Sonntag, 17. Februar 2019

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Weiterer Anstieg der Bevölkerung in 2018

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Im Jahr 2018 ist die Bevölkerungszahl in Rheinland-Pfalz im siebte Jahr in Folge gestiegen. Wie aus einer Schätzung des Statistischen Landesamtes hervorgeht, lebten zum Jahreswechsel rund 4.084.500 Menschen im Land. Dies sind 10.800 Personen mehr als noch ein Jahr zuvor und damit die höchste Zahl in der inzwischen mehr als 70-jährigen Landesgeschichte.

Grund für den erneuten Anstieg ist nach Auswertung bislang vorliegender Zahlen, dass auch im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen nach Rheinland-Pfalz zu- als fortzogen – Deutsche ebenso wie Ausländer. Der Wanderungssaldo lag bei schätzungsweise plus 19.000.

Die Zahl der Gestorbenen in 2018 dürfte nach vorläufigen Auszählungen um schätzungsweise rund 8.500 Personen über der Geborenenzahl gelegen haben.

Bislang konnten zur Ermittlung der aktuellen Bevölkerungsbestände lediglich die Bestandszahlen der rheinland-pfälzischen Meldebehörden nach Staatsangehörigkeit sowie Alter und Geschlecht herangezogen werden, eine genauere Quantifizierung der Zu- und Fortzüge sowie der Geburten und Sterbefälle erfolgt sukzessive in den kommenden Monaten.

Ausländerinnen und Ausländer

Nach den vorläufigen Ergebnissen stieg die Anzahl der in Rheinland-Pfalz lebenden Ausländerinnen und Ausländer gegenüber dem 31. Dezember 2017 um rund 19.900 und gegenüber dem Zensus 2011 um 179.800 auf nunmehr etwa 451.800 Personen. Ihr Anteil an der Bevölkerung lag Ende 2017 bei schätzungsweise 11,1 Prozent und damit um 0,5 Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Stichtag der Volkszählung am 9. Mai 2011 ist der Ausländeranteil um rund 4,2 Prozentpunkte gestiegen.

Altersstruktur

Auch die Altersstruktur der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer hat sich nach den vorliegenden Schätzungen zum Teil deutlich verändert. Gegenüber dem 9. Mai 2011 sank die Zahl der unter 20-Jährigen um 1,5 Prozent auf rund 745.600. Rund 2.163.000 Personen entfallen aktuell auf die Altersgruppe der 20- bis unter 60-Jährigen; das sind 0,9 Prozent weniger als zum Zeitpunkt der letzten Volkszählung. 60 Jahre und älter sind rund 1.175.900 Menschen, 11,9 Prozent mehr als am 9. Mai 2011.

Bevölkerungsentwicklung regional

Die Bevölkerung in den kreisfreien Städten wuchs seit dem Zensus 2011 um schätzungsweise rund 5,5 Prozent. In Ludwigshafen und Mainz waren die seitdem zu beobachtenden Bevölkerungszuwächse mit jeweils mehr als acht Prozent am stärksten ausgeprägt. Rückläufig war die Einwohnerentwicklung hingegen in der kreisfreien Stadt Pirmasens (minus 1,1 Prozent). In den Landkreisen lag die Einwohnerzahl auf Grundlage der Schätzung im Durchschnitt um 1,3 Prozent höher als am Zensusstichtag. Den stärksten Bevölkerungsgewinn gab es in den Landkreisen Mainz-Bingen und im Rhein-Pfalz-Kreis (jeweils rund fünf Prozent), der höchste Rückgang war im Landkreis Südwestpfalz zu verzeichnen (minus 3,4 Prozent).

Die hier kommentierten vorläufigen Ergebnisse zum Bevölkerungsstand am 31. Dezember 2018 wurden auf der Grundlage einer Schätzung ermittelt. Die Basis dieser Berechnungen bilden die Ergebnisse der laufenden Bevölkerungsfortschreibung zum 31. Dezember 2017. Diese Ausgangsbasis wurde mit den Bestandsveränderungen aus der kommunalen Melderegisterstatistik für das Jahr 2018 nach Geschlecht, Altersgruppen und Staatsangehörigkeit fortgeschrieben. Regionalergebnisse der Schätzung liegen bis auf Ebene der verbandfreien Gemeinden und Verbandsgemeinden vor.

Endgültige Jahresergebnisse der laufenden Bevölkerungsstatistiken 2018 werden in den kommenden Monaten unmittelbar nach Abschluss der noch andauernden Aufbereitungsarbeiten veröffentlicht. Fachlich und regional tief gegliederte Ergebnisse der im Jahresverlauf erfolgten Zu- und Fortzüge liegen voraussichtlich Ende Mai 2019 vor. Die Aufbereitung der Geburten und Sterbefallstatistik 2018 ist aus heutiger Sicht in der Jahresmitte 2019 abgeschlossen. Endgültige Jahresergebnisse zu Geburten, Sterbefällen und Eheschließungen sowie zu den sich im Zuge der laufenden Bevölkerungsfortschreibung ergebenden Bevölkerungsständen und -strukturen am 31.12.2018 sind aus heutiger Sicht Anfang des dritten Quartals 2019 zu erwarten.

Autor: Gerd Reh (Referat Bevölkerung, Zensus, Verwaltungsstelle Mortalität)