Dienstag, 18. September 2018

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Lehramtsstudium Informatik nun mit allen Fächern kombinierbar

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An der Universität Trier haben Studienanfänger bereits ab dem Wintersemester neue Wahlmöglichkeiten

Bisher war in Rheinland-Pfalz das Lehramt Informatik nur in Kombination mit Mathematik oder Physik beziehungsweise als Drittfach erlaubt. Das Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz hat nun die Landesverordnung über die Anerkennung von Hochschulprüfungen für Lehrämter geändert und das Fach Informatik dabei deutlich aufgewertet.

Wer an der Universität Trier ein Lehramtsstudium beginnt, hat nun die Qual der Wahl: Ab sofort können alle in Trier angebotenen Fächer auch mit dem Fach Informatik kombiniert werden. So sind beispielsweise Kombinationen wie Deutsch und Informatik, Geschichte und Informatik oder Biologie und Informatik endlich möglich. Die Neuregelung gilt sowohl für das Lehramt Gymnasium als auch für Realschule plus.

Die Informatikwissenschaften der Universität Trier haben schon vor Jahren erkannt, dass die Fächerbindung viele Interessierte vom Informatik-Lehramt abhält. Durch die Absolventen lässt sich der Bedarf der Schulen an Informatiklehrern jetzt schon nicht mehr decken. Wenn in Rheinland-Pfalz Informatik – wie diskutiert – zum Pflichtfach an Schulen werden sollte, wird sich dieser Mangel dramatisch verschärfen.

Die Universität Trier hatte daher neue Studienpläne für das Lehramt Informatik entwickelt und sie zusammen mit den anderen rheinland-pfälzischen Universitäten beim Ministerium für Bildung eingebracht. Diese sind in die neue Landesverordnung eingeflossen, in der auf die Fächerbindung verzichtet wird.

„Obwohl das Ministerium erst im Juni die neue Landesverordnung bekannt gegeben hat, konnten wir an der Universität Trier noch organisieren, dass man sich bei uns schon ab diesem Wintersemester für Informatik und ein zweites Wunschfach einschreiben kann“, freut sich Professor Dr. Norbert Müller von der Abteilung Informatikwissenschaften. Zugleich wirbt er für das Lehramtsstudium Informatik: „Wer sich hierfür entscheidet, hat heute und auch auf lange Sicht sehr gute Anstellungsaussichten in Rheinland-Pfalz.“