Mittwoch, 19. Dezember 2018

Letztes Update:07:19:52 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Internationaler Tag der seelischen Gesundheit

Drucken

Gesundheitsministerin wirbt für offenen Umgang mit psychischen Erkrankungen

„Obwohl sich die Aufmerksamkeit für das Thema psychische Erkrankungen deutlich erhöht hat, sind Betroffene und Angehörige noch immer häufig mit Vorurteilen konfrontiert und erleben Ausgrenzung. Wir brauchen in unserem Land einen offenen und toleranten Umgang mit psychischen Erkrankungen – auch damit Hilfen frühzeitig in Anspruch genommen werden können“, forderte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler im Vorfeld des „Internationalen Tags der seelischen Gesundheit“, der jedes Jahr am 10. Oktober begangen wird. Das diesjährige Motto des Jahrestages „Young People and Mental Health in a Changing World“ soll ein Bewusstsein dafür schaffen, welchen Problemen und Herausforderungen gerade junge Menschen in unserer komplexen und sich wandelnden Welt begegnen und was sie brauchen, um psychisch gesund, glücklich und widerstandsfähig zu bleiben.

Depressionen sind nach wie vor die am häufigsten diagnostizierte psychische Erkrankung in Deutschland. Sie treten oft zusammen mit anderen psychischen Störungen, körperlichen Erkrankungen oder auch anhaltendem Stress und lebensverändernden Ereignissen auf. „Um Menschen mit Depression vor Ort helfen zu können, fördert die rheinland-pfälzische Landesregierung seit 2009 die Initiative ,Bündnisse gegen Depression‘“, so Bätzing-Lichtenthäler. Durch die Förderung des Landes konnte die Initiative, die bei der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. angesiedelt ist, die Gründung von elf lokalen Bündnissen anstoßen und begleiten. Die lokalen Bündnisse setzen sich für Menschen mit Depression und ihre Angehörigen ein und machen Angebote zu Beratung, Behandlung und Unterstützung. Sie tragen dazu bei, dass Betroffene die Hilfsangebote schneller erreichen und frühzeitig nutzen können.

Mit dem bundesweiten Vorlesetag am 16. November 2018 spricht die Initiative „Bündnisse gegen Depression“ speziell Kinder und Jugendliche an. Etwa drei Millionen Kinder in Deutschland leben mit einem psychisch kranken Elternteil. „Es ist wichtig, den Kindern zu helfen, ihre Situation besser zu verstehen und zu vermitteln, dass sie und ihre Eltern nicht alleine sind. Auch Kinder, die nicht betroffen sind, sollen hierbei an das Thema Depression herangeführt werden. Dazu organisieren die Bündnisse Lesungen mit Kinderbuchautorinnen oder suchen Lesepaten, die die Werke in Kindergärten oder Schulen vorlesen“, erklärte die Ministerin.

Die Initiative setzt außerdem Themenschwerpunkte, die von den lokalen Bündnissen aufgegriffen werden. Eines der Themen ist „Laufen gegen Depression“. Ausgehend von der Beobachtung, dass Bewegung bei der Heilung depressiver Erkrankungen helfen kann, gründeten bislang sechs lokale Bündnisse regelmäßige Lauftreffs. Unter der Anleitung von Sporttherapeuten und begleitet von Psychotherapeuten treffen sich Menschen mit Depression ohne Leistungsdruck zum gemeinsamen Bewegungsangebot. Eine Übersicht der Laufgruppen in Rheinland-Pfalz findet sich auf der Homepage der Initiative „Bündnisse gegen Depression“ (www.rlp-gegen-depression.de) unter der Rubrik „Laufgruppe finden“.

„Psychische Krisen und Erkrankungen können jeden von uns treffen. Aber sie sind, gerade wenn sie frühzeitig behandelt werden, auch heilbar. Deshalb ist es wichtig, dass wir als Gesellschaft ohne Vorurteile auf die Erkrankung schauen und Betroffene unterstützen. Eine psychische Erkrankung darf kein Tabuthema sein“, so der Appell der Gesundheitsministerin.

Um die Orientierung im Hilfesystem zu erleichtern, hat das Gesundheitsministerium mit der Broschüre „Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen in Rheinland-Pfalz“ einen Wegweiser für Betroffene und ihre Angehörigen herausgegeben. Dort wird über Krankheitsbilder, Risikogruppen und Behandlungsmethoden aufgeklärt und es sind regionale Hilfsangebote aufgelistet. Die Broschüre kann kostenfrei über die E-Mail-Adresse „ Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. “ bestellt werden und steht auf der Homepage des Ministeriums als Download unter www.msagd.rlp.de>Service>Publikationen, Suchbegriff „Kinder und Jugendliche mit psychischer Erkrankung in Rheinland-Pfalz“ bereit.

Grippeschutzimpfung - jetzt aktiv werden

Drucken

Kreisgesundheitsamt Neuwied gibt Tipps

Mit Eintreten des Herbst und Winters steht die Grippesaison bevor. Damit einhergehend ist die Planung von Vorsorgemaßnahmen besonders wichtig. Das Kreisgesundheitsamt rät, jetzt aktiv zu werden.

Die Grippe ist eine viel ernster zu nehmende Erkrankung als eine Erkältung und geht mit deutlich schwereren und längeren Krankheitszeichen einher. Typische Grippesymptome sind ein plötzlicher Krankheitsbeginn mit Fieber, trockener Reizhusten, Kopf-, Hals-, Muskel und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und manchmal Übelkeit/ Erbrechen. Komplikationen einer Grippeerkrankung wie eine Lungen- oder Herzmuskelentzündung können auftreten.

Die Grippeimpfung bietet die beste Möglichkeit, sich und andere vor der Grippe zu schützen. Insbesondere ältere Menschen (>60 Jahre) und Menschen mit chronischen Erkrankungen sowie Schwangere und medizinisches bzw. Personal mit starkem Publikumsverkehr sollten sich jedes Jahr gegen die saisonale Grippe impfen lassen.

Wichtig zu wissen ist, dass eine Grippeimpfung keine Grippeerkrankung hervorrufen kann und in der Regel gut vertragen wird. In den neusten Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) wird die Verwendung eines Vierfachimpfstoffes empfohlen, welcher einen noch besseren Schutz als der Dreifachimpfstoff bieten soll.

Der Vierfachimpfstoff ist, mindestens bei medizinischer Indikation, ab der Impfsaison 2018/2019 eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Informieren kann man sich beim Hausarzt, inwieweit man von einer Grippeimpfung profitiert sowie bei der Krankenkasse bezüglich der Kostenübernahme.

Zudem ist die Hygiene sehr wichtig: Das richtige und regelmäßige Händewaschen, verstecktes Husten und Niesen sowie die Nutzung und zügige Entsorgung von Papiertaschentüchern stellen wichtige Hygienemaßnahme für Sie und Ihre Umgebung dar.

Impfung im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung in Simmern

Drucken

Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge bietet das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis in Simmern in regelmäßigen Abständen kostenfrei Impfungen gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Keuchhusten und Poliomyelitis (Kinderlähmung) an. Der Impfschutz gegen Tetanus und Diphtherie soll nach erfolgter Grundimmunisierung alle zehn Jahre durch eine Impfung aufgefrischt werden. Gegen Poliomyelitis ist man im Erwachsenenalter nach erfolgter Grundimmunisierung dauerhaft geschützt. Nur bei Reisen in Länder mit Poliomyelitis-Risiko wird noch eine Auffrischimpfung als Reiseimpfung empfohlen.

Der nächste Impftermin im Gesundheitsamt Simmern, Hüllstraße 13, ist am Mittwoch, 17. Oktober 2018, von 14 bis 17 Uhr. Wichtig: Bitte bringen Sie Ihren Impfausweis mit! Weitere Infos zu den Impfungen erhalten Sie unter der Telefonnummer 06761 82-701.

Drei Viertel der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer sind Nichtraucher

Drucken
Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der rheinland-pfälzischen Bevölkerung über 15 Jahren zählte sich im Jahr 2017 zu den Nichtrauchern. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lag der Anteil der Nichtraucher damit nahe am Bundesdurchschnitt (ebenfalls 78 Prozent). Gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2013 stieg der Nichtraucheranteil um knapp drei Prozentpunkte, gegenüber dem Jahr 2009 sogar um knapp vier Prozentpunkte. Lediglich in fünf Bundesländern lebten 2017 anteilig mehr Nichtraucher.

Im Rahmen der freiwilligen Zusatzerhebung des Mikrozensus 2017 machten 78 Prozent der Befragten Angaben zu ihren Rauchgewohnheiten. Von den Personen mit Angaben zum Rauchverhalten sagten 56 Prozent aus, noch nie geraucht zu haben, gut 22 Prozent waren ehemalige Raucher. Das durchschnittliche Alter bei Rauchbeginn lag bei 17,7 Jahren.

Unter den Frauen lag der Nichtraucheranteil mit 81 Prozent höher als bei den Männern (75 Prozent). Den niedrigsten Nichtraucheranteil wiesen Männer in den jüngeren Altersjahrgängen auf: Von den 25- bis 30-Jährigen waren nur 65 Prozent Nichtraucher. Frauen hatten in der Altersgruppe von 50 bis 55 Jahren mit 73 Prozent den niedrigsten Nichtraucheranteil. Mit zunehmendem Alter geben immer mehr Menschen das Rauchen auf. Bei den über 65-Jährigen verzichteten 92 Prozent der Frauen und 89 Prozent der Männer auf Tabakkonsum.

Von allen Personen, die Angaben zu ihrem Rauchverhalten machten, bezeichneten sich knapp 18 Prozent als regelmäßige Raucher (2013: 20 Prozent, 2009: 21 Prozent). Von ihnen gaben wiederum sieben Prozent an, durchschnittlich weniger als fünf Zigaretten am Tag zu konsumieren. Bei 78 Prozent der regelmäßigen Raucher belief sich der Konsum auf fünf bis 20 und bei 15 Prozent auf mehr als 20 Zigaretten täglich. Das Zigarettenrauchen war unter den Raucherinnen und Rauchern mit Abstand am weitesten verbreitet (96 Prozent). Nur eine Minderheit (vier Prozent) bevorzugte Zigarren, Zigarillos, Pfeifentabak oder Shisha (Wasserpfeife).

Die Daten stammen aus der Zusatzbefragung des Mikrozensus der Jahre 2009, 2013 und 2017. Alle vier Jahre werden ein Prozent aller rheinland-pfälzischen Haushalte nicht nur zu ihrer wirtschaftlichen und sozialen Situation, sondern auch zu gesundheitsbezogenen Themen befragt. Die Stichprobe des Mikrozensus umfasst ca. 20.000 Haushalte.

Autor: Sebastian Fückel (Referat Analysen Staat, Soziales)

Mehr als die Hälfte der rheinland-pfälzischen Bevölkerung hat Übergewicht

Drucken
Im Jahr 2017 waren knapp 55 Prozent aller Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer ab 18 Jahren übergewichtig. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems weisen fünf Bundesländer noch höhere Werte auf. Zwischen Männern und Frauen gibt es deutliche Unterschiede. So hatten in Rheinland-Pfalz 65 Prozent der erwachsenen Männer und 44 Prozent der erwachsenen Frauen Übergewicht.

Bundesweit lag der Anteil der übergewichtigen Männer bei 62 Prozent, der Anteil der übergewichtigen Frauen bei 43. Dies zeigen die Ergebnisse der freiwilligen Zusatzbefragung des Mikrozensus 2017, bei der ein Prozent der Bevölkerung zu gesundheitsbezogenen Themen um Auskunft gebeten wurde. Gut 67 Prozent der Befragten machten in diesem Zusammenhang Angaben zu ihrer Körpergröße und ihrem Körpergewicht.

Übergewicht ist bereits bei jungen Erwachsenen weit verbreitet, wobei der Anteil der Übergewichtigen mit zunehmendem Alter noch steigt. Bei den Männern weist in beinahe jeder Altersgruppe mehr als die Hälfte der Bevölkerung einen Body-Mass-Index von über 25 auf, der als definierter Wert für Übergewicht dient. Lediglich in der Gruppe der 18- bis unter 25-Jährigen liegt der Anteilswert darunter (32 Prozent). Frauen sind dagegen in jeder Altersgruppe seltener übergewichtig als Männer. In den Altersgruppen zwischen 25 und 55 Jahren schwankte der Anteilswert zwischen 30 und 42 Prozent, in den Altersgruppen ab 55 Jahren zwischen 50 und 58 Prozent.

Untergewicht, das heißt ein Body-Mass-Index von weniger als 18,5, kommt in Rheinland-Pfalz weitaus seltener vor. Frauen waren dabei mit 3,1 Prozent relativ häufiger von Untergewicht betroffen als Männer (0,7 Prozent).

Die Daten stammen aus der Zusatzbefragung des Mikrozensus 2017. Alle vier Jahre werden ein Prozent aller rheinland-pfälzischen Haushalte nicht nur zu ihrer wirtschaftlichen und sozialen Situation, sondern auch zu gesundheitsbezogenen Themen befragt. Die Stichprobe des Mikrozensus umfasst ca. 20.000 Haushalte.

Autor: Sebastian Fückel (Referat Analysen Staat, Soziales)

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL