Freitag, 23. Oktober 2020

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Bombe erfolgreich entschärft

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Die bei Bauarbeiten in der Beatusstraße im Stadtteil Goldgrube gefundene Fliegerbombe wurde vom Kampfmittelräumdienst erfolgreich entschärft.

Um 09.00 Uhr mussten die rund 5.000 Bewohnerinnen und Bewohner das Gebiet verlassen. Der Evakuierungsradius konnte von 1.000 auf 500 m verkleinert werden, denn es wurde erstmals in Rheinland-Pfalz die Bombenfundstelle mit Überseecontainern eingehaust. Es wurden insgesamt 12 Container in 3 Reihen übereinandergestapelt, wobei die unteren beiden Reihen zusätzlich noch mit Wasser gefüllt worden sind.
Ordnungsamt und Feuerwehr haben das Evakuierungsgebiet kontrolliert. Die Bewohnerinnen und Bewohner hatten das Gebiet verlassen und es waren keine Maßnahmen der Ordnungskräfte erforderlich.

Um 11.21 Uhr konnte der Kampfmittelräumdienst mit seiner Arbeit beginnen. Die Bahn stoppte die Züge auf der Moselstrecke. Um 12.23 Uhr kam die Nachricht der erfolgreichen Entschärfung.

Von der Feuerwehr (Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehr) und vom Ordnungsamt waren 180 Personen aufgeboten. Die Polizei hatte 88 Personen und die Sanitätskräfte waren mit 190 Kräften im Einsatz. Insgesamt waren es 516. Sie mussten rund 70 Transporte von erkrankten bzw. mobilitätseingeschränkten Personen durchführen. 7 Personen mussten im Zusammenhang mit Covid 19 in einem Hotel untergebracht werden.

In den beiden Auffangstationen hatten sich in der Spitze 38 Personen aufgehalten.

15.000 Luxemburger Lebensretter für Leukämiepatienten weltweit

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Stefan-Morsch-Stiftung ist nationale Stammzellspenderdatei für Luxemburg

In Deutschland ist es seit den 80er Jahren möglich, in Luxemburg mit Unterstützung aus Rheinland-Pfalz seit 2003: die Registrierung als potenzieller Stammzellspender für Leukämie- und Tumorkranke. Die Stefan-Morsch-Stiftung aus Birkenfeld übernimmt für das Nachbarland die Aufgaben eines nationalen Registers – und ist damit nicht nur Deutschlands, sondern auch Luxemburgs erste Stammzellspenderdatei. Mehr als 15.000 Luxemburger haben sich bis heute als mögliche Lebensretter zur Verfügung gestellt, für Leukämiekranke auf der ganzen Welt.

Jeden Tag retten Menschen über Ländergrenzen hinweg mit ihrer Stammzell- oder Knochenmarkspende einem unbekannten Blutkrebspatienten das Leben. Das ist nur möglich, weil nationale Stammzellspenderdateien fortlaufend zur Typisierung aufrufen und Spender für Patienten weltweit vermitteln. Denn für viele Leukämie- und Tumorkranke ist eine Stammzelltransplantation die oftmals letzte Chance auf Heilung, wenn Chemotherapie oder Bestrahlung nicht den gewünschten Erfolg bringen. Einen passenden Spender zu finden, ist jedoch gar nicht so einfach: Nur ein Drittel der Betroffenen findet einen Stammzellspender in der eigenen Familie. Alle anderen sind auf eine sogenannte Fremdspende angewiesen. Dabei müssen die genetischen Gewebemerkmale von Spender und Empfänger so ähnlich wie möglich sein, um Nebenwirkungen bei und nach der Transplantation so weit wie möglich auszuschließen.

