Montag, 16. September 2019

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Auch 2018 wanderungsbedingter Bevölkerungsanstieg

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Im Jahr 2018 verlegten 149.126 Personen ihren alleinigen bzw. Hauptwohnsitz nach Rheinland-Pfalz, rund sechs Prozent mehr als im Jahr zuvor. Gleichzeitig zogen 126.621 Personen über die Landesgrenzen fort; das waren zwei Prozent mehr als 2017. Insgesamt ergibt sich ein Wanderungsplus von rund 22.500 Personen.

Das Wanderungsplus überstieg das Geburtendefizit des Jahres 2018 von rund 10.700 Personen deutlich, sodass die Bevölkerungszahl in Rheinland-Pfalz zum 31. Dezember 2018 auf 4.084.844 anstieg.

Zuzüge aus dem Ausland

Die Zahl der Zuwanderungen aus dem Ausland (77.137 Personen) ist im Vergleich zum Vorjahr um rund elf Prozent gestiegen, liegt aber deutlich unter dem Höchstwert des Jahres 2015 (97.276 Personen); das Jahr 2015 war durch einen sehr starken Zustrom von Schutzsuchenden aus Krisenländern geprägt. Rund 84 Prozent der Zuzüge aus dem Ausland (64.560 Personen) entfielen auch 2018 auf Personen nicht deutscher Staatsangehörigkeit, insbesondere aus mittel- und osteuropäischen EU-Staaten, für die seit 2011 bzw. 2014 die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit gilt. Die größte ausländische Zuwanderungsgruppe stellten dabei Rumänen (12.859 Zuzüge). Am zweit- bzw. dritthäufigsten waren Polen (6.649) bzw. Bulgaren (5.615) vertreten. Im Jahresverlauf zogen insgesamt 41.843 ausländische Personen über die Bundesgrenzen fort. Im Saldo wanderten damit 22.717 Ausländerinnen und Ausländer mehr aus dem Ausland zu als dorthin fortzogen.

Wanderung zwischen den Bundesländern

Aus anderen Regionen Deutschlands zog es 71.989 Personen nach Rheinland-Pfalz, 70.282 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer verlegten ihren alleinigen bzw. Hauptwohnsitz in ein anderes Bundesland. Daraus resultiert ein Plus von 1.707 Personen. Aus den angrenzenden Ländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen und Saarland wanderten wie im Vorjahr wieder mehr Personen zu als dorthin fortzogen; insgesamt ergibt sich mit diesen unmittelbar benachbarten Bundesländern ein Wanderungsplus in Höhe von 2.899 Personen.

Höchster Wanderungsüberschuss in der kreisfreien Stadt Trier

In den kreisfreien Städten sind im Hinblick auf die Wanderungen über die Landesgrenzen bis auf die Städte Neustadt an der Weinstraße und Speyer positive Bilanzen zu verzeichnen. Die höchsten Überschüsse ergeben sich für die kreisfreien Städte Trier (4.046 Personen) und Ludwigshafen (3.002 Personen). Im Vergleich der Landkreise sind insbesondere in den Kreisen Mainz-Bingen (2.100 Personen) und Ahrweiler (1.338 Personen) deutlich mehr Personen über die Landesgrenzen zu- als fortgezogen.

Die Daten der Wanderungsstatistik werden dem Statistischen Landesamt von den Einwohnermeldebehörden zur Verfügung gestellt. Einwohnermeldebehörden sind in Rheinland-Pfalz die 181 Verwaltungen der kreisfreien Städte, verbandsfreien Gemeinden sowie der Verbandsgemeinden.
Die Bevölkerungszahlen stammen aus der Statistik der laufenden Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus 2011. In diese Fortschreibung fließen sowohl die Ergebnisse der Wanderungsstatistik als auch die Ergebnisse der Statistiken der Geborenen und Gestorbenen ein.

Autor: Malte Usczeck (Sachgebiet Bevölkerung, Gebiet)