Montag, 19. August 2019

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Neues Fibroscan-Gerät kann klassische Leberbiopsie ersetzen

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Untersuchung wird für den Patienten völlig schmerzfrei durchgeführt

Kreis Neuwied – Die DRK-Kamillus-Klinik Asbach freut sich über eine, durch eine großzügige Spende des Fördervereins des Lions-Club Rhein-Wied und vom Förderverein der DRK-Kamillus-Klinik finanzierte, Neuanschaffung. Das so genannte Fibroscan-Gerät kann die klassische Leberbiopsie größtenteils ersetzen und wird für den Patienten völlig schmerzfrei durchgeführt. Der Vorsitzende des Fördervereins, Helmut Reith überreichte gemeinsam mit dem Präsidenten des Lions-Club Rhein-Wied, Viktor Schicker, dem Vorsitzenden des Fördervereins des Lions-Club Rhein-Wied, Hellmuth Buhr, Lions-Club-Mitglied Eberhard Mandel, Landrat Achim Hallerbach und weiteren Vertretern der Klinik das Gerät an Schwester Oberin Gabriela, die beiden Chefärzte Dr. Dieter Pöhlau und Dr. Marc Weyer sowie an den Kaufmännischen Direktor Nicki Billig.

"In der Leberambulanz werden Patienten mit chronischen Hepatiden und anderen Lebererkrankungen beraten und betreut. Dabei stellen sich die Symptome einer Lebererkrankung häufig sehr unspezifisch dar. Eindeutige Symptome, die den Patienten frühzeitig warnen und ihn veranlassen würden rechtzeitig einen Arzt aufzusuchen, fehlen dabei oft. Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden sowie chronischer Juckreiz können durchaus Anzeichen einer Lebererkrankung sein. Je früher die Abklärung solcher unspezifischer Symptome geschieht, umso frühzeitiger kann die Diagnose und Behandlung für eine Heilung oder zumindest Besserung der Erkrankung erfolgen“, erklärte Chefarzt Marc Weyer.

Und Chefarzt Dr. Dieter Pöhlau ergänzt: „In unserem Haus besteht die Möglichkeit zur entsprechenden serologischen Diagnostik sowie Ultraschall- und Kontrastmittelultraschalluntersuchung. Durch Ultraschall- und Kontrastmitteluntersuchung können somit sicher bösartige Lebererkrankungen ausgeschlossen werden. Ferner besteht ab sofort in unserer Leberambulanz die Möglichkeit zur Durchführung eines Fibroscans, um so den Verlauf einer Lebererkrankung zu überwachen oder um eine Leberzirrhose nachzuweisen oder auszuschließen.“

Bei dem Fibroscan der Leber handelt es sich um ein völlig schmerzfreies Verfahren, mit dem die Lebersteifigkeit und der Bindegewebsumbau in der Leber bestimmt werden kann. Die Untersuchungsdauer beträgt fünf bis zehn Minuten.

Mit dem schmerzfreien modernen Verfahren ist es möglich, das Lebergewebe von außen zu untersuchen. Der Patient benötigt dafür keine Vor- oder Nachbereitung. Mit Fibroscan kann das Fortschreiten des Bindegewebsumbaus im Verlauf einer Lebererkrankung sowie der Therapieerfolg überprüft werden. Außerdem erfasst der Fibroscan ein größeres Lebervolumen als bei einer Punktion, bei der nur ein sehr kleiner Teil der Leber untersucht wird.

Um die Ursache von Lebererkrankungen zu erkennen, muss auch heutzutage häufig eine klassische Leberbiopsie durchgeführt werden. Dies ist vor allem der Fall bei den sogenannten Autoimmunhepatiden. Bei der Leberbiopsie wird Lebergewebe ultraschallgesteuert mit einer dünnen Nadel entnommen, das von dem Pathologen begutachtet wird. Dabei handelt es sich um einen komplikationsarmen Eingriff, der unter kurzer Narkose durchgeführt wird. Zurzeit geht die Leberambulanz nur im Rahmen der Privatambulanz. Bei kassenärztlicher Leistung muss der Fibroscan privat abgerechnet werden.

