Montag, 18. November 2019

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Immer mehr Kinder unter drei Jahren werden tagsüber außerhalb des Elternhauses betreut

Im März 2019 wurden knapp 36.000 Kinder unter drei Jahren tagsüber außerhalb des Elternhauses betreut. Laut Statistischem Landesamt ist dies ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um rund 1.100 bzw. drei Prozent. Die Betreuungsquote hat sich aufgrund steigender Bevölkerungszahlen in dieser Altersgruppe nur leicht von 30,9 Prozent auf 31,3 Prozent erhöht.

Für mehr als 70 Prozent der Zweijährigen wurde ein Betreuungsplatz in Anspruch genommen; bei den Einjährigen traf dies auf jedes fünfte Kind zu. Weniger verbreitet ist die Kindertagesbetreuung innerhalb des ersten Lebensjahres; die Betreuungsquote liegt hier bei lediglich 1,3 Prozent.

Eine deutliche Mehrheit (92 Prozent) von rund 33.000 Kindern unter drei Jahren besuchte eine der 2.555 Kindertageseinrichtungen im Land. Gegenüber dem Jahr 2018 ist deren Zahl um 2,5 Prozent gestiegen. Die restlichen knapp 3.000 Kinder unter drei Jahren (8 Prozent) wurden von einer Tagesmutter oder einem Tagesvater betreut. Im Vorjahresvergleich fällt hier der Anstieg der Betreuungsverhältnisse mit knapp 10 Prozent deutlich stärker aus.

Regionale Unterschiede

Insbesondere bei den Betreuungsquoten der Kinder unter drei Jahren sind deutliche regionale Unterschiede zu erkennen. Demnach werden in den Landkreisen mehr Kinder (32,5 Prozent) dieser Altersgruppe außerhalb des Elternhauses betreut als in den kreisfreien Städten (27,9 Prozent). Die Spanne reicht bei den kreisfreien Städten von rund 20 Prozent in Frankenthal und Ludwigshafen bis 38 Prozent in Landau und Speyer. Die niedrigste Betreuungsquote unter den Landkreisen ist mit unter 27 Prozent in Kusel zu verzeichnen; an der Spitze liegt Mainz-Bingen mit über 40 Prozent.

Ältere Kinder

Auch die Zahl der 3- bis unter 6-Jährigen, die eine Kindertageseinrichtung besuchen oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege betreut werden, ist im Jahr 2019 angestiegen. Sie lag im März 2018 bei gut 104.900, das waren rund 2.700 Jungen und Mädchen bzw. 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Aufgrund des Anstiegs der Bevölkerung in dieser Altersgruppe ging die Betreuungsquote hingegen leicht von 96,0 auf 95,3 Prozent zurück. Bei den 6- bis unter 14-Jährigen stieg die Zahl der Betreuungsverhältnisse im Vorjahresvergleich um rund 460 bzw. 1,8 Prozent; die Betreuungsquote lag nahezu unverändert bei 9,4 Prozent.

Die Angaben stammen aus der Statistik der Kinder- und Jugendhilfe. Gegenstand der Erhebung ist die Inanspruchnahme der Kindertagesbetreuung, das heißt, es wird auf die tatsächlich betreuten Kinder abgestellt. Die zur Verfügung stehenden Plätze werden nicht erhoben. Die Tagespflege umfasst nur die bei Jugendämtern registrierten und öffentlich geförderten Betreuungsverhältnisse.

Die Zahlen wurden zum Stichtag 1. März 2019 erhoben.

Die Betreuungsquoten beziehen sich auf die Gesamtzahl der Bevölkerung des jeweiligen Alters zum 31.12. des Vorjahres.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)