Freitag, 22. Januar 2021

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Besuch Corona-Teststation

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Test-Stationen an Autobahnen sind wichtiger Baustein bei Corona Prävention

Die Landesregierung hat sich intensiv auf die Rückkehr von Urlaubsreisenden vorbereitet. Unser Ziel ist es, damit Infektionen frühzeitig zu erkennen und einzudämmen. Dafür haben wir seit Mittwoch vier Corona-Teststationen für Reiserückkehrer und Einreisende geschaffen, mit denen die bestehenden Strukturen für die Testung bei den niedergelassenen Ärzten und den Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung ergänzt werden“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrem Besuch der Test-Station zur luxemburgischen Grenze, Parkplatz Markusberg an der BAB 64.

Die Teststationen wurden im Auftrag des Landes durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eingerichtet. Auch in Trier wird das DRK dabei von Seiten der Bundeswehr personell unterstützt. Insgesamt rund 32 Helferinnen und Helfer sind dort täglich in zwei Schichten im Einsatz. „Ich weiß, dass es gerade für die Einsatzkräfte vor Ort bei den derzeit hohen Temperaturen sehr beschwerlich sein kann, die Testungen in voller Schutzmontur vorzunehmen. Davor habe ich höchsten Respekt. Sie leisten einen essentiellen Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrem Besuch.

Aufmerksam beobachte die Landesregierung den Anstieg der Corona-Fallzahlen. „Gestern hatten wir mit 60 Neuinfektionen den stärksten Anstieg von positiv getesteten Rheinland-Pfälzern und Rheinland-Pfälzerinnen seit April. Dazu gehören auch Menschen, die aus dem Urlaub zurückkehren und sich in anderen Ländern angesteckt haben. Umso wichtiger ist es jetzt, dass Reisende aus Risikogebieten die ab morgen geltende Testpflicht der Bundesregierung einhalten und die neuen Teststationen nach der Reise anfahren.“, so die Ministerpräsidentin weiter.

„Als rheinland-pfälzisches Rotes Kreuz unterstützen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten und Ressourcen selbstverständlich die Landesregierung an den Teststationen für Reiserückkehrer,“ informierte Rainer Kaul, Präsident des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz e.V. „Wir wissen, wie sinnvoll diese Testungen sind, um Infektionsketten zu erkennen und sie möglichst schnell einzugrenzen. Allein am Rastplatz Markusberg haben die 16 Helferinnen und Helfer des DRK-Kreisverbandes Trier-Saarburg und der Bundeswehr in den ersten vier Stunden 170 Personen registriert und getestet.“

Reiserückkehrer und Einreisende können sich in Grenznähe zu Luxemburg, Belgien, Frankreich und am Flughafen Hahn testen lassen.

Weitere Informationen zu den Testungen für Einreisende: www.corona.rlp.de

In der Grillzeit haben Bakterien wieder Hochsaison

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Einhalten der Kühlkette bei heißen Temperaturen besonders wichtig

KREIS MYK. Bei den aktuell sehr heißen Tagen sind Grillabende an der Tagesordnung. „Gerade dann ist das Einhalten der Kühlkette besonders wichtig. Auf Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln sollte unbedingt geachtet werden, denn auch Bakterien haben jetzt Hochsaison“, so Thomas Brunnhübner, Leiter des Referates Veterinärdienst/Lebensmittelüberwachung im Kreishaus. „Die kulinarischen Freuden können einem sonst heftig auf den Magen schlagen.“

Bei der sogenannten „Kühlkette“ kommt es darauf an, dass Lebensmittel bei den vom Hersteller genannten Temperaturen transportiert und gelagert werden. Nur bei ununterbrochener Einhaltung der Kühlkette könne der Verbraucher davon ausgehen, ein sicheres Lebensmittel auf den Teller zu bekommen.

Es sei daher wichtig, seinen Einkauf entsprechend zu organisieren. „Ein ausgedehnter Bummel nach dem Lebensmittelkauf schadet den im Pkw zurückgelassenen Lebensmitteln“, so Brunnhübner. Steht das Fahrzeug in der prallen Sonne, werden schnell Temperaturen von über 40 Grad im Innenraum erreicht. Für den Einkauf an heißen Tagen gilt daher: Kühltasche und -akkus mitnehmen. Nach dem Einkauf gilt: Ohne Umweg nach Hause.

Je wärmer, desto besser: Bei hohen Temperaturen fühlen sich die Bakterien „sehr wohl“ und vermehren sich entsprechend rasch. Die Anzahl vieler Bakterien verdoppelt sich bei diesen Temperaturen in rund 20 bis 30 Minuten und kann zum Verderb der Lebensmittel führen, so dass sie ungenießbar würden. Gleiches gilt natürlich auch für die Vorbereitung von Lebensmitteln für Grillabende. Die vorbereiteten Speisen sollten direkt vom Kühlschrank auf den Grill oder den Tisch gebracht werden.

Wie das Amt weiterhin mitteilt, können sich bei sommerlichen Temperaturen auch krank-machende Bakterien vermehren, ohne dass dem Lebensmittel eine Veränderung anzumerken ist. Unterbricht man die Kühlkette, sei die Gesundheit des Verbrauchers gefährdet. Wichtig für den Verbraucher: Ein Hersteller von Lebensmitteln gewährleistet die Sicherheit und Haltbarkeit des hergestellten Produktes bis zum angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum nur, wenn die von ihm angegebenen Lagerungstemperaturen tatsächlich eingehalten werden.

Grundsätzlich gilt, dass Betriebe, die Lebensmittel herstellen, befördern oder verkaufen, die Kühlketten nicht unterbrechen dürfen. Die Lebensmittelüberwachungsbehörde beim Kreis stellt bei ihren Kontrollen vor Ort sicher, dass diese Vorschrift eingehalten wird: „Ab dem Zeitpunkt des Kaufs ist jedoch der Verbraucher selbst verantwortlich für einen sachgemäßen Umgang mit Lebensmitteln“, so Brunnhübner. Brunnhübner rät daher allen Verbrauchern, im eigenen Interesse für das Einhalten der Kühlkette zu sorgen und so einem Lebensmittelverderb oder sogar einer möglichen Lebensmittelinfektion vorzubeugen.

Weitere Informationen gibt es unter Tel. 0261/108-458.

Warnstufe für den Waldsee Argenthal ausgerufen

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Das Landesamt für Umwelt hat im Rahmen einer wiederkehrenden Überprüfung des Waldsees Argenthal einen erhöhten Blaualgenbefall im Wasser festgestellt und die Ausrufung der Warnstufe empfohlen. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der Verbandsgemeindeverwaltung Simmern-Rheinböllen hat die Kreisverwaltung als Untere Wasserbehörde jetzt die Warnstufe für den Waldsee ausgesprochen - entsprechende Hinweisschilder wurden ausgehängt.

Die Blaualgen sind an der starken, grünlichen Trübung zu erkennen, zeitweilig auch an Schlieren – insbesondere im Kinderbadebereich.

Blaualgen können giftig sein. Die Giftentwicklung kann sich steigern, wenn an mehreren Tagen hintereinander algenhaltiges Wasser geschluckt wird!

Am Waldsee wurden Warnschilder aufgestellt.

Verhaltensregeln:

  • Vermeiden Sie, beim Schwimmen Wasser zu schlucken!
  • Vermeiden Sie den Aufenthalt in Bereichen mit sichtbaren Schlieren!
  • Kinder und Kleinkinder sind besonders gefährdet!
  • Nach dem Baden zwingend abduschen!
  • Falls Beschwerden nach dem Baden auftreten sollten (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atemnot, Hautreizungen oder Quaddeln), suchen Sie einen Arzt auf und melden Sie dies Ihrem Gesundheitsamt!
  • Auch Hunde und andere warmblütige Tiere sind gefährdet!

Das Landesamt für Umwelt wird die Wasserqualität weiter prüfen.

Die meisten würden sich impfen lassen, um andere zu schützen

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In einer Teststudie wurde untersucht, wie Menschen von einer Impfung gegen COVID-19 überzeugt werden könnten.

Weltweit wird auf einen Impfstoff gegen das COVID-19-Virus gewartet. Wissenschaftler der Universität Trier haben sich bereits jetzt die Frage gestellt, wie möglichst viele Menschen dazu motiviert werden könnten, sich impfen zu lassen. Das überraschende Ergebnis: Der stärkste Motivationsfaktor ist nicht etwa die eigene Gesundheit, sondern der Schutz gefährdeter Menschen. Das haben Prof. Dr. Marc Oliver Rieger und sein Team in einem Online-Experiment mit 303 Teilnehmern herausgefunden. Mit der Teststudie wollen sie frühzeitig umfangreichere wissenschaftliche Untersuchungen zu dieser Problematik anstoßen. Die Arbeit wird in der nächsten Ausgabe des Journals „Social Health and Behavior“ erscheinen.

In der Studie wurden den Probanden drei Motivationsstränge angeboten, die für eine Impfung sprechen. Davon beruhten zwei auf egoistischen Motiven: eine Impfung senkt das eigene Sterberisiko und sie verhindert Einschränkungen durch einen Ausbruch der Krankheit. Die dritte - altruistische - Motivation war: Geimpfte stellen eine geringere Ansteckungsgefahr für Risikogruppen dar und für Menschen, die nicht geimpft werden können.

Festzustellen war, dass alle drei Motivationsstränge die Impfbereitschaft fördern. Bei weitem am wirksamsten ist jedoch der Aspekt, hierdurch Menschen schützen zu können, die nicht geimpft werden können. Bei mehr als 40 Prozent der Teilnehmer, die zuvor noch nicht sicher waren, ob sie sich impfen lassen würden, steigerte diese Motivation die Bereitschaft zu einer Impfung. Der Hinweis auf die eigene Gesundheitsgefährdung und dass auch weniger anfällige Personen durch Corona gesundheitliche Komplikationen erleben können, steigerte die Bereitschaft zu einer Impfung lediglich bei 15 bis 19 Prozent.

„Der beste Ansatz für eine höhere Impfbereitschaft scheint zu sein, die Risiken zu erklären, die nicht geimpfte Personen für andere darstellen können. Dieses Ergebnis impliziert, dass diesem Aspekt mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte“, sagt Professor Marc Oliver Rieger. „Diese Studie ist natürlich nur ein erster empirischer Test. Es wäre sinnvoll, das Experiment in größeren, repräsentativen Untersuchungen zu wiederholen. Darüber hinaus könnten natürlich auch weitere Motivationswege untersucht werden“, so Marc Oliver Rieger.

Zum Preprint der Studie: www.uni-trier.de/fileadmin/fb4/prof/BWL/FIN/Files/Triggering_Altruism_Increases_the_Willingness_to_Get_Vaccinated_Against_COVID-19.pdf

Mückenstich und Wespengift

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Wie schütze ich mich und was kann ich im Notfall tun

Mainz, den 9. Juli 2020 – Beim Kuchenessen auf dem Balkon oder an einem lauen Abend im Garten können Bienen, Wespen oder Stechmücken ganz schön nerven. Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV gibt Tipps wie man sich vor Stichen schützen kann und erklärt außerdem wie man im Notfall richtig handelt.

Stechmücken

Wer draußen nicht gestochen werden möchte, sollte generell helle Kleidung tragen, die Arme und Beine bedeckt. Da Mücken häufig auch im Knöchel- und Fußbereich stechen, sind auch Socken hilfreich. „Mücken können leider durch die Kleidung hindurch stechen, deshalb sollte zusätzlich ein Spray oder eine Lotion gegen Insekten auf die Haut oder die Kleidung aufgetragen werden“, empfiehlt Petra Engel-Djabarian, Mitglied des Vorstandes des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV. Ein Moskitonetz über dem Bett hilft, nachts, die Plagegeister abzuhalten.

Ist man doch gestochen worden, heißt es nicht kratzen. Die durch den Stich verursachte Entzündung kann durch eindringende Bakterien beim Kratzen verschlimmert werden. „Ein Kühlpad beruhigt den Entzündungsprozess und mildert den Juckreiz“, erklärt Engel-Djabarian. Es gibt auch batteriebetriebene Stifte, die über einen kurzen Hitzereiz eine beginnende Entzündung und somit den Juckreiz stoppen.

Bienen oder Wespen

Stiche von Bienen oder Wespen sind deutlich schmerzhafter als ein Mückenstich. Das weiß jeder, der im Freibad schon mal auf eine getreten ist. Sie sind für manche Menschen sogar richtig gefährlich, wenn sie allergisch auf das Bienengift reagieren. Weil Bienen und Wespen sich oft auf Speisen oder in Getränken befinden, ist das Risiko sehr groß, dass man im Bereich von Mund oder Hals gestochen wird. Bei Allergikern löst ein Stich starke Schwellungen aus – dies führt zu Atemnot bis hin zum Atemstillstand bei einem anaphylaktischen Schock.

„Als Schutz ist es wichtig, draußen nicht barfuß zu laufen. Es hilft, nur aus Gläsern und nicht aus Flaschen oder Dosen zu trinken, damit keine Wespe oder Biene in den Mund kommt“, erklärt die Apothekerin. Außerdem ist es empfehlenswert Getränkeflaschen und Gläser nach jedem Gebrauch gleich abzudecken oder zu verschließen. „Insektenstichallergiker sollten immer ihre Notfallmedikamente, ob Saft oder Spritze, mit sich tragen, um im Fall eines Stiches schnell handeln zu können“, so die Apothekerin weiter. „Wichtig ist, dass man den Stachel, falls er noch steckt, gleich entfernt. Und auch wenn die Notfallmedikamente genommen wurden, sollte immer zur Sicherheit ein Arzt hinzugezogen werden.“

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