Mittwoch, 19. Dezember 2018

Letztes Update:07:19:52 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Universität Trier bildet erstmals Psychotherapeuten für Kinder und Jugendliche aus

Drucken

Wissenschaftlicher Weiterbildungsstudiengang mit hohem Praxisbezug – Beitrag zum Gesundheitswesen in der Region


Elf Kandidaten starteten heute in den neuen Weiterbildungsstudiengang Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie an der Universität Trier. Sie können die Approbation erwerben, die sie zur Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen berechtigt. „Mit diesem Angebot leisten wir auch einen maßgeblichen und langfristigen Beitrag zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Region Trier“, sagt Prof. Dr. Tanja Hechler, die Leiterin des neuen Studienganges.


Bei den Kandidaten standen heute die ersten Lehrveranstaltungen auf dem Stundenplan. Viele Teilnehmer studieren nach einem vorangegangenen Master- oder Diplomabschluss nun fünf Jahre lang begleitend zu ihrem Beruf. In Vollzeit kann der Weiterbildungsstudiengang innerhalb von drei Jahren absolviert werden.

Der wissenschaftliche Studiengang beinhaltet einen hohen Praxisbezug. Dafür wurden Kooperationen mit zehn Einrichtungen - Unikliniken, lokale Krankenhäuser, Sozialpädiatrische Zentren sowie Kinder- und Jugendpsychotherapeutische Praxen - etabliert. Im zweiten Studienabschnitt findet die praktische Ausbildung direkt an der Universität Trier statt. Dabei werden die Kandidaten Psychotherapien mit Kindern und Jugendlichen unter Supervision durchführen.


37 Dozierende, die eine hohe wissenschaftliche wie praktische Expertise in verschiedenen Bereichen der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie mitbringen, garantieren eine fundierte und vielseitige Ausbildung. Die enge Verknüpfung der staatlich anerkannten Psychotherapieausbildung und der Forschung in Klinischer Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Universität Trier sichern eine hohe Qualität und Aktualität.


Die Weiterbildung wird mit dem Staatsexamen abgeschlossen und berechtigt die Absolventen zum Erwerb der Approbation als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut.


Weitere Informationen: www.uni-trier.de/index.php?id=65522


Infoveranstaltung

Für Interessenten des Weiterbildungsstudiengangs Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie der Universität Trier (Psychologen, Pädagogen und Sozialpädagogen mit Master- oder Diplomabschluss) findet am 21. November von 12.00 bis 13.00 Uhr am Wissenschaftspark 25+27 in Trier, Raum 4.25 (2.OG) eine Informationsveranstaltung statt. Um vorherige Anmeldung wird gebeten: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Was hilft bei Schuppenflechte

Drucken

Die Krankheit gut im Griff haben

Mainz, den 25. Oktober 2018 – Deutschlandweit sind rund zwei Millionen Menschen von der Schuppenflechte betroffen. Der Fachbegriff lautet Psoriasis. Es handelt sich um eine nicht-ansteckende entzündliche Hautkrankheit, die in der Regel vererbt wird. Doch nicht immer bricht die Krankheit dann auch aus. Erst wenn Faktoren wie Stress, hormonelle Umstellungen wie beispielsweise während Schwangerschaften oder entsprechende Infektionen zum Beispiel mit Streptokokken dazu kommen, wird der Hautausschlag aktiv. Zum Welt-Psoriasis-Tag am 29. Oktober klärt der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV darüber auf, wie man die Schuppenflechte erkennt und die angegriffene Haut am besten behandelt und pflegt.

„Betroffene haben gerötete, inselförmige, silbrig-schuppende Hautstellen. Diese entzündlichen Herde treten meist an Kopfhaut, Ellbogen und Kniescheiben, aber auch oberhalb des Steißbeins, unter den Ohrläppchen und unter dem Gürtel auf“, beschreibt Petra Engel-Djabarian, als Vorstand des Apothekerverbandes die Symptome. Außerdem kann es auch zu Veränderungen der Nägel an Fingern und Füßen oder bei Sonderformen können auch Gelenke betroffen sein, erklärt die Apothekerin weiter. Allen gemein ist der teils sehr starke Juckreiz. „Hier ist immer der wichtigste Ratschlag, auf jeden Fall nicht zu kratzen. Sonst können Keime in die entstandenen Wunden eintreten und die Entzündung verschlimmern.“ Besser ist es, mit der flachen Hand über die juckende Haut streichen und auch Umschläge mit kaltem Schwarztee können den Reiz stillen, so Engel-Djabarian weiter. Gute Hautpflege ist für Psoriasis-Patienten sehr wichtig und beginnt schon beim Duschen. Hier sollten keine austrocknenden Duschgele sondern feuchtigkeitsspendende Duschlotionen verwendet werden. Danach muss die Haut gut gepflegt werden. Die betroffenen Hautstellen können mit juckreizstillenden Salben und Lotionen gepflegt werden. Aber auch die nicht betroffene Haut sollte mit einer passenden Körperpflege versorgt werden. Diese sollte keine Duftstoffe enthalten und am besten an erkrankter Haut getestet sein.

„Sollte der Juckreiz trotzdem anhalten und sich die betroffenen Stellen ausbreiten oder entzünden, empfehle ich einen Besuch beim Hautarzt. Dieser kann stärkere anti-entzündliche Salben und Lotionen oder aber auch Tabletten verordnen. Unter anderem kommen hier Wirkstoffe wie Salizylsäure, Milchsäure oder Kortison zum Einsatz. Diese können die Symptome weiter lindern“, so Engel-Djabarian weiter. „Da es sich aber um eine genetisch bedingte Erkrankung handelt, gibt es leider keine Heilung.“

Bätzing-Lichtenthäler: Schützen Sie sich mit einer Grippeimpfung gegen die saisonale Influenza!

Drucken

„Die vorbeugende Grippeschutzimpfung im Herbst bietet den besten Schutz vor einer Erkrankung“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und rief gemeinsam mit der Landesärztekammer zur jährlichen Grippeschutzimpfung auf. Beim öffentlichen Impftermin im Landesmuseum Mainz gingen Ministerin Bätzing-Lichtenthäler, Landesärztekammerpräsident Dr. Günther Matheis sowie die beiden Vizepräsidenten Sanitätsrat Dr. Michael Fink und Dr. Bernhard Lenhard auch in diesem Jahr wieder mit gutem Beispiel voran.

Die letzte Grippewelle im Winter 2017/18 verlief außergewöhnlich schwer. Gemäß den Auswertungen der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) des Robert Koch-Institutes (RKI) waren schätzungsweise 9 Millionen Arztbesuche auf eine Influenza zurückzuführen. Die Krankheitslast mit akuten Atemwegserkrankungen war damit so hoch wie nie zuvor.

Auch wenn die Impfung insbesondere für ältere Menschen über 60 Jahre empfohlen ist, wird die Impfung gerade in dieser Altersgruppe nur noch von gut einem Drittel in Anspruch genommen. „Hier muss unbedingt noch mehr Aufklärungsarbeit betrieben werden, da insbesondere ältere Menschen ein besonderes Risiko für schwere Verläufe der Erkrankung haben. Eine Influenza kann vor allem für ältere, chronisch kranke oder immungeschwächte Menschen zu einer ernsthaften Gefahr werden“, so der Appell der Gesundheitsministerin.

Dr. Günther Matheis wies darauf hin, dass es üblicherweise meist zu Beginn des Jahres zu einer Häufung von Influenzafällen komme. „Da es etwa zwei Wochen dauert, bis der Immunschutz vollständig aufgebaut ist, ist der beste Zeitraum für die Grippeschutzimpfung von Oktober bis November und sollte möglichst bis Ende des Jahres erfolgt sein“, erklärte der Präsident der Landesärztekammer.

Auch Personen, die aufgrund ihres Berufes (insbesondere medizinisches und pflegerisches Personal) mit vielen Menschen in Kontakt kommen, sind besonders gefährdet und sollten sich daher alljährlich impfen lassen. In diesen Fällen dient die Impfung nicht nur dem Eigenschutz, sondern auch dem Schutz von im selben Haushalt lebenden oder betreuten (Risiko-)Personen. Des Weiteren empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Grippeschutzimpfung auch für Schwangere und Personen mit einem chronischen Grundleiden, da diese ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben.

Laut dem pharmazeutischen Großhandel steht Impfstoff ab Anfang November flächendeckend in Rheinland-Pfalz zur Verfügung.

„Wir raten allen, den nächsten Arztbesuch dazu zu nutzen, den eigenen Impfstatus und den der Kinder überprüfen zu lassen. Fehlende Impfungen sollten nachgeholt werden. Impfberatungen und -angebote gibt es sowohl in Arztpraxen als auch bei den Gesundheitsämtern. Schützen Sie sich und andere“, so der abschließende Aufruf der Ministerin.

Zur Grippeimpfung:

Die Influenza oder sogenannte „echte Grippe“ wird durch Viren verursacht, die auf dem Luftweg über Tröpfcheninfektion übertragen werden. Sie beginnt typischerweise mit hohem Fieber, Husten, Muskel- und Kopfschmerzen. Neben dem Impfen stellen auch gründliches Händewaschen mit Seife und Abstandhalten zu Erkrankten wichtige Schutzmaßnahmen dar. Da Influenzaviren ein hohes Verwandlungspotential haben, wird die Impfstoffzusammensetzung jährlich überprüft und entsprechend angepasst. Die Impfung sollte daher jedes Jahr wiederholt werden.

Die Kosten für die Grippeschutzimpfung werden von den gesetzlichen Krankenkassen für alle Versicherten übernommen, die zu den von der ständigen Impfkommission empfohlenen Gruppen zählen und von der Schutzimpfungsrichtlinie erfasst werden. Dazu gehören neben den Personen über 60 Jahre, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, sowie Schwangere. Darüber hinaus Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- oder Pflegeeinrichtungen, medizinisches und pflegerisches Personal – auch im häuslichen Bereich – oder Menschen, die in Einrichtungen mit großem Publikumsverkehr arbeiten. Personen mit erhöhter Infektionsgefährdung durch direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln sollen sich ebenfalls impfen lassen.

Krankenhauskosten in Rheinland-Pfalz 2017 weiter gestiegen

Drucken
Die Gesamtkosten der rheinland-pfälzischen Krankenhäuser beliefen sich im Jahr 2017 auf rund 4,8 Milliarden Euro. Laut Statistischem Landesamt entspricht dies einer Zunahme um 178 Millionen Euro bzw. 3,8 Prozent gegenüber 2016.

Größter Ausgabenposten waren – mit einem Anteil von 64 Prozent an den Gesamtkosten –die Aufwendungen für Personal. Sie beliefen sich 2017 auf knapp 3,1 Milliarden Euro; dies entspricht einer Steigerung um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hier spiegelt sich unter anderem der deutliche Aufbau von Krankenhauspersonal in den vergangenen Jahren wider.

Ein weiteres Drittel der Ausgaben entfiel auf Sachkosten – darunter fallen unter anderem Ausgaben für Energie, Lebensmittel, medizinische Bedarfe sowie Instandhaltungskosten im stationären Bereich. Die rheinland-pfälzischen Krankenhäuser wendeten hierfür knapp 1,6 Milliarden Euro auf; ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber 2016.

In den Gesamtkosten waren Ausgaben für nichtstationäre Leistungen – wie Ambulanzen, wissenschaftliche Forschung und Lehre – in Höhe von rund 514 Millionen Euro enthalten. Die Kosten der rein stationären Krankenhausversorgung beliefen sich somit auf rund 4,3 Milliarden Euro. Bezogen auf diese sogenannten bereinigten Krankenhauskosten verteuerte sich ein vollstationärer Behandlungstag um 29 Euro auf 635 Euro; ein Anstieg um 4,8 Prozent. Die Kosten je Behandlungsfall beliefen sich auf 4.528 Euro und somit 227 Euro bzw. 5,3 Prozent mehr als 2016.

Mit Blick auf die vergangenen zehn Jahre fällt die Kostensteigerung je Behandlungstag jedoch deutlich stärker aus als der Anstieg je Behandlungsfall (50,6 Prozent gegenüber 33,4 Prozent). Dies kann unter anderem durch die Tatsache erklärt werden, dass in rheinland-pfälzischen Krankenhäusern immer mehr Patienten stationär behandelten wurden, deren durchschnittliche Verweildauer gleichzeitig jedoch abnahm.

Die Ergebnisse basieren auf der jährlich erhobenen Statistik über den Kostennachweis der Krankenhäuser.
Regionalisierte Daten stehen nicht zur Verfügung.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

Besuch beim Zahnarzt erfolgt selten

Drucken

24. Oktober 2018 - Verglichen mit den anderen Landkreisen und kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz gehen im Landkreis Neuwied und Koblenz unterdurchschnittlich viele Menschen zum Zahnarzt. Das zeigt der Zahnreport der BARMER, für den die Technische Universität Dresden Daten aus dem Jahr 2016 ausgewertet hat. „Wer nicht mindestens einmal pro Jahr zum Zahnarzt geht, setzt die Gesundheit seiner Zähne unnötig aufs Spiel“, sagt Peter Lauermann, Regionalgeschäftsführer der BARMER in Neuwied. Besonders bei den sechs- bis 17-Jährigen müsse ein halbjährlicher Besuch beim Zahnarzt selbstverständlich sein.

Laut Zahnreport haben 67,9 Prozent der Einwohner im Landkreis einen Zahnarzt aufgesucht. Damit lagen sie unter dem Rheinland-Pfalz-Durchschnitt von 68,4 Prozent und unter dem Bundesdurchschnitt von 71,5 Prozent. Lauermann sagt: „Wer regelmäßige zahnärztliche Untersuchungen in einem Bonusheft dokumentieren lässt, kann bei der Anschaffung von Zahnersatz und Zahnkronen bares Geld sparen.“ Der Report zeigt, dass im Landkreis Neuwied 9,1 Prozent der Einwohner bei ihrem Zahnarzt wegen Zahnkronen oder Zahnersatz vorstellig werden mussten.

Sorgfältige Mundhygiene ergänzt Besuch beim Zahnarzt

„Auch die Dritten brauchen Pflege. Deshalb bleiben Kontrollbesuche beim Zahnarzt für Prothesen-Träger wichtig“, erklärt Lauermann. Werde die Prothese zu selten überprüft, sei ihr optimaler Sitz im Mund nicht gewährleistet. Dann bestehe die Gefahr einer chronischen schmerzhaften Veränderung der Schleimhaut. „Wird sie nicht rechtzeitig behandelt, kann sich die Entzündung auf den gesamten Mundbereich ausdehnen und schließlich auch innere Organe wie Herz und Lunge in Mitleidenschaft ziehen“, warnt Lauermann.

Der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt allein reicht aber nicht. Lauermann betont: „Eine regelmäßige, sorgfältige Mundhygiene und eine zahngesunde Ernährung können Zähne und Zahnfleisch vor Schäden schützen und ein Leben lang gesund halten.“ Mindestens zweimal am Tag solle eine Generalreinigung mit einer fluoridhaltigen Zahncreme stattfinden, jeweils nach dem Frühstück und vor dem Schlafengehen. Vor allem nach klebrigen, süßen Zwischenmahlzeiten empfehle sich ein zusätzliches Zähneputzen.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL