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Corona-Pandemie

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Warnung vor angeblichen Medikamenten gegen Covid-19

Mainz, 27. März 2020 – In der Corona-Krise werben diverse Internetseiten mit vermeintlichen Arzneimitteln, die Infizierten Heilung versprechen. Die BARMER warnt eindringlich davor, auf diese Versprechen hereinzufallen und die angebotene Ware zu kaufen. „Es gibt noch keine zugelassenen Arzneimittel zur Behandlung von Covid-19. Erste Medikamente befinden sich bisher im Versuchsstadium. Bei den Internetangeboten handelt es sich um Produkte, die keinen wissenschaftlich erwiesenen Nutzen gegen Covid-19 haben“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Schlimmstenfalls könnten solche Mittel sogar schädlich sein, indem sie zum Beispiel unerwünschte Wechselwirkungen mit zugleich eingenommenen Arzneimitteln hervorriefen. Bei einer Covid-19-Erkrankung stünden bisher nur Arzneimittel zur Behandlung der Symptome wie Fieber und Husten zur Verfügung. Daher habe auch die Europäische Arzneimittel-Agentur unlängst vor Internetseiten mit vermeintlichen Medikamenten gegen das Coronavirus gewarnt.

Nahrungsergänzungsmittel beugen Infektion nicht vor

Vorsicht sei auch bei Internetanbietern geboten, die für Nahrungsergänzungsmittel mit falschen Versprechungen werben. „Es gibt keine Nahrungsergänzungsmittel, die eine Infektion mit dem Coronavirus verhindern oder sogar heilen können“, sagt Kleis. Laut Rechtsprechung dürften diese Zusatzmittel generell keine Angaben enthalten, die auf eine Vorbeugung, Behandlung oder Heilung einer Krankheit hindeuteten. Ohnehin seien die meisten Präparate wirkungslos, wenn man sich ausgewogen ernähre und damit keinen Nährstoffmangel habe. Bei Vorerkrankungen, zu hoher Dosierung oder bei Wechselwirkungen mit Medikamenten könnten Nahrungsergänzungsmittel mitunter sogar schaden.

Alle Infos zum Coronavirus: www.barmer.de/a005172.

Caritasverband trauert um an Corona verstorbenen Bewohner in Einrichtung in Koblenz-Metternich

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Caritasverband Koblenz bittet um dringende Unterstützung - Bewohner und Mitarbeitende in Wohnhäusern für Menschen mit Behinderung mit dem Corona-Virus infiziert

Im Haus Eulenhorst des Caritasverbandes Koblenz e. V. im Koblenzer Stadtteil Metternich ist der erste Todesfall zu beklagen. Ein 78-jähriger Bewohner ist am Dienstagmorgen an den Folgen einer Corona-Infizierung gestorben. „Wir sind tief erschüttert, unser Mitgefühl gilt allen, die um den Bewohner trauern“, spricht Caritasdirektorin Martina Best-Liesenfeld ihre Anteilnahme im Namen des Caritasverbandes aus. „Wir werden weiterhin alles tun, um die Menschen, die uns anvertraut sind, zu unterstützen und gleichzeitig so gut wie möglich zu schützen.“

In zwei von insgesamt vier Wohnhäusern (Haus Eulenhorst in Koblenz-Metternich und Haus St. Franziskus in Weißenthurm) des Caritasverbandes Koblenz e. V. für Menschen mit Behinderung zeichnet sich derzeit allerdings eine dramatische Situation ab.

Seit mehreren Tagen muss die Betreuung der Bewohner rund um die Uhr sichergestellt werden. Normalerweise arbeiten die meisten Bewohner tagsüber in der Rhein-Mosel-Werkstatt für behinderte Menschen oder besuchen eine Tagesförderstätte, die zurzeit aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen sind.

Am Donnerstagnachmittag wurde der Caritasverband darüber informiert, dass der Corona-Test bei einem Bewohner des Haus St. Franziskus in Weißenthurm positiv war. Seitdem wurden in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt die notwendigen Maßnahmen eingeleitet. Die zuständige Beratungs- und Prüfbehörde und das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie sowie die Rhein-Mosel-Werkstatt wurden sofort informiert.

Inzwischen gibt es im Haus Eulenhorst und dem Haus St. Franziskus mehrere Infektionen bei Bewohnern und Mitarbeitenden.

Das Gesundheitsamt, mit dem seit Kenntnis des ersten Krankheitsfalles laufend eine enge Abstimmung erfolgt, hat für beide Einrichtungen eine Quarantäne angeordnet und bis auf Weiteres folgende Maßnahmen festgesetzt:

  • Alle Bewohner bleiben in der Einrichtung (Ausnahme: erforderlich stationäre Aufnahme in ein Krankenhaus).
  • Positiv getestete Bewohner verbleiben bei stabilem Gesundheitszustand im Haus.
  • Alle Bewohner mit Symptomen werden vorerst so gut wie möglich isoliert und sollen möglichst im Zimmer bleiben.
  • Es besteht ein absolutes Besuchsverbot für Angehörige oder sonstige Fremdpersonen.
  • Die Mitarbeiter dürfen ausschließlich zwischen ihrem Zuhause und der Einrichtung pendeln - ohne weitere Kontakte, damit die Betreuung sichergestellt werden kann.

Die Caritas-Mitarbeiter prüfen und beobachten permanent die gesundheitliche Entwicklung der Bewohner. Diese wird entsprechend dokumentiert. Sofern notwendig, erfolgt die weitere ärztliche Versorgung in Abstimmung mit den Hausärzten bzw. dem Gesundheitsamt oder dem ärztlichen Notdienst.

Externe Hilfe wird benötigt

Insbesondere für die beeinträchtigten Menschen sind die aktuellen Geschehnisse, die dringend notwenigen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen eine kaum zu bewältigende Belastung. Die Mitarbeitenden vor Ort arbeiten seit Tagen über ihrer Belastungsgrenze.

Der Caritasverband Koblenz ist aufgrund der Situation in den Wohnhäusern auf externe Hilfe angewiesen und bittet in einem dringenden Appell um Unterstützung. Gesucht werden für die beiden betroffenen Einrichtungen engagierte Menschen, die sich in der Betreuung, Pflege oder der hauswirtschaftlichen Versorgung helfen möchten. Berufliche Vorkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig, da immer Fachkräfte der Caritas als Ansprechpartner zur Seite stehen. Selbstverständlich werden zum Schutz der Freiwilligen die erforderlichen Schutzbekleidungen gestellt sowie ein Versicherungsschutz gewährleistet.

Der Caritasverband Koblenz e. V. ist Träger von vier Wohnhäusern für Menschen mit Behinderung. In den Häusern Eulenhorst, Oberwerth, St. Franziskus in Weißenthurm und Lingerhahn haben knapp 90 erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung ein Zuhause.

Interessenten melden sich bitte an:

Telefon: 0261 13906-304

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Zum Schutz vor Coronaviren: Ab sofort nur noch telefonische Pflegeberatung in den Pflegestützpunkten

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Pflegestützpunkte vor Ort derzeit geschlossen

Mainz. Menschen, die Kontakt zu den Pflegestützpunkten aufnehmen, sind in der Regel aufgrund ihres Alters und/oder ihres Gesundheitszustandes besonders schützenswert. Deshalb haben sich die Träger der Pflegestützpunkte am Montagnachmittag dazu entschieden, alle Pflegestützpunkte in Rheinland-Pfalz für den Kundenverkehr zu schließen. Aufgrund der aktuellen Entwicklung von Coronainfektionen findet keine persönliche Beratung in den Pflege­stützpunkten mehr statt.

Deshalb können momentan auch keine persönlichen Besuche im häuslich-familiären Bereich erfolgen.

Die Maßnahme gilt in Abstimmung mit dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie zunächst bis Ende der Osterferien in Rheinland-Pfalz (19.04.2020).

Personen, die Hilfe benötigen, bekommen diese aber weiterhin per Telefon oder E-mail. Die Kontaktdaten aller rheinland-pfälzischen Pflegestützpunkte findet man auf der Homepage des Sozialportals Rheinland-Pfalz:

www.pflegestuetzpunkte.rlp.de oder

https://sozialportal.rlp.de/aeltere-menschen/pflegestuetzpunkte/

Allgemeinverfügung des Landkreises Mayen-Koblenz zu weiteren kontaktreduzierenden Maßnahmen

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(17.03.2020) Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 hat sich in kurzer Zeit weltweit verbreitet. Es muss alles dafür getan werden, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Deshalb sind erhöhte Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung erforderlich, welche durch eine Allgemeinverfügung geregelt werden. Konkret geht es um weitere kontaktreduzierende Maßnahmen wie Schließungen, Zugangsbeschränkungen und Verbote von Zusammenkünften.

Die Maßnahmen der Allgemeinverfügung gelten ab dem morgigen Mittwoch, 18.03.2020, 00:00 Uhr.

Die Allgemeinverfügung ist hier zu finden:

https://www.kvmyk.de/kv_myk/live/Slideshow/Informationen%20zum%20Coronavirus/AllgVerf_kontaktreduzierende%20Ma%C3%9Fnahmen.pdf

Coronavirus: Einwohner aus umliegenden Landkreisen wenden sich bitte an zuständige Ämter

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(17.03.2020) Laut der gestern veröffentlichten Ankündigung werden ab sofort in den Fieberambulanzen in Mayen und Koblenz nur noch Bürger/innen mit Wohnort in der Stadt Koblenz und dem Landkreis Mayen-Koblenz untersucht.
Die Fieberambulanzen sind vor allem dafür eingerichtet worden, um die hiesigen Krankenhäuser zu entlasten. Bei einer zu hohen Zahl an neuen Patienten können diese jedoch ihre Aufgabe nicht ausreichend erfüllen. Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz und die Stadt Koblenz bitten deswegen nur Menschen, die die folgenden Voraussetzungen erfüllen, die Ambulanzen aufzusuchen:
- Generell nur Menschen mit Wohnort im Stadtgebiet Koblenz und dem Landkreis Mayen-Koblenz.
- Menschen, die in den letzten 14 Tagen direkten Kontakt zu einer bestätigt infizierten Person hatten UND eindeutige Symptome aufzeigen. Dazu gehören Fieber, trockener Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit, Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schüttelfrost.
- Menschen, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben UND Symptome aufzeigen. Risikogebiete sind laut Robert-Koch-Institut (www.rki.de):
in China die Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan),in Österreich das Bundesland Tirol,in Spanien Madrid,in Südkorea die Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang),in den USA die Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York,Iran,Italien.
Besonders betroffenes Gebiet in Deutschland ist der Landkreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen).
Bürger mit Wohnort in Koblenz und Mayen-Koblenz, die unsicher über das Aufsuchen der Ambulanzen sind, können sich telefonisch beim Gesundheitsamt informieren. Dazu ist eine Corona-Hotline unter Telefon 0261 108-730 oder 0261 129-6666, montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr und am Wochenende von 11 bis 16 Uhr, erreichbar. Darüber hinaus können Bürger ihre Fragen auch per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. stellen. Das Gesundheitsamt entscheidet dann, ob ein Besuch in einer der Fieberambulanzen notwendig ist.
Einwohner anderer Landkreise finden unter den nachfolgenden Links Informationen von ihren Kreisverwaltungen und den jeweiligen Gesundheitsämtern:
- Landkreis Ahrweiler: https://www.kreis-ahrweiler.de
- Landkreis Cochem-Zell: https://www.cochem-zell.de
- Landkreis Neuwied (eigene Fieberambulanz in Neuwied): https://www.kreis-neuwied.de
- Landkreis Vulkaneifel: https://www.vulkaneifel.de
- Rhein-Hunsrück-Kreis: https://www.kreis-sim.de
- Rhein-Lahn-Kreis (eigene Fieberambulanz in Gemmerich): https://www.rhein-lahn-kreis.de
- Westerwaldkreis: https://www.westerwaldkreis.de

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