Elterntaxis gefährden auch Schulanfänger

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Unfallkasse Rheinland-Pfalz appelliert: Mit Kindern den Schulweg üben

Schulanfänger sind meist auch Anfänger im Straßenverkehr. Wenn in diesen Tagen in Rheinland-Pfalz die Sommerferien enden und die Schule wieder startet, werden viele Kinder unterwegs sein.

„Leider ist zu befürchten, dass auch wieder viele Elterntaxis vor die Schulen rollen, was häufig zu gefährlichen Situationen führt und mitunter auch die Schulanfänger gefährdet“, sagt Manfred Breitbach, Geschäftsführer der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Viele Väter und Mütter fahren aus Sorge ihre Kinder gern im Auto bis vor die Schultür, auch in den weiterführenden Schulen. „Damit tun sie ihren Kindern keinen Gefallen. Das Unfallrisiko wird durch Elterntaxis erhöht“, so Breitbach.

Sein Appell an Väter und Mütter: „Üben Sie rechtzeitig mit Ihren Kindern den Schulweg und begleiten Sie sie auf dem Schulweg. Nicht jede Gefahr ist zu vermeiden“, so Breitbach. Jedoch müsse man Kindern aufzeigen, mit Gefahren umzugehen.

Radfahrer, Busse, Fußgänger, Elterntaxis, aus Pkw aussteigende Kinder – sie alle tummeln sich morgens im Schulbereich. „Schulleitungen und Träger wenden sich ratsuchend an uns, weil sie nach Lösungen suchen, die die Situationen entschärfen können“, so Breitbach. Dabei gehe es häufig um Fragen zur Änderung der Verkehrsführung oder auch erweiterte Pkw-Zufahrten.

„Allein 2018 wurden uns mehr als 66.800 Unfälle im Schulwesen gemeldet. 5.221 Unfälle waren Wegeunfälle – dazu  zählten auch Unfälle, bei denen Kinder Pkw-Insassen waren“, so Breitbach.

Rund 827.000 Schul- und Kitakinder sowie Studierende aus Rheinland-Pfalz sind bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz gesetzlich unfallversichert.

Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz ist zuständige Unfallversicherungsträgerin in Bildungseinrichtungen und unterstützt auch in Fragen zu Sicherheit und Gesundheit.

Informationen dazu, wie Eltern mit ihren Kindern den Schulweg üben können, gibt die Unfallkasse Rheinland-Pfalz unter www.ukrlp.de, Webcode  b251.

Pflegende Angehörige

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Unfallkasse Rheinland-Pfalz gibt Hinweise zu Selbstsorge und Versicherungsschutz

Die Pflege eines Angehörigen oder anderer nahestehender Personen kann eine erfüllende Aufgabe sein, ist aber mit vielen Herausforderungen verbunden: Der Alltag und eventuell auch die Berufstätigkeit müssen neu organisiert werden, manchmal treten finanzielle Probleme auf oder es fehlen entsprechende Ansprechpersonen. Unterstützung gibt die Unfallkasse Rheinland-Pfalz als gesetzliche Unfallversicherung: Zum einen durch den Versicherungsschutz für pflegende Angehörige und zum anderen durch diverse Ratgeber, die die Organisation und Planung des Pflegealltags erleichtern können.

Menschen, die Angehörige pflegen, dürfen ihre eigene Gesundheit nicht vergessen, denn sie sind vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Diese können körperliche, psychische, soziale, finanzielle oder auch zeitliche Ursachen haben. Jeder Mensch reagiert anders. Demnach ist es wichtig, Belastungen in der Pflege und Betreuung eines Pflegebedürftigen entgegenzuwirken.

Achten Sie auf den Versicherungsschutz!

