Donnerstag, 18. Oktober 2018

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Das größte Musikevent Europas – Wer sind die Favoriten im ESC 2018?

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Quelle: "ESC HONEY"  von BenjaminMakovoz2017 (CC BY-SA 4.0)

Das größte Musikevent Europas – Wer sind die Favoriten im ESC 2018?

Der diesjährige Eurovision Songcontest findet vom 8. – 12. Mai 2018 in Lissabon statt und sorgt bereits jetzt für Furore. Alle teilnehmenden Länder haben in eigenen Casting-Formaten oder durch interne Entscheidungen ihre Sänger und Beitrage ausgewählt und mit der europaweiten Promotion des alles entscheidenden Songs begonnen. Die endgültige Entscheidung liegt nämlich wie immer beim Publikum, das über Telefon-Voting die Punktevergabe bestimmt. Bereits jetzt gibt es offizielle Favoriten und spannende Tendenzen. Wir haben die vielversprechendsten Teilnehmer unter die Lupe genommen und uns die Chancen von Deutschland angesehen!

Israel

Das nicht-europäische Land Israel wurde 1973 zum ESC zugelassen und bringt seither Schwung in die Musikshow. Dieses Jahr tritt Israel mit dem Powerpaket Netta Barzilai an, die eine israelische Casting-Show gewann. Die 24-jährige hat bereits viel einschlägige Erfahrungen im Musikbereich gemacht und studierte Elektronische Musik an einer renommierten Universität. Heute begeistert sie durch eine Mischung aus poppigen Songs und elektronischen Beats. Mit Hilfe einer Loop-Box werden Nettas Songs mehrstimmig wiedergegeben. Sie tritt mit dem Song „Toy“ an, für den sie schon jetzt als zweite Beth Ditto verehrt wird. Momentan wird Netta in den Wettquoten als absoluter Favorit angesehen. Ob sie wohl recht behalten?

Estland

Die atemberaubend schöne Elina Nechayeva wurde in Estland zum musikalischen Vertreter gewählt. Sie will sich mit ihrer italienischen Opernnummer „La forza“ in die Herzen der Zuseher singen. Obwohl ihr Gesang sehr klassisch klingt, wird die Hintergrundmusik durch Elemente aus der Pop-Musik aufgelockert. Die dramatische Ballade wird durch ihr meterlanges Kleid und einen künstlichen Sternenhimmel verstärkt. Die elegante Estin sammelte bereits als Kind gesangliche Erfahrungen im Kinderchor und studierte Musik an der Universität. Später möchte Elina natürlich eines: Auf den größten Opernbühnen der Welt stehen!

Tschechische Republik

Der Tscheche Mikolas Josef startet beim ESC für die Tschechische Republik durch. Der junge Musiker hat viele Talente und arbeitete neben seiner Musikkarriere auch als Model und Schauspieler. Heute möchte er sich nur noch auf seinen Gesang konzentrieren. Mikolas reiste als Straßenmusiker durch Europa, um seine Angst vor der Bühne zu verlieren und ist dadurch gewachsen und trotzdem bodenständig geblieben. Mittlerweile hat der gutaussehende Tscheche in seinem Heimatland den Durchbruch geschafft und möchte jetzt auf die weltweite Bühne gelangen. Mit seinem Hip-Hop-Song „Lie To Me“ stehen seine Chancen dafür richtig gut.

Schweden

Auch Schwedens Beitrag für den ESC kann sich sehen lassen. Der Sänger Benjamin Ingrosso hat eine sanfte Stimme, die beinahe an Justin Bieber erinnert und besticht uns mit seinem Pop-Hit „Dance You Off“. Benjamins Eltern lernten sich bereits über ihre Liebe zur Musik kennen und so war es kein Wunder, dass ihr Sohn schon in jungen Jahren an Klavier und Gitarre Gefallen gefunden hat. Er brachte sich bereits in Kindertagen selbst verschiedene Instrumente bei und beeindruckte alle mit seiner Disziplin. Aber nicht nur Musik machen liegt ihm im Blut. Auch das Tanzen ist ein wichtiger Teil seines Lebens. 2014 gewinnt er sogar in der TV-Show „Let’s Dance“ gemeinsam mit einer professionellen Tänzerin. Wir sind also auf seine Bühnenshow gespannt.

