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Lippenherpes: Ansteckende Bläschen

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Frühzeitiges Behandeln zahlt sich aus

Mainz, den 3. Dezember 2021 – Lippenherpes ist weit verbreitet und kommt gerade auch in der kalten Jahreszeit häufiger vor. Betroffene Menschen haben kleine, nässende Bläschen an den Lippen, die schmerzen und jucken. Die verkrusteten Stellen benötigen Tage, manchmal auch Wochen, bis sie vollständig wieder abgeheilt sind. Da die Bläschen, beziehungsweise die Flüssigkeit daraus, hoch ansteckend sind, sollte Lippenherpes schnell behandelt werden.

Auslöser für die Lippenbläschen sind Viren vom Typ Herpes simplex. Die meisten Menschen tragen sie unbemerkt von klein auf in sich. Verschiedene Faktoren wie Sonnenstrahlen, Stress, Fieber oder ein geschwächtes Immunsystem können das Virus jederzeit reaktivieren. „Gerade jetzt, wo wir alle unter dem Pandemie-Stress leiden, die Haut rund um die Lippen vielleicht durch Masken gereizt und durch die Winterkälte auch rissig ist, kann Lippenherpes vermehrt auftreten.“ Dann bilden sich die charakteristischen juckenden Bläschen, erklärt Petra Engel-Djabarian, Mitglied im Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV. Man spüre als erstes Signal ein angespanntes, kribbeliges oder heißes Gefühl an der Stelle. Die Apothekerin rät: „Genau jetzt muss schon die frühe Behandlung anfangen. Sonst öffnen sich kurze Zeit später die Bläschen und verkrusten.“

Der frühe Beginn der Therapie kann die Beschwerden deutlich lindern, den Aus-bruch abschwächen und auch dazu führen, dass die Abheilung schneller vonstattengeht. Engel-Djabarian berichtet aus der Praxis: „Bei Herpesbläschen haben sich Virustatika wie Aciclovir oder Penciclovir bewährt. Die Wirkstoffe werden als Creme auf die betroffene Stelle – am besten mit einem Wattestäbchen – aufgetragen und können so die Ausbreitung der Viren und deren Vermehrung hemmen.“ Als natürliche Alternative werden Präparate mit Zink oder Melissenblätterextrakt genutzt, die ebenfalls lindernd wirken können. Apotheken beraten, welches Arzneimittel am besten geeignet ist. „Wichtig ist, dass der Wirkstoff gleich bei den ersten Symptomen konsequent aufgetragen wird. So kann meist ein schlimmerer Verlauf verhindert werden. In selteneren Fällen kommt es bei Herpesbläschen auch zu unangenehmen Nervenschmerzen oder zu Fieber.“

Neben der raschen Behandlung müssen Betroffene berücksichtigen, dass die Flüssigkeit aus den Bläschen hoch ansteckend ist. Sie sollten deshalb noch mehr als sonst auf Abstand und Hygiene achten, so Petra Engel-Djabarian: „Küssen oder enger Körperkontakt ist in der Phase unbedingt tabu. Bitte auch Gläser, Tassen, Zahnputzbecher oder Handtücher nicht gemeinsam nutzen. Nach dem Kontakt mit dem Bläschen immer direkt gründlich die Hände waschen. So kann man die weitere Verbreitung eindämmen.“

Bei der Weihnachtsfeier auf Nummer Sicher gehen

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Unfallkasse Rheinland-Pfalz rät zu virtuellen Alternativen

Gemeinsam feiern und dem Corona-Virus ein Schnippchen schlagen? Das geht. Damit die betriebliche Weihnachtsfeier auch unter Corona-Bedingungen gelingen kann, braucht es gute Ideen und Kreativität. Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz gibt Tipps für ein Treffen zum Jahresabschluss ohne Ansteckungsrisiko.

