Dienstag, 20. April 2021

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Nein zur Segnung homosexueller Paare nicht hinnehmbar

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Die Katholische Kirche hat sich mit dem gestrigen Tag erneut schweren Schaden zugefügt.

Die Ablehnung von Segnungen homosexueller Paare ist ein starkes Machtwort der römischen Glaubenskongregation!

Auch wenn die Kongregation beteuert, dass hier keine Diskriminierung von Menschen gewollt ist, so ist es doch nichts anderes. Homosexuelle Menschen, Transgender oder nicht-binäre Personen sind keine Menschen zweiter Klasse oder irr geleitete Fehlentwicklungen von Gottes Schöpfung. Es ist unchristlich und absolut diskriminierend diese Menschen als defizitär zu betrachten! Nicht die behauptete Absicht, sondern der Inhalt und seine Wirkung sind entscheidend dafür, ob eine Aussage diskriminierend ist.

Als Katholische Arbeitnehmer*innen-Bewegung im Bistum Trier verurteilen wir die menschenverachtende Haltung, die in dem Schreiben der Glaubenskongregation zum Tragen kommt. Als Verband, der sich gegen jede Form von Diskriminierung stellt, können wir diese Position nicht stillschweigend hinnehmen.

Jesus Christus hat das Liebesgebot über alles gestellt – die Liebe zu Gott, zum nächsten Menschen und zu sich selbst – und das ohne Einschränkungen! Die Liebe zweier Menschen – gleich welchen Geschlechts – zu segnen, kann also niemals etwas Schlechtes sein. Wir glauben fest, dass dort, wo die Liebe waltet, auch immer der Segen Gottes ist, von Menschen ausgesprochen oder nicht! Diesen Segen und damit Gott zu reglementieren halten wir für Gotteslästerung!

Statt eines angstvollen Dokuments, das die Veränderung des Lebens und des Glaubens fürchtet, wünschen wir uns mutige Gespräche, die uns im Dialog in die Zukunft führen. Daher hoffen wir weiter auf die Bemühungen der Menschen, die sich im Prozess des Synodalen Wegs engagieren. Wir wünschen allen Menschen Gottes Segen!

Für den Vorstand der KAB Trier
Pfr. Markus Krastl, Diözesanseelsorger