Wer einen pflegebedürftigen Menschen in seiner häuslichen Umgebung pflegt, kann dabei unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen. Versichert sind pflegende Angehörige, die hilfebedürftigen Menschen zum Beispiel bei der Haushaltsführung und Selbstversorgung, als auch bei der Gestaltung des Alltagslebens helfen, wie beim Baden, Anziehen oder beim Essen. Voraussetzung für den Versicherungsschutz ist, dass die Pflege in häuslicher Umgebung und nicht erwerbsmäßig erbracht wird. Zudem muss die oder der Pflegebedürftige mindestens Pflegegrad 2 im Sinne des Sozialgesetzbuches haben und der Pflegeumfang mindestens zehn Stunden wöchentlich, verteilt auf regelmäßig mindestens zwei Tage, betragen. Ebenfalls besteht auf dem direkten Weg zum oder vom Ort der Pflegetätigkeit Unfallversicherungsschutz. Dieser Schutz ist für die Versicherten beitragsfrei, die Kosten tragen die Kommunen. Allerdings ist die gesetzliche Unfallversicherung nicht nur da, um Unfälle zu entschädigen. Sie will pflegenden Angehörigen auch helfen, Unfälle, Erkrankungen und Gesundheitsgefahren zu vermeiden.

Lassen Sie sich beraten!

Ein Schlüssel dazu ist die Selbstsorge. Selbstsorge bedeutet, dass jemand für seine geistige und körperliche Gesundheit sorgt – etwa indem sich Pflegende regelmäßig Zeit für sich nehmen, Sport-oder Entspannungskurse besuchen, Freundschaften pflegen und längerfristige Auszeiten bzw. Urlaub einplanen. Ein wichtiger Aspekt der Selbstsorge ist es auch, Unterstützung z. B. bei Pflegestützpunkten, zu finden. Eine individuelle Beratung kann helfen, den Alltag zu gestalten und ein Netzwerk aus Hilfsdiensten aufzubauen. Darüber hinaus gibt es Gesundheitsgefahren, mit denen sich Pflegende auseinandersetzen sollten, etwa Rücken- oder Gelenkschmerzen, die durch häufiges oder falsches Heben ausgelöst werden können.

Wir möchten, dass Sie gesund bleiben!

Vor diesem Hintergrund haben die Unfallversicherungsträger einen Wegweiser erstellt. Diese neue Broschüre mit dem Titel „Zu Hause pflegen so kann es gelingen“ gibt anhand konkreter Beispiele einen ausführlichen Überblick über Handlungsmöglichkeiten, Hilfen und den Schutz der Unfallversicherung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Angehörige die Pflege mithilfe von individuellen Netzwerken so organisieren und planen können, dass sie selbst dabei gesund bleiben. Tipps zum Thema Rückengesundheit gibt es ebenfalls.

Informative Hilfestellung bietet auch das zweimal im Jahr erscheinende Magazin „Zu Hause pflegen – gesund bleiben!“, das von der Aktion „Das sichere Haus“ des Deutschen Kuratoriums für Sicherheit in Heim und Freizeit konzipiert und von der Unfallkasse herausgegeben wird.

Die Broschüren sowie weitere wichtige Informationen für pflegende Angehörige finden Sie unter www.ukrlp.de, webcode 94.

Mitgliedsbetriebe der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, Pflegestützpunkte und andere Pflegeberatungen können den Flyer „Unfallversichert bei der häuslichen Pflege“ als auch die Broschüre „Zu Hause pflegen – so kann es gelingen“ per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. in gedruckter Form anfordern.

Zum Schulanfang in Rheinland-Pfalz:

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Drei Tipps, wie Kinder sicher zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten kommen

"Mitmachen und Elterntaxi stehen lassen!" - Das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD rufen zum Schulbeginn in Rheinland-Pfalz alle Kinder dazu auf, den Schulweg möglichst zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad zurückzulegen. Denn fast die Hälfte aller Grundschulkinder in Deutschland wird mit dem Auto zur Schule gefahren. Laut der Studie "Mobilität in Deutschland" von 2017 sind es 43 Prozent. Nur rund ein Drittel der Kinder geht zu Fuß, 13 Prozent kommen mit dem Fahrrad und 10 Prozent mit dem Bus. Laufen Kinder schon morgens zu Fuß zur Schule oder zum Kindergarten, fördert dies ihre körperliche und geistige Entwicklung. Die Kinder lernen dabei, sich selbstständig und sicher im Verkehr zu bewegen. Aktive Kinder sind den Tag über entspannter und können sich besser konzentrieren. Das Deutsche Kinderhilfswerk und der VCD geben Eltern, Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrkräften drei Tipps, wie Kinder sicher ohne Elterntaxi zur Schule und zum Kindergarten gelangen können.