„Die betriebliche Weihnachtsfeier ist mehr als ein Meeting. Sie ist ein Dankeschön an die Mitarbeitenden und eine Anerkennung ihrer geleisteten Arbeit“, sagt Dr. Christoph Heidrich, Präventionsleiter der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Sie fördere zudem den Zusammenhalt und die Motivation. „Natürlich feiern am liebsten alle Beschäftigten an einem Ort gemeinsam. Wir raten aber – aufgrund der aktuell hohen Inzidenzen und der Impfdurchbrüche derzeit davon ab, sich in großen Gruppen in geschlossenen Räumen zu versammeln. Selbst unter Einhaltung der AHA + L Regeln ist derzeit ein Infektionsrisiko gegeben“, so Dr. Heidrich. Er empfiehlt auf virtuelle Alternativen auszuweichen: „Online-Treffen sind sicherlich nicht gleichwertig, aber auch mit ihnen lässt sich ein Gemeinschaftsgefühl schaffen und Wertschätzung zum Ausdruck bringen.“

Für eine Betriebsfeier im Online-Format ist eine gute Vorbereitung wichtig. Folgendes sollte geklärt sein: Sind alle Beteiligten mit der gewählten Online-Plattform vertraut? Gibt es Probleme mit Soft- oder Hardware? Haben wir einen Technikcheck gemacht?
Manche Online-Meetingräume ermöglichen sowohl die Rede im Plenum als auch private Gespräche. „Es empfiehlt sich, eine Plattform zu wählen, die Gespräche in Einzelgruppen zulässt, da sonst immer nur eine Person redet und alle anderen zuhören müssen“, so Dr. Heidrich. Ein Tipp: Die Weihnachtsfeier kann mit haptischen Elementen kombiniert werden. Beispielsweise können Einladungskarten oder selbst gebackene Kekse per Post versendet werden.

Auch online muss niemand auf klassische Programmpunkte verzichten. Ob Weihnachtswichteln oder Teamwettbewerbe – es gibt viele Apps und Online-Dienste, die genutzt werden können, um das Treffen kurzweilig zu gestalten. Selbst ein (fast) gemeinsames Essen ist möglich: Jede und jeder in der eigenen Küche und doch alle verbunden durch den Bildschirm und einen moderierenden Koch oder Köchin.

Sollten alle Beschäftigten geimpft sein, kann über ein Treffen in Präsenz nachgedacht werden. Dazu sollten die Gruppen aber nicht zu groß sein, denn damit erhöht sich potenziell auch unter Geimpften das Infektionsrisiko. Ein tagesaktueller Schnelltest gibt zusätzlich mehr Sicherheit.

In der Regel gilt: Betriebliche Weihnachtsfeiern stehen immer dann unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn sie für alle Beschäftigten offen sind und einem Gemeinschaftszweck dienen – also das Betriebsklima fördern oder die Verbundenheit mit dem Betrieb. Dieser Schutz gilt auch bei Online-Veranstaltungen. Wenn sich zu diesem Anlass lediglich einzelne Untereinheiten oder Abteilungen eines Unternehmens treffen können, ist es wichtig, dass alle Beschäftigten dieser Einheit uneingeschränkten Zugang zu der Veranstaltung haben.

Weitere ausführliche Hinweise finden Sie hier.

BARMER-Hotline - Alle wichtigen Informationen zur Booster-Impfung

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Mainz, 22. November 2021 – Die Ständige Impfkommission (STIKO) spricht sich für Corona-Auffrischimpfungen für alle Menschen ab 18 Jahren aus. Die BARMER hat dazu eigens eine Hotline geschaltet, die alle Fragen zu diesen sogenannten Booster-Impfungen beantwortet. Die kostenlose Hotline steht uneingeschränkt allen Bürgerinnen und Bürgern rund um die Uhr zur Verfügung unter 0800 84 84 111.

Medizinexpertinnen und -experten geben hier alle wichtigen Informationen rund um das Thema Impfungen gegen Covid-19. „Mit der Ausweitung des Personenkreises für die Booster-Impfungen steigt der Informationsbedarf in der Bevölkerung. Wir wollen mit unserer Hotline die Menschen fachkundig informieren und einen Beitrag leisten, damit mit zusätzlichen Impfungen der sich verschärfenden Corona-Pandemie wirkungsvoll entgegengetreten werden kann“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Mit der Impfhotline setze die BARMER ihre vor fast zwei Jahren begonnene Aufklärungsarbeit zum Thema „Corona“ fort. Bereits im Januar 2020 sei die erste Krankenkassen-Hotline für alle Bundesbürgerinnen und Bundesbürger geschaltet worden. Fast 65.000 Anruferinnen und Anrufer hätten dieses Angebot bereits genutzt.

