Donnerstag, 22. April 2021

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KNAPPSCHAFT verschickt Gutscheine für Corona-Schutzmasken

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· Die ersten 450.00 Coupons gehen an Versicherte über 75 Jahren
· Weitere folgen in den kommenden Wochen

Als eine der ersten Krankenkassen verschickt die KNAPPSCHAFT jetzt im Auftrag der Bundesregierung Gutscheine für sogenannte FFP2-Masken. Zunächst erhält jeder Versicherte über 75 Jahren zwei Gutscheine für jeweils 6 Masken, die in Apotheken abgeholt werden können.

In einem zweiten Schritt werden alle versicherten Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf angeschrieben, zudem alle Personen zwischen 70 und 74 Jahren. Voraussichtlich in drei Wochen kommen dann alle Personen zwischen 60 und 69 Jahren dran. Auch sie erhalten zwei Gutscheine für jeweils sechs Corona-Schutz-masken. Diese Reihenfolge ist gesetzlich festgelegt. Es kann daher vorkommen, dass mehrere Personen desselben Haushalts ihre Gutscheine zu unterschiedlichen Zeitpunkten bekommen.

Der erste Gutschein ist bis zum 28. Februar gültig, der zweite vom 16. Februar bis zum 15. April. In der Apotheke bezahlt jede Person eine Eigenbeteiligung von zwei Euro pro Coupon. Insgesamt wird die KNAPPSCHAFT voraussichtlich mehr als 900.000 Schreiben mit Gutscheinen an ihre Versicherten verschicken.




Mangelnder Informationsfluss zwischen Klinik und Arztpraxis gefährdet Patienten

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Mainz, 4. Januar 2021 – Der Informationsaustausch zwischen Krankenhäusern und Arztpraxen in Rheinland-Pfalz weist oft Defizite auf. Beim Übergang zwischen der stationären und ambulanten Behandlung werden behandlungsrelevante Informationen zur Medikation oft nicht in ausreichendem Maß weitergegeben. Das zeigt der Arzneimittelreport der BARMER. „Patienten sind unnötigen Risiken ausgesetzt, wenn wichtige Informationen nicht oder nur lückenhaft übermittelt werden“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Besonders gefährdet seien chronisch Kranke und Menschen, die mehrere Medikamente einnehmen.

Laut BARMER-Report haben in Rheinland-Pfalz rund 150.000 Patienten, die im Jahr 2017 in ein Krankenhaus aufgenommen wurden, fünf oder mehr Medikamente gleichzeitig und andauernd eingenommen. Das ist mehr als jeder vierte Klinikpatient (26,7 Prozent). Die Datenanalysen zeigen zudem, dass 26,7 Prozent der rheinland-pfälzischen Patienten, die im Jahr 2017 in einem Krankenhaus behandelt wurden, bereits vor Aufnahme in die Klinik Polypharmazie-Patienten waren. Nach dem Krankenhausaufenthalt steigt der Anteil auf 33,5 Prozent im ersten Quartal. Im dritten Quartal nach dem Eingriff in der Klinik liegt der Anteil an Polypharmazie-Patienten noch immer bei 29,2 Prozent.

Polypharmazie-Patienten: bedenkliche Informationslücken

„Gerade bei Polypharmazie-Patienten kommt es bei der Aufnahme ins und der Entlassung aus dem Krankenhaus oft zu Informationslücken”, erklärt Kleis. So hatten nur 29 Prozent der Patienten bei der Klinikaufnahme einen Medikationsplan. Ab drei Medikamenten, die zugleich und andauernd eingenommen werden, hat jeder Patient Anspruch auf den bundeseinheitlichen Medikationsplan, der Informationsverluste zwischen Ärzten verhindern soll. Zudem verfügten 17 Prozent über gar keine aktuelle Aufstellung ihrer Medikamente. Immerhin 54 Prozent der Befragten hatten zwar einen Medikationsplan, aber nicht den bundeseinheitlichen, der auch digital ausgelesen werden kann. Das geht aus einer bundesweiten Befragung von bei der BARMER versicherten Polypharmazie-Patienten über 65 Jahren für den Arzneimittelreport hervor.

„Patienten treten heutzutage als selbstbewusste Beitragszahler und kritische Verbraucher auf. Viele informieren sich über ihre Krankheit und wollen aktiv in Therapie-Entscheidungen eingebunden werden“, sagt Kleis. Angesichts dessen sei es bedenklich, dass knapp 30 Prozent der von der BARMER Befragten angeben, dass ihnen die Arzneitherapie vom Arzt nicht erklärt worden sei. Jeder dritte Patient mit im Krankenhaus geänderter Therapie habe zudem vom Krankenhaus keinen aktualisierten Medikationsplan erhalten. „Eine Arzneitherapie kann nur erfolgreich sein, wenn der Patient sie versteht und mitträgt. Dazu muss er sie entsprechend erklärt bekommen. Informationsdefizite dürfen auch deswegen nicht auftreten, weil die Therapie nach einem Krankenhausaufenthalt häufig noch komplexer wird“, sagt Kleis.

Ursache der Informationsdefizite ist aus Sicht der BARMER weniger der einzelne Arzt als vielmehr der unzureichend organisierte und nicht adäquat digital unterstützte Prozess einer sektorenübergreifenden Behandlung. „Es gilt, nachzubessern, um die Risiken für Patienten auf ein Minimum zu beschränken und die Arbeit der Ärzteschaft zu erleichtern. Offenbar erreicht der erst im Jahr 2016 eingeführte bundeseinheitliche Medikationsplan noch nicht, was damit vorgesehen war. Ein Instrument für mehr Sicherheit und Transparenz in der Arzneimitteltherapie kann die elektronische Patientenakte sein, die alle gesetzlich Krankenversicherten seit dem 1. Januar dieses Jahres freiwillig nutzen können“, meint Kleis.

Corona

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer/Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler: Wichtig, die zu schützen, die andere schützen

„Das Personal in den Krankenhäusern leistet seit Monaten Außergewöhnliches. Es ist uns sehr wichtig, dass wir deshalb die schützen, die andere schützen und sich für uns einsetzen. Es sind die Menschen, die uns alle beim täglichen Kampf gegen die Pandemie unterstützen und die Folgen des Virus durch die Zunahme von Patienten und Patientinnen direkt zu spüren bekommen“, sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler zum Auftakt der Impfungen im Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern. Sie machten sich vor Ort einen Eindruck vom Impfgeschehen und tauschten sich mit dem Geschäftsführer des Klinikums, Peter Förster, und dem ärztlichen Direktor, Priv.-Doz. Dr. med. Dr. med. habil. Christian Mönch, aus. Rheinland-Pfalz hat bereits gestern damit begonnen, medizinisches Personal in den großen koordinierenden Krankenhäusern und Maximalversorgern zu impfen.

Peter Förster, Geschäftsführer des Westpfalz-Klinikums: „Wir sind sehr dankbar, dass das Land Rheinland-Pfalz uns als einen der Hauptakteure in der Corona-Pandemie zeitnah mit einem umfangreichen Kontingent an Impfstoff versorgt hat. Zum Schutz unserer Mitarbeiter und Patienten haben wir unmittelbar mit den Impfungen begonnen und werden zügig damit fortfahren. Mein Dank gilt den Mitarbeitern, die innerhalb kürzester Zeit die Voraussetzungen dafür geschaffen haben, dass dies im Westpfalz-Klinikum möglich ist.“

