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Wohneigentum solide finanziert

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Land fördert den Erwerb, den Neubau und die Modernisierung von Wohnimmobilien

Mainz, 7. September 2020. Gerade vor dem Hintergrund der Coronakrise kommt der Förderung des Erwerbs, des Neubaus und der Modernisierung der selbst genutzten Wohnimmobilie eine große Bedeutung zu. Das Land unterstützt über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) mit zinsverbilligten Förderdarlehen, die dank Tilgungszuschüssen in Höhe von bis zu 7,5 Prozent und bei Modernisierungsmaßnahmen von bis zu 15 Prozent nicht komplett zurückgezahlt werden müssen. Mit Zinssicherheit durch lange Laufzeiten, geringen Eigenkapitalanforderungen, niedrigen Zinssätzen und einer Tilgungsrate von 2,5 Prozent können die Förderdarlehen eine sinnvolle Ergänzung zur Finanzierung der Kreditinstitute sein.

Finanzierung zur Bildung von Wohneigentum

Insbesondere jungen Familien helfen die Förderdarlehen, die Finanzierung der eigenen vier Wände sicher und langfristig zu planen. Beispielsweise kann ein Vierpersonenhaushalt mit einem Jahresbruttoeinkommen in Höhe von bis zu rund 82.800 Euro das Darlehen beantragen. Für die nachrangig besicherten ISB-Darlehen Wohneigentum sind Zinsfestschreibungen von zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren oder bis zur Vollrückzahlung wählbar. Die Höhe der Zinsen liegt derzeit je nach gewählter Zinsbindungsdauer bei 0,1 Prozent, 0,45 Prozent, 0,70 Prozent beziehungsweise 1,0 Prozent.

Modernisierung der eigenen vier Wände

Eigentümer von selbst genutzten Wohnimmobilien fördert die ISB mit dem nachrangig besicherten ISB-Darlehen Modernisierung in Höhe von bis zu 60.000 Euro. Bei einer Zinsfestschreibung von zehn Jahren liegt der Zinssatz bei 0,1 Prozent. 0,45 Prozent und 0,7 Prozent im Jahr beträgt der Zinssatz bei Zinsfestschreibungen von fünfzehn beziehungsweise zwanzig Jahren. Förderberechtigt sind auch hier Haushalte, deren Einkommen eine bestimmte Höhe nicht überschreitet.

Neben Investitionen zur Einsparung von Energie und Wasser oder zur Wärmedämmung fördert die ISB bauliche Maßnahmen zur Barrierefreiheit. Hierzu zählen auch Hausautomatisierungstechniken, die die Lebensqualität gerade älterer Bewohner verbessern, beispielsweise mit Sensoren an Türen und Fenstern oder Bewegungsmeldern. Modernisierungsmaßnahmen verbessern nicht nur die allgemeinen Wohnverhältnisse, erleichtern den Wohnalltag etwa im Alter und sparen Energie, sondern erhöhen zusätzlich den Gebrauchswert der Wohnung.

Wege zur Förderung

Eigentümer benötigen zur Beantragung der Darlehen bei der ISB eine Förderbestätigung der zuständigen Kreis- und Stadtverwaltungen, über die auch die Anträge bei der ISB gestellt werden. Alle Informationen zu den Konditionen und zur Ausgestaltung der Förderprogramme finden Interessierte auf den Internetseiten der ISB unter www.isb.rlp.de.

Sterbefallstatistik

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Höhere Sterblichkeit von Ende März bis Mitte Mai bei insgesamt weniger Sterbefällen im ersten Halbjahr

Nach einer Auswertung vorläufiger Zahlen der amtlichen Sterbefallstatistik sind in Rheinland-Pfalz in der ersten Jahreshälfte 2020 weniger Menschen gestorben als im Jahr zuvor. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, starben in den ersten sechs Monaten 24.052 Menschen, darunter 11.926 Männer und 12.125 Frauen. Das waren 394 Sterbefälle weniger als 2019 (minus 1,6 Prozent). Berücksichtigt man, dass 2020 ein Schaltjahr ist, fällt die Differenz noch etwas höher aus (minus 532 Sterbefälle bzw. minus 2,2 Prozent). Hinweise auf eine leicht erhöhte Sterblichkeit, die auf die Corona-Pandemie zurückzuführen sein könnte, ergeben sich für einen Zeitraum zwischen der 14. und der 19. Kalenderwoche.

Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 meldeten die Standesämter für die erste Jahreshälfte 2020 rund 1,8 Prozent weniger Gestorbene. Vor allem im ersten Quartal blieb die Zahl hinter dem langjährigen Mittel zurück (minus 4,7 Prozent). Im zweiten Quartal starben hingegen etwas mehr Menschen (plus 1,6 Prozent). Das gilt auch dann, wenn die Veränderung der Bevölkerungszahl und der Wandel der Altersstruktur der Bevölkerung im Zeitverlauf berücksichtigt werden.

Zu der eher niedrigen Sterberate in den ersten drei Monaten des Jahres dürften unter anderem der mildere Winter und die vergleichsweise kurze Influenzasaison beigetragen haben. So fiel die Zahl der Gestorbenen vor allem im Februar und im März niedriger aus als im Mittel der Jahre 2016 bis 2019 (minus 6,9 bzw. minus 5,7 Prozent). Zu der leicht erhöhten Sterblichkeit im zweiten Quartal könnte die Corona-Pandemie beigetragen haben, nachdem im April und im Mai 2020 erkennbar mehr Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer starben als im Durchschnitt der Vorjahre (plus 3,1 bzw. plus 2,3 Prozent).

Eine differenziertere Betrachtung deutet insbesondere für die Kalenderwochen 14 bis 19 (30. März bis 10. Mai) auf eine erhöhte Sterblichkeit im Vergleich der vergangenen fünf Jahre hin. Dies deckt sich annähernd mit dem Zeitraum, in dem die Gesundheitsämter die Mehrzahl der bisher bekannten COVID-19 Todesfälle meldeten. Gut drei Viertel der bisher bekannten Todesfälle, die mit einer Erkrankung an dem Virus in Zusammenhang stehen, traten in diesen sechs Kalenderwochen auf.

Auch die Altersstruktur der Gestorbenen deutet auf einen möglichen Corona-Effekt hin. So stieg die Zahl der Gestorbenen in dem betrachteten Zeitraum gegenüber dem Vorjahr ausschließlich in den Risikogruppen der 60- bis 79-Jährigen und der 80-Jährigen und Älteren (plus 3,9 bzw. plus 4,9 Prozent). Demgegenüber war die Zahl der Sterbefälle in der Altersgruppe der unter 60-Jährigen rückläufig (minus 2,4 Prozent).

Von den 24.052 Verstorbenen des ersten Halbjahres 2020 sind 11.926 Männer (minus 40 bzw. minus 0,3 Prozent gegenüber 2019) und 12.125 Frauen (minus 355 bzw. minus 2,8 Prozent). Gut 58 Prozent der Verstorbenen waren zum Todeszeitpunkt bereits 80 Jahre oder älter (minus 82 bzw. minus 0,6 Prozent), knapp 33 Prozent waren zwischen 60 und 79 Jahren alt (minus 261 bzw. minus 3,2 Prozent). In der Gruppe der unter 60-Jährigen sank die Zahl der Gestorbenen um 46 Personen (minus 2,1 Prozent).

Auffällig ist, dass die Entwicklung in der Gruppe der 80-Jährigen und Älteren zwischen den Geschlechtern unterschiedlich verläuft. Während die Zahl der Sterbefälle unter den Männern im Vergleich zum Vorjahr um 167 stieg (plus drei Prozent), sank sie unter den Frauen um 250 (minus drei Prozent). Noch stärker tritt die Divergenz im Zeitraum der Kalenderwochen 14 bis 19 zutage. In dieser Zeit stieg die Zahl der Sterbefälle unter den Männern gegenüber dem Vorjahr um 132 (plus elf Prozent), unter den Frauen hingegen nur um 18 (plus ein Prozent). Da eine COVID-19-Erkrankung nach bisherigen Erkenntnissen bei Männern häufiger einen tödlichen Verlauf nimmt als bei Frauen, könnte auch diese Entwicklung in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehen.

Die Ergebnisse dieser Pressemitteilung zu den Sterbefallzahlen 2019 und 2020 beruhen auf einer Sonderauswertung der täglichen Meldungen der Standesämter an die Statistischen Ämter der Länder. Sie sind noch nicht endgültig plausibilisiert und aufgrund des zu erwartenden Meldeverzugs seitens der Berichtsstellen möglicherweise noch nicht vollständig. Deshalb müssen die Ergebnisse als vorläufig angesehen werden. Abweichungen gegenüber den endgültigen Ergebnissen, wie sie für die Berichtsjahre bis 2018 bereits vorliegen, können sich insbesondere für kürzer zurückliegende Berichtszeiträume ergeben.
Für die Berechnungen wurden darüber hinaus die Ergebnisse der Statistik der Sterbefälle, der laufenden Bevölkerungsfortschreibung sowie Daten des Robert Koch-Instituts zu den bestätigten Todesfällen, die mit einer COVID-19-Erkrankung in Zusammenhang stehen, herangezogen. Weiterführende Informationen zur Entwicklung der Corona-Pandemie in Rheinland-Pfalz inklusive methodischer Hinweise zur Aussagekraft der verwendeten Daten sind unter www.statistik.rlp.de/de/corona/aktuelle-entwicklung/ verfügbar.

Autor: Sebastian Fückel (Referatsleiter Analysen Staat, Soziales)

Mitarbeiter der SGD Nord können das Jobticket nutzen

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Die Mitarbeiter der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord können ab dem 1. September das neue „VRM-JobTicket 2020“ des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel (VRM) nutzen. Eine entsprechende Vereinbarung darüber haben SGD-Präsident Dr. Ulrich Kleemann und VRM-Geschäftsführer Stephan Pauly unterschrieben.

Das Jobticket bietet Mitarbeitern der SGD Nord für 66 Euro pro Monat die Möglichkeit, alle öffentlichen Verkehrsmittel im Verkehrsverbund, der neben der Stadt Koblenz auch acht Landkreise abdeckt, zu nutzen. Um das Angebot noch attraktiver zu machen, übernimmt die SGD Nord zudem rund ein Viertel der Kosten. Dr. Kleemann erklärt, warum: „Als Umweltschutzbehörde fühlen wir uns verpflichtet, einen Beitrag dazu zu leisten, dass möglichst viele auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Je mehr Menschen darauf verzichten, morgens mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, desto mehr wird der Verkehr entlastet, desto weniger Emissionen gibt es, desto besser ist das für die Umwelt.“

Den eigenen Mitarbeitern biete das Jobticket in puncto Mobilität einen echten Zugewinn. Denn von Montag bis Freitag ab 19 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen können sie mit dem Ticket zudem kostenlos einen Erwachsenen und drei Kinder unter 15 Jahren mitnehmen. „Durch dieses Angebot wird die SGD Nord als Arbeitgeber noch ein Stückchen attraktiver“, sagt Dr. Kleemann, der hofft, dass sich in Zukunft noch weitere Mitarbeiter dazu entschließen, auf Bus und Bahn umzusteigen, und dass auch weitere Behörden und Unternehmen das Jobticket einführen.

„Wir freuen uns, dass die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die vielfältigen Vorteile der alltäglichen Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs eröffnen möchte“, führt Stephan Pauly, Geschäftsführer der Verkehrsverbund Rhein-Mosel GmbH (VRM), aus. „Neben dem günstigen Preis des VRM-JobTickets 2020 mit nur 66 € im Monat überzeugt unsere Kunden zudem die zeitlich unbeschränkte Nutzbarkeit im gesamten VRM-Gebiet. Auch die umfangreichen Mitnahmeoptionen bieten einen hohen Mehrnutzen im Bereich der Freizeitnutzung.“

Mehr Infos unter www.sgdnord.rlp.de

Interessierte Arbeitgeber können per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. mit der VRM Kontakt aufnehmen.

Ferienende: Aller Anfang ist schwer - auch im Straßenverkehr

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Mit Beginn dieser Woche endeten die Sommerferien in Rheinland-Pfalz. Der anstehende Lebensabschnitt "Schule" birgt zahlreiche Neuerungen für Kinder. Neben "Rechnen, Schreiben und Lesen lernen" bewegen sich viele auch erstmals alleine auf unseren Straßen. Dies ist für die meisten eine ganz neue Erfahrung, die frühzeitig geübt sein will. Kinder in diesem Alter sind den Verkehrsgefahren im besonderen Maße ausgesetzt, weil sie Gefahrenmomente falsch oder nicht rechtzeitig einordnen und erkennen können. Auch sind sie für andere Verkehrsteilnehmer beispielsweise hinter geparkten Autos aufgrund ihrer Größe erschwert zu erkennen.

Allein im Dienstgebiet der Polizeiinspektion Straßenhaus wurden in dieser Woche 748 Neulinge eingeschult. Aus dem letzten Jahr kann die Polizeiinspektion Straßenhaus auf eine erfreuliche Bilanz verweisen: Es ereigneten sich lediglich 2 Schulwegunfälle im gesamten Kalenderjahr 2019, bei dem eine Jugendliche leicht verletzt wurde. Damit dieser positive Trend bestehen bleibt, gibt die Polizeiinspektion Straßenhaus Tipps und unterstützt die "I-Dötzchen" in den ersten Wochen ihres neuen Lebensabschnitts. Hier einige Hinweise, was Eltern für einen sicheren Schulweg tun können:

Zu Fuß zur Schule: - Gewöhnen Sie ihr Kind rechtzeitig an den neuen Schulweg und gehen Sie die ersten Male, auch nach Schulbeginn, als Elternteil mit. Übung macht den Meister: Je häufiger - desto besser! Üben Sie so lange, bis ihr Kind den Weg zur Schule und zurück sicher beherrscht.

