Donnerstag, 13. August 2020

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Zum Schulanfang in Rheinland-Pfalz

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Elterntaxi muss nicht sein! Zur Schule geht es auch zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad

Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) und der ökologische Verkehrsclub VCD ermuntern zusammen mit dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) zum Schulbeginn in Rheinland-Pfalz alle Kinder, ihren Schulweg zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Zugleich appellieren die Verbände an die Eltern, ihre Kinder dabei tatkräftig zu unterstützen. Laufen Kinder morgens zu Fuß zur Schule oder zum Kindergarten, fördert dies ihre körperliche und geistige Entwicklung. Die Kinder lernen dabei, sich selbstständig und sicher im Verkehr zu bewegen. Aktive Kinder sind den Tag über entspannter und können sich besser konzentrieren.

Gerade Corona hat die Wichtigkeit einer krisenfesten Mobilität vor Augen geführt. Das empfohlene Verkehrsmittel erster Wahl: das Fahrrad oder die eigenen Füße. Aber auch unabhängig von der Krise hat diese Art der Fortbewegung viele Vorteile: Besonders für Kinder ist Bewegung an der frischen Luft gesund, außerdem lernen sie, sich gut und sicher im Verkehr zu bewegen und tun der Umwelt etwas Gutes.

Mit fünf Wünschen und Forderungen an Kinder, Auto- und LKW-Fahrer, Lehrkräfte und Erzieher an die Kommunen sowie an Eltern möchten DKHW, VCD und VBE zum Schulstart in Rheinland-Pfalz dafür werben, dass möglichst alle Kinder zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad zur Schule oder zum Kindergarten kommen.

  1. An die Kinder: Laufgemeinschaften bilden

Kinder, die zusammen mit Freunden den Schul- oder Kitaweg zurücklegen, lernen ganz nebenbei, auf andere aufzupassen. Ihr soziales Verhalten wird gefördert und sie können auf dem Weg mit Freunden reden und spielen. Es bietet sich an, sogenannte Laufbusse zu organisieren. Hierbei werden vor Ort Haltestellen vereinbart, um von dort aus gemeinsam zur Schule oder Kita zu gehen.

  1. An die Auto- und LKW-Fahrer/innen: Mehr Rücksicht gegenüber Kindern im Straßenverkehr

Wir brauchen mehr Rücksicht gegenüber Kindern im Straßenverkehr. Gerade kleine Kinder sind auf eine rücksichtsvolle Fahrweise des motorisierten Straßenverkehrs angewiesen. Nur dadurch kann verhindert werden, dass Angst und Unsicherheit die ständigen Wegbegleiter von Kindern auf dem Kita- oder Schulweg und im Straßenverkehr allgemein sind.

  1. An die Lehrkräfte und Erzieher/innen: Mobilität thematisieren

Welche Last tragen die Füße, was hält den Rücken gesund, wie weit ist der morgendliche Fußweg, wie lang der Bremsweg eines Autos – diese und andere Fragen rund um das Zufußgehen lassen sich spielerisch in den regulären schulischen Unterricht, in Projektwochen oder auch in die Freizeitgestaltung integrieren. Und auch in der Kita können schon sehr viele dieser Themen spielerisch in die pädagogische Arbeit und den Kita-Alltag eingebunden werden.

  1. An die Kommunen: Roller- und Fahrradständer bauen

Ist der Kita- oder Schulweg zu lang zum Laufen, sind Tretroller oder Fahrräder eine gute Alternative. Roller- und Fahrradständer vor Schulen und Kitas helfen den Kindern, ihre Fortbewegungsmittel sicher und ordentlich abzuschließen. Dabei lernen sie außerdem, sich eigenverantwortlich um ihre Roller und Fahrräder zu kümmern. Deshalb sollten Kommunen in Absprache mit Schulleitungen, Eltern und Schülern entsprechende Bedarfe abklären.

  1. An die Eltern: Temporäre Straßensperrungen beantragen

Um die unübersichtlichen und gefährlichen Situationen durch Elterntaxis vor Schulen und Kitas in den Griff zu bekommen, haben Eltern die Möglichkeit, einen Brief an die Kita- oder Schulleitung zu schreiben. Diese können wiederum ihre Kommune auffordern, in der Straße vor der Schule oder Kita eine temporäre Durchfahrtsbeschränkung einzurichten.

