Mittwoch, 11. Dezember 2019

Letztes Update:10:38:50 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Reizdarm macht oft Probleme

Drucken

Koblenz, 1. August 2019 – In Koblenz erhalten die Menschen oft die Diagnose „Reizdarm“. Das zeigen Auswertungen für den Arztreport der BARMER. „Menschen mit einem Reizdarm sind oft in ihrem Alltag stark eingeschränkt. Der Weg zur Arbeit, ein Treffen mit Freunden oder ein Kinobesuch kann mit Reizdarm zur quälenden Belastung werden“, sagt Katja Stein, Regionalgeschäftsführer der BARMER in Koblenz. Das Reizdarmsyndrom äußere sich durch häufige und lange anhaltende Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung und Blähungen, ohne dass die Ursache dafür bekannt sei.

Laut Arztreport der Krankenkasse erhielten im Jahr 2017 1,36 Prozent der Bevölkerung in Koblenz die Diagnose Reizdarm (Bund: 1,34 Prozent). Im Vergleich aller 36 rheinland-pfälzischen Landkreise und kreisfreien Städte ergibt dies Platz 21. „Befragungsstudien legen nahe, dass in Deutschland 17 Prozent der Bevölkerung an einem Reizdarm leiden. Viele Betroffene meiden aus Scham den Arztbesuch“, berichtet Stein. Das Reizdarmsyndrom sei gemessen an der Zahl der Betroffenen ein Volksleiden.

Computertomografien bei Diagnose nur zurückhaltend einsetzen

Laut Stein stellen sich Reizdarm-Patienten oft bei vielen Ärzten vor, bis sie die richtige Diagnose erhalten: „Die Anzeichen der Erkrankung sind sehr unspezifisch. Zudem ist das Reizdarmsyndrom eine Ausschlussdiagnose. Das heißt, es müssen erst andere Ursachen ausgeschlossen werden, die die Beschwerden ebenso auslösen können.“ Bei der Diagnose würden zu oft bildgebende Verfahren wie Computer- und Magnetresonanztomografien eingesetzt, obwohl sie in der Regel nicht zur Abklärung eines Reizdarmsyndroms vorgesehen seien. Gerade Computertomografien sollten aufgrund der hohen Strahlenbelastung zurückhaltend eingesetzt werden.

Der Arztreport liefert nicht nur Hinweise für Verbesserungspotenzial auf dem Weg zur Diagnose. Auch manche Ansätze zur Therapie von Reizdärmen müssen kritisch hinterfragt werden. „Laut Arztreport werden bei einem Reizdarm oft Magensäureblocker verordnet, obwohl ihr Nutzen bei der Behandlung umstritten ist. Magensäureblocker werden bei einer Langzeitanwendung mit einem erhöhten Risiko für Brüche, Magen-Darm-Infektionen sowie Lungenentzündungen in Verbindung gebracht“, erklärt Stein. Auch opioidhaltige Schmerzmittel würden zum Einsatz kommen. Hier sei nicht nur die Wirkung fraglich. Es drohe auch eine Abhängigkeit.

Reizdarm-Therapie erfordert ganzheitlichen Ansatz

„Zu einer guten Therapie des Reizdarmsyndroms gehört ein ganzheitlicher Blick auf den Körper, der die Psyche ebenso einbezieht wie die Ernährung und Bewegung. Die reine Gabe von Medikamenten ist der falsche Ansatz“, bemängelt Stein. Die Versorgung von Reizdarm-Patienten müsse deutlich besser werden. Hausärzte oder Internisten sollten am besten eng mit Schmerztherapeuten sowie zertifizierten Ernährungswissenschaftlern zusammenarbeiten und dabei die Psychosomatik im Blick behalten.

Nach den Worten von Stein können Betroffene selbst viel machen, um eine Linderung der Beschwerden zu erreichen: „Dazu gehört, sich mit seiner Ernährung und seinem Essverhalten gezielt auseinanderzusetzen. Auch Sport wie zum Beispiel Nordic Walking kann helfen.“ Meditieren und Achtsamkeitstraining könnten Betroffenen dabei helfen, mit psychosozialen Stressfaktoren umzugehen.