   - Der sicherste Weg ist nicht immer der kürzeste: Ein Umweg über 
     eine ruhige Seitenstraße lohnt sich immer. Auch sind ein paar 
     Meter mehr sinnvoll, wenn ihr Kind dadurch an einen sicheren 
     Überweg mit Fußgängerampel oder Zebrastreifen gelangt.
   - Links-rechts-Links - erst dann die Straße überqueren: Erklären 
     Sie ihrem Kind, dass es am Bordstein warten soll. Die größte 
     Gefahr droht von links! Daher: Erst nach links, dann nach rechts
     und dann noch einmal nach links schauen! Weisen Sie darauf hin, 
     dass dies auch am Zebrastreifen gilt - nicht immer handeln 
     Autofahrer korrekt und halten an! Sensibilisieren Sie Ihr Kind 
     vor allem dafür, dass es erst losgeht, wenn das sich nähernde 
     Fahrzeug angehalten hat.
   - Gut ausgeschlafen, ein gesundes Frühstück im Bauch und ein 
     ausreichender Zeitpuffer - so sieht der gelungene Start für 
     einen bekannten und eingeübten Fußweg zum Klassenzimmer aus. 
     Denn: Wer es eilig hat, macht eher Fehler!
   - Mit dem Rad sollten sich die Kinder frühestens nach der 
     Fahrradprüfung in der vierten Klasse auf den Schulweg machen 

Mit dem Bus zur Schule: Für den Weg von zu Hause zur Bushaltestelle gelten dieselben "Übungsregeln" wie auf dem Fußweg zur Schule: Üben, Problemstellen besprechen und auf Gefahren aufmerksam machen. Des Weiteren weist die Polizei auf folgendes hin:

   - Fahren Sie die ersten Tage mit dem Bus mit.  Kinder sind 
     unsicher, wenn Sie ein für sie völlig neues Verkehrsmittel 
     benutzen und wissen nicht, wie Sie sich verhalten sollen. Achten
     Sie darauf, dass Ihr Kind einen Sitzplatz wählt - dies ist 
     bequemer und sicherer, als während der Fahrt zu stehen.
   - Auch Warten will gelernt sein: Kommt der Bus mal mit Verspätung,
     ist schnell Langeweile an der Haltestelle angesagt. Dennoch ist 
     Toben tabu: Herumlaufen nahe der Straße birgt große 
     Unfallgefahren. Machen Sie ihr Kind hierauf aufmerksam.
   - Beim Ein- und Aussteigen immer auf Fußgänger und Fahrradfahrer 
     achten. Insbesondere beim Aussteigen gilt: Erst dann die Straße 
     überqueren, wenn der Bus weggefahren ist und freie Sicht nach 
     links und rechts gegeben ist. 

Beim Transport der Kleinen von zu Hause im Auto gilt: Ein Hauptgrund vieler verletzter Kinder ist die Tatsache, dass die Kindersicherung falsch oder unzureichend erfolgt - sei es aus Bequemlichkeit, Zeitnot, Unwissenheit oder Nachlässigkeit. Beachten Sie daher:

   - Nehmen Sie Ihr Kind oder die Ihrer Bekannten nie ohne das 
     richtige Rückhaltesystem im Auto mit.
   - Lassen Sie ihr Kind immer nur zur Gehwegsseite hin ein - und 
     aussteigen
   - Wählen Sie den An-/Abfahrtsweg so, dass Ihr Kind keine Straße 
     mehr überqueren muss 

Auch wenn Sie es gut meinen - denken Sie daran: Je mehr Eltern ihre Schützlinge mit dem PKW zur Schule bringen, desto mehr Verkehr herrscht auf den Schulwegen. Gerade ein hohes Fahrzeugaufkommen vor dem Schulgebäude kann Ihre Kinder jedoch im besonderen Maße gefährden. Daher rät die Polizei dazu, lieber auf die Fahrzeugvariante verzichten und das Kind zu Fuß oder mit dem Bus zur Schule schicken!

