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Wichtiger denn je: Apothekerschaft ruft zur Grippeschutzimpfung auf

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Hohe Durchimpfungsrate schützt alle

Mainz, den 1. Oktober 2020 – Apothekerinnen und Apotheker in Rheinland-Pfalz weisen darauf hin, dass die Grippeschutzimpfung in diesem Jahr besonders wichtig ist. Denn es müsse vermieden werden, dass sich die Grippewelle und eine mögliche zweite Corona-Welle überschneiden. Denn das könnte zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen. Darum sei es wichtig und wünschenswert, dass möglichst viele Menschen ab Oktober das Angebot zur Grippeschutzimpfung wahrnehmen, so der Landesapothekerverband Rheinland-Pfalz - LAV.

Die Schutzimpfung ist insbesondere für Angehörige der Risikogruppen wie ältere Menschen, chronisch Kranke oder Schwangere wichtig. Doch auch Angehörige von Gesundheitsberufen und Menschen mit viel Kundenkontakt sollten sich impfen lassen, rät Petra Engel-Djabarian, Vorstandsmitglied des Landesapothekerverbandes Rheinland-Pfalz: „ErzieherInnen und LehrerInnen sehe ich hier genauso wie Busfahrer oder Mitarbeiter in Zügen und natürlich das Personal im Verkauf oder an der Supermarktkasse. Generell gilt: Wer schon von Berufs wegen oder als Pendler im öffentlichen Nahverkehr mit vielen Menschen in Berührung kommt, sollte sich impfen lassen, um sich und andere zu schützen.“ Denn bei einer hohen Durchimpfungsrate spricht man von einem guten Herdenschutz. Damit ist beschrieben, dass die Impfung nicht nur den geimpften Menschen selbst schützt. Von der Schutzwirkung können auch Menschen profitieren, die selbst gar nicht geimpft sind, weil Ansteckungsketten unterbrochen werden. Petra Engel-Djabarian: „Die Apotheken vor Ort können Bürgerinnen und Bürger kompetent und aktiv über die Vorteile und die Wichtigkeit der Grippeschutzimpfung informieren. Mit unseren Millionen Kundenkontakten erreichen wir niedrigschwellig und breit gestreut alle Bevölkerungsschichten. Davon kann die Impfquote auch in Rheinland-Pfalz nur profitieren.“

Grippeschutz wegen Corona wichtiger denn je

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Influenzaimpfung für alle BARMER-Versicherten gratis

Mainz, 28. September 2020 – Angesichts steigender Corona-Fallzahlen rät die BARMER dringend zur zeitnahen Grippeschutzimpfung, die für alle BARMER-Versicherten kostenlos ist. So ist die Zahl der krankgeschriebenen BARMER-Versicherten aufgrund einer Covid-19-Infektion von der 34. Kalenderwoche (16. bis 22. August) auf die 36. Kalenderwoche (30. August bis 5. September) von 2.853 sprunghaft auf 3.451 Fälle gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs um 21 Prozent. „Die Zahl der Corona-Erkrankten wird weiter zunehmen. Eine Grippeschutzimpfung für diesen Winter ist wichtiger denn je, um mögliche schwerwiegende Doppelerkrankungen mit Covid-19 zu vermeiden und um unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER. Erste Politiker fordern eine kostenlose Grippeschutzimpfung für alle Menschen. Die BARMER habe bereits vor Wochen reagiert und übernehme die Kosten der Influenzaimpfung für alle ihre Versicherten, und zwar unabhängig von ihrem Risikostatus.

Vollständiger Impfschutz nach zwei Wochen aufgebaut

Allem voran die Risikogruppen sollten sich zeitnah impfen lassen. Dazu zählten etwa Schwangere, ältere Menschen und chronisch Kranke. Wer gegen die Grippe geimpft sei, könne eine besonders gefährliche Doppelinfektion von Covid-19 und Influenza vermeiden. Je früher man sich gegen die Grippe impfen lasse, desto besser, so Kleis. Die Grippesaison beginne in der Regel Anfang Oktober und ende Mitte Mai. Nach der Impfung dauere es bis zu 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut sei. Vor allem für Risikogruppen könnten Influenzaviren lebensbedrohlich sein. Im Winter 2017/2018 hätten sich knapp 350.000 Menschen mit dem Grippevirus infiziert, etwa 25.000 seien daran gestorben.

Barmer-Analyse zu Schlafstörungen - Teenager liegen nachts immer häufiger wach

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Mainz, 18.09.2020 – Immer mehr Teenager in Deutschland schlafen schlecht. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Barmer hervor. Während Ärztinnen und Ärzte im Jahr 2005 bei 9.167 Personen im Alter von 15 bis 19 Jahren eine Schlafstörung diagnostizierten, waren in 2018 bereits 25.116 junge Leute betroffen. Das entspricht einer Steigerung von 174 Prozent. Ein massives Plus um 168 Prozent von 17.042 auf 45.597 Betroffene gab es auch bei den jungen Erwachsenen zwischen dem 20. und 24. Lebensjahr. Erst ab dem 40. Lebensjahr flacht dieser Trend leicht ab. „Auch jüngere Menschen dürfen anhaltende Schlafstörungen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie sind unangenehm und machen krank. Dabei wird nicht nur die Leistungsfähigkeit im Beruf und beim Sport eingeschränkt, sondern sie können auch erste Hinweise auf psychische Erkrankungen sein“, erklärt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der Barmer. Daher sollten Schlafstörungen beim nächsten Arztbesuch angesprochen werden.

Schlafstörungen vor allem im Westen und Süden der Republik

Wie aus der Barmer-Analyse weiter hervorgeht, wurden im Jahr 2018 bundesweit bei etwa 1,76 Millionen Menschen Schlafprobleme diagnostiziert. Dabei gibt es große regionale Unterschiede. Vor allem im Westen und Süden liegen die Menschen nachts wach. In Nordrhein-Westfalen gab es beispielsweise knapp 430.000 Betroffene, gefolgt von Bayern mit knapp 325.000 und Baden-Württemberg mit rund 219.000 Personen. Gemessen an der Einwohnerzahl sind die häufigsten Schlafstörungen im Saarland, in Bayern und in Rheinland-Pfalz zu beobachten. In diesen drei Bundesländern waren 29,8 beziehungsweise 24,7 und 24,5 Menschen je 1.000 Einwohner von unruhigem oder fehlendem Schlaf betroffen. Ruhigere Nächte hatte man hingegen in Sachsen-Anhalt, wo nur 14,9 von 1.000 Einwohner nachweislich Schlafprobleme hatten. „Zwischen den Bundesländern gibt es massive regionale Unterschiede bei der Anzahl der Personen, die Schlafstörungen haben. Diese Ergebnisse sind rein medizinisch nicht erklärbar. Hier sind weitere Untersuchungen erforderlich“, sagt Kleis.

Stabile Seitenlage ist keine Yoga-Übung

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Welt-Erste-Hilfe-Tag am 12. September 2020: DRK in Koblenz rät zu Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse alle zwei Jahre

Im Notfall Erste Hilfe zu leisten, kann Leben retten. Doch die Kenntnisse vieler Menschen über mögliche Hilfsmaßnahmen sind oft veraltet. „Viele absolvieren zur Führerscheinprüfung einen Erste-Hilfe-Kurs und beschäftigen sich dann nie wieder mit dem Thema. Das reicht jedoch nicht aus und die Folgen können fatal sein. Gerade im Straßenverkehr sollte man auf Notsituationen vorbereitet sein und wissen, wie man schnell helfen kann – über das Absetzen des Notrufs 112 hinaus. Wir raten daher insbesondere Autofahrerinnen und Autofahrern, alle zwei bis drei Jahre die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse in einem Kurs aufzufrischen“, sagt Leo Biewer, Präsident des DRK-Kreisverbandes Koblenz, anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tages am 12. September 2020.

Jeder und jede kann in die Situation geraten, Erste Hilfe leisten zu müssen – ob im Straßenverkehr, beim Sport oder im Privathaushalt. Bis der Rettungswagen eintrifft, vergehen meist mehrere Minuten. Vor allem in lebensbedrohlichen Situationen kommt es gerade in diesen ersten Minuten nach einem Unfall auf die Ersthelfenden vor Ort an, zum Beispiel um Blutungen zu stoppen, Bewusstlose in die stabile Seitenlage zu legen, um sie vor dem Ersticken zu bewahren oder bei Herzstillstand eine Wiederbelebung durchzuführen. „Wir appellieren daher an die Verantwortung aller Koblenzer und Koblenzerinnen, die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen“, sagt Leo Biewer weiter.

Viele Menschen hätten Angst davor, Wiederbelebungsmaßnahmen an einer betroffenen Person durchzuführen. Genau deswegen seien die praktischen Wiederholungen solcher Kompetenzen so wichtig, erklärt Johanna Grevenich, zuständig für die Breitenausbildung des DRK-Mittelrhein: „Sie helfen dabei, die Scheu zu überwinden, etwas falsch zu machen. In unseren Schulungen kann man sich in Ruhe auf eine Notsituation vorbereiten und dann im Ernstfall dazu beitragen, dass die betroffene Person bestmöglich versorgt wird und dadurch bleibende Schäden verhindert oder verringert werden.“

In Zeiten der Corona-Pandemie ist Erste Hilfe weiterhin möglich. „Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollte darauf geachtet werden, dass sowohl der Helfer als auch die hilfebedürftige Person einen Mund-Nase-Schutz/eine Alltagsmaske tragen. Als Ersatz kann auch ein einfaches luftdurchlässiges Tuch dienen. Den Notruf 112 anzurufen und die betroffene Person zu beruhigen, ist eine wichtige Hilfeleistung und auch auf Distanz möglich“, sagt Johanna Grevenich weiter.

Informationen zur Erste-Hilfe-Ausbildung, eine Übersicht über die verschiedenen Kurse des DRK in Koblenz und der Region Mittelrhein und die direkte Online-Buchungsmöglichkeit finden Sie hier www.drk-mittelrhein.de, per Telefon 0261-406 36-71 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Europäischer Tag des hellen Hautkrebses

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Mehr als 1,6 Millionen Bürgerinnen und Bürger betroffen

Mainz, 10. September 2020 – Immer mehr Menschen in Deutschland erhalten die Diagnose heller Hautkrebs. Zwischen den Jahren 2011 und 2018 erhöhten sich die Betroffenenzahlen um 35 Prozent von rund 1,23 Millionen auf 1,66 Millionen. Das geht aus einer aktuellen BARMER-Analyse hervor, die die Kasse anlässlich des europäischen Tags des Hautkrebses (13. September) angefertigt hat. In den Jahren 2017 und 2018 sind die Fallzahlen nur noch geringfügig gestiegen, und zwar um 2,1 beziehungsweise 1,9 Prozent. „In Deutschland scheint die Zahl der Personen mit hellem Hautkrebs inzwischen auf sehr hohem Niveau zu stagnieren. Das ist zwar eine positive Tendenz. Dennoch bleiben die Fallzahlen viel zu hoch angesichts dessen, dass sich keine andere Krebsart so leicht vermeiden lässt wie Hautkrebs“, betont Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin bei der BARMER. Ohne entsprechenden Schutz sollte sich niemand zu lange in der Sonne aufhalten. Kleis: „Die Haut vergisst keinen einzigen Sonnenstrahl.“

Regionale Steigerungsraten von bis zu 50 Prozent

Die Fallzahlen beim hellen Hautkrebs seien im Betrachtungszeitraum 2011 bis 2018 mit dem Plus von 35 Prozent schneller gestiegen als bei schwarzem Hautkrebs. Hier habe sich die Fallzahl im selben Zeitraum um 24,7 Prozent von rund 300.000 auf 374.000 Personen erhöht. Zudem gebe es massive regionale Unterschiede beim Auftreten des hellen Hautkrebses. „Dass die Anzahl der Hautkrebspatienten in manchen Bundesländern so stark gestiegen ist und in anderen deutlich weniger, ist rein medizinisch nicht zu erklären“, so Kleis. Unterschiede bei der jeweiligen Sonneneinstrahlung und UV-Belastung könnten dabei ebenso wie die unterschiedliche Inanspruchnahme der Hautkrebs-Früherkennung eine Rolle spielen.

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