Samstag, 19. September 2020

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2019: In einem Jahr neunzehn neue Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage in Rheinland-Pfalz

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Erfolgsgeschichte der Landeskoordination geht 2019 weiter: 19 neue Schulen im Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage / Jetzt über 110.000 Jugendliche in 158 Schulen in Rheinland-Pfalz dabei.

Als die Landeszentrale für politische Bildung (LpB) im April 2008 die Landeskoordination des Projekts Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage für Rheinland-Pfalz übernahm, gab es in Rheinland-Pfalz 11 Projektschulen. In diesem Jahr kamen alleine 19 neue SOR-SMC-Schulen dazu. Ende 2019 gibt es damit 158 Schulen in Rheinland-Pfalz, die sich den Titel Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage verdient haben. Mit ca. 110.000 sind mehr als ein Fünftel der rheinland-pfälzischen Schülerinnen und Schüler sowie 8.800 Lehrkräfte im Projekt dabei.

Der Direktor der LpB, Bernhard Kukatzki freut sich, dass sich 2019 der "Anstieg der Zahl der Schulen, die sich diesem erfolgreichen Projekt von Aktion Courage e.V. in Rheinland-Pfalz angeschlossen haben, sogar noch verstärkt hat. Um die Arbeit der Schulen noch besser zu unterstützen, startet die LpB in Kürze eine Projektdatenbank, die die Aktivitäten der Projektschulen auf der LpB-Homepage zeigt. Mit der Suchfunktion wird es leicht, gezielt Aktivitäten zu bestimmten Themen zu recherchieren. Alle Schulen können sehen, was die anderen machen, sich durch deren Projekte inspirieren lassen und besser vernetzen. Aufgrund des Zuwachs an Projektschulen gilt es zudem, auch künftig die Strukturen im Projekt weiter zu entwickeln und die Beratung der Schulen vor Ort zu intensivieren."

Landeskoordinatorin Anke Lips ergänzt: "2019 hat die LpB die Stärkung der Nachhaltigkeit des Projekts forciert. Mit der Datenbank wird das Engagement der Schulgemeinschaften gegen Hass und Hetze künftig im Internet noch sichtbarer. Zusammen mit den Regionalkoordinatoren in Koblenz und Neustadt konnten wir die Neuaufnahme und Beratung vor Ort intensivieren, zwei regionale Aktiventreffen anbieten und den Schulen mit Workshop-Angeboten bei ihren Projekten gezielt helfen. Dabei hilft auch eine Liste mit zahlreichen Projektvorschlägen, die für die Schulen ab sofort auf unserer Homepage (https://politische-bildung.rlp.de/fileadmin/files/Gill/Kooperationspartner_gruppenbezogene_Menschenfeindlichkeit_2019.pdf) bereitsteht."

Die Landeskoordination
der LpB betreut und berät die Projektschulen in Rheinland-Pfalz, führt landes- und regionsweit Vernetzungstreffen durch, bietet Informationen für interessierte Schulen, vermittelt Workshops, Referenten, Trainings und steht bei Fragen und Problemen den Projektschulen zur Seite.

Das Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
ist eine Initiative von Schülerinnen und Schülern, die sich aktiv langfristig gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus und für eine tolerante, gewaltfreie und demokratische Kultur in Schule und Gesellschaft engagieren wollen. Das europaweite Projekt läuft in Deutschland seit 1995.

Weitere Infos gibt es bei der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Am Kronberger Hof 6, 55116 Mainz. Telefon: 06131/16-4109; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , der Regionalkoordination in Koblenz ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ), der Regionalkoordination in der Pfalz ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )

SGD Nord: Sicherer Start ins neue Jahr

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Wie in jedem Jahr wurde der Verkauf und die Aufbewahrung von Feuerwerksartikeln durch die Abteilung Gewerbeaufsicht der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord kontrolliert. Dabei wurde unter anderem geprüft, ob die zulässigen Verkaufsmengen im Verkaufsraum eingehalten werden, der Verkauf unter Aufsicht bestellter, verantwortlicher Personen erfolgt und die Feuerwerksartikel die notwendige Registriernummer sowie die CE-Kennzeichnung besitzen. Für den Verbraucher sind die Kennzeichen Hinweise auf einen geprüften und sicheren Feuerwerksartikel.

Erfreulicherweise wurden bei den Kontrollen von circa 120 ausgewählten Verkaufsgeschäften keine Artikel ohne Zulassung vorgefunden. Geringfügige Beanstandungen gab es lediglich bei der Lagerung in Vorratslagern und in Verkaufsräumen. Hier fehlte teilweise die Kennzeichnung zum ausdrücklichen Rauchverbot bzw. zum Verbot des offenen Feuers oder es waren Fluchtwege zugestellt. Auch wurden zum Teil zu große Mengen an Feuerwerksartikeln im Verkaufsraum bzw. in den Lagerbereichen gelagert. Diese sind aus Sicherheitsgründen begrenzt, um im Brandfall das Risiko größerer Schäden zu minimieren.

Auch zum nächsten Jahreswechsel wird die SGD Nord wieder einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit bei der Abgabe der Feuerwerksartikel leisten.

Rheinland-Pfalz regional

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Landkreise und kreisfreie Städte – Datenüberblick zum Vergleich

In der neu aufgelegten Publikation „Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz“ des Statistischen Landesamtes in Bad Ems sind für die zwölf kreisfreien Städte und 24 Landkreise aktuelle Ergebnisse in Tabellen zusammengestellt. Karten und Grafiken veranschaulichen ausgewählte Merkmale. Der Datenquerschnitt in dieser Veröffentlichung gibt einen Einblick in unterschiedliche Strukturen und Entwicklungen in den kreisfreien Städten bzw. Landkreisen.

Die Tabellen zur Bevölkerung zeigen, dass vier der zwölf kreisfreien Städte jeweils weniger als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner haben. Zusammengenommen leben in diesen Städten weniger Menschen als in Ludwigshafen oder Mainz. Mainz ist mit rund 217.100 Einwohnerinnen und Einwohner die mit Abstand größte Stadt im Land. Auch der größte Landkreis Mayen-Koblenz (214.300) erreicht nicht die Bevölkerungszahl von Mainz. Der kleinste Landkreis ist die Vulkaneifel mit rund 60.600 Menschen. Die kleinsten kreisfreien Städte sind Zweibrücken und Pirmasens (34.200 bzw. 40.400 Einwohnerinnen und Einwohner). Gegenüber dem Vorjahr ist die Bevölkerung in vier kreisfreien Städten und in acht Landkreisen zurückgegangen. Die relativ stärkste Abnahme verzeichnete bei den Städten Speyer (minus 1,1 Prozent) und bei den Landkreisen der Kreis Südwestpfalz (minus 0,4 Prozent). Die höchste Zunahme gab es im Vergleich der Städte in Ludwigshafen mit 1,5 Prozent und im Vergleich der Landkreise in den Kreisen Ahrweiler und Alzey-Worms mit jeweils 0,6 Prozent.

Das Verhältnis zwischen der erwerbsfähigen Bevölkerung und der älteren Bevölkerung (65-Jährige und Ältere bezogen auf die Altersgruppe der 20- bis unter 65-Jährigen) ist mit gut 44 Senioren je 100 Erwerbsfähige in Pirmasens am ungünstigsten. Die Stadt liegt inmitten des Landkreises Südwestpfalz, der bei dieser Kennzahl eine ähnlich ungünstige Relation hat (43 zu 100).

Die Zahl der zugelassenen Pkw hat in den kreisfreien Städten um 1,5 Prozent und in den Landkreisen um 1,7 Prozent zugenommen. In den kreisfreien Städten ist die Pkw-Dichte um 0,8 Prozent auf 516 Pkw je 1.000 Einwohner gestiegen und in den Landkreisen um 1,4 Prozent auf 655.

Die Steuereinnahmen je Einwohnerin und Einwohner sind im Durchschnitt der kreisfreien Städte deutlich höher als bei den Landkreisen (1.448 bzw. 1.096 Euro). Die höchsten Steuereinnahmen pro Kopf der Bevölkerung wurden 2018 allerdings im Landkreis Mainz-Bingen mit rund 2.500 Euro erzielt. Die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung beträgt bei den kreisfreien Städten das 2,5-fache der Landkreise. Für die Stadt Pirmasens wiesen Kernhaushalt und Extrahaushalte des öffentlichen Gesamthaushaltes 2018 mit rund 9.800 Euro je Einwohnerin und Einwohner die höchste Verschuldung aus.

Die Veröffentlichung »Rheinland-Pfalz regional: Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz – Ein Vergleich in Zahlen«, Ausgabe 2019, umfasst 146 Seiten. In der gedruckten Fassung – DIN A4-Format steht die Broschüre Ende Januar 2020 zum Preis von 11,50 Euro zur Verfügung.

Bestellung: vertrieb(at)statistik.rlp.de

Der kostenfreie Download ist ab sofort verfügbar.

Kreisfreie Städte und Landkreise, Ausgabe 2019

Frohe Feiertage

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Region-Rhein wünscht allen Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes 2020

"REGION-RHEIN Nachrichten UG (haftungsbeschränkt)"

Geschäftsführer: Dietmar Fuchs

SGD Nord nimmt Waldsee Rieden unter die Lupe

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Idyllisch ist es am Waldsee Rieden (Landkreis Mayen-Koblenz). Umgeben von Wälder und Wiesen liegt der See mitten in einem hügeligen Erholungsparadies. Bei der Schaffung dieser Freizeitanlage wurde der Rehbach 1982 etwa 8 Meter hoch aufgestaut. Ein oberes kleines Gewässer dient als Vorsperre. Darunter liegt der Waldsee. Beide sind über einen Kaskadenwasserfall verbunden. Damit die Sicherheit einer solchen Anlage dauerhaft gewährleistet werden kann, muss sie regelmäßig durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als obere Wasserbehörde überprüft werden. Jetzt war es wieder so weit.

Der See sieht nicht nur schön aus, sondern er ist auch zum Baden geeignet. Nach umfangreichen und erfolgreichen Sanierungsmaßnahmen ist der Waldsee seit der Badesaison 2007 wieder als Badegewässer zugelassen. Die Wasserqualität wird daher in der Badesaison ständig überprüft, sodass der Waldsee die Anforderungen der EU an ein Badegewässer erfüllt. Mehr Informationen zu der Wasserqualität des Waldsees und zu den Badegewässern in Rheinland Pfalz finden Sie im Internet unter: https://badeseen.rlp-umwelt.de

Betreiber des Waldsee ist der Zweckverband Waldsee Rieden: Dieser besteht aus vier Mitgliedern: dem Landkreis Mayen-Koblenz, der Verbandsgemeinde Mendig, der Ortsgemeinde Rieden und der Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (REMET). Die Anlage in der Eifel, in der 104.000 Kubikmeter Wasser circa 8 Meter hoch auf einer Fläche von 4,2 Hektar gestaut werden, ist nur eine von 550 Stauanlagen im nördlichen Rheinland-Pfalz, die von der SGD überwacht werden. Sie wird in die sogenannte Sicherheitsklasse 1 eingeordnet und gehört daher zu den großen Talsperren (siehe Zusatztext) die besonders intensiv überwacht werden.

Die Überprüfung dient vor allem der Sicherheit der Bürger, erklärte Joachim Arenz von der SGD Nord bei der sogenannten Stauanlagenschau, die gemeinsam mit der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, der Verbandsgemeinde Mendig und dem Zweckverband durchgeführt wurde. Besonderen Wert legten die Wasserbauexperten daher auf die Überprüfung des Staudamms, des Betriebsauslasses für den gewöhnlichen Abfluss sowie der Hochwasserentlastungsanlagen. Letztere bestehen aus einem seitlich angeordneten Hochwasserentlastungsgerinne und dem, vor dem Staudamm liegenden sogenannten Mönchbauwerk, welches die Wassermassen in eine entsprechend große Rohrleitung unter dem Staudamm hindurch in den Rehbach ableitet. Ein Tosbecken unterhalb des Staudammes stellt sicher, dass auftretende Hochwasser schadlos abgeleitet werden und es nicht zu einer Beschädigung des Staudammes kommt.

Bei einem Versagen des Staudamms könnten sich die gespeicherten Wassermassen schlagartig entleeren und oberirdisch durch die unterhalb befindliche Wohnbebauung mit der Klinik am Rehbach oder der Riedener Mühlen abfließen und dabei immense Schäden verursachen. Die ordnungsgemäße Funktion der vor genannten Anlageteile dieser Talsperre ist somit dringend erforderlich. Daher müssen festgestellte Mängel schnell beseitigt werden, informierte die SGD Nord.

In Rieden hielten sich die Beanstandungen aber in Grenzen, was auf die gute Wartung der Anlage durch den Zweckverband und die Verbandsgemeinde Mendig zurückzuführen ist. Wie Joachim Arenz erläuterte, wurden keine Mängel festgestellt. Es sind ausschließlich die ohnehin ständig laufenden Unterhaltungsarbeiten durchzuführen. Die 1982 gebaute Anlage kann damit auch weiterhin ihren Zweck erfüllen.

Hintergrund:

Die SGD Nord überwacht als obere Wasserbehörde rund 550 Stauanlagen im nördlichen Rheinland-Pfalz. Diese werden nach Größe und Sicherheitsrelevanz in drei Klassen eingeteilt. Die größten 17 Anlagen, in erster Linie Talsperren und große Rückhaltebecken der Sicherheitsklasse S1, werden besonders stark und aufwendig überwacht. Die mittelgroßen Anlagen gehören zur Klasse S2, die Vielzahl der kleinen Anlagen der Klasse S3 sind in privater Hand. Die S1-Anlagen werden alle 3, die S2-Anlagen alle 5 Jahre überprüft. Die kleineren Anlagen werden im Rahmen der allgemeinen Gewässerschauen überwacht.

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