Donnerstag, 22. April 2021

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Neues Info-Portal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

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(Text enthält Werbung)

Wohl jeder zweite männliche Diabetiker wird irgendwann ein Potenzproblem bekommen. Sehr wichtig ist dann, früh darüber zu reden. Mit wem? Wie sind die ersten Schritte? Wir haben Antworten.

„Unter einer Erektionsstörung – mit dem korrekten medizinischen Fachausdruck als erektile Dysfunktion bezeichnet – versteht man die vollständige oder teilweise Unfähigkeit, über einen längeren Zeitraum eine für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr oder andere sexuelle Aktivitäten ausreichende Erektion (Versteifung) des Penis zu erreichen und aufrechtzuerhalten.“

Der subjektive Leidensdruck spielt hier eine bedeutende Rolle – eben dieser Aspekt ist nicht so einfach objektivierbar bzw. standardisiert messbar.

Nicht verstummen

Dennoch oder vielleicht gerade deshalb ist es nach unserer Auffassung besonders wichtig, im Fall des Auftretens von Schwierigkeiten nicht zu verstummen und die Symptome sowie den damit verbundenen Leidensdruck einfach hinzunehmen. Welchen Nutzen und welchen Sinn kann es haben, über sein Potenzproblem zu reden?

Um aufzuklären und zu informieren hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine neue Plattform für betroffene Männer geschaffen - (Link enthält Werbung)  Infos zu Erektionsproblemen bei Männern

"Darüber reden" – heutzutage kein Problem?

Einerseits sind Informationen zur männlichen Sexualität bzw. Unterstützungs- und Therapiemöglichkeiten scheinbar so leicht und schnell zugänglich wie nie zuvor – es gibt Internet-Suchmaschinen, generell viel mehr aktive Aufklärung seitens verschiedenster Organisationen und Institutionen; außerdem gibt es schon seit längerem eine gefühlte Enttabuisierung im Umgang mit der Sexualität.

Nicht einfacher geworden

Andererseits ist es ganz offensichtlich für Betroffene wie für Fachleute bzw. Behandler nicht einfacher geworden, über Probleme und Schwierigkeiten im sexuellen Bereich zu sprechen. Dies zeigt sich auch immer wieder in dem von unserer Klinik angebotenen, verhaltensmedizinisch ausgerichteten Informations- und Behandlungsprogramm (Männerrunde):

Männerrunde: Hemmungen

Hier sind Hemmungen sowie eine gewisse Befangenheit und Zurückhaltung auf Seiten der Teilnehmer zunächst oft deutlich zu spüren. Über diese alltäglichen Erfahrungen in unserer Klinik hinausgehend zeigt sich die Schwierigkeit auch darin, dass nur wenige männliche Diabetiker von sich aus über etwaige Erektionsprobleme sprechen – und dass nur ein sehr geringer Prozentsatz der Patienten eine weiterführende diagnostische Abklärung oder gar konkrete therapeutische Schritte anstrebt.

Besser nicht darüber reden?

Wenn wir uns einig sind, dass es nicht so einfach ist, mit der Partnerin, Vertrauten, anderen Betroffenen oder auch Fachleuten darüber zu reden – warum sollte ein Betroffener das überhaupt tun? Und das schmerzlich bemerkte Nachlassen der Manneskraft im Gespräch thematisieren? Vielleicht ist es ja auch besser, nicht alles zu problematisieren, breitzutreten und ans Licht des alltäglichen Bewusstseins zu zerren? Was soll das schon helfen?

Oft geht die Beeinträchtigung oder gar der Verlust der Erektionsfähigkeit einher mit Identitätsproblemen, massiven Selbstzweifeln, Verschlechterungen des Selbstwertgefühls, der psychischen Befindlichkeit (Traurigkeit, Ängste, Verzweiflung) sowie der Beziehung zum Partner. Insgesamt kann man also in vielen Fällen von einer deutlichen Minderung der Lebensqualität und einer erheblichen Belastungssituation für die Betroffenen sprechen.

Gründe fürs Gespräch

Nun kann es aus einer ganzen Reihe von Gründen von Bedeutung sein, eben nicht zu versuchen, ganz allein – zurückgezogen im stillen Kämmerlein – zu versuchen, die Probleme zu lösen oder irgendwie allein zu verarbeiten! Reden kann in vielerlei Hinsicht unterstützen und den Weg zu einer Besserung der Situation ebnen:

Reden befreit …

Offene Gespräche über die veränderte Situation, über die belastenden Gedanken und Gefühle können befreiend, unterstützend und insgesamt entlastend wirken. Reden an sich kann also schon einen therapeutischen Effekt haben – allerdings ist es hierbei auch wichtig, den richtigen oder geeigneten Gesprächspartner zu finden.

… und vermittelt Wissen!

Neben diesem unterstützenden oder entlastenden Charakter solcher Gespräche ist es auch wichtig, sich als Betroffener zu informieren, sich Wissen dazu anzueignen, welche Ursachen und vor allem auch welche Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen. Die Forschung in diesem Bereich hat gezeigt, dass Erektionsprobleme viele Ursachen haben können.

Bei der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Erektion handelt es sich um einen sehr komplexen und komplizierten Vorgang, der in gewisser Weise auch sehr fragil und störanfällig sein kann. So sind Erektionsprobleme auch in der Regel durch eine Kombination von Einflussfaktoren verursacht.

Je nachdem, welche Ursache im Vordergrund steht, können unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten angeboten werden. Im Gespräch mit dem Arzt – und nur im Gespräch – können somit die wichtigen Fragen beantwortet werden: Woher kommt meine Erektionsstörung? Sind die Symptome bei geeigneter Behandlung rückgängig zu machen oder zumindest zu verbessern? Welches ist die geeignete therapeutische Unterstützung für meinen speziellen Fall?

Also: Darüber reden leistet einen wesentlichen Beitrag auch zur medizinischen Therapie beim Auftreten von Potenzproblemen.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Maarweg 149-161

50825 Köln

Klangtherapie in der BDH-Klinik

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ZNS – Hannelore Kohl Stiftung unterstützt klangvolles Projekt

Die BDH-Klinik Vallendar möchte ihr Therapieangebot um einen klangtherapeutischen Bereich erweitern. Die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung hat der neurologischen Rhea-Klinik hierfür eine zweckgebundene Fördersumme von 8.000 Euro zugesagt.

Die Betreuung von Schwerst-Schädelhirnverletzten sowie Patienten mit schweren zerebralen Störungen vor allem in der Frühphase der neurorehabilitativen Behandlung zählt zu den zentralen Aufgaben der Vallendarer Fachklinik. Hierbei setzt das interdisziplinäre Therapeuten- und Pflegeteam durch unterschiedliche Herangehensweisen Reize, die zu einer Wachheits- und Bewusstseinsförderung beitragen sollen. Aktuell besteht das Team aus Pflegekräften mit therapeutischer Ausrichtung, motorischen Therapeuten (Physio- und Ergotherapie), Schluck- und Sprachtherapeuten (Logopädie) sowie Neuropsychologen (Psychologie).

Im Rahmen verschiedener Studien konnte seit Beginn des 21. Jahrtausends eindeutig belegt werden, dass musiktherapeutische Elemente eine zusätzliche dialogische Reizsetzung darstellt, die wesentlich zur Verbesserung der Wachheit und Bewusstheit beitragen kann. Erste klinikeigene positive Erfahrungen konnten bereits im dort befindlichen Snoezelen-Raum gemacht werden. Durch seine besondere Gestaltung mit der Möglichkeit über Licht-, Klang- und Tonelemente, Aromen und Musik Sinnesempfindungen auszulösen, dient der Raum dazu, aktivierend auf die verschiedensten Wahrnehmungsbereiche zu wirken.

Die Förderung durch die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung ermöglicht nun den Aufbau eines klangtherapeutischen Bereichs in der BDH-Klinik Vallendar. Geeignete Räume zur Durchführung der Therapie stehen zur Verfügung. Zunächst werden basal ansprechende Instrumente angeschafft, mit denen haptisch-klangliche Effekte (Klangschalen) oder rein klangliche Effekte (Vibraphon, Glockenspiel, Marimbaphon) ergänzend im Rahmen der Therapie zum Einsatz kommen sollen. Zudem werden Therapeuten an Weiterbildungen im klang- und musiktherapeutischen Bereich teilnehmen.

Die Anwendung der Klangtherapie soll zunächst fokussiert im Bereich der schwerstbetroffenen zerebral geschädigten Patienten erfolgen. Perspektivisch ist nach einer Einführungsphase ein weiterer Ausbau der Klang- und Musiktherapie auch in weiterführenden neurologischen Rehabilitationsbereichen geplant.

„Deutliche Verbesserungen in der Pflege – mehr Hebammen und stabile Finanzen!“

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Erwin Rüddel bewertet neuen Gesetzentwurf als großen Schritt nach vorn

Berlin / Wahlkreis. „Der Bundestag hat den Gesetzentwurf zur ‚Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege‘ in der vom Gesundheitsausschuss des Parlaments erarbeiteten Fassung angenommen. Das Gesetz, welches bereits zum 1. Januar 2021 in Kraft treten soll, bringt viele neue Regelungen mit sich und bedeutet für unser Gesundheitssystem einen großen Schritt nach vorn“, teilt der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag, der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel, mit.

Er stellt heraus: „Durch das Gesetz gibt es zusätzliche Stellen für Pflegehilfskräfte in der Altenpflege, mehr Hebammen an Kliniken, Verbesserungen für Pflegebedürftige und deren Angehörigen sowie stabile Finanzen der gesetzlichen Krankenkassen. Die gesetzliche Krankenversicherung erhält im kommenden Jahr einen zusätzlichen Bundeszuschuss in Höhe von fünf Milliarden Euro, um deren Finanzen auch angesichts der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise zu sichern und zugleich die Beiträge stabil zu halten.“

Für Pflegehilfskräfte in der vollstationären Altenpflege sind 20.000 zusätzliche Stellen geplant. „Pflegebedürftige werden dadurch nicht belastet, da die Stellen vollständig durch die Pflegeversicherung finanziert werden. Auch die Krankenhäuser sollen mehr Stellen in der Geburtshilfe erhalten. Dazu wird für die Jahre 2021 bis 2023 ein Förderprogramm im Umfang von insgesamt rund 200 Millionen Euro aufgelegt“, so der Abgeordnete weiter.

Außerdem sollen aus den Finanzreserven der Krankenkassen einmalig acht Milliarden Euro in die Einnahmen des Gesundheitsfonds überführt werden. Zur Stabilisierung der Zusatzbeiträge ist geplant, das Anhebungsverbot für Zusatzbeiträge und die Verpflichtung zum stufenweisen Abbau überschüssiger Finanzreserven auszuweiten.

„In ländlichen Regionen werden zudem Kinderkrankenhäuser und Fachabteilungen für Kinder- und Jugendmedizin gestärkt. Die Krankenkassen erhalten weitere Spielräume für sogenannte Selektivverträge, um innovative regionale Versorgungsformen zu fördern“, fügt der Gesundheitspolitiker hinzu.

Die Pandemie belastet natürlich auch die gesetzlichen Krankenkassen – durch geringere Einnahmen und höhere Ausgaben. Deshalb verteilen wir die Lasten auf verschiedene Schultern. Damit schaffen wir es, die Lohnnebenkosten auch im kommenden Jahr 2021 unter 40 Prozent zu halten. Das ist in diesen wirtschaftlich sehr schwierigen Zeiten besonders wichtig, und zwar für Beitragszahler und Arbeitgeber gleichermaßen“, bekräftigt Erwin Rüddel.

Zum Hintergrund:

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

Um nach der von der COVID-19-Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise die finanzielle Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu gewährleisten und die Beiträge weitestgehend stabil zu halten, erhält die GKV im Jahr 2021 einen ergänzenden Bundeszuschuss in Höhe von fünf Milliarden Euro.

Außerdem werden aus den Finanzreserven der Krankenkassen einmalig acht Milliarden Euro in die Einnahmen des Gesundheitsfonds überführt.

Um die Zusatzbeiträge zu stabilisieren, wird das Anhebungsverbot für Zusatzbeiträge und die Verpflichtung zum stufenweisen Abbau überschüssiger Finanzreserven ausgeweitet. Durch Sonderregelungen für das Jahr 2021 wird dafür gesorgt, dass bei allen Krankenkassen ausreichende Finanzreserven verbleiben, um unerwartete Ausgabensteigerungen im Jahr 2021 auffangen zu können.

In der vollstationären Altenpflege sollen 20.000 zusätzliche Stellen für Pflegehilfskräfte finanziert werden. Der Eigenanteil der Pflegebedürftigen soll dadurch nicht steigen, die Stellen werden vollständig durch die Pflegeversicherung finanziert.

Eine bisher befristete Regelung, nach der im Rahmen der Pflegebegutachtung empfohlene Hilfsmittel automatisch – auch ohne ärztliche Verordnung – als beantragt galten, hat sich in der Praxis bewährt. Das Verfahren soll daher ab dem kommenden Jahr auf Dauer gelten.

Das Pflegeunterstützungsgeld wurde zur Bewältigung Corona-bedingter Versorgungsengpässe erheblich ausgebaut. Diese Verbesserungen werden jetzt bis Ende März 2021 verlängert. Das Pflegeunterstützungsgeld ist eine Lohnersatzleistung für Angehörige, die vorübergehend gezwungen sind, die häusliche Pflege zu übernehmen.

Um dem Infektionsrisiko Rechnung zu tragen, sollen Beratungsbesuche für Pflegegeldempfänger bis Ende März 2021 nicht nur in der eigenen Häuslichkeit, sondern auch telefonisch, digital oder mittels Einsatz von Videotechnik ermöglicht werden. Die Beratungsbesuche dienen insbesondere der regelmäßigen Hilfestellung und praktischen pflegefachlichen Unterstützung, beispielsweise pflegender Angehöriger, und somit der langfristigen Sicherstellung der häuslichen Pflege.

Krankenhäuser sollen künftig mehr Stellen für Hebammen erhalten. Dazu soll ein Hebammen-Förderprogramm mit 100 Millionen Euro pro Jahr (Laufzeit 2021-2023) aufgelegt werden.

Dadurch können etwa 600 zusätzliche Hebammenstellen und bis zu 1.750 weitere Stellen für Fachpersonal zur Unterstützung von Hebammen in Geburtshilfeabteilungen geschaffen werden.

Kinderkrankenhäuser und Fachabteilungen für Kinder- und Jugendmedizin, welche die Voraussetzungen für einen Sicherstellungszuschlag erfüllen, können bereits ab dem Jahr 2021 in die zusätzliche Finanzierung für bedarfsnotwendige Krankenhäuser in ländlichen Regionen einbezogen werden.

Krankenkassen erhalten weitere Spielräume für Selektivverträge z.B. für Vernetzungen über die gesetzliche Krankenversicherung hinaus und um regionalen Bedürfnissen besser Rechnung tragen zu können.

Im Bereich der Pflege werden wesentliche, bisher bis zum 31, Dezember 2020 befristete Regelungen zur finanziellen Entlastung und Unterstützung von Pflegeeinrichtungen, Pflegbedürftigen und pflegenden Angehörigen bis zum, 31. März 2021 verlängert. Dies gilt beispielsweise für die Kostenerstattungsregelungen, über die stationäre Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste und Anbieter von nach Landesrecht anerkannten Angeboten zur Unterstützung im Alltag pandemiebedingten Mehrausgaben und Mindereinnahmen erstattet bekommen können.

BARMER-Umfrage zur Corona-Impfbereitschaft

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Mehrheit in Rheinland-Pfalz will sich impfen lassen

Mainz, 30. November 2020 – Mehr als die Hälfte der rheinland-pfälzischen Bevölkerung (54 Prozent) ist bereit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage der BARMER im November dieses Jahres hervor. Von den Befragten ohne Corona-Impfskepsis in dem Bundesland würde sich eine Mehrheit (59 Prozent) möglichst schnell impfen lassen. „An der Impfung führt kein Weg vorbei, um die Corona-Pandemie zu überwinden. Es ein wichtiges Signal, dass sich die Mehrheit der Menschen in Rheinland-Pfalz impfen lassen möchte. Mit der Impfung schützt man nicht nur sich selbst, sondern auch diejenigen, die sich nicht immunisieren lassen können“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Befragte zweifeln an Sicherheit der Corona-Impfstoffe

Für rund jeden Sechsten in Rheinland-Pfalz (17 Prozent) kommt eine Coronavirus-Impfung nicht in Frage. 19 Prozent schwanken noch und antworten mit einem „vielleicht“ zu ihrer Corona-Impfbereitschaft. Die Sicherheit der Impfstoffe wird von 45 Prozent der Befragten in dem Bundesland angezweifelt. Fast genauso viele (44 Prozent) vertrauen auf deren Sicherheit. Die meisten Rheinland-Pfälzer (58 Prozent) möchten, dass zunächst medizinisches Personal die Corona-Impfung erhält. Rund ein Viertel (26 Prozent) spricht sich für eine Erstversorgung von Risikogruppen wie Ältere und chronisch Kranke aus.

Menschen in Rheinland-Pfalz gegen Impfpflicht

Eine Verpflichtung zur Impfung gegen das Coronavirus lehnt eine Mehrheit von 62 Prozent in Rheinland-Pfalz ab. Nur 22 Prozent befürworten sie. „Die Impfung gegen das Coronavirus soll freiwillig erfolgen. Aufklärung ist das beste Mittel für eine hohe Akzeptanz und Impfbereitschaft in der Bevölkerung“, betont Kleis. Wichtig sei, über die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe zu informieren und so Menschen ihre Sorgen zu nehmen. Einen positiven Effekt fördert die BARMER-Umfrage auch zutage. So hat fast jeder vierte Bewohner von Rheinland-Pfalz (23 Prozent) wegen der Corona-Pandemie den eigenen Impfstatus oder den seiner Kinder überprüft.

Die Entgiftungszentrale im Körper

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Wie Sie Ihre Leber schützen und gesund erhalten können

Mainz, den 18. November 2020 – Die Leber ist das größte und wichtigste Stoffwechselorgan in unserem Körper. Und nicht weniger groß ist ihre Aufgabe. Die Leber verwertet Bestandteile aus unserer Nahrung und produziert lebenswichtige Proteine. Als unser Hauptentgiftungsorgan baut sie unnötige und unerwünschte Stoffe ab und scheidet sie über die von ihr produzierte Gallenflüssigkeit aus. Zum Deutschen Lebertag am 20. November 2020 erklärt der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV, wie wir dieses wichtige Organ unterstützen und schützen können.

Um die Leber gesund zu halten, hat Apothekerin Petra Engel-Djabarian, Mitglied des Vorstandes des Apothekerverbandes Rhein-land-Pfalz – LAV, einige Tipps: „Trinken Sie wenig Alkohol. Es gibt Richtwerte, dass Männer nicht mehr als einen halben Liter Bier oder einen viertel Liter Wein täglich trinken sollen. Bei Frauen liegen die Richtwerte sogar nur bei einem viertel Liter Bier und einem achtel Liter Wein pro Tag“, so Engel-Djabarian. Alles was wir essen oder trinken und über den Darm in den Körper aufnehmen, muss durch die Leber – nicht umsonst nennen wir die Leber Entgiftungszentrale. „Dabei belastet nicht nur Alkohol unsere Leber. Auch viele Medikamente werden über die Leber abgebaut“, erklärt die Apothekerin. Um die Leber nicht zu stark zu beanspruchen, sollten Medikamente nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker und unbedingt nach Anweisung oder Packungsbeilage eingenommen werden.

Vor Virusinfektionen wie Hepatitis A und B, die die Leber akut entzünden, schützen Impfungen. Die Apotheke vor Ort berät gern, für welche Personengruppen diese Impfungen besonders empfohlen werden.

Wer seiner Leber und Gallenblase außerdem etwas Gutes tun will, sollte fett- und zuckerarm essen. Heilpflanzen wie Artischocken, Löwenzahn und Mariendistel wirken sich zusätzlich positiv auf die Lebergesundheit aus. Denn ihnen wird eine regenerative und reinigende Wirkung auf die Leber zugeschrieben. Aber Vorsicht! Auch hier gilt: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. „Patienten, die unter starkem Sodbrennen leiden oder schon Probleme mit der Gallenblase hatten, empfehle ich zum Beispiel keinen Löwenzahn“, klärt Petra Engel-Djabarian auf.

Die Leber ist sehr widerstandsfähig und erfüllt auch noch ihre Aufgaben, wenn sie schon teilweise geschädigt ist. Doch bleiben diese Schäden unerkannt, können sie nicht mehr rückgängig gemacht werden. „Die Leber ist ein Organ ohne Nervenzellen und so merken Patienten nicht durch Schmerz, dass etwas mit der Leber nicht in Ordnung ist“, weiß die Apothekerin. Symptome einer Lebererkrankung können Müdigkeit, Juckreiz, Appetitverlust und verfärbter Stuhl oder Urin sein. Über die in der Leber produzierte Gallenflüssigkeit scheidet der Körper nicht nur giftige, schlecht wasserlösliche Stoffe aus. Auch alte Blutkörperchen gelangen in das Organ und werden dort abgebaut. Aus dem roten Blutfarbstoff entsteht gelbes Bilirubin. Arbeitet die Leber nicht richtig, staut sich das Bilirubin im Körper und es kommt zur sogenannten Gelbsucht.

Wer eine gelbliche Verfärbung der Haut oder der Augen bemerkt, sollte darum unbedingt einen Arzt aufsuchen.

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