Mittwoch, 29. Januar 2020

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Ruandischer Minister besuchte Hochschule

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Zusammenarbeit bei der Qualifizierung von Verwaltungsmitarbeitern

Ruandas Innenminister Professor Anastase Shyaka (Minister of Local Government - MINALOC) besuchte in Begleitung des ruandischen Botschafters Igor Cesar und weiteren Delegationsteilnehmern die Hochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz. Dabei standen Fragen der Zusammenarbeit im Bereich der Verwaltungsausbildung im Mittelpunkt. Darüber hinaus fand ein reger Austausch mit Studierenden der Hochschule statt, die in einer Präsentation die vielfältigen Aspekte der Zusammenarbeit darstellten. Zur Delegation gehörten außerdem: Dr. Richard Auernheimer (Präsident des Partnerschaftsvereins Rheinland-Pfalz - Ruanda), Yves Bernard Ningabire (General Director of Local Government Planning - MINALOC), Innocente Murasi (Director des Local Governance Institute - LGI), Katja Gruber (Leiterin des Koordinationsbüros in Kigali), Dr. Carola Stein (Referatsleiterin im Innenministerium Rheinland-Pfalz)

Rheinland-Pfalz und Ruanda sind seit mehr als 35 Jahren durch eine Partnerschaft verbunden. Dieses Erfolgskonzept einer dezentralen und bürgernahen Entwicklungszusammenarbeit wurde 2018 auf eine neue Ebene gehoben: Mit dem Projekt „Kommunaler Verwaltungsaustausch Rheinland-Pfalz – Ruanda“ treten erstmals Kommunalverwaltungen, Institutionen der kommunalen Aus- und Weiterbildung und Kom­munalverbände in den projektbezogenen fachlichen Austausch. Die Hochschule steht dabei in Kooperation mit dem Local Governance Institute (LGI) und der Rwandan Association of Local Government Authorities (RALGA).

Das Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global und dem Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz durchgeführt.

Rund 7.400 öffentlich geförderte Angebote der Jugendarbeit

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Rund 7.400 öffentlich geförderte Angebote der Jugendarbeit

Im Jahr 2017 wurden in Rheinland-Pfalz insgesamt 7.364 Angebote der Jugendarbeit gezählt; davon 933 in Kooperation mit einer Schule. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, kamen mehr als 70 Prozent dieser Angebote (5.245) von freien Trägern der Jugendhilfe. Hierzu zählen unter anderem Jugendverbände, kirchliche Träger wie Diakonie oder Caritas, die Arbeiterwohlfahrt, der Deutsche Paritätische Wohlfahrtverband sowie das Deutsche Rote Kreuz. Die übrigen knapp 30 Prozent (2.119) der Angebote verteilen sich auf öffentliche Träger wie Jugendämter und Gemeinden bzw. Gemeindeverbände.

Die unterschiedlichen Maßnahmen und Angebote der Jugendarbeit decken ein inhaltlich breit differenziertes Spektrum ab, angefangen bei Bildungs- sowie Sport- und Freizeitangeboten bis hin zu Beratungsleistungen. Für das Jahr 2017 werden fünf Bereiche von den Trägern besonders häufig als Schwerpunkte der Angebote angeführt, wobei im Rahmen der Erhebung mehrere thematische Zuordnungen je Maßnahme möglich sind. Die Aspekte Spiel und Sport haben in 46 bzw. 25 Prozent der Fälle eine zentrale Rolle; knapp ein Drittel (31 Prozent) der Angebote widmet sich gesellschaftlichen, religiösen oder kulturellen Aspekten. Jeweils rund 20 Prozent der Angebote richten den Schwerpunkt auf die Bereiche Kunst und Kultur sowie Natur und Umwelt.

Der überwiegende Teil (70 Prozent) der Angebote fällt in den Bereich Veranstaltungen und Projekte wie z. B. Ferienangebote, Seminare oder internationale Jugendarbeit. Die Teilnehmerzahl lag hier im Jahr 2017 bei gut 322.000 Personen. Mehr als 16 Prozent waren gruppenbezogene Angebote mit einem Teilnehmerkreis von 25.000 Kindern und Jugendlichen. Hierzu zählen auf Dauer angelegte AGs von Jugendgruppen der unterschiedlichsten Verbände. Die restlichen gut 13 Prozent umfassen auf Dauer angelegte sogenannte offene Angebote mit wechselndem Teilnehmerkreis – wie beispielsweise Jugendzentren und Jugendtreffs mit rund 24.500 Stammbesucherinnen und -besuchern.

Bei den Angeboten der Jugendarbeit waren gut 35.600 Personen ehrenamtlich pädagogisch tätig. Die meisten von ihnen (80 Prozent) begleiteten Veranstaltungen und Projekte, elf Prozent unterstützten gruppenbezogene und knapp neun Prozent offene Angebote. Etwa 70 Prozent der ehrenamtlich pädagogisch tätigen Personen waren jünger als 27 Jahre, rund 30 Prozent sogar jünger als 18 Jahre. Frauen waren mit einem Anteil von fast 53 Prozent leicht überrepräsentiert.

Die Statistik der öffentlich geförderten Angebote der Jugendarbeit wird – beginnend mit dem Berichtsjahr 2015 – alle zwei Jahre durchgeführt und erfasst die Angebote der Jugendarbeit nach §11 SGB VIII sowie die Fortbildungsmaßnahmen für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anerkannter Träger der Jugendhilfe nach §74 Absatz 6 SGB VIII.

Befragt werden alle anerkannten Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Personen, die für verschiedenen Angebote ehrenamtlich tätig sind, werden dabei mehrfach erfasst; Gleiches gilt für Personen, die an unterschiedlichen Angeboten teilnehmen.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

SGD Nord: EAP bietet digitale Behörden-Hilfe aus einer Hand

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Die Welt ist digital. Das hat Kommunikation, Konsumverhalten und Arbeitswelt in den letzten Jahren grundlegend verändert. Auch in der öffentlichen Verwaltung sind die analogen Zeiten passé. Mit dem Einheitlichen Ansprechpartner (EAP) bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord gibt es eine Servicestelle, die Gründerinnen und Gründern sowie etablierten Unternehmen den Weg zum Amt abnehmen kann.

Heutzutage erledigen wir die meisten alltäglichen Dinge ganz selbstverständlich digital: Den Einkauf im Internet, den Wechsel des Gasanbieters oder die Tischreservierung beim Lieblingsitaliener. Ein Griff zum Smartphone reicht vielfach aus. Aber auch in der öffentlichen Verwaltung ist die fortschreitende Digitalisierung ein wichtiges Thema. Nicht zuletzt mit dem sogenannten Onlinezugangsgesetz (OZG) wird künftig der Besuch in Behörden fast vollständig der Vergangenheit angehören. Bis zum Jahre 2022 sollen Bund, Länder und die Kommunen alle ihre Verwaltungsleistungen über Verwaltungsportale digital anbieten.

Die Europäische Union hat die Chancen der Digitalisierung allerdings schon früher erkannt. Bereits seit 2010 gibt es mit dem EAP eine Einrichtung, die sich die Digitalisierung der Verwaltungsstrukturen auf ihre Fahnen geschrieben hat. Der EAP geht dabei zurück auf die sogenannte Dienstleistungsrichtlinie der Europäischen Union. Die Richtlinie verpflichtet alle EU-Mitgliedsstaaten dazu, dass die für Dienstleister und Unternehmen notwendigen Verwaltungsverfahren und Formalitäten digital abgewickelt werden können. Diese Aufgabe übernimmt der EAP. Damit sollen der EU-Binnenmarkt und der grenzüberschreitende Dienstleistungs- und Warenverkehr gestärkt werden.

Vor allem angehende Selbstständige, die ihr Unternehmen in Rheinland-Pfalz ansiedeln möchten, können von diesem Angebot profitieren. Sie müssen nämlich für behördliche Genehmigungen, Erlaubnisse und Anmeldungen nicht mehr verschiedene Stellen anlaufen, sondern können sich zentral an den EAP wenden. Dieser beantwortet als Behördenlotse zunächst verbindlich und kostenfrei alle Fragen rund um staatliche Genehmigungen, Erlaubnisse und sonstige rechtliche Formalitäten. Bei Bedarf kann der EAP auch die Koordination der notwenigen Formalitäten übernehmen und erspart den Unternehmern von Morgen somit lästige und zeitaufwändige Behördengänge.

Der EAP macht so über alle Verwaltungsebenen hinweg die für Gründerinnen und Gründer sowie bestehende Unternehmen wichtigsten Verwaltungsdienstleistungen einfach und bequem von Zu Hause aus online zugänglich und leistet so  einen wichtigen Beitrag zur umfassenden Digitalisierung der deutschen Verwaltung.

Zur Kontaktaufnahme mit dem EAP stehen alle gängigen Kommunikationswege offen, so z.B. telefonisch unter der Telefonnummer 0261-120 2222 oder per Mail eap-sgdnord(at)poststelle.rlp.de. Weitere Informationen unter www.eap.rlp.de.

Wenn Lachgas austritt, wird es gefährlich fürs Klima

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Bodenforscher der Universität Trier entwickeln App für Landwirte, um schädliche Emissionen zu verhindern.

Bei regnerisch-feuchtem Wetter arbeitet niemand gerne draußen. Doch gerade in der Landwirtschaft bleibt Bauern oftmals nichts Anderes übrig. Denn der Anbau von Getreide, Mais und Co. ist eng getaktet.

Wenn Landwirte jedoch mit schweren Traktoren und landwirtschaftlichen Geräten über feuchte Äcker fahren, kann das gefährlich fürs Klima werden. Der Grund: Mit ihren Maschinen verdichten sie den Boden.

Dabei können Lachgase und andere Stoffe entstehen, die unser Klima schädigen. Lachgas gehört zu den langlebigsten Treibhausgasen, die es gibt. Mehr als 100 Jahre bleibt es in der Atmosphäre und trägt damit entscheidend zur Erderwärmung bei.

Doch wie können Landwirte einschätzen, ob der Boden zu feucht ist und die Gefahr von Verdichtung besteht? Ein neues Verbundprojekt möchte Landwirten durch eine App die benötigten Informationen zur Verfügung stellen. Drei Jahre lang führen Wissenschaftler der Bodenkunde der Universität Trier gemeinsam mit dem Institut für Agrarökologie (AgroScience Neustadt/W), dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) in Bad Kreuznach, dem Maschinenring Trier-Wittlich und dem Sensorenentwickler Premosys GmbH in einem durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Projekt Messungen durch und entwickeln darauf aufbauend die App.

„Um die im Pariser Klimagipfel beschlossenen Ziele zur Begrenzung der Erderwärmung zu erreichen, müssen sich auch Verfahren in der Landwirtschaft ändern. Klimaschädliche Stoffe, die in der Agrarwirtschaft entstehen, müssen weitestgehend reduziert werden“, sagt Prof. Dr. Christoph Emmerling. Es ist bei Weitem nicht das einzige Projekt dieser Art, in dem Emmerling zu umweltverträglicher Landwirtschaft forscht. Unter anderem bearbeitet er aktuell ein weiteres Projekt im Auftrag des BMEL zu alternativer Bioenergieproduktion in der Landwirtschaft durch die Nutzung verschiedener Dauerkulturen, wie zum Beispiel die Durchwachsene Silphie.

Im laufenden Projekt messen die Wissenschaftler der Universität Trier die Bodenverdichtung auf repräsentativen Versuchsäckern in Rheinland-Pfalz. „Unsere Ergebnisse sind aber übertragbar, sodass wir letztlich Landwirten in ganz Deutschland Handlungsempfehlungen geben können.“

Weiterer Anstieg der Bevölkerung in 2018

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Im Jahr 2018 ist die Bevölkerungszahl in Rheinland-Pfalz im siebte Jahr in Folge gestiegen. Wie aus einer Schätzung des Statistischen Landesamtes hervorgeht, lebten zum Jahreswechsel rund 4.084.500 Menschen im Land. Dies sind 10.800 Personen mehr als noch ein Jahr zuvor und damit die höchste Zahl in der inzwischen mehr als 70-jährigen Landesgeschichte.

Grund für den erneuten Anstieg ist nach Auswertung bislang vorliegender Zahlen, dass auch im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen nach Rheinland-Pfalz zu- als fortzogen – Deutsche ebenso wie Ausländer. Der Wanderungssaldo lag bei schätzungsweise plus 19.000.

Die Zahl der Gestorbenen in 2018 dürfte nach vorläufigen Auszählungen um schätzungsweise rund 8.500 Personen über der Geborenenzahl gelegen haben.

Bislang konnten zur Ermittlung der aktuellen Bevölkerungsbestände lediglich die Bestandszahlen der rheinland-pfälzischen Meldebehörden nach Staatsangehörigkeit sowie Alter und Geschlecht herangezogen werden, eine genauere Quantifizierung der Zu- und Fortzüge sowie der Geburten und Sterbefälle erfolgt sukzessive in den kommenden Monaten.

Ausländerinnen und Ausländer

Nach den vorläufigen Ergebnissen stieg die Anzahl der in Rheinland-Pfalz lebenden Ausländerinnen und Ausländer gegenüber dem 31. Dezember 2017 um rund 19.900 und gegenüber dem Zensus 2011 um 179.800 auf nunmehr etwa 451.800 Personen. Ihr Anteil an der Bevölkerung lag Ende 2017 bei schätzungsweise 11,1 Prozent und damit um 0,5 Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Stichtag der Volkszählung am 9. Mai 2011 ist der Ausländeranteil um rund 4,2 Prozentpunkte gestiegen.

Altersstruktur

Auch die Altersstruktur der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer hat sich nach den vorliegenden Schätzungen zum Teil deutlich verändert. Gegenüber dem 9. Mai 2011 sank die Zahl der unter 20-Jährigen um 1,5 Prozent auf rund 745.600. Rund 2.163.000 Personen entfallen aktuell auf die Altersgruppe der 20- bis unter 60-Jährigen; das sind 0,9 Prozent weniger als zum Zeitpunkt der letzten Volkszählung. 60 Jahre und älter sind rund 1.175.900 Menschen, 11,9 Prozent mehr als am 9. Mai 2011.

Bevölkerungsentwicklung regional

Die Bevölkerung in den kreisfreien Städten wuchs seit dem Zensus 2011 um schätzungsweise rund 5,5 Prozent. In Ludwigshafen und Mainz waren die seitdem zu beobachtenden Bevölkerungszuwächse mit jeweils mehr als acht Prozent am stärksten ausgeprägt. Rückläufig war die Einwohnerentwicklung hingegen in der kreisfreien Stadt Pirmasens (minus 1,1 Prozent). In den Landkreisen lag die Einwohnerzahl auf Grundlage der Schätzung im Durchschnitt um 1,3 Prozent höher als am Zensusstichtag. Den stärksten Bevölkerungsgewinn gab es in den Landkreisen Mainz-Bingen und im Rhein-Pfalz-Kreis (jeweils rund fünf Prozent), der höchste Rückgang war im Landkreis Südwestpfalz zu verzeichnen (minus 3,4 Prozent).

Die hier kommentierten vorläufigen Ergebnisse zum Bevölkerungsstand am 31. Dezember 2018 wurden auf der Grundlage einer Schätzung ermittelt. Die Basis dieser Berechnungen bilden die Ergebnisse der laufenden Bevölkerungsfortschreibung zum 31. Dezember 2017. Diese Ausgangsbasis wurde mit den Bestandsveränderungen aus der kommunalen Melderegisterstatistik für das Jahr 2018 nach Geschlecht, Altersgruppen und Staatsangehörigkeit fortgeschrieben. Regionalergebnisse der Schätzung liegen bis auf Ebene der verbandfreien Gemeinden und Verbandsgemeinden vor.

Endgültige Jahresergebnisse der laufenden Bevölkerungsstatistiken 2018 werden in den kommenden Monaten unmittelbar nach Abschluss der noch andauernden Aufbereitungsarbeiten veröffentlicht. Fachlich und regional tief gegliederte Ergebnisse der im Jahresverlauf erfolgten Zu- und Fortzüge liegen voraussichtlich Ende Mai 2019 vor. Die Aufbereitung der Geburten und Sterbefallstatistik 2018 ist aus heutiger Sicht in der Jahresmitte 2019 abgeschlossen. Endgültige Jahresergebnisse zu Geburten, Sterbefällen und Eheschließungen sowie zu den sich im Zuge der laufenden Bevölkerungsfortschreibung ergebenden Bevölkerungsständen und -strukturen am 31.12.2018 sind aus heutiger Sicht Anfang des dritten Quartals 2019 zu erwarten.

Autor: Gerd Reh (Referat Bevölkerung, Zensus, Verwaltungsstelle Mortalität)

 

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