Bis 2003 gab es für Luxemburger keine Möglichkeit, sich als Stammzellspender in ein nationales Register aufnehmen zu lassen. Während dort jeder dritte Leukämiepatient keinen passenden Spender fand, fehlte es gleichzeitig an Aufklärung über diese unkomplizierte Möglichkeit, einem anderen Menschen das Leben zu retten. Erst mit Gründung der beiden luxemburgischen Institutionen „Association Don de Moelle du Luxembourg“ und „Plooschter Projet“ hat sich das geändert. In Kooperation mit der Stefan-Morsch-Stiftung veranstalten die beiden Organisationen Typisierungsaktionen, rufen zu Geldspenden auf und sensibilisieren die luxemburgische Öffentlichkeit für die Leukämiehilfe. Die dort ansässigen Labore unterstützen die Zusammenarbeit ebenfalls, indem sie die nötigen Blutentnahmen durchführen. Die Stiftung im angrenzenden Rheinland-Pfalz verwaltet dabei das Register für die luxemburgischen Knochenmark- und Stammzellspender. Das stiftungseigene HLA-Labor übernimmt außerdem die aufwändige Analyse der Blut- und Speichelproben auf die genetischen Gewebemerkmale. Diese müssen im Falle einer Spende mit denen des Patienten übereinstimmen. Die Kosten dafür – rund 40 Euro pro registriertem Spender – finanziert die Birkenfelder Stiftung auch mithilfe von Geldspenden der luxemburgischen Vereinigungen. Diese unterstützen allein in den vergangenen sechs Jahren mit mehr als 52.000 Euro die Registrierungskosten für ihre Landsleute. Seit 2003 haben rund 30 Luxemburger für einen Leukämiepatienten Stammzellen gespendet.

Susanne Morsch, Vorstandsvorsitzende der Stefan-Morsch-Stiftung ist stolz auf die enge Zusammenarbeit über die Landesgrenze hinweg: „Die Freundschaft mit unseren luxemburgischen Kollegen ist für Leukämiekranke weltweit lebensrettend. Denn gemeinsam haben wir dort innerhalb weniger Jahre bereits 15.000 mögliche Stammzellspender – und damit Lebenschancen – aufnehmen können. Das ist das Ergebnis großartiger Aufklärungsarbeit vor Ort.“ Erklärtes Ziel der Luxemburger Vereinigungen und der Stefan-Morsch-Stiftung ist es, für jeden Erkrankten den genetisch passenden Lebensretter zu finden.

Aufgrund der Corona-Auflagen sind aktuell jedoch nur sehr vereinzelt Typisierungsaktionen vor Ort möglich: „Mehr als 9.000 mögliche Lebensretter fehlen in unserer deutschen Datei im Vergleich zum Vorjahr - und 300 in der luxemburgischen“, so Susanne Morsch weiter. „Eine sogenannte Online-Typisierung über unsere Homepage ist aber jederzeit möglich und dauert nur wenige Minuten.“ Dazu muss man lediglich einige wenige Fragen beantworten und seine Kontaktdaten angeben. Danach bekommt man ein Entnahme-Set mit einer Anleitung für eine Speichelprobe, die man anschließend einfach zurückschickt. Die genetischen Gewebemerkmale werden in der Datei gespeichert und von hier aus pseudonymisiert in das weltweite Spendernetzwerk eingespeist.

„Und plötzlich war mein Leben weg“

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Junge Brandenburgerin findet Stammzellspenderin über die Stefan-Morsch-Stiftung
– und besiegt ihre Leukämie

Die 20-jährige Mara aus Brandenburg an der Havel erkrankt an akuter Leukämie. Nach mehreren Chemotherapien gilt sie als geheilt. Doch die Krankheit kommt zurück. Um zu überleben ist die junge Frau auf eine Stammzelltransplantation angewiesen. Die Suche nach einem passenden Spender gestaltet sich schwierig – auch durch Corona.

Eigentlich wäre Mara gerade mitten im Studium. Grundschullehramt – ihr Traumberuf. Demnächst würde das neue Semester starten. Statt im Lehrsaal der Uni ist Mara aber zuhause – und trotzdem froh darüber: „Endlich nicht mehr im Krankenhaus“, lacht sie. Vor zwei Jahren wurde das Leben der 20-Jährigen von einem Tag auf den anderen komplett auf den Kopf gestellt, mitten im Praktikum an ihrer alten Grundschule: „Ich habe mich nicht so gut gefühlt und bin deshalb zu meinem Hausarzt.“ Der nimmt Blut ab und schickt sie noch am selben Tag ins Krankenhaus. Die Diagnose: akute myeloische Leukämie, kurz AML, eine bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems. Am Abend bekommt sie ihre erste Chemotherapie. Mara, ihre Familie und Freunde stehen unter Schock: „Plötzlich war mein Leben weg. Alle meine Pläne haben sich auf einen Schlag in Luft aufgelöst.“