Mehr zur Booster-Impfung unter: www.barmer.de/a007202.

Mehr zum Thema Corona unter: www.barmer.de/a005172.

KNAPPSCHAFT

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KNAPPSCHAFT appelliert an ihre Versicherten und Beschäftigten ihre Corona-Impfung auffrischen zu lassen

· Die Infektionszahlen sind so hoch wie noch nie
· Impfen ist der beste Weg aus der Pandemie
· Im Mai oder früher Geimpfte sollten sich dringend eine Booster-Impfung geben lassen
Um die Corona-Infektionszahlen schnellstmöglich unter Kontrolle zu bekommen, rät die KNAPPSCHAFT ihren Versicherten und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu einer Booster-Impfung. „Wir befinden uns mitten in der vierten Welle mit Infektionszahlen, die wir vorher so noch nicht kannten. Mein Wunsch: Nutzen Sie das Impfangebot. Denn nur dann schützen Sie sich selbst und andere“, appelliert Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT. „Wenn mehr Menschen einen ausreichenden Impfschutz haben, kann sich das Virus nicht mehr so schnell ausbreiten. Mehr Menschen sind dann gegen schwere Erkrankungen durch COVID-19 geschützt. Das hilft nicht nur dem einzelnen Menschen, sondern auch der Gesellschaft. So werden weniger Infektionen übertragen und das Gesundheitssystem wird entlastet, was dringend erforderlich ist“, so am Orde weiter.

Prof. Dr. Holger Holthusen, Medizinischer Direktor der Knappschaft Kliniken GmbH, sagt: „Der beste Weg aus der Pandemie führt über das Impfen. Nur so kann Covid-19 eine gewöhnliche Krankheit werden, die das Gesundheitssystem nicht überlastet und den einzelnen vor unter Umständen langwierigen Folgen bewahrt. Jeder in Deutschland wird früher oder später mit dem Virus in Kontakt kommen – und dann benötigt er diesen Schutz.“

Einen schnellstmöglichen Termin für die Booster-Impfung sollten Personen machen, die im Mai oder früher gegen Corona geimpft wurden und über 18 Jahre alt sind.

„Die Impfungen sind hochwirksam und leisten genau das, was wir von ihnen erwarten. Schwere Krankheitsverläufe unter Geimpften sind sehr selten und die Ansteckungsgefahr ist zwar nicht null, aber dennoch deutlich reduziert“, so Prof. Dr. Holger Holthusen.

Für einen Impf-Termin sind die Hausärztinnen und Hausärzte erste Ansprechpartner. Auf der Website der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter 116117.de finden Sie eine Übersicht aller Bundesländer und deren Vorgehen zur Terminvereinbarung.
Weiter Infos rund ums Corona-Impfen unter: https://www.knappschaft.de/DE/Service/Coronavirus-Krankenversicherung/Coronavirus-Impfung/corona-impfung.html
Weitergehende Infos zur aktuellen STIKO-Empfehlung finden unter: https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/Stellungnahme-Auffrischimpfung_COVID-19.html

Riskante Medikamente gefährden Ungeborene

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Mainz, 17. November 2021 – In keinem Bundesland erhalten mehr Frauen im gebährfähigen Alter potenziell kindsschädigende Arzneimittel als in Rheinland-Pfalz. Das zeigen repräsentative Auswertungen für den BARMER-Arzneimittelreport. „Potenziell kindsschädigende Arzneimittel, auch Teratogene genannt, sollten bei Frauen im gebährfähigen Alter möglichst gemieden werden, denn jede dritte Schwangerschaft tritt ungeplant ein. Bei zeitnahem Kinderwunsch sollten Gynäkologen darauf hinwirken, dass Frauen keine Teratogene einnehmen“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Spätestens mit Eintritt der Schwangerschaft dürfe kein Teratogen mehr zum Einsatz kommen.

