Montag, 16. September 2019

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Mehr Empfängerinnen und Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt

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Lebensunterhalt

Ende vergangenen Jahres erhielten in Rheinland-Pfalz knapp 16.000 Personen – je zur Hälfte Männer und Frauen - Hilfe zum Lebensunterhalt. Wie das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz mitteilt, stieg die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger gegenüber 2017 damit deutlich um rund 1.700 Personen bzw. 11,7 Prozent.

Zum Kreis der Leistungsberechtigten gehören - soweit kein Vorrang anderer Grundsicherungsleistungen wie Arbeitslosengeld 1 oder 2 besteht - im Wesentlichen befristet Erwerbsunfähige, Vorruheständler mit niedriger Rente, längerfristig Erkrankte, aber auch Menschen mit Behinderungen und pflegebedürftige Personen, die in Einrichtungen leben und die Hilfe zum Lebensunterhalt als Taschengeld erhalten.

In Rheinland-Pfalz kommen knapp 3,9 Leistungsbezieher auf 1.000 Einwohner; diese Bezugsquote liegt in den kreisfreien Städten (4,3) etwas oberhalb des Durchschnittswerts der Landkreise (3,8).

Rund 71 Prozent der Leistungsempfängerinnen und -empfänger lebten in Einrichtungen (11.256 Personen). Gegenüber dem Vorjahr ist deren Zahl um rund 1.750 Personen bzw. 18,4 Prozent gestiegen. Die Zahl der Hilfebedürftigen außerhalb von Einrichtungen lag Ende vergangenen Jahres mit rund 4.700 Personen hingegen nahezu unverändert auf Vorjahresniveau.

Das Durchschnittsalter aller Leistungsempfänger betrug 52,8 Jahre, wobei die weiblichen Hilfebedürftigen im Schnitt etwa 8,1 Jahre älter waren als die männlichen (Frauen: 56,9 Jahre, Männer: 48,8 Jahre). Rund 7,2 Prozent aller Hilfebedürftigen (rund 1.100 Personen) hatte Ende 2018 das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet.

Die Daten zu den Empfängerinnen und Empfängern zum Stichtag 31.12. des jeweiligen Jahres stammen aus der Statistik der Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt. Die Angaben werden dem Statistischen Landesamt einmal jährlich von den Landkreisen und den Delegationsgemeinden, d. h. Verbandsgemeinden bzw. verbandsfreien Gemeinden sowie den kreisfreien Städten gemeldet.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)