Nach vier Chemotherapie-Zyklen, ist Mara am Ende ihrer Kraft: „Alleine essen oder laufen – all das ging nicht mehr“, erinnert sie sich. Nur sehr langsam erholt sie sich. Die Ärzte sind trotzdem zunächst zufrieden, der Krebs scheint besiegt zu sein. Doch er kommt zurück und weitere vier Chemotherapien später ist klar: Mara benötigt eine Stammzelltransplantation, um überleben zu können. Zur Vorbereitung auf die Transplantation wird zunächst beim Patienten das Knochenmark mit den Tumorzellen zerstört werden. Dies geschieht durch eine Chemotherapie oder Ganzkörperbestrahlung. Zudem wird das Immunsystem unterdrückt, um Abstoßungsreaktionen zu vermeiden. Spender und Empfänger müssen außerdem die gleichen genetischen Gewebemerkmale haben. Da diese sehr vielfältig sind, gestaltet sich die Suche nach einem passenden Stammzellspender häufig schwierig. Nur etwa ein Drittel der Patienten findet einen geeigneten Spender in der eigenen Familie, alle anderen sind auf eine sogenannte Fremdspende angewiesen.

Dies war auch bei Mara der Fall: „Als erstes hatte man vier Personen ausgesucht. Leider hat von denen dann bei näherer Untersuchung doch keiner gepasst.“ Es vergehen weitere Wochen in Ungewissheit, die Zeit arbeitet gegen die sonst so lebenslustige junge Frau. Wird nicht rechtzeitig ein passender Spender gefunden, benötigt sie eine weitere Chemotherapie, die sie zusätzlich schwächen würde. Als sie erfährt, dass ein potenzieller Spender in der Türkei eventuell infrage kommt, ist sie überglücklich: „Ich habe mich so gefreut. Wegen Corona durfte er aber dann nicht spenden.“ Die Ärzte sind besorgt, entscheiden jeden Tag neu darüber, ob man weiter auf einen passenden Spender warten kann. „Diese Unsicherheit, ob jemand gefunden wird oder nicht – auch wegen Corona – das war schlimm und nur sehr schwer auszuhalten.“ Nach zwei Wochen kommt endlich der erlösende Anruf: Durch die Stefan-Morsch-Stiftung wurde eine passende Spenderin in Deutschland gefunden. Doch die ist erkältet, die Transplantation muss warten, bis sie wieder ganz gesund ist. „Das war schon nervenaufreibend, vor allem, weil die Ärzte in Sorgen waren, ob die Zeit reicht oder ich doch noch die Chemo bekommen muss.“ Dann, am 17. April diesen Jahres, kann die Transplantation der Stammzellen endlich stattfinden: „Ich habe mich mega gefreut, war aber auch ängstlich, was mich erwartet“, erzählt Mara. „Dabei war es eigentlich gar keine so große Sache. Es war, wie wenn man eine Bluttransfusion bekommt.“

Mara erholt sich schnell. Nur einen Monat später kann sie bereits nach Hause entlassen werden. „Ich bin meiner Spenderin so dankbar. Sie hat mir ein neues Leben geschenkt.“ Da Spender und Empfänger in Deutschland zwei Jahre lang keinen direkten Kontakt haben dürfen, hat Mara ‚ihrer Spenderin‘ einen langen Brief geschrieben, der über die Stefan-Morsch-Stiftung anonymisiert weitergeleitet wurde: „Ich wollte ihr einfach persönlich danken. Das war mir sehr wichtig. Und ich war auch neugierig, was sie für ein Mensch ist. Es geht einem so viel durch den Kopf.“ Mittlerweile kam schon eine Antwort, über die sich Mara sehr gefreut hat: „Meine Spenderin möchte sich auch mit mir treffen, wenn die zwei Jahre vorbei sind. Ich kann es kaum erwarten, ihr persönlich zu danken und sie kennenzulernen.“

In der Zwischenzeit ist Mara nicht untätig. Sie ist in den Sozialen Medien sehr aktiv und möchte anderen Betroffenen Mut machen, aber auch aufklären: „Nie die Hoffnung aufgeben, dann kannst du alles schaffen“, betont sie. „Es hat mich erschreckt, wie viele aus meinem Freundeskreis keine Ahnung hatten, was Leukämie ist oder eine Stammzelltransplantation. Dabei ist es so einfach: Man gibt eine Speichelprobe ab und kann vielleicht in der Zukunft einem Leukämiekranken das Leben retten. Deshalb versuche ich, das noch bekannter zu machen, in der Hoffnung, dass sich viele registrieren.“ Als nächstes steht für Mara ein Fotoshooting bei einer bekannten schwedischen Brautmoden-Firma auf dem Programm. Das Motto: Zwischen Tüll & Tränen. „Den ersten Termin mussten wir verschieben, weil es mir damals wegen der Chemo nicht so gut ging. Jetzt möchte ich allen zeigen, dass man auch ohne Haare schön ist. Deinen Körper so anzunehmen wie er ist, das ist unglaublich wichtig.“ Für 2021 hat sie den Start ihres Studiums geplant: „Grundschullehrerin ist mein Traumberuf und ich freue mich sehr, dass ich jetzt endlich loslegen kann – dank meiner Spenderin.“

Schon ohne Corona ist die Suche nach einem passenden Spender häufig eine Herausforderung. Bedingt durch die aktuellen Hygiene-Vorgaben kann die Stefan-Morsch-Stiftung derzeit nur sehr eingeschränkt Typisierungsaktionen vor Ort durchführen – es fehlen bereits über 9.000 Spender im Vergleich zum Vorjahr. „Da zum einen die genetischen Gewebemerkmale von Spender und Empfänger für eine möglichst komplikationsfreie Transplantation übereinstimmen müssen und zudem altersbedingt jedes Jahr Spender aus der Datei ausscheiden, sind wir darauf angewiesen, dass sich so viele Menschen wie möglich als potenzieller Lebensretter zur Verfügung stellen“, betont Susanne Morsch, Vorsitzende der ersten deutschen Spenderdatei. „Die Zahl der Leukämiepatienten, die auf eine Fremdspende angewiesen sind, ist unverändert hoch. Nur gemeinsam können wir unser Ziel erreichen, für jeden Betroffenen einen passenden Spender zu finden.“ Die Stefan-Morsch-Stiftung bietet deshalb auf ihrer Webseite die Möglichkeit, sich online zu registrieren: „Man muss lediglich ein paar Gesundheitsfragen beantworten und bekommt ein Set für eine Speichelprobe direkt nach Hause geliefert, das man dann an uns zurückschickt. Das ist ganz einfach“, erläutert Susanne Morsch. Ein kleiner Aufwand, der vielleicht eines Tages hilft – wie bei Mara – ein Menschenleben zu retten, denn, so die Vorsitzende: „Leukämie kann jeden treffen.“

Aufgepasst: Gemeinsam Medikationsfehler vermeiden

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Apotheker haben den Überblick über Arzneimittelwirkungen

Mainz, den 7. Oktober 2020 – Wer als Patientin oder Patient gleichzeitig mehrere Medikamente verordnet bekommen hat, sollte sich rund um die Einnahme in seiner Apotheke gut beraten lassen. Ein Medikationsplan, der durch die Apotheke unter anderem auch für den Bereich der Selbstmedikation ergänzt wurde, schafft zusätzliche Sicherheit. Denn nicht immer dürfen die verordneten Medikamente miteinander oder auch gemeinsam mit Arzneimitteln aus der Selbstmedikation eingenommen werden. Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV weist darauf hin, dass Wechsel- und Nebenwirkungen die Folge sein können. Auch der Einnahmezeitpunkt von Arzneimitteln hat einen pharmakologischen Hintergrund und sollte beachtet werden, damit die Medikamente ihre volle Wirksamkeit entfalten können.

Werden Arzneimittel nicht ordnungsgemäß eingenommen, könne es zu unerwünschten Wechsel- und Nebenwirkungen kommen, sagt Petra Engel-Djabarian, Vorstandsmitglied im Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV. Pflanzliche Johanniskrautpräparate, die bei leichten Depressionen helfen können, vertragen sich beispielsweise nicht mit der Pille, so die Apothekerin. „Hier kann es passieren, dass die Verhütung nicht mehr verlässlich gewährleistet wird. Darum würde ich diese Kombination nicht empfehlen. Wenn eine Frau beides einnehmen muss, sollte dann zusätzlich mit Kondomen verhütet werden“, erklärt Petra Engel-Djabarian. Auch bei der Einnahme von bestimmten Antibiotika oder Mitteln gegen Pilzerkrankungen sollten sich Frauen, die die Pille nehmen, in der Apotheke beraten lassen beziehungsweise das gleich beim Arzt sagen, damit dieser entsprechende Alternativen verordnen kann.

Viele Antibiotika sollten nicht in zeitlicher Nähe zu Milchprodukten genommen werden. „Dabei zählt der Kaffee mit dem Schuss Milch am Morgen schon dazu. Der wird sehr häufig vergessen“, weiß Petra Engel-Djabarian. Das enthaltene Kalzium, welches manche Menschen auch als Nahrungsergänzungsmittel oder als Medikament einnehmen, vermindert die Wirksamkeit des Antibiotikums deutlich. Neben den Milchprodukten können auch kalzium- oder magnesiumreiche Mineralwässer mit dem Antibiotikum reagieren. Darum ist für die Tabletteneinnahme Leitungswasser immer am besten geeignet.

Ein weiteres wichtiges Beispiel betrifft Patientinnen und Patienten, die Acetylsalicylsäure, kurz ASS 100, zur Blutverdünnung einnehmen, erläutert Apothekerin Engel-Djabarian. Wenn diese Person noch zusätzlich das Schmerzmittel Ibuprofen brauche, müsse auf den Einnahmeabstand geachtet werden. Das ASS100 muss mindestens eine halbe Stunde vor der Einnahme von Ibuprofen genommen werden. Wurde bereits Ibuprofen eingenommen, muss eine Pause von mindestens acht Stunden eingehalten werden, bevor das ASS 100 wieder geschluckt werden darf. Engel-Djabarian: „Arzneimittel sind immer komplex und darum gilt uneingeschränkt der Satz, den jeder kennt: Zu Risiken oder Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.“

DAK-Gesundheit in Koblenz schaltet Grippe-Hotline

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Ärzte informieren am 15. Oktober über Schutzimpfung und vorbeugende Maßnahmen

Koblenz, 05. Oktober 2020. Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei, nun kommt auch noch die Grippe-Saison dazu. Viele Menschen sind deshalb verunsichert: Wann ist eine Impfung sinnvoll? Was kann man vorbeugend tun? Und wie schnell wieder gesund werden? Antworten auf diese und andere Fragen zur Influenza vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie geben Mediziner bei der Telefon-Hotline der DAK-Gesundheit am 15. Oktober. Dieses spezielle Serviceangebot unter der kostenlosen Rufnummer 0800 1111 841 ist von 8 Uhr bis 20 Uhr geschaltet und kann von Kunden aller Krankenkassen genutzt werden.

Covid-19 steht weiterhin im Fokus und dominiert Nachrichten und Alltag der Menschen. Die „normale“ Grippe ist dadurch jedoch nicht verschwunden – im Gegenteil steht mit der kalten Jahreszeit nun die Hochsaison der Influenza vor der Tür. Die DAK-Gesundheit warnt davor, die Grippe auf die leichte Schulter zu nehmen. „Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem ist die Influenza ebenso wie Covid-19 eine ernst zu nehmende Krankheit“, sagt Jürgen Wilhelm, Leiter der DAK-Gesundheit in Koblenz. „Anders als bei Corona existiert bei der Grippe jedoch bereits eine wirksame Impfung. Und die ist in diesem Jahr wichtiger denn je.“

Hygiene und Impfung Hand in Hand

Neben der Grippeimpfung können die allgemein bekannten vorbeugenden Maßnahmen die Gefahr einer Ansteckung reduzieren – die so genannten AHA-Regeln: Abstand halten, Hände regelmäßig waschen, Alltagsmaske tragen, wo es nötig ist. „Bei Grippeviren gelten die gleichen Maßnahmen wie beim Corona-Virus: Um sie so schnell wie möglich wieder loszuwerden, sollte man sich möglichst häufig und gründlich mit Seife die Hände waschen“, rät Wilhelm. Daneben gilt: möglichst wenig mit den Händen ins Gesicht fassen, damit Grippeviren nicht in die Schleimhäute gelangen.

Senioren und Schwangere besonders gefährdet

Laut Robert-Koch-Institut sollten sich vor allem Menschen impfen lassen, die wegen eines geschwächten Immunsystems als besonders gefährdet gelten. Das sind beispielsweise Menschen ab 60 Jahre, Schwangere und Menschen mit chronischen Erkrankungen. Die Symptome einer echten Grippe reichen bei einem schweren Verlauf von Schüttelfrost
über Husten bis hin zu starkem Fieber. Kommt es zu Komplikationen, kann auch eine künstliche Beatmung nötig sein. Die Krankheit kann den Körper anfällig für weitere Infektionen machen – auch für Covid-19.

Die DAK-Hotline ist am 15. Oktober von 8 Uhr bis 20 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800 1111 841 geschaltet. Versicherte aller Krankenkassen können sich informieren. Informationen zu Impfungen gibt es im Internet unter: http://www.dak.de/grippeimpfung

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