Christian Mönch, Ärztlicher Direktor des Westpfalz-Klinikums: „Heute ist ein historischer Moment für das Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern. Wir konnten dank der Bereitstellung des Impfstoffs Comirnaty der Firma Biontech durch die Landesregierung Rheinland-Pfalz damit beginnen, unsere pflegerischen und ärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen das Coronavirus zu impfen. Somit sind wir einen entscheidenden Schritt in der Bekämpfung der Corona-Pandemie weitergekommen und es wird uns gelingen, diese Pandemie zu besiegen. Wir werden keine Zeit verlieren und in den nächsten Tagen trotz Feiertagen und Jahreswechsel möglichst viele Personen impfen. Auf den heutigen Tag haben wir lange gewartet und ich bin froh und dankbar, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses Geschenk der Impfung bekommen dürfen.“

Die Ministerpräsidentin und die Gesundheitsministerin zeigten sich beeindruckt vom hohen Engagement aller Beteiligten: „Es stimmt uns sehr zuversichtlich, wenn wir den Einsatz der zahlreichen verschiedenen Akteure sehen. Gemeinsam arbeiten sie alle an einem Ziel - einer schnellstmöglichen Schutzimpfung und der Eindämmung der Pandemie“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Sie dankten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Westpfalz-Klinikums für Ihr Engagement. „Gerade über die Feiertage hinweg zeigt sich einmal mehr, welch wichtige Arbeit Sie leisten und welche persönlichen Einschränkungen mit Ihrem Einsatz verbunden sind.“

Nachdem anfänglich nur sehr begrenzt Impfstoff verfügbar war, wurde zunächst stationären Pflegeeinrichtungen in den Regionen ein Impfangebot gemacht, in denen zum Stichtag 16. Dezember eine überdurchschnittliche Sieben-Tages-Inzidenz vorlag. In der Zwischenzeit sind weitere Impfstoff-Lieferungen eingetroffen, sodass seit dem 29. Dezember grundsätzlich in allen Alten- und Pflegeheimen geimpft werden kann, in denen Impfbereitschaft besteht. Seit dem 30. Dezember wird parallel dazu medizinisches Personal in Krankenhäusern geimpft. Zunächst finden die Impfungen in den acht koordinierenden Krankenhäusern des Landes statt, bevor in die weiteren Krankenhäuser übergegangen wird, die besonders mit der Behandlung von Covid-19 belastet sind.

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer/Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler: Tag der Hoffnung durch Start der Schutzimpfung

„Heute ist ein besonderer Tag, ein Tag der Hoffnung, der uns sehr lange in Erinnerung bleiben wird! Mit dem Beginn der Corona-Schutzimpfungen in Deutschland und hier bei uns in Rheinland-Pfalz sind wir einen großen Schritt in der Pandemiebekämpfung nach vorne gekommen. Das ist ein großer Lichtblick. Damit können wir dem Coronavirus die Stirn bieten“, sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler zum Start der Impfungen in Rheinland-Pfalz. Gemeinsam mit Gesundheitsstaatssekretär und Landeskoordinator Impfen Dr. Alexander Wilhelm nahmen sie am Auftakt der Schutzimpfungen im Alten- und Pflegeheim Maria vom Siege in Koblenz teil.

Die Ministerpräsidentin dankte allen Beteiligen für ihren Einsatz: „Noch nie wurde so schnell ein neuer Impfstoff entwickelt und zugelassen. Noch nie wurden in so kurzer Zeit neue Strukturen wie die Impfzentren oder die mobilen Impfteams geschaffen – gemeinschaftlich, Hand in Hand durch ganz verschiedene Akteure. Hierfür danke ich allen Beteiligten sehr herzlich.“ Die Entwicklung des Impfstoffs durch BioNTech sei eine phantastische Forschungsleistung, die ihre Wurzeln in Rheinland-Pfalz hat. „In Rekordzeit hat BioNTech mit seinem amerikanischen Partner Pfizer diesen Impfstoff entwickelt. Dies ist eine phantastische Leistung, auf die wir Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen sehr stolz sind“, so die Ministerpräsidentin.

Zugleich appellierten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler an die Bürgerinnen und Bürger, sich impfen zu lassen. „Die Schutzimpfung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto größer ist der Schutz für uns alle, desto besser und auch schneller können wir diese Pandemie hinter uns lassen.“

Aufgrund der zunächst engen Begrenzung des Impfstoffes starten die Impfungen in den Altenheimen und Senioreneinrichtungen in Rheinland-Pfalz - übereinstimmend mit den Vorgaben des Bundes und basierend auf den Empfehlungen zur Priorisierung der Ständigen Impfkommission. In Absprache mit dem einberufenen Ethikbeirat Corona-Schutzimpfung werden dabei zunächst jene Regionen bedient, die zum Stichtag 16. Dezember über der durchschnittlichen Sieben-Tage-Inzidenz des Landes lagen. Dies sind die Landkreise Bad Kreuznach, Germersheim, Kusel, Neuwied, der Rhein-Pfalz-Kreis und der Kreis Vulkaneifel sowie die kreisfreien Städte Frankenthal, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz und Speyer.

Die Schutzimpfungen werden nach den durch den Bund zugesagten wöchentlichen Lieferungen nach und nach auf weitere Pflegeeinrichtungen ausgeweitet, bevor medizinisches Personal und die über 80-Jährigen in den Impfzentren geimpft werden. „Mit dem heutigen Tag können wir alle zuversichtlich nach vorne blicken. Mit dem Beginn der Schutzimpfungen und der möglichen Zulassung weiterer Impfstoffe können wir uns im Kampf gegen das Virus einen riesigen Vorteil verschaffen, Leben retten und schwere Krankheitsverläufe verhindern“, betonten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Corona-Hotline für alle Bundesbürger

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Alle wichtigen Infos zur Impfung gegen Covid-19

Mainz, 22. Dezember 2020 – In Kürze werden die ersten Corona-Impfungen in Deutschland starten. Vor diesem Hintergrund erweitert die BARMER ihre seit Januar bestehende Corona-Hotline. Anrufende können ab sofort alle zentralen Informationen zur Immunisierung und dem verfügbaren Impfstoff bei den Medizinexperten der BARMER-Hotline erfragen. „Rund um die Corona-Impfung gibt es einen massiven Informationsbedarf. Dabei geht es nicht nur darum, wer wann und wo geimpft wird, sondern auch wie sicher die Impfung ist oder wer die Kosten übernimmt. Unsere Fachleute verfügen über die relevanten Informationen, die auf dem aktuellen medizinischen Stand der Forschung basieren“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Die kostenlose Hotline stehe uneingeschränkt allen Bundesbürgern rund um die Uhr zur Verfügung unter 0800 84 84 111.

Impfskepsis noch groß

Eine Hotline mit Impfschwerpunkt sei sehr wichtig, weil laut repräsentativer BARMER-Umfrage vom November viele Bürger einer Impfung skeptisch gegenüberstünden. Demnach käme für 22 Prozent der Befragten eine Corona-Impfung nicht in Frage (Rheinland-Pfalz: 17 Prozent). Dabei hätten Zweifel an der Sicherheit der Impfstoffe (68 Prozent), die Furcht vor Nebenwirkungen (60 Prozent) und Zweifel an der Wirksamkeit (52 Prozent) die größten Hürden dargestellt. Kleis sagt: „Unsere Hotline soll einen Beitrag dazu leisten, offene Fragen zu klären und mögliche Sorgen bezüglich der Impfung auszuräumen.“

Über 30.000 Anrufe auf Corona-Hotline

Die Corona-Hotline der BARMER sei Ende Januar als erste bundesweite Anlaufstelle für alle Bürger an den Start gegangen. Seitdem hätten die Experten medizinische Fragen von über 30.000 Anrufenden beantwortet. „Die Corona-Hotline der BARMER wird zwar um den Impf-Aspekt erweitert. Die Versicherten erhalten selbstverständlich auch weiterhin Informationen zu allen anderen Aspekten der Pandemie“, sagt Kleis. Dabei könne es zum Beispiel um Hygienemaßnahmen, rechtliche Fragen und Krankheitsverläufe gehen.

Alle Infos zur Impfumfrage unter: www.barmer.de/p016180.

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