Die Polizei Straßenhaus unterstützt Schulanfänger Die Polizeiinspektion Straßenhaus unterstützt die Schulneulinge, indem sie in den ersten Wochen regelmäßig an den verschiedenen Schulwegen im Dienstgebiet zu Schulbeginn und -ende Überwachungen durchführt. Hier wird zum einen das korrekte Verhalten der Schüler im Straßenverkehr, andererseits aber auch das der Fahrzeugführer in Bezug auf Geschwindigkeit, Kindersicherung usw. überprüft und kontrolliert, damit alle sicher an ihrem neuen "Arbeitsplatz" ankommen.

Aber trotz noch so intensiven Trainings: Vielleicht wird das ein oder andere Kind dennoch in der großen Aufregung auf das Neue, was es am ersten Schultag erwartet, nicht so handeln, wie es noch am Tag zuvor mit den Eltern noch geübt wurde. Deshalb sollten auch Erwachsene ihre "Hausaufgaben machen": Kinder lernen vom Zuschauen- deshalb ist ein korrektes Vorbildverhalten im Straßenverkehr unabkömmlich. Und insbesondere für Wohngebiete und Straßen rund um Schulen gilt: "Runter vom Gas und jederzeit bremsbereit sein!" Und beim Vorbeifahren an Kindern stets das Tempo deutlich drosseln!

Polizeiinspektion Straßenhaus

Wussten Sie schon,…

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…dass die SGD Nord im Jahr 2019 Artenschutzprojekte mit rund 160.000 Euro förderte?

Hört man „Artenschutz“, dann denken die meisten Menschen an süße Koalas in Australien, an niedliche Pandas in China oder an beeindruckende Elefanten in Afrika. Aber der Artenschutz beginnt eigentlich schon vor der eigenen Haustür. Im nördlichen Rheinland-Pfalz leben mehr als 1000 gesetzlich geschützte Tier- und Pflanzenarten. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord setzt sich als Obere Naturschutzbehörde im Rahmen des Artenschutzes für diese Spezies ein. Der metallische Grabkäfer oder die blutrote Heidelibelle sind vielleicht auf den ersten Blick nicht so interessant wie ein kleiner Koala, aber dennoch leisten auch sie einen wichtigen Beitrag zu unserem Ökosystem.

„In den letzten Jahren hat das Artensterben enorm zugenommen, was zu unvermeidbar negativen Konsequenzen für das gesamte Ökosystem führt. Umso wichtiger ist es, dass heimische, gefährdete Tierarten geschützt werden. So können wir den Prozess des Artensterbens aufhalten und unsere Biodiversität bewahren“, sagt der Präsident der SGD Nord, Dr. Ulrich Kleemann.

Die SGD Nord berät nicht nur, sondern hilft auch finanziell bei der Umsetzung von Artenschutz-Projekten. Im vergangenen Jahr wurden, beispielsweise ein Insektenhotel in Bad Sobernheim oder die Optimierung von Fledermaus-Winterquartieren in Nassau und Fell gefördert. Außerdem unterstützt die SGD Nord ehrenamtliche Arbeit im Artenschutz ebenfalls durch Fördermittel. Davon profitierte zum Beispiel die Wildtierpflegestation Kirchwald, die rund 67.000 Euro für Volierenbau und Unterhaltungskosten erhielt.

Auch bei vielen Bau- und Planungsvorhaben sind Artenvorkommen betroffen. In solchen Fällen ist die SGD Nord ebenfalls eingebunden – etwa, wenn es um die Umsiedlung von bestimmten Tierarten geht. Um mehr über bedrohte Arten zu erfahren, arbeitet die SGD Nord auch eng mit Hochschulen und Universitäten zusammen. Beispielsweise genehmigt sie die Durchführung von Forschungsarbeiten. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten fließen anschließend wiederum in den Artenschutz ein.

Auch privat, im eigenen Garten, kann man viel für den Artenschutz tun. Die Experten der SGD Nord geben dazu folgende Tipps:

  • Die Gartenpflege herunterfahren, denn ein naturnaher Garten bietet einen guten Lebensraum für die heimischen Arten.
  • Pflanzen aussäen oder anpflanzen, die über das Jahr verteilt blühen, um den einheimischen Tieren eine Nahrungsgrundlage zu bieten.
  • Auf chemische Schädlingsbekämpfungsmittel verzichten.
  • Nistkästen für Vögel, Fledermäuse und Insekten anbringen.

Egal ob Koala oder Heidelibelle, alle Arten sind höchst relevant für unser Ökosystem und sollten daher geschützt werden. Genau dafür setzt sich die SGD Nord ein.

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