Wussten Sie schon, …

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…dass die SGD Nord jedes Jahr etwa 900 Anzeigen von Großfeuerwerken bearbeitet?

Viele Feste und Großveranstaltungen wie Rhein in Flammen, Rheinland-Pfalz-Tag, oder sonstige Volksfeste an Rhein, Mosel und Nahe finden meist mit einem Großfeuerwerk statt. Bevor das Highlight starten kann, müssen Vorgaben nach dem Sprengstoffgesetz beachtet werden umso Besucher, die Umwelt und Beschäftigte, vor möglichen Gefahren zu schützen.

Großfeuerwerke müssen 2 Wochen im Vorfeld bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord angezeigt werden. Dazu gehört die Vorlage eines genauen Lageplanes mit der Kennzeichnung des Schutzabstandes. Durch die detaillierten Angaben erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SGD Nord wichtige Informationen sowie die Möglichkeit, die Abbrennorte aufzusuchen. Dabei wird geprüft, ob die Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten, die Anwohner und die Besucher ausreichend sind. Denn der Schutzabstand vom Abbrennort ist abhängig von den verwendeten pyrotechnischen Produkten und Effekten

Vor Ort wird geprüft, ob die Schutzabstände, die sich aus der Steighöhe, der Kaliber und der Abschussrichtung der eingesetzten pyrotechnischen Gegenstände errechnen, eingehalten werden. Ebenso, ob der verantwortliche Feuerwerker die sprengstoffrechtlichen Vorschriften beim Aufbau und Abrennen der Feuerwerkskörper einhält.

Neben der SGD Nord sorgen viele Beteiligte wie Kommunen, Polizeidienststellen, Straßenverwaltung, Deutsche Bahn, Schifffahrtsdirektion des Bundes und Feuerwehren für die Sicherheit bei „Rhein in Flammen“.

Das Anzeigeformular ist auf der Homepage der SGD Nord unter: https://sgdnord.rlp.de/de/service/download/sprendstoffe/explosionsgefährliche

abrufbar.

Auch private Kleinfeuerwerke fallen unter die Regelungen des Sprengstoffrechts: Privatleute, die ein Feuerwerk der Kategorie F2 zu anderen Zeiten als zu Sylvester abbrennen möchten, benötigen dazu eine Ausnahmegenehmigung, die sie bei der zuständigen Stadt- oder Kreisverwaltung beantragen können.