung voraus, in welcher der Hersteller unter Anwendung der oben genannten Normen die mit einem Spielzeug verbundenen potenziellen Gefahren ermittelt. Hierbei werden zum Beispiel die mechanischen, physikalischen, elektrischen sowie Entflammbarkeitsgefahren erkannt, bewertet und soweit wie möglich minimiert.

Hier die wichtigsten Punkte:

  • Die CE-Kennzeichnung muss sichtbar, leserlich und dauerhaft vorhanden sein. Mit dem CE-Zeichen erklärt der Hersteller, dass das Spielzeug der Europäischen Richtlinie für Spielzeuge entspricht.
  • Name und Anschrift des Herstellers oder Importeurs müssen sichtbar, leserlich und dauerhaft auf dem Spielzeug oder der Verpackung angegeben sein.
  • Dem Spielzeug muss eine Gebrauchsanleitung und die erforderlichen Sicherheitsinformationen in deutscher Sprache beigefügt sein.
    Diese Informationen können sich auf der Verpackung, auf einem Beipackzettel oder in einem Hinweis befinden.
  • Spielzeug, das für Kinder unter 3 Jahren gefährlich sein kann, muss einen Warnhinweis mit Nennung der spezifischen Gefahr tragen (z.B.: Achtung! Nicht geeignet für Kinder unter 3 Jahren wegen verschluckbarer Kleinteile).

Unser Tipp: Kaufen Sie lieber weniger, dafür qualitativ hochwertiges Spielzeug – Ihrem Kind und seiner Umwelt zuliebe.

Schienenhilfe ruft private Güterbahnen und DB Cargo auf:

Drucken

Übernehmt keine lauten Güterwagen aus dem Ausland

Koblenz, 2. Dezember. – Die Bürger*inneninitiative Deutsche Schienenhilfe bittet die Privaten Güterbahnen und die DB Cargo, ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember keine lauten Güterwagen aus dem Ausland mehr zu übernehmen. Das erklärte ihr Sprecher Jochen Zenthöfer.

Hintergrund ist die Ankündigung des Bundesverkehrsministeriums, das Fahren mit lauten Waggons erst ab Ende 2021 an zu sanktionieren – ein Jahr später als geplant. Damit werden die Sanktionen des Schienenlärmschutzgesetzes faktisch Makulatur. Nebenbei werden die deutschen Güterwagenhalter, die zu 99 % auf leise Sohlen umgerüstet haben, für ihren Lärmschutz benachteiligt.

„Jetzt liegt es in der Hand der privaten Güterbahnen und der DB Cargo“, so Zenthöfer weiter: „Sie sind nicht verpflichtet, an den Landesgrenzen die ausländischen Güterwagen zu übernehmen. Wenn die Waggons noch mit lauten Graugussohlen unterwegs sind, sollten sie an der Grenze stehen bleiben. Die ausländischen Unternehmen hatten jahrelang Zeit, die Waggons umzurüsten. Jetzt darf nicht Corona als Ausrede benutzt werden!“ Eine Ausnahme sollte nur gemacht werden für Waggons, die medizinische Materialien zur Pandemiebekämpfung transportieren. Diese sollten an den Grenzen übernommen werden, auch wenn sie noch laut sind.

„Jahrelang haben die Bürger*innen im Rheintal, in Sachsen, im Inntal, an der Mosel, in Nordrhein-Westfalen und an vielen anderen Orten auf das Schienenlärmschutzgesetz gehofft. Jetzt liegt es in der Hand der Privaten Güterbahnen und der DB Cargo, ob diese Hoffnung wenige Tage vor Gesetzesbeginn stirbt“, so die Schienenhilfe. „Die deutschen Güterwagenunternehmen haben umgerüstet und an die lärmgeplagten Bürger*innen gedacht. Bei aller Kritik, die wir gerne (und oft) äußern: Dafür danken wir!“

SGD Nord: Neuer Leiter der Regionalstelle Trier

Drucken

Wenn es in der Region Trier um den Schutz vor Hochwasser und die Sicherung des Trinkwassers geht, oder auch darum, wie man Abfall zukünftig möglichst effizient verwerten kann, dann ist die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord der richtige Ansprechpartner. Seit Kurzem hat die Trierer Regionalstelle für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Bodenschutz mit Helmut Plum einen neuen Leiter. Er folgt auf Alfred Weinandy, der die Position 10 Jahre lang ausgefüllt hatte und Anfang des Jahres in den Ruhestand ging.

„Gut, dass wir mit Helmut Plum einen Referatsleiter gefunden haben, der bei der Bewältigung dieser anspruchsvollen Aufgabe auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann. Die Leitung der Regionalstelle Trier ist bei ihm in guten Händen“, sagt Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der SGD Nord.

Helmut Plum ist ein Experte auf seinem Gebiet. Der Diplom-Bauingenieur und Bauassessor für Wasserwesen absolvierte nach dem Studium ein Referendariat für den höheren technischen Dienst in der Wasserwirtschaftsverwaltung. Mit der Übernahme in den Landesdienst schloss sich eine langjährige Tätigkeit als Referent im Bereich Grundwasser, Wasserversorgung im Staatlichen Amt für Wasser- und Abfallwirtschaft beziehungsweise in der Regionalstelle Trier an. Zwischenzeitlich wechselte Plum im Jahr 2007 zur Regionalstelle Koblenz in den Fachbereich Abwasserwesen und leitete zudem die Projektgruppe „Gewerbliches Abwasser“ für den gesamten Zuständigkeitsbereich der SGD Nord. In Koblenz übernahm er auch die stellvertretende Referatsleitung. 2013 zog es ihn wieder in Richtung Heimat in die Trierer Regionalstelle, die er seit dem Ausscheiden von Alfred Weinandy aus dem aktiven Dienst kommissarisch leitet. Bei der Wasser- und Abfallwirtschaft sowie Bodenschutz handelt es sich aus seiner Sicht um wichtige, interessante und systemrelevante Aufgaben der Daseinsvorsorge. Aufgrund seiner Erfahrung in Leitungspositionen und im Aufgabengebiet geht er die Herausforderung optimistisch an. Die Regionalstelle stehe vor einem schwierigen demographischen Veränderungsprozess. Gerade im Hinblick auf die oft termingebundenen Aufgaben mit hohen Qualitätsansprüchen sei es daher in den kommenden Jahren wichtig, geeignetes und engagiertes Fachpersonal zu finden. So wie solche Mitarbeiter wie Alfred Weinandy, der Jahrzehnte lang ein kompetenter Ansprechpartner war. Viele Projekte wie die Hochwasserschutzmaßnahmen in Kesten oder der Stadt Trier, durch die viele Bürgerinnen und Bürger vor den Fluten geschützt werden, tragen auch seine Handschrift. Mehr als 10 Jahre leitete der Bauingenieur aus Konz zuletzt die Regionalstelle Trier, bevor er Anfang 2020 in den Ruhestand ging. „Sein großes Fachwissen, sein Engagement und seine ruhige Hand haben wir sehr geschätzt“, erklärt Dr. Kleemann.

Seit der Gründung der SGD Nord im Jahr 2000 gehörte Weinandy zum Team der Regionalstelle. Zuvor hatte er bereits sieben Jahre lang das Referat Wasserwirtschaft, Tiefbau und Abfallwirtschaft der ehemaligen Bezirksregierung Trier geleitet. In seiner aktiven Zeit habe sich einiges geändert, erklärt er. „Früher ging es zum größten Teil um infrastrukturelle Dinge – um die Ver- und Entsorgung“, so Weinandy, „in den vergangenen Jahren hat der Umweltschutzaspekt mehr und mehr Gewicht bekommen.“ Die Mitarbeitenden müssen also stets versuchen, den neuen Anforderungen gerecht zu werden und die neuen gesetzlichen Voraussetzungen umzusetzen. Eine Herausforderung, die er an seinem Job besonders schätzte. „Man konnte etwas gestalten und damit etwas bewirken“, sagt Weinandy.

Sein Wissen brachte er gern ein und versuchte auch immer, politische Entscheidungsträger zu informieren und zu überzeugen. „Für mich ist es wichtig, dass die Fachbehörden nahe am Geschehen sind, erklären und beraten“, sagt er. Den Konflikt scheute er dabei nicht – vor allem, wenn es auch mal um unangenehme Dinge ging. Das Bemühen, letztlich einen Kompromiss zu finden, habe aber stets im Vordergrund gestanden. Das zielorientierte Arbeiten will natürlich auch Helmut Plum fortsetzen.

Weiter Infos unter: www.sgdnord.rlp.de

Amokfahrt Trier

Drucken

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Tage der Trauer für ganz Rheinland-Pfalz

„Fünf Menschen sind gestern in der Trierer Fußgängerzone mitten aus dem Leben gerissen worden. Andere kämpfen im Krankenhaus um ihr Überleben und mit schwersten Verletzungen. Weil ein Mann, der hier in der Umgebung geboren und aufgewachsen ist, sein Auto zur Waffe gemacht und wahllos gemordet hat. Was auch immer ihn dazu gebracht hat – nichts, wirklich nichts kann diese brutale und schreckliche Tat rechtfertigen.“ Das sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer heute bei der Kranzniederlegung gemeinsam mit dem Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Kirchenvertretern an der Porta Nigra zum Gedenken an die Opfer der gestrigen Amokfahrt in der Trierer Innenstadt.

Kein Wort könne den Verlust und das Leid derer erfassen, die trauern, die verletzt wurden oder fortan mit dem, was sie erlebt haben, umgehen müssen, so die Ministerpräsidentin. „Das große Leid, das durch dieses Attentat verursacht wurde, können wir nicht ungeschehen machen. Aber wir können den Trauernden und Verletzten versichern: Sie sind in Ihrem Schmerz nicht allein. Die Landesregierung, die Menschen in Rheinland-Pfalz, in ganz Deutschland und in unseren befreundeten Nachbarländern denken an Sie und fühlen mit Ihnen“, erklärte die Ministerpräsidentin. Stadt und Polizei hätten gestern sehr schnell Anlaufstellen für die Opfer eingerichtet. Die Landesregierung werde mit ihrem Opferschutzbeauftragten sehr schnell eine Trauma-Ambulanz für eine rasche Hilfe bereitstellen und Kontakt mit Opfern und traumatisierten Menschen aufnehmen. „Wir wissen, dass auch die Wunden an der Seele schnell und professionell behandelt werden müssen, damit auch sie, wie körperliche Verletzungen, wieder heilen können“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Von Herzen danke ich all denen, die gestern sofort und auf der Stelle dafür gesorgt haben, dass der Täter gestoppt, die Toten geborgen und die Verletzten versorgt werden konnten. Sie alle haben damit einen großen Dienst getan: für die betroffenen Menschen und für unser Land. Und Sie haben durch ihr Tun gezeigt, dass Mitmenschlichkeit stärker ist als Gewalt. Diese Tage sind Tage der Trauer für ganz Rheinland-Pfalz. Zum Zeichen dafür sind die Flaggen im ganzen Land heute auf halbmast gesetzt“, sagte die Ministerpräsidentin.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL