Freitag, 22. März 2019

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Wenn die Seele im Alter krank wird

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Sprechstunden fĂŒr  Angehörige und Betroffene im Februar

KREIS MYK. RegelmĂ€ĂŸig bietet das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz Sprechstunden fĂŒr Menschen mit seelischen Problemen im höheren Lebensalter (z.B. Altersverwirrtheit) und ihre Angehörigen an. Die nĂ€chsten Termine sind am Montag, 5. Februar in Andernach, am Mittwoch, 14. Februar in Mayen und am Montag, 19. Februar in Koblenz, jeweils ab 16 Uhr.

Jeweils am ersten Montag im Monat steht Dr. Marion Bauer-Hermani, FachĂ€rztin fĂŒr Psychiatrie und Neurologie und ChefĂ€rztin der Gerontopsychiatrie der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, im Gesundheitsamt Andernach Betroffenen und Angehörigen von alten und psychisch kranken Menschen zum GesprĂ€ch zur VerfĂŒgung. Jeweils am zweiten Mittwoch im Monat findet eine solche Sprechstunde im Mayener Gesundheitsamt statt. Am dritten Montag im Gesundheitsamt Koblenz. Bei den Sprechstunden gibt Bauer-Hermani Betroffenen und Angehörigen Tipps zum Umgang mit der Erkrankung, nennt Anlaufstellen und lĂ€dt zum Erfahrungsaustausch ein.

Anmeldungen (bis spÀtestens 12 Uhr des jeweiligen Sprechtages) unter 02632/407-5537.

Inklusion

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Land unterstĂŒtzt Schaffung von ArbeitsplĂ€tzen fĂŒr Menschen mit Behinderungen

Viele Menschen mit Behinderungen sind hoch motiviert, sich ins Arbeitsleben einzubringen. Wenn sich Unternehmen auf diese Gruppe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einstellen und mindestens zu 30 Prozent Menschen mit Schwerbehinderung beschĂ€ftigen, können sie als Inklusionsfirmen anerkannt und als solche gefördert werden. „Damit wollen wir in Rheinland-Pfalz noch mehr passende ArbeitsplĂ€tze fĂŒr Menschen mit Schwerbehinderung schaffen, die bisher nicht am Erwerbsleben teilhaben konnten“, so Sozialministerin Sabine BĂ€tzing-LichtenthĂ€ler. „Mit der Förderung fĂŒr Inklusionsfirmen setzen wir nicht nur starke Anreize, sondern bringen auch Anerkennung fĂŒr diejenigen zum Ausdruck, die fĂŒr Menschen mit Behinderungen neue Chancen im Berufsleben eröffnen.“

Das Förderangebot des Landes umfasst einen Investitionskostenzuschuss fĂŒr die geschaffenen Stellen fĂŒr Menschen mit Behinderungen, einen dauerhaften Personalkostenzuschuss und einen Zuschuss zu arbeitsbegleitender Betreuung. Neben kompletten Unternehmen können auch Betriebsteile oder betriebsinterne Abteilungen als Inklusionsfirmen bezuschusst werden. FĂŒr die Förderung zustĂ€ndig ist das Landesamt fĂŒr Soziales, Jugend und Versorgung.

Der Flyer „Inklusionsfirmen“ gibt einen Überblick ĂŒber das Förderangebot und kann auf der Internetseite des Ministeriums kostenlos bestellt und heruntergeladen werden.

Thema Demenz steht weiter im Mittelpunkt

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Kurzer Wegweiser und Informationsveranstaltungen

Die Zahl der Menschen mit Demenz steigt, auch im Landkreis Neuwied. Einen guten Überblick ĂŒber vorhandene Beratungs- und Hilfsangebote gibt der „Kurzer Wegweiser fĂŒr Betroffene und Angehörige“, der von der Kreisverwaltung Neuwied und dem Netzwerk Demenz im Landkreis aktualisiert und veröffentlicht wurde. Der Wegweiser ist in den fĂŒnf PflegestĂŒtzpunkten im Landkreis, Compass Private Pflegeberatung sowie im BĂŒrgerbĂŒro der Kreisverwaltung Neuwied kostenlos erhĂ€ltlich. Auch im Internet ist er zu finden auf der Seite www.Demenz-Neuwied.de.

