Mittwoch, 19. Dezember 2018

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Welttierschutztag 2018

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Landwirte tragen wesentlich zum Tierwohl bei

Koblenz. Anlässlich des Welttierschutztages am 04. Oktober 2018, betont der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, dass sich der Tierschutz in der Landwirtschaft seit Jahrzehnten sehr positiv entwickelt habe: „In der Rinderhaltung sind bei Neubauten beispielsweise Laufställe die Regel. Moderne Technologien erlauben das Melken über Melkroboter. Dadurch entscheiden die Tiere selbst, wann sie gemolken werden möchten. Moderne Jalousien-Ställe schatten die Stallinnenräume je nach Sonnenintensität selbst ab. Die Entwicklung im Tierschutz in Deutschland ist vorbildlich.“

Aber auch die Schweine- und Hühnerhaltungen hätten sich deutlich verbessert. Mehr Freiräume, Spielmöglichkeiten und das Verbot der Käfighaltung hätten hierzu beigetragen. Scharf wendet sich Horper allerdings gegen die „Vermenschlichung“ der Tiere. Tiere hätten ihre eigenen Bedürfnisse und diese gelte es zu respektieren: „Gerade Schweine leben gerne in Gruppen, daher ist die Gruppenhaltung heute in der Landwirtschaft Standard und ein deutlicher Fortschritt im Tierschutz. Ebenso das Schwänzekupieren, wodurch das schmerzhafte Schwanzbeißen vermieden wird.“ Freilauf und Spielmöglichkeiten allein könnten das Schwanzbeißen leider nicht verhindern.

Muttersauen könnten sich frei und im Kontakt mit Artgenossen bewegen. Kastenstände in der Schweinehaltung würden die Bewegungsfreiheit der Sauen zeitlich befristet einengen, sollten aber die Ferkel schützen. Diese Entwicklung habe den Ferkeln vielfach das Leben gerettet. Horper ärgere sich darüber, wenn beispielsweise der Deutsche Tierschutzbund mit einseitiger Berichterstattung aufwarte, ohne das Für und Wider zu beleuchten. Die Landwirtschaft trage sehr wohl deutlich zum Tierschutz in Deutschland bei und dies werde auch so bleiben.