Laut Arzneimittelreport erhielt knapp jede zehnte Frau aus Rheinland-Pfalz im Alter von 13 bis 49 Jahren im Jahr 2018 eine Verordnung für ein Teratogen (9,6 Prozent, Bund: 7,6 Prozent). Das entspricht rund 79.000 Frauen dieser Altersgruppe in dem Bundesland (Bund: 1,3 Millionen). „Besonders wenn verhütet wird, sind Teratogene vor einer Schwangerschaft nicht das Problem. Die Einnahme von Teratogenen im ersten Schwangerschaftsdrittel kann aber zu schweren Missbildungen des ungeborenen Kinds führen und Fehlgeburten auslösen“, erklärt Kleis. Der Contergan-Skandal habe vor Augen geführt, wie dramatisch die Auswirkungen von Arzneimitteln für ungeborene Kinder sein könnten.

Teratogene weisen unterschiedliches Risiko für Missbildungen auf

Teratogene werden nach dem Ausmaß des Risikos für grob strukturelle Missbildungen des Embryos unterteilt. Bei starken Teratogenen werden statistisch bis zu 30 Prozent der Kinder geschädigt. Bei „gesicherten Teratogenen“ sind es bis zu zehn Prozent und bei schwachen Teratogenen bis zu vier Prozent. Der Anteil von Frauen zwischen 13 und 49 Jahren aus Rheinland-Pfalz mit verordneten schwachen Teratogenen lag im Jahr 2018 bei 8,7 Prozent (Bund: 6,7 Prozent). Gesicherte Teratogene erhielten 0,8 Prozent (Bund: 0,8 Prozent) und starke Teratogene 0,5 Prozent (Bund: 0,6 Prozent) der rheinland-pfälzischen Frauen im gebärfähigen Alter.

„Unsere Datenanalysen zeigen, dass Ärzte Teratogene nach Eintritt der Schwangerschaft oft weiterverschreiben. Nur jedes dritte schwache Teratogen, jedes vierte gesicherte Teratogen und jedes zehnte starke Teratogen wurde bundesweit im ersten Drittel der Schwangerschaft neu verordnet“, erklärt Kleis. Das bedeute, dass der überwiegende Teil der potenziell teratogenen Verordnungen bereits vor der Schwangerschaft initiiert worden sei. Die BARMER-Landesgeschäftsführerin sagt: „Gerade bei den gesicherten und starken Präparaten liegen die Absetzquoten mit Eintritt der Schwangerschaft lediglich zwischen 31 und 60 Prozent. Das ist viel zu wenig.“

BARMER fordert Medikationsplan für junge Frauen

Laut Kleis muss der Schutz des ungeborenen Kindes vor Beginn der Schwangerschaft beginnen: „In der Schwangerschaft kommt eine Kontrolle der Medikamenteneinnahme zum Schutz des ungeborenen Kinds zu spät. Daher sollten Frauen im gebärfähigen Alter mit Dauermedikation ab dem ersten Medikament einen Rechtsanspruch auf einen bundeseinheitlichen Medikationsplan erhalten, auf dem zusätzlich zu den bisher vorgesehenen Angaben die Unbedenklichkeit für eine Anwendung des Medikaments in der Frühschwangerschaft bewertet und kenntlich gemacht wird.“ Bisher bestehe der Rechtsanspruch auf den bundeseinheitlichen Medikationsplan erst ab drei verordneten Arzneimitteln.

Eine bundesweite Befragung von über 1.000 Frauen nach der Entbindung zu ihrer Arzneimitteltherapie in der Schwangerschaft für den Arzneimittelreport zeigt, dass vor und nach der Schwangerschaft die Hausärzte die Hauptverordner von Arzneien sind. Während der Schwangerschaft übernimmt der Gynäkologe die Funktion des Hauptansprechpartners für Fragen zur Arzneimitteltherapie. „Adäquat beraten kann der Gynäkologe nur, wenn er die Medikation kennt. Insofern ist es problematisch, dass nur 14 Prozent der befragten Frauen mit Arzneimitteltherapie angaben, einen Medikationsplan zu besitzen.“ Derzeit werde die Arzneimitteltherapie unzureichend dokumentiert. Das führe zu gefährlichen Informationslücken zu Beginn der Schwangerschaft.

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