Neben dem Wegweiser sind eine Reihe von Informationsveranstaltungen zum Thema Demenz in Planung. Landrat Achim Hallerbach sowie die Leitende Regierungsdirektorin Hildegard Person-Fensch, die zukĂŒnftig fĂŒr die Stabsstelle Psychiatriekoordination und das Thema gemeindenahe Psychiatrie zustĂ€ndig ist, unterstrichen die hohe Bedeutung von Informationsveranstaltungen fĂŒr Betroffene und Angehörige. Hier sind beispielhaft das Tagesseminar zum Thema „Musik ist der SchlĂŒssel“ am 3. Februar 2018 im Mehrgenerationenhaus Neuwied zu nennen. Oder die Informationsveranstaltung im Margaretha-Flesch-Haus in Hausen am 15. MĂ€rz 2018 (17.00 Uhr). Referent ist der Leitende Oberarzt des St. Antonius Krankenhauses in Waldbreitbach Dr. med. Reinhard Fröder, der zum Thema „Demenz – ein schleichender Prozess“ spricht. Eine Übersicht der Veranstaltungen im Jahre 2018 finden Sie im Internet auf der Seite www.psychiatrie-neuwied.de.

Inklusion

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Neuer Schwerinordnungausweis ergÀnzt den Schwerbehindertenausweis

Rheinland-Pfalz ist eines der ersten BundeslĂ€nder, das den Wunsch nach einem „Schwerinordnungausweis“, umgesetzt hat. Viele Menschen mit Behinderungen, vor allem junge Menschen, wĂŒnschen sich anstelle ihres Schwerbehindertenausweis einen „Schwerinordnungausweis“. Dieses Anliegen hat die Landesregierung ernst genommen und fĂŒr den Schwerbehindertenausweis eine KartenhĂŒlle entwickelt. „Hierbei steht vor allem der Gedanke der Inklusion in die Gesellschaft, in der jeder Mensch respektiert wird und gleichberechtigt sowie selbstbestimmt an dieser teilhaben kann, im Vordergrund.“, erklĂ€rte Sabine BĂ€tzing-LichtenthĂ€ler anlĂ€sslich der Ausgabe der ersten HĂŒllen.

„Der Schwerbehindertenausweis ist ein amtliches Dokument und ist in seiner Form nicht verĂ€nderbar. Ohne auch nur ansatzweise die Behinderung nicht ernst nehmen zu wollen oder gar lĂ€cherlich zu machen, freut es mich, dass mit dieser KartenhĂŒlle ein Weg gefunden wurde, die Idee der ĂŒberwiegend JĂŒngeren in das Verwaltungsverfahren einzubinden“, betonte Sabine BĂ€tzing-LichtenthĂ€ler.

Die HĂŒlle mit der Aufschrift „Schwerinordnungausweis“ kann ab 2018 kostenfrei beim Landesamt fĂŒr Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) beantragt werden.

Aktuell leben in Rheinland-Pfalz rund 786.000 Menschen mit Behinderung. Davon sind rund 430.000 Menschen sogar schwerbehindert, d.h. bei ihnen ist ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr festgestellt. Schwerbehinderte Menschen haben Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis. Aber nicht alle schwerbehinderten Menschen wollen einen Ausweis. Derzeit haben rund 327.000 Menschen in Rheinland-Pfalz einen gĂŒltigen Schwerbehindertenausweis.

Zum Thema Schwerbehindertenausweis wird das Landesamt fĂŒr Soziales, Jugend und Versorgung am 11. und 14. MĂ€rz 2018 auf der Rheinland-Pfalz-Ausstellung in Mainz vertreten sein. Dort beraten Fachexperten interessierte Messebesucherinnen und -besucher und stehen fĂŒr Fragen gerne zur VerfĂŒgung. Das LSJV wird vom 10. bis 18. MĂ€rz 2018 mit verschiedenen Fachthemen auf der Verbrauchermesse mit einem Messestand vertreten sein.

Wissenswertes zum Grad der Behinderung:

Der Grad der Behinderung (GdB) gibt das Ausmaß der Behinderung bzw. das Ausmaß der TeilhabebeeintrĂ€chtigung wieder und ist das Maß fĂŒr die körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Auswirkungen einer FunktionsbeeintrĂ€chtigung aufgrund eines Gesundheitsschadens. Er ist sozusagen der Gradmesser der Behinderung: Je stĂ€rker die BeeintrĂ€chtigung, desto höher der Grad der Behinderung.

Der GdB berĂŒcksichtigt die Auswirkungen von FunktionsbeeintrĂ€chtigungen in allen Lebensbereichen und nicht nur die EinschrĂ€nkungen im Erwerbsleben. Aus dem GdB ist nicht auf das Ausmaß der LeistungsfĂ€higkeit zu schließen. Auch ein Mensch mit einem GdB von 100 kann in seinem Beruf voll einsatzfĂ€hig oder ein leistungsfĂ€higer Sportler sein.