Der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, Holger Hofmann, betont: „Kinder brauchen für ihr Aufwachsen und ihre Teilhabe und Teilnahme an der Gesellschaft Autonomie und Orientierung im öffentlichen Raum. Es gibt meist keinen Grund, Kinder morgens mit dem Auto in die Schule zu chauffieren. Deswegen sollten Eltern gleich zu Beginn des neuen Schuljahres das Auto stehen lassen und die Kinder entweder zu Fuß begleiten oder sie in Laufgemeinschaften selbstständig losziehen lassen. Das entspannt die teils chaotische Verkehrssituation vor den Schulen am besten.“

Die Bundesvorsitzende des VCD, Kerstin Haarmann, sagt: „Wenn Kinder den Verkehr nur von der Rückbank eines Autos aus erleben, entgeht ihnen nicht nur Bewegung an der frischen Luft und der Spaß am Schulweg mit Freunden – sie lernen auch nicht, wie man sich eigenständig und sicher im Verkehr bewegt. Wollen Eltern ihren Kindern etwas Gutes tun, sollten sie das Elterntaxi stehen lassen.“

Der Bundesvorsitzende des VBE, Udo Beckmann, erklärt dazu: „Es ist uns von jeher ein Anliegen, die eigenständige Mobilität von Kindern zu fördern. Zudem beobachten wir mit Sorge, dass viele Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden und dadurch gefährliche Situationen vor den Schulen entstehen. Hektisch vor der Schule geparkte Autos erzeugen unübersichtliche Situationen, die auch gefährlich werden können. Zudem wird denjenigen Kindern, die auf der Rückbank sitzen, das Erfolgserlebnis verwehrt, den Schulweg eigenständig bewältigen zu können.“

Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW), der ökologische Verkehrsclub VCD und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) rufen vom 21. September bis 02. Oktober 2020 Schulen und Kindertageseinrichtungen in ganz Deutschland zur Teilnahme an den Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ auf. Anmeldungen sind unter www.zu-fuss-zur-schule.de möglich. Auf der Webseite können auch Aktions- und Spielideen eingesehen, konkrete Tipps heruntergeladen sowie Materialien bestellt werden. Die Aktionstage stehen in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft der Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig. Botschafterin der Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ ist die Fernsehmoderatorin Enie van de Meiklokjes.

Arbeiten unter Pandemiebedingungen:

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Pflegestützpunkte in Rheinland-Pfalz öffnen sich wieder für persönliche Beratungen und Hausbesuche

Mainz. Die Pflegestützpunkte in Rheinland-Pfalz öffnen sich wieder schrittweise für persönliche Beratungen und führen bei Bedarf auch wieder Besuche im häuslich-familiären Bereich durch.

Um die Infektionsrisiken bei der persönlichen Beratung möglichst gering zu halten, wurde ein Hygienekonzept erarbeitet. So ist während den Beratungsgesprächen regelmäßig das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (Alltagsmaske) erforderlich. Es gelten weiterhin die bekannten Abstands- und Hygieneregeln. In Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung der Pandemie werden die Maßnahmen regelmäßig angepasst.

Um Zusammenkünfte mehrerer Besucher zu vermeiden, sind persönliche Beratungen nur nach vorheriger Terminvereinbarung mit dem Pflegestützpunkt möglich. Da der Besucherverkehr an den Pflegestützpunkten noch eingeschränkt ist, wird darum gebeten, vor Besuchen einen Termin zu vereinbaren.

Die Kontaktdaten aller rheinland-pfälzischen Pflegestützpunkte findet man auf der Homepage des Sozialportals Rheinland-Pfalz:

https://sozialportal.rlp.de/aeltere-menschen/pflegestuetzpunkte/

In Rheinland-Pfalz gibt es flächendeckend und wohnortnah 135 Pflegestützpunkte. Sie sind zentrale Anlaufstellen rund um die Pflege und bieten eine gemeinsame, unabhängige und trägerübergreifende individuelle Pflegeberatung an.