Tipp 1: Laufgemeinschaften bilden
Für den Weg zur Schule können Eltern oder auch Kinder selbst sogenannte Laufbusse organisieren. Hierbei werden an unterschiedlichen Stellen vor Ort Haltestellen vereinbart, an denen sich die Kinder aus der Nachbarschaft verabreden, um von dort aus gemeinsam zur Schule zu gehen. Kinder, die zusammen mit Freunden den Schulweg zurücklegen, lernen, auf andere aufzupassen. Ihr soziales Verhalten wird gefördert und sie können auf dem Weg zur Schule Freundschaften pflegen oder schließen.

Tipp 2: Roller- und Fahrradständer bauen
Ist der Schulweg zu lang zum Laufen, sind Tretroller oder Fahrräder eine gute Alternative. Roller- und Fahrradständer vor Schulen und Kitas helfen den Kindern, ihre Fortbewegungsmittel sicher und ordentlich abzuschließen. Dabei lernen sie außerdem, sich eigenverantwortlich um ihre Roller und Fahrräder zu kümmern. Zunächst sollten Eltern den Kontakt mit der Schulleitung aufnehmen, um den Bedarf abzuklären. Ist dieser geregelt, ist es oft hilfreich, wenn sich die Schulleitung oder eine Gruppe von Eltern um einen lokalen Sponsor bemüht. Gemeinsam kann Material angeschafft und die Montage vorgenommen werden.

Tipp 3: Schulstraßen beantragen
Um die unübersichtlichen und gefährlichen Situationen durch Elterntaxis vor Schulen und Kitas in den Griff zu bekommen, haben Eltern die Möglichkeit, einen Brief an ihre Schulleitung zu schreiben. Schulleitungen können sich wiederum an die Kommunen wenden und diese dazu auffordern, die Straße vor der Schule oder Kita als Schulstraße mit temporären Durchfahrtsbeschränkungen auszuweisen, wenn es die Lage der Schule erlaubt. Das Deutsche Kinderhilfswerk und der VCD unterstützen die Eltern sowie die Schulleitung mit jeweils einer Briefvorlage. Diese können online unter www.zu-fuss-zur-schule.de/Briefvorlagen_Schulstrasse.pdf heruntergeladen werden.

Claudia Neumann, Expertin für Spiel und Bewegung des Deutschen Kinderhilfswerkes: "Ein eigenständig zurückgelegter Schulweg sorgt für mehr Bewegung im Alltag der Kinder, bringt Spaß, fördert die Selbstständigkeit und ist zudem gut für die Umwelt. Um das Elterntaxi überflüssig zu machen, greifen wir Eltern und Schulen gern mit konkreten Anregungen für die praktische Umsetzung vor Ort unter die Arme. Außerdem geben wir Handlungsempfehlungen, um das grundsätzliche Elterntaxiproblem mit Hilfe von Politik und Verwaltung nachhaltig zu lösen."

Stephanie Päßler, VCD-Projektleitung "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten": "Viele Eltern fahren ihre Kinder mit dem Auto direkt bis vor das Schultor oder die Kita, damit sie sicher ankommen. Doch gerade diese Elterntaxis machen den Schulweg gefährlicher und sorgen vor vielen Schulen und Kitas für Chaos. Sind weniger Autos unterwegs, werden die Straßen sicherer und die Luft vor den Schulen wird besser. Mit unseren Tipps möchten wir Eltern und Schulen unterstützen, damit Kinder auch zu Fuß oder mit dem Rad oder Roller sicher und selbstständig zur Schule und zum Kindergarten kommen."

Unter dem Motto "Mitmachen und Elterntaxi stehenlassen!" rufen das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD vom 16. bis 27. September 2019 Schulen und Kindertageseinrichtungen in ganz Deutschland zu den Aktionstagen "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" auf. Im letzten Jahr hatten rund 80.000 Kinder aus mehr als 3.500 Schulklassen in ganz Deutschland mitgemacht. Wer auch in diesem Jahr während der Aktionstage zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller zur Schule oder Kindertagesstätte kommt oder kommen möchte, kann sich unter www.zu-fuss-zur-schule.de anmelden. Auf der Webseite können auch Aktions- und Spielideen eingesehen, die konkreten Tipps heruntergeladen sowie Materialien bestellt werden. Zudem nehmen alle bis Ende August online registrierten Projekte an einem Ideenwettbewerb teil, bei dem es tolle Preise zu gewinnen gibt.

