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Ende 2017 erhielten rund 14.300 Personen Hilfe zum Lebensunterhalt

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Ende vergangenen Jahres erhielten in Rheinland-Pfalz knapp 14.300 Personen Hilfe zum Lebensunterhalt gem√§√ü Kapitel 3 des Sozialgesetzbuches XII. Gegen√ľber 2016 reduzierte sich die Zahl der Empf√§ngerinnen und Empf√§nger nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz um rund 450 Personen bzw. 3,1 Prozent.

Zu den hier ausgewerteten Berechtigten geh√∂ren insbesondere befristet Erwerbsunf√§hige, Vorruhest√§ndler mit niedriger Rente, l√§ngerfristig Erkrankte, aber auch Menschen mit Behinderungen und pflegebed√ľrftige Personen, die in Einrichtungen leben und die Hilfe zum Lebensunterhalt als Taschengeld erhalten. Nicht enthalten sind alle Personen, die aufgrund anderer Rechtsnormen ‚Äď etwa Grundsicherung f√ľr Arbeitssuchende nach SGB II ‚Äď Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts beziehen.

Zwei Drittel der Leistungsempf√§ngerinnen und -empf√§nger lebten in Einrichtungen (9.507 Personen). Gegen√ľber dem Vorjahr ist ihre Zahl geringf√ľgig um etwa 100 bzw. 1,1 Prozent gesunken. Die Zahl der Hilfebed√ľrftigen au√üerhalb von Einrichtungen lag Ende vergangenen Jahres bei rund 4.800 Personen (minus 349 Personen bzw. minus 6,8 Prozent).

Bei den Leistungsbeziehern lagen Frauen (49 Prozent) und M√§nner (51 Prozent) fast gleichauf. Die gr√∂√üte Gruppe der Hilfsbed√ľrftigen findet sich in der Altersgruppe der 18- bis 64-J√§hrigen mit gut 9.600 Personen (68 Prozent), gefolgt von den rund 3.600 Personen (25 Prozent), die √§lter als 65 Jahre sind, √ľberwiegend in Einrichtungen leben und dort Hilfe zum Lebensunterhalt als Taschengeld erhalten. Fast 1.100 (7,6 Prozent) Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren erhalten ebenfalls Hilfe zum Lebensunterhalt. Unber√ľcksichtigt sind bei diesen Angaben die Bezieher von Leistungen, die aufgrund anderer Vorschriften au√üerhalb des 3. Kapitels SGB XII Hilfe erhalten. Das Durchschnittsalter aller Leistungsempf√§nger betrug 51,5 Jahre, wobei die weiblichen Hilfebed√ľrftigen im Schnitt etwa 7,5 Jahre √§lter waren als die m√§nnlichen (Frauen: 55,3 Jahre, M√§nner: 47,9 Jahre).

Landesweit wurden im Jahr 2017 netto rund 53,6 Millionen Euro und damit 3,5 Prozent mehr f√ľr Hilfe zum Lebensunterhalt aufgewendet als im Jahr zuvor. Neben der Anhebung der Regels√§tze zum 1. Januar 2017 ist der Ausgabenanstieg trotz des R√ľckgangs der Empf√§ngerzahlen auch darin begr√ľndet, dass die Leistungsempf√§nger zum Stichtag am Jahresende gemeldet werden, w√§hrend bei den Ausgaben alle gezahlten Betr√§ge des laufenden Jahres nachgewiesen sind.

Die Daten zu den Empfängerinnen und Empfängern stammen aus der Statistik der Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt. Die Angaben erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Landkreisen und den Delegationsgemeinden, d. h. Verbandsgemeinden bzw. verbandsfreien Gemeinden sowie den kreisfreien Städten.

Die Daten zu den Ausgaben stammen aus der Statistik zu den Ausgaben und Einnahmen der Sozialhilfe nach dem SGB XII. Diese Angaben erh√§lt das Statistische Landesamt j√§hrlich von den Sozial√§mtern der kommunalen Gebietsk√∂rperschaften und vom Landesamt f√ľr Jugend, Soziales und Versorgung.

Autorin: Dr. Julia Stoffel (Referat Auswertungen, Analysen Abteilung 1)