Unbeschwert die Welt entdecken: Was ich vor dem Urlaub unbedingt beachten muss

Drucken
· Expertin der KNAPPSCHAFT gibt Informationen für die anstehende Reise
· Zusätzlicher Auslandskrankenschutz ist wichtig
· Ansteckungsgefahr mit Infektionskrankheit auf Reisen ist nicht zu unterschätzen
· Bei Reisen in exotischen Ländern sollte sechs bis acht Wochen vorher unbedingt eine reisemedizinische Beratung stattfinden

Ob Kenia, Kuba oder andere exotische Ländern – viele neue Erfahrungen warten auf Sie. Was jedoch nicht dabei sein sollte: eine Infektionskrankheit. Wer die Welt bereist, besonders exotische Länder, muss mit dem Risiko rechnen sich mit einer ernsthaften Krankheit, wie Cholera, Hepatitis A und B, Malaria oder Japanische Enzephalitis, anzustecken. Die KNAPPSCHAFT als eine der großen gesetzlichen Krankenkassen erstattet ihren Versicherten die Kosten für alle Reiseschutzimpfungen, die das Auswärtige Amt für das jeweilige Reiseziel empfiehlt.

Informationen über alle länderspezifischen Infektionsrisiken und Empfehlungen zum Impfschutz erhalten Sie mit nur wenigen Klicks auf der Website des Centrums für Reisemedizin. Sie können sich zu Hause über die medizinische Versorgung vor Ort informieren und im Internet recherchieren, falls trotzdem ein Notfall im Urlaub auftreten sollte.

Katharina Furiano, Reisebloggerin und Expertin der KNAPPSCHFT, empfiehlt zudem eine Grundausstattung mitzunehmen, da es oft schwierig ist, im Ausland an die richtigen Medikamente zu kommen. Diese sollte folgende Dinge je nach Reiseziel beinhalten:

· Schmerz- und Fiebermittel
· Durchfallmittel (Elektrolyt-Pulver, Medikamente mit dem Wirkstoff Loperamid)
· Mittel gegen Reiseübelkeit
· Insektenschutz
· Gel gegen Juckreiz nach Insektenstichen
· Sonnenschutzmittel
· kühlende Salbe gegen Sonnenbrand
· Wund- und Heilsalbe
· Verbandsmaterial
· Pinzette und Fieberthermometer

Auch an die Auslandskrankenversicherung denken:

Mit der europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) auf der Rückseite der Gesundheitskarte hat man in allen Ländern der EU sowie einigen weiteren europäischen Staaten Anspruch auf Behandlung. In allen anderen Ländern gilt dieser Versicherungsschutz aber nicht. Leider gibt es auch immer wieder Ärzte und Krankenhäuser im EU-Ausland, die die EHIC nicht akzeptieren und die Behandlungskosten in Rechnung stellen. Sind die Kosten für eine Behandlung in dem Reiseland höher als der deutsche Standardsatz, muss der Versicherte die Mehrkosten allerdings selbst zahlen. Eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung ist deshalb grundsätzlich zu empfehlen.

Hotline zum Schulstart in Koblenz

Drucken

Experten der DAK-Gesundheit beraten rund um einen gesunden Start ins neue Schuljahr

Koblenz, 16. Juli 2019. Nach den großen Sommerferien starten bald alle Schüler in Rheinland-Pfalz in ein neues Schuljahr. Damit der Start erfolgreich und vor allem gesund verläuft, schaltet die DAK-Gesundheit Koblenz am 30. Juli eine Expertenhotline für Eltern schulpflichtiger Kinder. Das kostenfreie Angebot steht Versicherten aller Krankenkassen zur Verfügung.

Wie sieht der ideale Pausensnack aus? Wie erkenne ich, dass mein Kind überfordert ist und wie sollte der Schulranzen gepackt sein, damit keine Rückenprobleme auftreten? Diese und viele andere Fragen rund um einen gesunden Schulalltag beantworten die Ärzte an der Beratungshotline der DAK-Gesundheit.

Viele Schüler verzichten aufs Frühstück

Grundsätzlich sollten Kinder und Jugendliche während der Schulzeit genügend essen und trinken. Die Realität sieht aber oft anders aus. Die Folge sind Konzentrationsschwächen und Leistungsdurchhänger. „Wer morgens partout nichts runterkriegt, sollte zumindest ein Glas Saft oder Milch trinken“, rät Jürgen Wilhelm von der DAK-Gesundheit Koblenz. „In der ersten Pause kann dann ausgiebig gefrühstückt werden. Im Idealfall Vollkornbrot mit Käse, dazu Obst oder Gemüse und ein zuckerarmes Getränk“.

