Mittwoch, 11. Dezember 2019

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Aujeszkysche Krankheit bei einem Jagdhund im Kreis Neuwied

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Bei einem Jagdhund, der im Kreis Neuwied an  einer Jagd beteiligt war, wurde das Virus der Aujeszkyschen Krankheit nachgewiesen. Der Hund zeigte einige Tage nach Kontakt mit einem Wildschwein, deutliche Krankheitssymptome der Aujeszkyschen Krankheit und musste letztendlich eingeschläfert werden. Dies teilt das Veterinäramt des Landkreises Neuwied mit.

Bei dem Erreger handelt es sich um einen Herpesvirus, Wildschweine fungieren als Virusträger des Krankheitserregers. Bei Hausschweinen in Deutschland wurde die Erkrankung seit vielen Jahren nicht mehr nachgewiesen. Das Vorkommen des Virus der Aujeszkyschen Krankheit in der Wildschweine-Population in Rheinland-Pfalz ist bekannt. Die letzten Nachweise des Virus der Aujeszkyschen Krankheit in Rheinland-Pfalz erfolgten ebenfalls bei jagdlich geführten Hunden im November 2015 und Dezember 2017 im Kreis Bernkastel-Wittlich und im Kreis Kusel. Die Krankheit ist bei Hunden und Wildschweinen weder melde- noch anzeigepflichtig, so dass keine behördlichen Maßnahmen ergriffen werden.

„Hauptinfektionsquellen für Hunde und Katzen sind der direkte Kontakt zu infizierten Wildschweinen und die Verfütterung von rohem Schweinefleisch. Eine Impfung ist bei Hunden und Katzen nicht möglich. Das auffälligste Symptom der bei infizierten Hunden und Katzen tödlich verlaufenden Krankheit ist der intensive Juckreiz im Kopfbereich“, erklärt Amtstierärztin Ilonka Degenhardt.

Das Veterinäramt der Kreisverwaltung Neuwied empfiehlt Hunde- und Katzenhaltern deshalb, kein rohes, ungekochtes Fleisch oder Innereien von Wild- und Hausschweinen an ihre Tiere zu verfüttern.

Für den Menschen ist die Aujeszkysche Krankheit ungefährlich.

Quo vadis Gesundheitsversorgung?

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Alle Krankenhäuser im Kreis sind gefährdet...

Leserbrief von Hans-Peter Meyer

Der bundesweit und auch in Rheinland-Pfalz grassierende Sanierungs-Wahnsinn nimmt kein Ende und hat auch den Rhein-Lahn-Kreis und andere Regionen erreicht.
Immer mehr Krankenhäuser sind von einer Schließung bedroht.

Ständig werden neue verwirrende Varianten präsentiert und es ist immer nur von finanziellen und wirtschaftlichen Problemen die Rede. Die tatsächlichen Probleme der Menschen vor Ort spielen nur noch eine völlig untergeordnete unwichtige Rolle.

"....Unter den derzeitigen bundespolitischen Rahmenbedingungen wird kein Krankenhausstandort im Rhein-Lahn-Kreis die nächsten fünf bis acht Jahre überleben. Diese düstere Kernaussage haben die Verantwortlichen des St.-Elisabeth-Vinzenz-Verbundes (EVV), eine katholische Trägergesellschaft, erst kürzlich getroffen und gefordert „Strukturen, die über Krankenhausträgergrenzen hinweg halten“.

Es ist genau jene Trägergesellschaft, deren seinerzeitiger Sanierungs-Manager vor nicht allzu langer Zeit eifrig beschäftigt war mit drastischen personellen Abwerbungen (Ärzte und Pflegepersonal etc.) von der Paracelsusklinik Bad Ems zum St. Elisabeth-Krankenhaus nach Lahnstein.

Nein, das war kein normaler Konkurenzkampf, das sind Destruktionsmethoden im Gesundheitsbereich, offenbar inzwischen zugelassen durch Beschlüsse und Gesetzesvorgaben der Politik, ein Beleg dafür, das Gesundheit und die damit verbundenen verhängnisvollen gescheiterten Privatisierungstendenzen zu einem einträglichen inhumanen Geschäftsmodell geworden sind.

In Bad Ems wurde nach der Insolvenz der Paracelsus Kliniken Gesellschaft durch die Übernahmen der Schweizer Beteiligungsgesellschaft Porterhouse Group AG der Fortbestand zunächst gesichert.

Die einst weit über die Grenzen hinaus so renommierte Hufeland-Klinik in Bad Ems mit einer über die Landesgrenzen hinaus hoch geschätzten Pneumologischen Abteilung und auch das Marienkrankenhaus Nassau mit der Geriatrischen Fachabteilung wurden von der vorerwähntenTrägergesellschaft Elisabeth Vinzenz Verbund (EVV) übernommen. Das Sanierungsmanagement der EVV beabsichtigte noch unlängst, die finanziell lukrativen Gesundheitsabteilungen nach Lahnstein zu verlagern, was eine Schließung der Hufeland-Klinik und eine weitere massive Schwächung des Gesundheitsstandortes Bad Ems bedeutet hätte. Diese Art ist verhängnisvoll und die Landesregierung sieht mit Hinweis auf die Zuständigkeit der Trägergesellschaften tatenlos zu. Die Betreibergesellschaften verweisen auf die strengen tlw. höchst desolaten von der Politik vorgegebenen gesetzlichen Rahmenbedingen. Ein unwürdiges Schwarze Peter-Spiel vor allem zu Lasten der ländlichen Bevölkerung.

Seit der ViaSalus-Insolvenz ist die rheinland-pfälzische Krankenhauslandschaft verstärkt in Unruhe und aus den Fugen geraten.

Die Bevölkerung ist zunehmend drastisch verunsichert. Vertraute und bisher patientennah zu erreichende Häuser werden strategisch "ausgeblutet", für wirtschaftlich unrentabel erklärt, stehen folglich vor dem Kollaps und sollen geschlossen werden.

Rücksichtslos agierende nur auf Gewinnmaximierung fixierte hoch dotierte Sanierungsmanager sind aktiv und um Profilierung bemüht.

Hierzu bedarf es einiger grundlegenden Anmerkungen: Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die merkwürdige Studie der Bertelsmann Stiftung vom 15.07.2019.

Dort heißt es wörtlich: Eine bessere Versorgung ist nur mit halb so vielen Kliniken möglich. In Deutschland gibt es zu viele Krankenhäuser. Eine starke Verringerung der Klinikanzahl von aktuell knapp 1.400 auf deutlich unter 600 Häuser, würde die Qualität der Versorgung für Patienten verbessern und bestehende Engpässe bei Ärzten und Pflegepersonal mildern....Das heißt im Klartext: Es wird vorgeschlagen, die Hälfte der Krankenhäuser in Deutschland zu schließen.. Da ist die Richtung der m.E. verhängnisvollen Entwicklung im bundesdeutschen Krankenhauswesen deutlich erkennbar. Wer hat diese Studie in Auftrag gegeben, sollte man wissen?
Diese Studie ist nicht die Lösung. Das ist ein ein rücksichtsloser Kahlschlag in der deutschen Krankenhauslandschaft.

Die Daseinsfürsorge des Staates auch im Hinblick auf eine flächendeckende Versorgung im ländlichen Raum ist weitgehend verloren gegangen und dieser katastrophale Zustand verschlimmert sich zunehmend. Diese Studie sollte jeder ernsthafte Kritiker lesen. Unser Gesundheitssystem ist hochgradig krank, da ist kein Expertenwissen notwendig, es reicht gesunder Menschenverstand. Die Daseinsfürsorge der Politik insbesondere für die ländliche Versorgung der Bevölkerung ist - wie bereits unmissverständlich angedeutet- längst verloren gegangen. Gesundheit ist zum inhumanen Geschäftsmodell geworden Der Teufelskreislauf in unserem Gesundheitswesen verschlimmert sich zusehends..."Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt", lautet der vertrauenserweckende Slogan einer einst renommierten Krankenhausgesellschaft. Nein, inzwischen steht nicht mehr der Mensch im Mittelpunkt der Gesundheitspoltik, sondern die Gewinnmaximierung von Gesundheitskonzernen und privaten Trägergesellschaften. Menschen spielen kaum noch eine Rolle, sie werden nur noch zu Nummern und wirtschaftlichen Zahlen degradiert zugunsten von gewinnbringenden Dividenden. Spezialisten für gnadenlose Sanierung werden angeheuert und haben das unbarmherzige Sagen. Die Trägergesellschaften machen die desolaten Rahmenbedingungen der Politik für die Misere verantwortlich, für die Politik ist das Mißmanagement der Trägergesellschaften schuld.

Ein jämmerliches Schwarze Peter-Schauspiel zu Lasten der Bevölkerung, insbesondere der bedürftigen kranken und alten Menschen. Es ist schon der Punkt erreicht, wo es angesichts von Ärztemangel und hochgradigigen Pflegenotstand höchst gefahrenvoll ist, Patient in einem Krankenhaus zu sein. Wenn sich bei diesem dramatischen gesellschaftspolitischen Problem keine Bewegung bildet ähnlich wie FFF, in diesem Falle "Friday for Gesundheitsfürsorge" wird abolut nichts geschehen, es wird weiter jämmerlich am Gesundheitssystem herumgewurschelt bis nichts mehr geht. Es ist schon eine Schande, dass Gesundheit respektive Krankheit einzig und allein nur vom Geld abhängig ist. Das ist trotz des propagierten technischen Fortschritts in der Medizin der Niedergang des deutschen Gesundheitheitswesens. Ein erbärmliches Armutszeugnis. Die Politik sollte sich schämen. Das ist die brutale Realität.

Jeder kann an jedem Tag von diesen katastrophalen Missständen betroffen sein...
Aufwachen liebe Mitbürger, unentwegt und hartnäckig aktiv werden, empört euch, protestieren, demonstrieren, nicht nur einige wenige, sondern die gesamte Bevölkerung...

Hans-Peter Meyer
56130 Bad Ems

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Impfung im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung in Simmern

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Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge bietet das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis in Simmern in regelmäßigen Abständen kostenfrei Impfungen gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Keuchhusten und Poliomyelitis (Kinderlähmung) an. Der Impfschutz gegen Tetanus und Diphtherie soll nach erfolgter Grundimmunisierung alle zehn Jahre durch eine Impfung aufgefrischt werden. Gegen Poliomyelitis ist man im Erwachsenenalter nach erfolgter Grundimmunisierung dauerhaft geschützt. Nur bei Reisen in Länder mit Poliomyelitis-Risiko wird noch eine Auffrischimpfung als Reiseimpfung empfohlen.

Der nächste Impftermin im Gesundheitsamt Simmern, Hüllstraße 13, ist am Dienstag, 10. Dezember 2019, von 14 bis 17 Uhr. Wichtig: Bitte bringen Sie Ihren Impfausweis mit! Weitere Infos zu den Impfungen erhalten Sie unter der Telefonnummer 06761 82-701.

"90/90/90"-Ziel für Rheinland-Pfalz - HIV und Aids bekämpfen

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Am Sonntag, den 01. Dezmber 2019, findet zum 31. Mal der Welt-AIDS-Tag statt. Dazu erklärt der Landesvorsitzende Josef Winkler:

„Unser Ziel ist es, die AIDS-Epidemie bis zum Jahr 2030 zu beenden. Dazu sollen bis zum Jahr 2025 90 Prozent der HIV-infizierten Menschen ihren Status kennen; 90 Prozent dieser Menschen sollen in Behandlung sein und bei 90 Prozent der Behandelten soll eine nachhaltige Unterdrückung der Viruslast stattfinden. Die Chance das HI-Virus zu besiegen, ist keine Utopie mehr, sondern real vorhanden. Für ein verantwortungsvolles Vorgehen sollte jede und jeder den eigenen Status kennen. Dafür müssen die Möglichkeiten der Schnelltests zur HIV Erkennung weiter ausgebaut werden.

Daneben ist es für uns ein zentrales Anliegen gegen die Stigmatisierung und Diskriminierung von HIV oder AIDS vorzugehen. Dass HIV unter Therapie nicht mehr übertragbar ist, beweisen mittlerweile mehrere große Studien. Die öffentliche Wahrnehmung zum HI-Virus ist jedoch häufig durch veraltete Fakten geprägt. Daher unterstützen wir die Kampagne der Deutschen Aids-Hilfe #wissenverdoppeln! Bekämpfen wir Aids, nicht Menschen mit HIV und Aids!“

Beschäftigte leiden oft unter ernsten Schlafstörungen

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Mainz, 20. November 2019 – In kaum einem anderen Bundesland leiden mehr Beschäftigte unter krankhaften Schlafstörungen als in Rheinland-Pfalz. Das zeigt der Gesundheitsreport der BARMER, für den die Krankenkasse die Daten von rund 180.000 bei ihr versicherten Erwerbspersonen mit Wohnsitz in Rheinland-Pfalz anonymisiert ausgewertet hat. „Kenntnisse zur Behandlung von Schlafstörungen sollten schon in der Ausbildung von Ärzten, Psychotherapeuten und anderen Gesundheitsberufen umfangreich vermittelt werden“, fordert Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

4,2 Prozent der Beschäftigten mit Wohnsitz in Rheinland-Pfalz litten im Jahr 2017 laut Gesundheitsreport unter ernsten Schlafproblemen wie Ein- und Durschlafstörungen, Albträume und Nachtangst (Bund: 3,8 Prozent). Nur in Berlin (4,4 Prozent), Bremen und im Saarland (je 4,3 Prozent) war der Anteil der Beschäftigten mit Schlafstörungen größer. Weibliche Beschäftigte (5,2 Prozent) in Rheinland-Pfalz sind öfter von Schlafstörungen betroffen als männliche Erwerbspersonen (3,2 Prozent). Kleis sagt: „Die Dunkelziffer bei Schlafstörungen liegt höher. Patienten sprechen Schlafstörungen beim Arztbesuch oft nicht an, wenn sie nicht zu erheblichen Beeinträchtigungen führen oder andere gesundheitliche Probleme wesentlicher erscheinen.“

Ärzte diagnostizieren immer öfter Schlafstörungen in Rheinland-Pfalz

Auffällig ist, dass die Zahl der Schlafstörungsdiagnosen in den letzten Jahren stetig zugenommen hat. Erhielten im Jahr 2005 noch 2,4 Prozent der Erwerbspersonen mit Wohnsitz in Rheinland-Pfalz die Diagnose Schlafstörung, liegt der Wert heute um 75 Prozent höher. Dieser Trend betrifft gleichermaßen männliche und weibliche Beschäftigte in Rheinland-Pfalz. BARMER-Landesgeschäftsführerin Kleis betont: „Schlafstörungen sind eine Volkskrankheit. Der Prävention von Schlafstörungen sollte mehr Bedeutung zugeschrieben werden.“ Gesundheitserziehung in der Schule und betriebliche Gesundheitsangebote könnten der Entwicklung von Schlafstörungen entgegenwirken.

Auch innerhalb von Rheinland-Pfalz gibt es deutliche Unterschiede bei den Häufigkeiten von Diagnosen zu Schlafstörungen. Besonders oft stellen Ärzte entsprechende Diagnosen in der Pfalz. Von den 36 rheinland-pfälzischen Landkreisen und kreisfreien Städten erhielten im Mittel der Jahre 2015 bis 2017 Erwerbspersonen mit Wohnsitz in Pirmasens (5,6 Prozent) am häufigsten eine Schlafstörungsdiagnose. Es folgen die Landkreise Kusel (5,5 Prozent) und Birkenfeld (5,3 Prozent). Am seltensten stellten Ärzte den erwerbstätigen Bewohnern des Eifelkreises Bitburg-Prüm (3,0 Prozent), des Landkreises Mayen-Koblenz (3,3 Prozent) und des Rhein-Hunsrück-Kreises (3,4 Prozent) eine Diagnose aus dem Bereich der Schlafstörungen.

Schlafforscher warnt vor den Folgen von Schlafstörungen

Den Gesundheitsreport hat die BARMER zusammen mit aQua – Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen sowie Dr. Hans-Günter Weeß erstellt. Er ist Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin und Leiter des Schlafzentrums im Pfalzklinikum. Weeß sagt: „Die Auswirkungen von Schlafstörungen auf die Gesundheit und das Leistungsvermögen von Erwerbstätigen wurden bisher drastisch unterschätzt. Der Genesungsprozess bei Erkrankungen mit Schlafstörungen scheint im Vergleich zu Erkrankungen ohne begleitende Schlafstörung deutlich verlangsamt.“

Nach den Worten von Weeß ist die medikamentöse Therapie mit Schlafmitteln in vielen Fällen symptomatisch und birgt die Gefahr der Abhängigkeit. Zudem kommt sie zu oft und zu lange zur Anwendung und trägt zu einer Chronifizierung von Schlafstörungen bei. Kausale Therapien, wie die Kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie, kommen viel zu selten zur Anwendung. Weeß warnt: „Schlafstörungen erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen und psychische Störungen. Wer nicht ausreichend schläft hat auch ein höheres Risiko für Unfälle am Arbeitsplatz und im Straßenverkehr.“ Besonders Beschäftigte im Schichtdienst seien von Schlafstörungen betroffen.

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