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Operationen an Bauchschlagader: Überlebenschance hängt von Krankenhaus ab

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Mainz, 13. Februar 2019 – Patienten haben bei planbaren Operationen an erweiterten Bauchschlagadern bessere Überlebenschancen, wenn der Eingriff an einer Klinik erfolgt, die von der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) zertifiziert ist. Das zeigt der BARMER-Krankenhausreport, den das RWI-Leibnizinstitut für Wirtschaftsforschung erstellt hat. „In Rheinland-Pfalz finden planbare Operationen an der Bauchschlagader oft an Kliniken ohne DGG-Zertifikat statt. Für die Patienten ist das nicht die bestmögliche Lösung“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

„Bundesweit leiden rund 200.000 Menschen über 65 Jahren an einer erweiterten Bauchschlagader. In Rheinland-Pfalz dürfte es etwa 10.000 Betroffene geben“, rechnet Kleis vor. Krankhaft erweiterte Bauchschlagadern treten in der Regel erst ab einem Alter von 65 Jahren auf. Reißt die Bauchschlagader, kann das innerhalb weniger Minuten zum Tod führen. Eine Operation, durch die die erweiterte Stelle der Bauchschlagader überbrückt wird, ist oft lebensrettend.

Rheinland-Pfälzische Kliniken operieren oft ohne DGG-Zertifizierung

Eine Zertifizierung durch die DGG erfordert die Erfüllung höchster Qualitätsstandards in der Gefäßchirurgie. Laut Krankenhausreport war die Sterblichkeitsrate nach planbaren, minimal-invasiven Eingriffen an der Bauschlagader in einer DGG-zertifizierten Klinik um 2,3 Prozentpunkte geringer als an anderen Kliniken. „Im Jahr 2016 haben 18 Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz Eingriffe an der Bauchschlagader durchgeführt. Nicht alle davon waren planbar, sondern Notfälle. Dennoch ist es bedenklich, dass nur neun der 18 Kliniken DGG-zertifiziert waren“, meint Kleis.

Nach den Worten der BARMER-Landesgeschäftsführerin bieten auch Kliniken, die häufig Operationen an der Bauschlagader durchführen, bessere Überlebenschancen: „In Kliniken mit hohen Fallzahlen lag die bundesweite Sterberate nach einer Bauchschlagader-Operation um 2,6 Prozentpunkte niedriger als in Krankenhäusern mit kleiner Fallzahl. Das ist bedeutsam, denn erfahrene Operateure und eingespielte Behandlerteams machen weniger Fehler“, sagt Kleis.

Die BARMER-Landesgeschäftsführerin betont: „Die rheinland-pfälzische Landesregierung hätte in dem jüngst beschlossenen Krankenhausplan festlegen können, dass nur Krankenhäuser mit einer DGG-Zertifizierung oder einer hohen Anzahl von Bauchschlagader-Operationen, planbare Eingriffe an der Bauschlagader durchführen dürfen. Diese Chance hat sie leider verpasst.“ Auch wenn nicht jede Klinik mit geringer Fallzahl planbare Operationen an der Bauchschlagader vornehme, sei die flächendeckende Versorgung sichergestellt.

Auch Art des Eingriffs beeinflusst Überlebenschance

„Neben der Häufigkeit von Operationen an der Bauchschlagader und der Zertifizierung von Kliniken entscheidet auch die Art des Eingriffs über die Sterbewahrscheinlichkeit von Patienten“, berichtet Kleis. So war laut Krankenhausreport die Sterberate drei Jahre nach einem planbaren Eingriff an der Bauchschlagader bundesweit um zwei Prozentpunkte geringer, wenn die Operation nicht offen-chirurgisch, sondern minimal-invasiv erfolgte.

In Rheinland-Pfalz ist der Anteil der minimal-invasiven Eingriffe an der Bauchschlagader von 43,6 Prozent im Mittel der Jahre 2008 bis 2010 auf 78,5 Prozent im Mittel der Jahre 2014 bis 2016 gestiegen. Spitzenreiter im bundesweiten Vergleich der Bundesländer ist Sachsen mit 85,7 Prozent. Kleis sagt: „Der zunehmende Einsatz von minimal-invasiven Eingriffen an der Bauchschlagader bei planbaren Operationen ist erfreulich, aber ausbaufähig. Eine qualitativ hochwertige Operation darf nicht vom Wohnort abhängen.“

Kleis ruft dazu auf, die Gefahren von erweiterten Bauchschlagadern ernst zu nehmen: „Ohne Riss verursachen erweiterte Bauchschlagadern oft keine Beschwerden. Besonders gefährdet sind Männer über 65 Jahren. Deshalb haben sie einen Anspruch auf Beratung und auf eine kostenlose Ultraschalluntersuchung ihrer Bauchschlagader“, sagt Kleis. Sei ein operativer Eingriff unvermeidbar, gebe die kostenlose „Weisse Liste“ der Bertelsmann Stiftung Auskunft, wie häufig Kliniken Bauchschlagader-Operationen durchführen.

Sie ist online abrufbar unter www.weisse-liste.de.

Zertifizierte Krankenhäuser listet die DGG unter www.gefaesschirurgie.de.

Apothekenpflichtige Arzneimittel: Schutz für die Gesundheit

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Paracetamol und Erkältungssaft sind nicht harmlos

Mainz, den 13. Februar 2019 – Dass es manche Arzneimittel nur in Apotheken gibt ist eine Maßnahme, die dem Patientenschutz und der Arzneimittelsicherheit gleichermaßen dient. Darauf macht der Apothekerverband Rheinland-Pfalz aufmerksam. Zunehmende Bestrebungen, immer mehr Arzneimittel aus der Apothekenpflicht zu entlassen, bergen Gefahren, so der LAV weiter. Denn auch rezeptfreie Schlafmittel oder ein Erkältungssaft können ernstzunehmende Nebenwirkungen haben und auch Gesundheitsschäden nach sich ziehen. Darum ist es wichtig, sich vor der Einnahme am besten persönlich beraten zu lassen oder zumindest den Beipackzettel gründlich zu lesen.

Gerade am Beispiel von Paracetamol gegen Fieber und Schmerzen lassen sich die Gefahren gut aufzeigen, so Petra Engel-Djabarian, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV: „Viele Menschen halten rezeptfreie Schmerzmittel für ungefährlich. Das stimmt aber so nicht uneingeschränkt. Paracetamol ist gerade wegen seines Gefährdungspotenzials seit 2008 ab einer bestimmten Dosierung wieder rezeptpflichtig geworden.“ Die Erfahrungen hatten zuvor gezeigt, dass es in der freien Verwendung zu häufigen Überdosierungen gekommen war, die schlimme Leberschäden nach sich gezogen hatte. Paracetamol kann in hohen Dosen sogar tödlich sein – selbstmordgefährdete Menschen hatten das Arzneimittel auch dafür eingenommen, erläutert Apothekerin Engel-Djabarian. „Daran wird deutlich, dass sich nicht jedes Arzneimittel für einen freien und ungezügelten Warenverkehr eignet. Unsere hiesigen Unterscheidungen in rezeptpflichtige, apothekenpflichtige und frei verkäufliche Arzneimittel macht also durchaus Sinn. Wir Apotheker warnen eindringlich davor, die europäisch geforderte Warenfreiheit unüberlegt auch auf Arzneimittel anzuwenden. Pillen sind keine Drops und müssen mit besonderer Sorgfalt und entsprechendem Fachwissen abgegeben werden.“

Positiver Umgang mit Stress

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Die Krankenkassen verzeichnen seit 15 Jahren eine Zunahme stressbedingter Krankschreibungen. Stress ist allgegenwärtig und macht krank. Wollen auch Sie aus der Stressspirale aussteigen?

Dieser vielfach evaluierte Kurs vermittelt alltagstaugliche Stressbewältigungsmethoden und hilft Ihnen, einen positiven Umgang mit Stress zu finden. Grundlage dieses Kurses ist eine individuelle Stressanalyse. Auf dieser Basis werden kurzfristige und langfristige Stressbewältigungsstrategien sowie Entspannungstechniken (z. B. Progressive Muskelentspannung, Atemübungen aus dem Yoga) vorgestellt und geübt. Zudem wird die Methode der kurzfristigen Erleichterung trainiert sowie Problemlösetechniken, Einstellungsänderung und Zufriedenheitserlebnisse thematisiert. In einer angenehmen Gruppengröße wird individuell gearbeitet und es gibt Raum für den Austausch untereinander.

Eine Kostenerstattung die Krankenkasse ist möglich.

Beginn: Mi., 13.02.2019, 19:45-21:15 Uhr, 8 Abende

Ort: vhs Koblenz, Hoevelstr. 6, 56073 Koblenz Anmeldung und weitere Informationen unter www.vhs-koblenz.de oder unter 0261 129-3702/-3711/-3730/-3740.

Weltkrebstag 2019

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Rheinland-Pfalz verfügt über enges Netz aus Beratungs- und Versorgungsangeboten

Anlässlich des bevorstehenden Weltkrebstages, der jedes Jahr am 4. Februar stattfindet, betonte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler die große Bedeutung der bestmöglichen Versorgung und Beratung von Menschen, die an Krebs erkrankt sind. Doch die Krebsbekämpfung fängt nicht erst bei der Therapie an, sie beginnt bereits bei der Prävention und Aufklärung über lebensrettende Früherkennungsuntersuchungen. „Je früher entsprechende Erkrankungen erkannt werden, umso größer sind die Heilungschancen. Gerade deshalb ist es so wichtig, den Mehrwert von Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen immer wieder herauszustellen und die Menschen darüber aufzuklären“, so Bätzing-Lichtenthäler. Die Landesregierung unterstützt mit rund 1,3 Millionen Euro jährlich das Netz aus Beratungs- und Versorgungsangeboten für Betroffene, aber auch Maßnahmen, die die Qualität der Krebsversorgung in Rheinland-Pfalz und deutschlandweit verbessern sollen.

Es ist ein wichtiges Ziel, Menschen für die Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen zu gewinnen. „Insbesondere bei den Männern gilt es, besondere Überzeugungsarbeit zu leisten“, erklärte Bätzing-Lichtenthäler. Aufklärungskampagnen wie zum Beispiel die Wanderausstellung der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. „Vermeiden statt Leiden! Darmkrebsvorsorge rettet Leben“ helfen dabei, so die Ministerin weiter. Sie informieren über das, was bei den Früherkennungsuntersuchungen geschieht, nehmen damit Ängste und klären auch darüber auf, welche Früherkennungsuntersuchungen den Patientinnen und Patienten ab welchem Alter gesetzlich zustehen.

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Sprechstunde des Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung im Februar

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Der Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung im Rhein-Hunsrück-Kreis, Klaus Gewehr, bietet jeden Monat eine Sprechstunde in der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis in Simmern an. Herr Gewehr steht den Menschen mit Behinderung sowie deren Angehörigen und Interessenvertretern im Rhein-Hunsrück-Kreis als Ansprechpartner für besondere Anliegen und Probleme zur Verfügung. In regelmäßigen Kontakten zu den regionalen Einrichtungen und Diensten sowie zur Kreisverwaltung setzt er sich für die Belange von Menschen mit Behinderung und die Verbesserung von Teilhabe, Gleichstellung und Selbstbestimmung ein.

Die nächste Sprechstunde bietet Herrn Gewehr am Donnerstag, 14. Februar 2019, in der Kreisverwaltung in Simmern von 14 bis 16 Uhr an. Anmeldung – aus organisatorischen Gründen unbedingt erforderlich – bei Doris Becker, Telefon 06761 82-125, oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

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