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(Natürliche) Hausapotheke für Kinder in der Erkältungszeit

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Damit der Schnupfen Mamas nicht schafft

Mainz, 12. November 2019 – Winterzeit ist Erkältungszeit und oft trifft es Kinder schneller und häufiger als Erwachsene. Das liegt unter anderem an dem noch nicht ganz ausgebildeten Immunsystem. Was Eltern dann in der Hausapotheke bereithalten sollten, um ihrem Kind schnell und auch auf natürliche Weise helfen zu können, erklärt der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV.

„Bei den ersten Anzeichen einer Erkältung empfehle ich den Eltern, einen Tee aus Thymian, Kamille oder Fenchel zu kochen und mit Honig zu süßen, um die Schleimhäute des kranken Kindes zu befeuchten und die Abwehrkräfte zu stärken“, erklärt Petra Engel-Djabarian, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV. Auch ein Bad mit ätherischen Ölen wie Eukalyptus oder Thymian für Kinder ab zwei Jahren kann das Immunsystem unterstützen. Engel-Djabarian weiter: „Hier ist es wichtig, dass das Kind danach in ein warmes Bett schlüpft und nicht friert, sonst kann es zum gegenteiligen Effekt kommen. Auch ein Saft aus Echinacin kann bei Kindern ab vier Jahren die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und so eine Erkältung abschwächen.“

Bei einer starken Erkältung, die auch mit Fieber und Husten verbunden sein kann, spricht man von einem grippalen Infekt. Leichtes Fieber unter 39 Grad muss nicht sofort gesenkt werden, denn Fieber ist ein normaler und nützlicher Abwehrmechanismus des Körpers gegen Infektionen. „Erst wenn das Fieber über 39 Grad steigt oder auch starke Beschwerden wie Atemprobleme, Schüttelfrost, starke Kopfschmerzen oder Schmerzen in der Brust dazu kommen, sollte man sich an seinen Arzt wenden“, rät Apothekerin Engel-Djabarian. Kranke Kinder sollen viel schlafen oder ruhen und ausreichend trinken. Ergänzend können Brustsalben mit ätherischen Ölen und Hustensäfte zum Einsatz kommen. „Bei den Salben ist unbedingt auf das richtige Alter zu achten, denn kleine Kinder können kein Menthol vertragen, Schulkinder schon“, zeigt Engel-Djabarian auf. Bei einem Husten empfiehlt die Apothekerin Hustensäfte die schleimlösend und entzündungshemmend wirken oder auch den Hustenreiz beruhigen. Diese enthalten pflanzliche Wirkstoffe von Thymian, Efeu oder auch Fenchel. Größere Kinder, die schon gut lutschen können, ohne sich zu verschlucken, können zwischendurch den Husten mit Pastillen aus Isländischem Moos, Emser Salz oder Primelwurzel lindern.

Viel frische Luft und befeuchtete Wohn- oder Schlafräume schützen die Nasen- und Bronchialschleimhaut vor dem Austrocknen. „Denn nur eine intakte, feuchte Schleimhaut kann Viren und Bakterien abwehren und vor einer Infektion schützen“ klärt Apothekerin Engel-Djabarian weiter auf. Wenn die Erkältung sich zu einem grippalen Infekt mit Fieber und Gliederschmerzen entwickelt oder der Husten über Tage unverändert hartnäckig bleibt oder zunimmt, dann sollten Eltern mit ihren Kindern auf jeden Fall zum Arzt.

Meningitisfall in Simmern

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Am Freitag, 8. November 2019 wurde das Gesundheitsamt von der Kinderklinik der Kreuznacher Diakonie informiert, dass bei einem 5-jährigen Kindergartenkind aus der Paul-Schneider-KiTa Simmern eine bakterielle Hirnhautentzündung, verursacht durch Meningokokken, aufgetreten ist.

In einem solchen Fall ist umgehend eine kurzfristige prophylaktische Kurztherapie bei den Kontaktpersonen des erkrankten Kindes erforderlich.

Das Gesundheitsamt hat alle betroffenen Eltern und das KiTa-Personal telefonisch hierüber informiert. Gleichzeitig hat das Gesundheitsamt organisiert, dass über die ärztliche Wochenendbereitschaftspraxis die benötigten Rezeptverordnungen und durch die Notdienst-Apotheke die benötigten Antibiotika für alle bereit gestellt wurden. So konnten alle 73 Kinder, 22 Betreuer, sowie die mit dem Kind im engen Kontakt stehenden Angehörigen medizinisch versorgt werden.