Weitere Informationen:
Aktionstage "Zu Fuß zur Schule": www.zu-fuss-zur-schule.de
Tipps für den sicheren Schulweg: www.vcd.org/sicher-zur-schule.html

Gesundheitsausgaben 2017 weiter gestiegen

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Die Gesundheitsausgaben sind 2017 erneut gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems wurden in Rheinland-Pfalz knapp 19 Milliarden Euro für Waren und Dienstleistungen rund um die Gesundheit ausgegeben. Das waren 0,9 Milliarden Euro bzw. 4,8 Prozent mehr als 2016 (Deutschland: plus 4,7 Prozent).

Mit dieser Entwicklung setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort: Zwischen 2008 und 2017 erhöhten sich die Gesundheitsausgaben im Land insgesamt um 41,0 Prozent (Deutschland: ebenfalls plus 41,0 Prozent). Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs um 3,9 Prozent (Deutschland: ebenfalls plus 3,9 Prozent). Die Gesundheitsausgaben stiegen in diesem Zeitraum somit wesentlich stärker als das Bruttoinlandsprodukt, das in jeweiligen Preisen um durchschnittlich 2,9 Prozent pro Jahr zulegte (Deutschland: plus 2,8 Prozent).

Auf jede Rheinland-Pfälzerin bzw. jeden Rheinland-Pfälzer entfielen 2017 rechnerisch Gesundheitsausgaben in Höhe von 4.658 Euro. Die Ausgaben pro Person lagen über dem Bundesdurchschnitt, der sich auf 4.544 Euro belief.

Mehr als die Hälfte der Gesundheitsausgaben wird von den gesetzlichen Krankenversicherungen getragen. Ihr Ausgabenanteil lag in Rheinland-Pfalz 2017 bei 54,0 Prozent und war damit deutlich niedriger als im Bundesdurchschnitt (57,0 Prozent). Für jede Einwohnerin bzw. jeden Einwohner wendeten die gesetzlichen Krankenversicherungen im Schnitt 2.514 Euro auf (Deutschland: 2.591 Euro).

An zweiter Stelle folgen die Privathaushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck, deren Anteil an den Gesundheitsausgaben in Rheinland-Pfalz überdurchschnittlich ist. Zu den Gesundheitsausgaben, die von den privaten Haushalten unmittelbar gezahlt werden, gehören z. B. Zuzahlungen zu Leistungen der Krankenversicherungen sowie Direktkäufe von gesundheitsbezogenen Waren und Dienstleistungen. Im Jahr 2017 trugen die Privathaushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck 15,9 Prozent der Gesundheitsausgaben (Deutschland: 13,5 Prozent). Dies entspricht Pro-Kopf-Ausgaben von 739 Euro (Deutschland: 615 Euro).

Der Anteil der privaten Krankenversicherung an den Gesundheitsausgaben liegt in Rheinland-Pfalz ebenfalls über dem Bundesdurchschnitt. Im Jahr 2017 steuerten die privaten Krankenkassen 9,4 Prozent zu den gesamten Ausgaben rund um die Gesundheit bei (Deutschland: 8,4 Prozent). Je Einwohnerin bzw. Einwohner wendete die private Krankenversicherung im Schnitt 437 Euro auf (Deutschland: 382 Euro).

Der Anteil der sozialen Pflegeversicherung an den Gesundheitsausgaben hat sich deutlich erhöht. Er lag 2017 bei 9,1 Prozent nach 7,5 Prozent im Vorjahr (Deutschland: 9,9 Prozent, 2016: 8,2 Prozent). Diese Entwicklung dürfte mit dem dritten Pflegestärkungsgesetz zusammenhängen, das 2017 in Kraft getreten ist. Je Einwohnerin bzw. Einwohner beliefen sich die Gesundheitsausgaben der sozialen Pflegeversicherung auf 424 Euro (Deutschland: 450 Euro).

Die Ergebnisse werden von der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) berechnet. Weitere Ergebnisse sowie methodische Hinweise sind der Internetseite der Arbeitsgruppe www.ggrdl.de zu entnehmen.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

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