Wegen der vom Corona-Virus ausgehenden Gefahren wurden die Pflegestützpunkte vorübergehend für den unmittelbaren Kundenverkehr geschlossen. Für Personen, die Hilfe benötigten, wurde eine verstärkte Beratung per Telefon und E-Mail angeboten.

Besuch Corona-Teststation

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Test-Stationen an Autobahnen sind wichtiger Baustein bei Corona Prävention

Die Landesregierung hat sich intensiv auf die Rückkehr von Urlaubsreisenden vorbereitet. Unser Ziel ist es, damit Infektionen frühzeitig zu erkennen und einzudämmen. Dafür haben wir seit Mittwoch vier Corona-Teststationen für Reiserückkehrer und Einreisende geschaffen, mit denen die bestehenden Strukturen für die Testung bei den niedergelassenen Ärzten und den Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung ergänzt werden“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrem Besuch der Test-Station zur luxemburgischen Grenze, Parkplatz Markusberg an der BAB 64.

Die Teststationen wurden im Auftrag des Landes durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eingerichtet. Auch in Trier wird das DRK dabei von Seiten der Bundeswehr personell unterstützt. Insgesamt rund 32 Helferinnen und Helfer sind dort täglich in zwei Schichten im Einsatz. „Ich weiß, dass es gerade für die Einsatzkräfte vor Ort bei den derzeit hohen Temperaturen sehr beschwerlich sein kann, die Testungen in voller Schutzmontur vorzunehmen. Davor habe ich höchsten Respekt. Sie leisten einen essentiellen Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrem Besuch.

Aufmerksam beobachte die Landesregierung den Anstieg der Corona-Fallzahlen. „Gestern hatten wir mit 60 Neuinfektionen den stärksten Anstieg von positiv getesteten Rheinland-Pfälzern und Rheinland-Pfälzerinnen seit April. Dazu gehören auch Menschen, die aus dem Urlaub zurückkehren und sich in anderen Ländern angesteckt haben. Umso wichtiger ist es jetzt, dass Reisende aus Risikogebieten die ab morgen geltende Testpflicht der Bundesregierung einhalten und die neuen Teststationen nach der Reise anfahren.“, so die Ministerpräsidentin weiter.

„Als rheinland-pfälzisches Rotes Kreuz unterstützen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten und Ressourcen selbstverständlich die Landesregierung an den Teststationen für Reiserückkehrer,“ informierte Rainer Kaul, Präsident des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz e.V. „Wir wissen, wie sinnvoll diese Testungen sind, um Infektionsketten zu erkennen und sie möglichst schnell einzugrenzen. Allein am Rastplatz Markusberg haben die 16 Helferinnen und Helfer des DRK-Kreisverbandes Trier-Saarburg und der Bundeswehr in den ersten vier Stunden 170 Personen registriert und getestet.“

Reiserückkehrer und Einreisende können sich in Grenznähe zu Luxemburg, Belgien, Frankreich und am Flughafen Hahn testen lassen.

Weitere Informationen zu den Testungen für Einreisende: www.corona.rlp.de

In der Grillzeit haben Bakterien wieder Hochsaison

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Einhalten der Kühlkette bei heißen Temperaturen besonders wichtig

KREIS MYK. Bei den aktuell sehr heißen Tagen sind Grillabende an der Tagesordnung. „Gerade dann ist das Einhalten der Kühlkette besonders wichtig. Auf Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln sollte unbedingt geachtet werden, denn auch Bakterien haben jetzt Hochsaison“, so Thomas Brunnhübner, Leiter des Referates Veterinärdienst/Lebensmittelüberwachung im Kreishaus. „Die kulinarischen Freuden können einem sonst heftig auf den Magen schlagen.“

Bei der sogenannten „Kühlkette“ kommt es darauf an, dass Lebensmittel bei den vom Hersteller genannten Temperaturen transportiert und gelagert werden. Nur bei ununterbrochener Einhaltung der Kühlkette könne der Verbraucher davon ausgehen, ein sicheres Lebensmittel auf den Teller zu bekommen.