Quelle:  "DQR1cKSXkAAt1fr"von My753159 (CC BY-SA 4.0)

Bulgarien

Der bulgarische Beitrag für den ESC 2018 überrascht das europäische Publikum. Statt mit Pop-Balladen, versucht sich das Land mit einer düsteren, mystischen Performance der Band Equinox. Die fünf Interpreten Zhana Bergendorff, Vlado Mihailov, Georgi Simeonov, Johnny Manuel und Trey Campbell treten mit ihrem Song „Bones“ auf der Bühne in Lissabon auf, der mit schrägen Klängen und eindringlichen Texten zum Nachdenken anregt. Auch der Look der Bandmitglieder erinnert an einen Science-Fiction-Film und verstärkt das mystische Ambiente der Musiker.

Norwegen

Der Teilnehmer von Norwegen Alexander Rybak ist kein Neuling im ESC. Er trat bereits 2009 in Moskau auf und gewann den Songcontest mit deutlichem Abstand. An diesen Erfolg will er mit seinem Hit „That’s How You Write A Song“ nun aufbauen. Die fröhliche Melodie mit vielseitiger, instrumentaler Begleitung regt zum Tanzen an und macht gute Laune. Alexander, der unter anderem für sein Talent für das Geigenspiel berühmt wurde, legt natürlich auch selbst Hand an und beweist seine Fingerfertigkeit in einem Geigensolo am Ende des Songs. Ob der Virtuose an seinen Erfolg vor beinahe 10 Jahren anschließen kann, wird sich im Mai herausstellen!

Griechenland

Mittlerweile singen nur noch wenige Teilnehmer in ihrer eigenen Landessprache, aus Angst, damit schlechtere Karten im europäischen Ranking zu haben. Griechenland sieht das anders: Mit ihrer griechischen Ballade „Oniro Mou“ geht Yianna Terzi wieder zu ursprünglichem Gesang zurück und besticht durch eine außergewöhnliche Stimme. Das überrascht viele, denn die gebürtige Griechin hatte die letzten 10 Jahre in den Vereinigten Staaten gelebt und dort ganz andere Töne angeschlagen. 2017 kehrte sie jedoch wieder in ihre Heimat zurück und möchte jetzt wieder griechische Vibes in ihre Musik einbauen. Und das ist ihr bestens gelungen!

Finnland

Die finnische Interpretin Saara Aalto ist kein Neuling in der Musikszene. Sie erreichte bei „The Voice of Finnland“ und „X-Factor“ jeweils den zweiten Platz und wurde für den ESC direkt nominiert. Ihre Stimme brachte die Anna in Frozen in der finnischen Synchronisation zum Leben und ihr Cover des Hits „Let it go“, das sie in 15 verschiedenen Sprachen einsang, wurde auf YouTube mehr als vier Millionen mal angeklickt. Sie spielte außerdem in Musicals wie „Wicked“ mit und stand mit internationalen Größen wie Andrea Bocelli auf der Bühne. Beim ESC möchte sie mit ihrem Song „Monster“ die Massen begeistern. Wir sind gespannt!

Österreich

Unser Nachbar Österreich schickt diesmal eine Soul-Stimme ins Rennen. Cesár Sampson ist nicht nur Musiker, sondern auch Produzent und Vocal Coach. Seine Stimme kann mit weltbekannten Soul-Größen mithalten und er legt viel Gefühl in seinen Gesang. Dass der Österreicher jede Menge Tiefgang hat, beweist auch seine Vergangenheit. Der Musiker arbeitete nämlich sechs Jahre lang als Sozialarbeiter und unterstützte Jugendliche und körperlich behinderte Menschen in ihrem täglichen Leben. Durch diese Erfahrung entdeckte er eine neue Seite an der Musik und sieht eine neue Qualität in seinen Texten. Mit seinem Song „Nobody But You“ singt er sich nun in die Herzen der Zuseher.

Deutschland

Auch unser diesjähriger Kandidat kann sich sehen lassen. Michael Schulte wurde mit seinen Coverversionen weltberühmter Hits auf YouTube bekannt und rührt seine Fans oft zu Tränen. Nach dem er von Rea Garvey entdeckt wurde, nahm er an der Casting-Show „The Voice of Germany“ teil und belegte den dritten Platz. Danach tourte er als Vorband für die Band Blue und veröffentlichte ein eigenes Album. Beim ESC tritt er mit dem sanften Song „You Let Me Walk Alone“ auf und hofft natürlich auf den ersten Platz.

In den derzeitigen Prognosen liegt Deutschland im Mittelfeld weit hinter den Favoriten Israel und Estland. Noch ist aber nichts in Stein gemeißelt. Wer tatsächlich gewinnt, erfahren wir am 12. Mai bei der Live-Übertragung des Eurovision Song Contests.