Ein zusammenfassender Infobrief und weitere Information zur Meningokokken-Erkrankung wurde durch das Gesundheitsamt ĂĽber die Bereitschaftspraxis an die Betroffenen weitergegeben.

Eine derartige Form der bakteriellen Hirnhautentzündung ist eine seltene Erkrankung. Sie beginnt nach einer Inkubationszeit von 2-10 Tagen mit uncharakteristischen Beschwerden im Nasen-Rachenraum. Typisch sind anschließend plötzlich auftretende Kopfschmerzen, oft mit Nackensteifigkeit, Fieber, Schüttelfrost, Erbrechen und schwerem Krankheitsgefühl. Es können weiterhin neurologische Symptome wie Reizbarkeit, Krämpfe und Bewusstseinsstörungen von Schläfrigkeit bis zum Koma auftreten.

Die Übertragung der Infektion erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Wegen des bestehenden Übertragungsrisikos durch Kontakt zu der erkrankten Person wird eine vorbeugende Behandlung mit einem Antibiotikum empfohlen. Diese Chemoprophylaxe sollte möglichst rasch erfolgen! – Wenn trotzdem bei einer derart versorgten Person Krankheitssymptome auftreten sollten, sollte diese unverzüglich bei einem Arzt vorstellig werden.

Sonstiger Hinweis: Nach der Einnahme von Rifampicin zeigt sich in der Regel eine Verfärbung des Urins (gelb-orange) – dies ist kein Anlass zu Besorgnis.

Startschuss fĂĽr die Elektronische Patientenakte der KNAPPSCHAFT

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  • 1,6 Millionen Versicherte profitieren
  • IBM erhält Zuschlag

Für die fast 1,6 Millionen Versicherten der KNAPPSCHAFT steht ab dem 1. Januar 2021 eine elektronische Patientenakte (ePA) bereit. Der Zuschlag hierfür wurde an die Firma IBM vergeben. „Mit IBM gemeinsam arbeiten wir ab sofort daran, die elektronische Verfügbarkeit von Informationen, Daten und Dokumenten zu einer Erfolgsstory für die Versicherten zu machen“, erklärt Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT hierzu.

„Datenspeicherung und Verwaltung ist dabei nicht das alleinige Ziel. Unser Fokus ist auch bei der ePA, unsere Versicherten in allen Fragen rund um die Gesundheit und in allen Lebenslagen bestmöglich zu unterstützen: mit Beratung, Prävention, Leistung und, ganz wichtig, Versorgung.“ Services und Anwendungen der elektronischen Patientenakte sollen primär auf die Bedürfnisse der Versicherten abgestellt werden.

Digitale Kommunikation ist seit langem ein HerzstĂĽck der knappschaftlichen Versichertenversorgung. Mit der elektronischen Behandlungsinformation gelang es der KNAPPSCHAFT im Jahr 2012 als erste Krankenkasse, Kliniken zeitnah ĂĽber Vorerkrankungen und Arzneimittelnutzung von Patienten zu informieren.

„Wir schauen sehr genau hin, an welcher Stelle wir unsere Versicherten in der Versorgung mit unserem Know-How und unseren Möglichkeiten unterstützen können – sei es beim Patienten oder bei den Ärzten oder Krankenhäusern. Aus unserer Erfahrung müssen auch digitale Neuerungen eindeutigen Mehrwert für unsere Versicherten schaffen – sonst werden sie nicht akzeptiert“, so am Orde. „Dies ist auch der Leitgedanke bei der elektronischen Patientenakte; wir sind überzeugt: Qualität setzt sich durch.“

Als Stammzellenspender an der Uni Trier registrieren

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Die Universität Trier unterstützt die DKMS. Sie ruft zum 5. November alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich als Stammzellenspender zu registrieren. Auf dem Campus wird ein Registrierungsbüro eingerichtet, das von 9 bis 13 Uhr geöffnet ist. Dabei wird ein kurzes Formular ausgefüllt und Speichel mit Hilfe eines Wattestäbchens aus dem Mundraum entnommen. In wenigen Minuten ist die Registrierung erledigt.

In Deutschland erhält ein Patient alle 15 Minuten die Diagnose Blutkrebs. Unter den Betroffenen sind zahlreiche Kinder und Jugendliche. Viele benötigen zum Überleben eine Stammzellspende, finden jedoch keinen passenden Spender. Dabei können mit einer Spende Leben gerettet werden. Die Universität Trier hofft, dass sich auf dem Campus möglichst viele Bürgerinnen und Bürger neu als in der Spenderdatenbank aufnehmen lassen.

Event

Registrierungsaktion Stammzellenspender von DKMS und Universität Trier

Dienstag, 05. November 2019

09:00 Uhr - 13:00 Uhr

Gebäude B, Raum B 11

Grippeschutzimpfung

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Bätzing-Lichtenthäler: Grippeschutzimpfung gegen die saisonale Influenza ist wichtig

„Im Oktober und November ist der ideale Zeitpunkt für eine Impfung, um rechtzeitig vor der nächsten Grippewelle geschützt zu sein. Bereits jetzt sind schon mehr Impfdosen freigegeben als in der gesamten Vorjahressaison. Eine Knappheit der Grippeimpfstoffe ist nicht zu erwarten. Jeder, der sich impfen lassen will, kann dies somit zeitnah machen“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und rief gemeinsam mit der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz zur saisonalen Grippeschutzimpfung auf.

„Damit sich ein solcher Versorgungsengpass mit Grippeimpfstoffen wie im letzten Winter nicht wiederholt, haben wir im Frühjahr beim Runden Tisch zu Grippeimpfstoffen in Rheinland-Pfalz in Abstimmung mit unseren verantwortlichen Partnern im Land (AOK, Apothekerverband und Kassenärztliche Vereinigung) mehrere Eckpunkte beschlossen. Diese umfassen unter anderem eine Abkehr von der passgenauen Impfstoffbestellung hin zu einer flexibel auf die Nachfrage orientierten Produktbestellung“, so die Ministerin.

Für die Saison 2019/20 empfiehlt die WHO in ihrer jährlichen Empfehlung für die jeweilige Grippesaison im Gegensatz zum Vorjahr eine veränderte Zusammensetzung des Impfstoffs, dies ist der Grund für die Notwendigkeit einer jährlichen Impfung.

„Auch nach einer vergleichsweisen moderaten Grippesaison im vergangenen Jahr im Gegensatz zu den Vorsaisons ist die Wichtigkeit einer Impfung nicht genug zu betonen“, sagte Sanitätsrat Dr. Michael Fink, Vize-Präsident der Landesärztekammer. Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen in der Medizin. Fink weiter: „Das Leben ist bedeutend sicherer für diejenigen, die sich impfen lassen!“

Menschen ab dem 60. Lebensjahr wird geraten, die Impfung gegen Grippe vorzunehmen. Auch Personen, die aufgrund ihres Berufes (insbesondere medizinisches und pflegerisches Personal) mit vielen Menschen in Kontakt kommen, sind besonders gefährdet und sollten sich daher alljährlich impfen lassen. In diesen Fällen dient die Impfung nicht nur dem Eigenschutz, sondern auch dem Schutz von im selben Haushalt lebenden oder betreuten Personen. Des Weiteren empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Grippeschutzimpfung auch für Schwangere und Personen mit einem chronischen Grundleiden, da diese insbesondere ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben.

Zur Grippeimpfung:

Die Influenza oder sogenannte „echte Grippe“ wird durch Viren verursacht, die auf dem Luftweg über Tröpfcheninfektion übertragen werden. Sie beginnt typischerweise mit hohem Fieber, Husten, Muskel- und Kopfschmerzen. Neben dem Impfen stellen auch gründliches Händewaschen mit Seife und Abstandhalten zu Erkrankten wichtige Schutzmaßnahmen dar. Da Influenzaviren ein hohes Verwandlungspotential haben, wird die Impfstoffzusammensetzung jährlich überprüft und entsprechend angepasst. Die Impfung sollte daher jedes Jahr wiederholt werden.

Die Kosten für die Grippeschutzimpfung werden von den gesetzlichen Krankenkassen für alle Versicherten übernommen, die zu den von der ständigen Impfkommission empfohlenen Gruppen zählen und von der Schutzimpfungsrichtlinie erfasst werden. Dazu gehören neben den Personen über 60 Jahre, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, sowie Schwangere. Darüber hinaus Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- oder Pflegeeinrichtungen, medizinisches und pflegerisches Personal – auch im häuslichen Bereich – oder Menschen, die in Einrichtungen mit großem Publikumsverkehr arbeiten. Personen mit erhöhter Infektionsgefährdung durch direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln sollen sich ebenfalls impfen lassen.

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