Es sei daher wichtig, seinen Einkauf entsprechend zu organisieren. „Ein ausgedehnter Bummel nach dem Lebensmittelkauf schadet den im Pkw zurückgelassenen Lebensmitteln“, so Brunnhübner. Steht das Fahrzeug in der prallen Sonne, werden schnell Temperaturen von über 40 Grad im Innenraum erreicht. Für den Einkauf an heißen Tagen gilt daher: Kühltasche und -akkus mitnehmen. Nach dem Einkauf gilt: Ohne Umweg nach Hause.

Je wärmer, desto besser: Bei hohen Temperaturen fühlen sich die Bakterien „sehr wohl“ und vermehren sich entsprechend rasch. Die Anzahl vieler Bakterien verdoppelt sich bei diesen Temperaturen in rund 20 bis 30 Minuten und kann zum Verderb der Lebensmittel führen, so dass sie ungenießbar würden. Gleiches gilt natürlich auch für die Vorbereitung von Lebensmitteln für Grillabende. Die vorbereiteten Speisen sollten direkt vom Kühlschrank auf den Grill oder den Tisch gebracht werden.

Wie das Amt weiterhin mitteilt, können sich bei sommerlichen Temperaturen auch krank-machende Bakterien vermehren, ohne dass dem Lebensmittel eine Veränderung anzumerken ist. Unterbricht man die Kühlkette, sei die Gesundheit des Verbrauchers gefährdet. Wichtig für den Verbraucher: Ein Hersteller von Lebensmitteln gewährleistet die Sicherheit und Haltbarkeit des hergestellten Produktes bis zum angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum nur, wenn die von ihm angegebenen Lagerungstemperaturen tatsächlich eingehalten werden.

Grundsätzlich gilt, dass Betriebe, die Lebensmittel herstellen, befördern oder verkaufen, die Kühlketten nicht unterbrechen dürfen. Die Lebensmittelüberwachungsbehörde beim Kreis stellt bei ihren Kontrollen vor Ort sicher, dass diese Vorschrift eingehalten wird: „Ab dem Zeitpunkt des Kaufs ist jedoch der Verbraucher selbst verantwortlich für einen sachgemäßen Umgang mit Lebensmitteln“, so Brunnhübner. Brunnhübner rät daher allen Verbrauchern, im eigenen Interesse für das Einhalten der Kühlkette zu sorgen und so einem Lebensmittelverderb oder sogar einer möglichen Lebensmittelinfektion vorzubeugen.

Weitere Informationen gibt es unter Tel. 0261/108-458.

Warnstufe für den Waldsee Argenthal ausgerufen

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Das Landesamt für Umwelt hat im Rahmen einer wiederkehrenden Überprüfung des Waldsees Argenthal einen erhöhten Blaualgenbefall im Wasser festgestellt und die Ausrufung der Warnstufe empfohlen. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der Verbandsgemeindeverwaltung Simmern-Rheinböllen hat die Kreisverwaltung als Untere Wasserbehörde jetzt die Warnstufe für den Waldsee ausgesprochen - entsprechende Hinweisschilder wurden ausgehängt.

Die Blaualgen sind an der starken, grünlichen Trübung zu erkennen, zeitweilig auch an Schlieren – insbesondere im Kinderbadebereich.

Blaualgen können giftig sein. Die Giftentwicklung kann sich steigern, wenn an mehreren Tagen hintereinander algenhaltiges Wasser geschluckt wird!

Am Waldsee wurden Warnschilder aufgestellt.

Verhaltensregeln:

  • Vermeiden Sie, beim Schwimmen Wasser zu schlucken!
  • Vermeiden Sie den Aufenthalt in Bereichen mit sichtbaren Schlieren!
  • Kinder und Kleinkinder sind besonders gefährdet!
  • Nach dem Baden zwingend abduschen!
  • Falls Beschwerden nach dem Baden auftreten sollten (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atemnot, Hautreizungen oder Quaddeln), suchen Sie einen Arzt auf und melden Sie dies Ihrem Gesundheitsamt!
  • Auch Hunde und andere warmblütige Tiere sind gefährdet!

Das Landesamt für Umwelt wird die Wasserqualität weiter prüfen.

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