Blutspende in Miehlen ist auch Hilfe gegen Blutkrebs

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Stefan-Morsch-Stiftung und der DRK Blutspendedienst suchen in 56357 Miehlen gemeinsam Lebensretter

„Wir suchen Lebensretter!“ Das haben sich der DRK-Blutspendedienst West und die Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands erste Stammzellspenderdatei, auf die Fahnen geschrieben. Gemeinsam rufen sie zur Blutspende und zur Registrierung als Stammzellspender auf. Am Donnerstag, 4. Januar will man mit dem DRK Ortsverein Miehlen darauf aufmerksam machen, wie durch Blut- und Stammzellspenden das Leben von Krebspatienten gerettet werden kann. Treffpunkt: Von 16:00 bis 20:30 Uhr im BĂŒrgerhaus, Hautpstr. 3, in Miehlen.

Die Zahl der Blutspender geht  immer weiter zurĂŒck. Dabei sind gerade fĂŒr Menschen, die an Krebs erkrankt sind, diese Bluttransfusionen extrem wichtig. Darauf machen der DRK-Blutspendedienst West, die DRK-Ortsvereine und die Stefan-Morsch-Stiftung aufmerksam. Sie ziehen bei der Hilfe fĂŒr LeukĂ€mie- und Tumorkranke an einem Strang: Der ĂŒberwiegende Teil der EmpfĂ€nger von Bluttransfusionen sind heute Patienten mit bösartigen Erkrankungen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die etwa an Blutkrebs (LeukĂ€mie) erkrankt sind. Dies hĂ€ngt neben der eigentlichen Erkrankung auch mit der modernen Chemotherapie zusammen.

Die „Chemo“ fĂŒhrt in vielen FĂ€llen zu einer vorĂŒbergehenden kompletten UnterdrĂŒckung der körpereigenen Blutbildung (Aplasie). Daher sind Patienten in diesen kritischen Behandlungsphasen auf lebenswichtige BlutĂŒbertragungen angewiesen. Viele moderne und heilende Behandlungsverfahren, gerade im Kampf gegen Krebs, können nur durchgefĂŒhrt werden, wenn fĂŒr diese Patienten genĂŒgend Blut zur VerfĂŒgung steht. So helfen Blutspenden auch ĂŒber die Wartezeit hinweg, die es dauert, um einen passenden Stammzellspender zu finden, wenn eine Transplantation erforderlich ist.

JĂ€hrlich erkranken allein in Deutschland rund 11 000 Menschen an LeukĂ€mie. Oft reichen Bestrahlung und Chemotherapie nicht aus, um den Blutkrebs zu besiegen. Dann ist die Transplantation von Blutstammzellen eines gesunden Spenders fĂŒr die Patienten die letzte Hoffnung auf Heilung. Deshalb kann jeder Blutspender mit der Typisierung gleich zweimal zum Lebensretter werden. Unter dem Motto „1 mal Stechen, 2 mal Helfen“ bekommen Blutspender, die sich typisieren lassen wollen, einfach ein Röhrchen Blut (5,6 Milliliter) zusĂ€tzlich abgenommen. Dieses Röhrchen geht dann zur Analyse ins Labor der Stefan-Morsch-Stiftung. Die Gewebemerkmale werden dort registriert und anonymisiert an das deutsche Zentralregister der ZKRD in Ulm weitergegeben, wo sie fĂŒr weltweite Suchanfragen zur VerfĂŒgung stehen.

Als Stammzellspender kann sich jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahre bis 40 Jahre kostenlos registrieren lassen. Mit dem EinverstĂ€ndnis der Eltern kann man sich bereits ab 16 Jahren typisieren lassen. Die Eltern sollten dann die EinverstĂ€ndniserklĂ€rung mit unterschreiben. Über die Ausschlusskriterien kann man sich im Vorfeld unter www.stefan-morsch-stiftung.de informieren. So muss man mindestens 50 Kilo wiegen, Ă€hnlich wie bei der Blutspende.

Bei der Blutspende sind jedoch die Altersgrenzen anders. Denn hier muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Neuspender dĂŒrfen nicht Ă€lter als 68 Jahre sein.

FĂŒr alle, die mehr ĂŒber die Blutspendetermine mit Typisierungsaktion in WohnortnĂ€he wissen wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr alle Fragen beantwortet. Weitere Informationen erhĂ€lt man auch im Internet unter www.blutspendedienst-west.de.

Informationen zur Stammzellspende und zum Thema Stammzellspende und Typisierung finden Interessierte unter www.stefan-morsch-stiftung.de. Oder ĂŒber die gebĂŒhrenfreie Hotline der Stefan-Morsch-Stiftung (0800/ 76 67 724).

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