Mittwoch, 21. August 2019

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Inklusion

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Land unterstützt Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen

Viele Menschen mit Behinderungen sind hoch motiviert, sich ins Arbeitsleben einzubringen. Wenn sich Unternehmen auf diese Gruppe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einstellen und mindestens zu 30 Prozent Menschen mit Schwerbehinderung beschäftigen, können sie als Inklusionsfirmen anerkannt und als solche gefördert werden. „Damit wollen wir in Rheinland-Pfalz noch mehr passende Arbeitsplätze für Menschen mit Schwerbehinderung schaffen, die bisher nicht am Erwerbsleben teilhaben konnten“, so Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Mit der Förderung für Inklusionsfirmen setzen wir nicht nur starke Anreize, sondern bringen auch Anerkennung für diejenigen zum Ausdruck, die für Menschen mit Behinderungen neue Chancen im Berufsleben eröffnen.“

Das Förderangebot des Landes umfasst einen Investitionskostenzuschuss für die geschaffenen Stellen für Menschen mit Behinderungen, einen dauerhaften Personalkostenzuschuss und einen Zuschuss zu arbeitsbegleitender Betreuung. Neben kompletten Unternehmen können auch Betriebsteile oder betriebsinterne Abteilungen als Inklusionsfirmen bezuschusst werden. Für die Förderung zuständig ist das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung.

Der Flyer „Inklusionsfirmen“ gibt einen Überblick über das Förderangebot und kann auf der Internetseite des Ministeriums kostenlos bestellt und heruntergeladen werden.

Thema Demenz steht weiter im Mittelpunkt

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Kurzer Wegweiser und Informationsveranstaltungen

Die Zahl der Menschen mit Demenz steigt, auch im Landkreis Neuwied. Einen guten Überblick über vorhandene Beratungs- und Hilfsangebote gibt der „Kurzer Wegweiser für Betroffene und Angehörige“, der von der Kreisverwaltung Neuwied und dem Netzwerk Demenz im Landkreis aktualisiert und veröffentlicht wurde. Der Wegweiser ist in den fünf Pflegestützpunkten im Landkreis, Compass Private Pflegeberatung sowie im Bürgerbüro der Kreisverwaltung Neuwied kostenlos erhältlich. Auch im Internet ist er zu finden auf der Seite www.Demenz-Neuwied.de.

Neben dem Wegweiser sind eine Reihe von Informationsveranstaltungen zum Thema Demenz in Planung. Landrat Achim Hallerbach sowie die Leitende Regierungsdirektorin Hildegard Person-Fensch, die zukünftig für die Stabsstelle Psychiatriekoordination und das Thema gemeindenahe Psychiatrie zuständig ist, unterstrichen die hohe Bedeutung von Informationsveranstaltungen für Betroffene und Angehörige. Hier sind beispielhaft das Tagesseminar zum Thema „Musik ist der Schlüssel“ am 3. Februar 2018 im Mehrgenerationenhaus Neuwied zu nennen. Oder die Informationsveranstaltung im Margaretha-Flesch-Haus in Hausen am 15. März 2018 (17.00 Uhr). Referent ist der Leitende Oberarzt des St. Antonius Krankenhauses in Waldbreitbach Dr. med. Reinhard Fröder, der zum Thema „Demenz – ein schleichender Prozess“ spricht. Eine Übersicht der Veranstaltungen im Jahre 2018 finden Sie im Internet auf der Seite www.psychiatrie-neuwied.de.

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Neuer Schwerinordnungausweis ergänzt den Schwerbehindertenausweis

Rheinland-Pfalz ist eines der ersten Bundesländer, das den Wunsch nach einem „Schwerinordnungausweis“, umgesetzt hat. Viele Menschen mit Behinderungen, vor allem junge Menschen, wünschen sich anstelle ihres Schwerbehindertenausweis einen „Schwerinordnungausweis“. Dieses Anliegen hat die Landesregierung ernst genommen und für den Schwerbehindertenausweis eine Kartenhülle entwickelt. „Hierbei steht vor allem der Gedanke der Inklusion in die Gesellschaft, in der jeder Mensch respektiert wird und gleichberechtigt sowie selbstbestimmt an dieser teilhaben kann, im Vordergrund.“, erklärte Sabine Bätzing-Lichtenthäler anlässlich der Ausgabe der ersten Hüllen.

„Der Schwerbehindertenausweis ist ein amtliches Dokument und ist in seiner Form nicht veränderbar. Ohne auch nur ansatzweise die Behinderung nicht ernst nehmen zu wollen oder gar lächerlich zu machen, freut es mich, dass mit dieser Kartenhülle ein Weg gefunden wurde, die Idee der überwiegend Jüngeren in das Verwaltungsverfahren einzubinden“, betonte Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Die Hülle mit der Aufschrift „Schwerinordnungausweis“ kann ab 2018 kostenfrei beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) beantragt werden.

Aktuell leben in Rheinland-Pfalz rund 786.000 Menschen mit Behinderung. Davon sind rund 430.000 Menschen sogar schwerbehindert, d.h. bei ihnen ist ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr festgestellt. Schwerbehinderte Menschen haben Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis. Aber nicht alle schwerbehinderten Menschen wollen einen Ausweis. Derzeit haben rund 327.000 Menschen in Rheinland-Pfalz einen gültigen Schwerbehindertenausweis.

Zum Thema Schwerbehindertenausweis wird das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung am 11. und 14. März 2018 auf der Rheinland-Pfalz-Ausstellung in Mainz vertreten sein. Dort beraten Fachexperten interessierte Messebesucherinnen und -besucher und stehen für Fragen gerne zur Verfügung. Das LSJV wird vom 10. bis 18. März 2018 mit verschiedenen Fachthemen auf der Verbrauchermesse mit einem Messestand vertreten sein.

Wissenswertes zum Grad der Behinderung:

Der Grad der Behinderung (GdB) gibt das Ausmaß der Behinderung bzw. das Ausmaß der Teilhabebeeinträchtigung wieder und ist das Maß für die körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Auswirkungen einer Funktionsbeeinträchtigung aufgrund eines Gesundheitsschadens. Er ist sozusagen der Gradmesser der Behinderung: Je stärker die Beeinträchtigung, desto höher der Grad der Behinderung.

Der GdB berücksichtigt die Auswirkungen von Funktionsbeeinträchtigungen in allen Lebensbereichen und nicht nur die Einschränkungen im Erwerbsleben. Aus dem GdB ist nicht auf das Ausmaß der Leistungsfähigkeit zu schließen. Auch ein Mensch mit einem GdB von 100 kann in seinem Beruf voll einsatzfähig oder ein leistungsfähiger Sportler sein.

Blutspende in Miehlen ist auch Hilfe gegen Blutkrebs

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Stefan-Morsch-Stiftung und der DRK Blutspendedienst suchen in 56357 Miehlen gemeinsam Lebensretter

„Wir suchen Lebensretter!“ Das haben sich der DRK-Blutspendedienst West und die Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands erste Stammzellspenderdatei, auf die Fahnen geschrieben. Gemeinsam rufen sie zur Blutspende und zur Registrierung als Stammzellspender auf. Am Donnerstag, 4. Januar will man mit dem DRK Ortsverein Miehlen darauf aufmerksam machen, wie durch Blut- und Stammzellspenden das Leben von Krebspatienten gerettet werden kann. Treffpunkt: Von 16:00 bis 20:30 Uhr im Bürgerhaus, Hautpstr. 3, in Miehlen.

Die Zahl der Blutspender geht  immer weiter zurück. Dabei sind gerade für Menschen, die an Krebs erkrankt sind, diese Bluttransfusionen extrem wichtig. Darauf machen der DRK-Blutspendedienst West, die DRK-Ortsvereine und die Stefan-Morsch-Stiftung aufmerksam. Sie ziehen bei der Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke an einem Strang: Der überwiegende Teil der Empfänger von Bluttransfusionen sind heute Patienten mit bösartigen Erkrankungen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die etwa an Blutkrebs (Leukämie) erkrankt sind. Dies hängt neben der eigentlichen Erkrankung auch mit der modernen Chemotherapie zusammen.

Die „Chemo“ führt in vielen Fällen zu einer vorübergehenden kompletten Unterdrückung der körpereigenen Blutbildung (Aplasie). Daher sind Patienten in diesen kritischen Behandlungsphasen auf lebenswichtige Blutübertragungen angewiesen. Viele moderne und heilende Behandlungsverfahren, gerade im Kampf gegen Krebs, können nur durchgeführt werden, wenn für diese Patienten genügend Blut zur Verfügung steht. So helfen Blutspenden auch über die Wartezeit hinweg, die es dauert, um einen passenden Stammzellspender zu finden, wenn eine Transplantation erforderlich ist.

Jährlich erkranken allein in Deutschland rund 11 000 Menschen an Leukämie. Oft reichen Bestrahlung und Chemotherapie nicht aus, um den Blutkrebs zu besiegen. Dann ist die Transplantation von Blutstammzellen eines gesunden Spenders für die Patienten die letzte Hoffnung auf Heilung. Deshalb kann jeder Blutspender mit der Typisierung gleich zweimal zum Lebensretter werden. Unter dem Motto „1 mal Stechen, 2 mal Helfen“ bekommen Blutspender, die sich typisieren lassen wollen, einfach ein Röhrchen Blut (5,6 Milliliter) zusätzlich abgenommen. Dieses Röhrchen geht dann zur Analyse ins Labor der Stefan-Morsch-Stiftung. Die Gewebemerkmale werden dort registriert und anonymisiert an das deutsche Zentralregister der ZKRD in Ulm weitergegeben, wo sie für weltweite Suchanfragen zur Verfügung stehen.

Als Stammzellspender kann sich jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahre bis 40 Jahre kostenlos registrieren lassen. Mit dem Einverständnis der Eltern kann man sich bereits ab 16 Jahren typisieren lassen. Die Eltern sollten dann die Einverständniserklärung mit unterschreiben. Über die Ausschlusskriterien kann man sich im Vorfeld unter www.stefan-morsch-stiftung.de informieren. So muss man mindestens 50 Kilo wiegen, ähnlich wie bei der Blutspende.

Bei der Blutspende sind jedoch die Altersgrenzen anders. Denn hier muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Neuspender dürfen nicht älter als 68 Jahre sein.

Für alle, die mehr über die Blutspendetermine mit Typisierungsaktion in Wohnortnähe wissen wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr alle Fragen beantwortet. Weitere Informationen erhält man auch im Internet unter www.blutspendedienst-west.de.

Informationen zur Stammzellspende und zum Thema Stammzellspende und Typisierung finden Interessierte unter www.stefan-morsch-stiftung.de. Oder über die gebührenfreie Hotline der Stefan-Morsch-Stiftung (0800/ 76 67 724).

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