Auch ausreichend Bewegung gehört zur Pause. Nach Schulschluss sollte dann zudem Freizeit, Freude und frische Luft auf dem Programm stehen. „Kinder sollten spielen und toben und ihre freie Zeit in vollen Zügen genießen. So sind sie körperlich ausgelastet und motiviert für den nächsten Schultag“, so Wilhelm.

Kostenfreie Expertenhotline

Die Experten der DAK-Gesundheit sind am Dienstag, 30. Juli 2019 von 8 bis 20 Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 1111 841 zu erreichen.

Impfung im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung in Simmern

Drucken

Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge bietet das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis in Simmern in regelmäßigen Abständen kostenfrei Impfungen gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Keuchhusten und Poliomyelitis (Kinderlähmung) an. Der Impfschutz gegen Tetanus und Diphtherie soll nach erfolgter Grundimmunisierung alle zehn Jahre durch eine Impfung aufgefrischt werden. Gegen Poliomyelitis ist man im Erwachsenenalter nach erfolgter Grundimmunisierung dauerhaft geschützt. Nur bei Reisen in Länder mit Poliomyelitis-Risiko wird noch eine Auffrischimpfung als Reiseimpfung empfohlen.

Der nächste Impftermin im Gesundheitsamt Simmern, Hüllstraße 13, ist am Mittwoch, 24. Juli 2019, von 14 bis 17 Uhr.

Wichtig: Bitte bringen Sie Ihren Impfausweis mit! Weitere Infos zu den Impfungen erhalten Sie unter der Telefonnummer 06761 82-701.

Eichenprozessionsspinner: BARMER schaltet Hotline

Drucken

Mainz, 11. Juli 2019 – Der Eichenprozessionsspinner vermehrt sich auch in Rheinland-Pfalz. Die Raupen des Schmetterlings verfügen über Haare mit dem Gift Thaumetopoin. Dieses Gift kann Haut, Augen und Atemwege reizen sowie bei Asthmatikern Atemnot verursachen. „Die BARMER hat eine kostenfreie Hotline eingerichtet, bei der Anrufer unabhängig von der Kassenzugehörigkeit Tipps erhalten, falls sie mit den Raupen in Berührung gekommen sein sollten“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Der BARMER-Teledoktor ist bis zum 25. Juli 2019 erreichbar unter der Telefonnummer 0800 8484111 und beantwortet auch Fragen zu Vorsichtsmaßnahmen gegen den Kontakt mit den Gifthaaren.

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler rät: „Vorsichtig sollten vor allem Besucher von befallenen Freizeitanlagen, Waldspaziergänger, insbesondere spielende Kinder, unmittelbare Anwohner betroffener Gebiete und Waldarbeiter in befallenen Regionen sowie Arbeitskräfte in Landschaftspflege- und Straßenmeistereibetrieben sein. Wer Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt, sollte diese nicht anfassen und das zuständige Ordnungsamt informieren. Die Bekämpfung sollte nur von Fachleuten durchgeführt werden. Wer Fragen zum Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner kann jetzt auch die kostenlose Hotline der Barmer nutzen, um sich Rat einzuholen.“

Bei Kontakt gründlich abduschen und die Haut trocken föhnen

Ist es zum Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner gekommen, sollten Betroffene sich gründlich abduschen, Körper und Haare waschen. „Um eventuell verbliebene Härchen der Raupen nicht einzureiben, ist es ratsam, die Haut trocken zu föhnen. Kalte Kompressen können den Juckreiz und die Schwellungen lindern“, erklärt BARMER-Landesgeschäftsführerin Kleis. Je nachdem, wie intensiv der Kontakt mit den Gifthärchen des Insekts gewesen sei, würden die Symptome nach etwa zwei Wochen wieder von selbst verschwinden. „Allerdings wollen die wenigsten Betroffenen so lange warten und gehen vorher zum Arzt. Dieser kann die Beschwerden mithilfe von kortisonhaltigen Medikamenten lindern“, berichtet Kleis.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL