Mittwoch, 19. Dezember 2018

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Krebsvorsorge: Landkreis und Landfrauen gemeinsam aktiv

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Nächste Veranstaltung in Weiler

KREIS MYK. Die gemeinsame Veranstaltungsreihe von Landkreis, Landfrauenkreis- verband Mayen-Koblenz und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung rund um das Thema Gesundheit wird fortgeführt. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf der Krebsvorsorge und dem Umgang mit schwierigen Lebenssituationen.

Die letzte Veranstaltung der Reihe findet am sind am 23. August, um 18 Uhr im Pfarrheim in Weiler statt. Referentinnen sind die Onkologin Dr. Judith Breil und die Unternehmensberaterin Marina Schröder.

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. Anmeldungen und weitere Informationen zur Veranstaltung bei Lea Bales, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Mayen-Koblenz, Tel: 0261/108-275 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Personaluntergrenzen in der Krankenhauspflege

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BDH warnt vor bürokratischem Monster und Kostensteigerungen

Berlin/ Bonn - Geht es nach den Plänen des Bundesgesundheitsministeriums, werden Krankenhäuser in Deutschland ab dem 1. Januar 2019 zu erheblichem zusätzlichen Dokumentationsaufwand im Bereich des Pflegepersonals verpflichtet. Zudem droht ein Personalkostensprung im Zuge der geplanten Personaluntergrenzen in der Pflege. Mit immer neuer Bürokratie, Sanktionsdrohungen und politischem Aktionismus vergifte die Politik den notwendigen Diskurs zur weiteren Entwicklung der Pflegerahmenbedingungen in den Häusern, warnt Ilse Müller, Bundesvorsitzende des Sozialverbands und Klinikträgers BDH Bundesverband Rehabilitation e.V.:

„Mit der gesetzlichen Pflicht zur Dokumentation schichtgenauer Personaluntergrenzen schafft Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das nächste bürokratische Monster in unseren Krankenhäusern. Bis zum heutigen Tage ist es der Politik nicht gelungen, das Personal von unpraktikablen Dokumentationspflichten im Klinikalltag wirksam zu entlasten, jetzt folgt die nächste Bürokratiekeule für unsere Verwaltungen. Wir hätten im Zuge der Krankenhausreformen Maßnahmen zur Entbürokratisierung erwartet, um die Arbeit am Menschen stärker in den Fokus zu rücken. Die Kontrollwut ändert nichts daran, dass Pflegekräfte Mangelware sind. Die Wurzel des Übels wird von der Politik nicht angefasst! Wir benötigen attraktivere Arbeitsbedingungen und eine Stärkung der sozialen Werte in Deutschland. Nur so kann es gelingen, dass wieder mehr qualifizierte Menschen diesen anspruchsvollen Beruf ergreifen. Die Mitarbeiter müssen Zeit haben, Pflege zu leben. Solange beispielsweise Bankangestellte attraktivere Vergütungen bei bequemeren Arbeitszeiten erhalten, werden sich junge Menschen kaum für den Pflegeberuf entscheiden.“

Die Untergrenzen sollen zunächst für die medizinischen Bereiche der Geriatrie, Neurologie, Kardiologie, Unfallchirurgie, Herzchirurgie und Intensivmedizin gelten und in der Folge ausgeweitet werden. Dabei werden statistische Messgrößen gewählt, die sich offenkundig nicht an den Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften orientieren.

„Der vorliegende Gesetzentwurf bedeutet für unsere Kliniken einen enormen zusätzlichen Personalaufwand, weshalb wir dringend dazu raten, die Empfehlungen der medizinischen Fachgesellschaften zur Personalbesetzung zu beachten. Aus ihnen lassen sich wesentlich geringere Personaluntergrenzen ableiten, als es der hektisch zusammengewürfelte Gesetzentwurf derzeit vorsieht. Eine gesetzlich festgeschriebene Personaluntergrenze könnte zudem Tendenzen eines Wettlaufs „to-the-bottom“ begünstigen. Wir lehnen die Einführung einer ausschließlich auf statistischen Messwerten fußenden, nicht evidenzbasierten Personaluntergrenze ab“, so Müller weiter.

Unterschätzte Gefahr: HP-Viren verursachen Krebs

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Knappschaft übernimmt Impfkosten nun auch für Jungen

Humane Papillomaviren (HPV) sind hochansteckend, verursachen die häufigsten Geschlechtskrankheiten und können als Spätfolge bösartige Tumore bilden – bei Frauen und Männern gleichermaßen. Kinder und Jugendliche sollten daher rechtzeitig gegen HPV geimpft werden. Rechtzeitig bedeutet in diesem Fall, dass die Impfung noch vor den ersten sexuellen Kontakten stattfindet. Bisher wurde sie hauptsächlich bei Mädchen durchgeführt, dabei sind Jungen genauso gefährdet. Als eine der ersten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland übernimmt die Knappschaft die Kosten für die HPV-Impfung ab sofort auch für Jungen zwischen 9 und 14 Jahren.

Erschreckend, aber wahr: Fast jeder Mensch infiziert sich im Laufe seines Lebens mit den gefährlichen Erregern. Laut einer Studie des Deutschen Krebsforschungsinstituts tragen heute 75 bis 80 Prozent der sexuell aktiven Menschen die HP-Viren in sich. Dabei kann man sich durch Impfen leicht schützen. Seit mehr als zehn Jahren ist die HPV-Impfung in Europa zugelassen. Sie ist gut verträglich und hochwirksam.

Impfkosten wurden bisher nur für Mädchen übernommen

Bislang übernehmen die meisten gesetzlichen Krankenkassen die Kosten dieser Schutzimpfung nur für Mädchen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) und Fachexperten empfehlen die Impfung aber auch für Jungen. Dieser Empfehlung folgt nun die Knappschaft als eine der ersten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland: Sie übernimmt die Kosten für die HPV-Impfung ab sofort auch für Jungen zwischen 9 und 14 Jahren.

Norbert H. Brockmeyer ist Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten und betreibt Forschungen zu HIV und AIDS. Er gehört zum medizinischen Kompetenznetz der Knappschaft und berät die Krankenkasse und ihre Versicherten zu Fragen der sexuellen Gesundheit. „HP-Viren sind extrem gefährlich, weil sie in der Lage sind, gesunde Zellen über viele Jahre schrittweise umzuprogrammieren, so dass sie sich zu bösartige Tumorzellen entwickeln“, erklärt der Experte die Gefahr, die von den HP-Viren ausgeht.

Infektionsforscher sieht Eltern in der Pflicht

„Es gibt Hunderte verschiedener HP-Viren“, so Brockmeyer weiter. „In einem Abstrich bei Erwachsenen finden wir oft 10 oder mehr verschiedene Virustypen. Wir wissen aber, dass HPV 16 und 18 die gefährlichsten sind. Sie verursachen Krebs überall dort, wo sie beim Sex mit der Schleimhaut in Kontakt gekommen sind.“  Frauen wie Männer können die Erreger übertragen und ihr zum Opfer fallen. Die Impfung schütze, so der Forscher, vor beiden Risiken: Vor der Übertragung und vor den gefährlichen Spätfolgen. Daher sei es wichtig, dass alle Geschlechter im Kindesalter geimpft werden. „Bis Jugendliche ein eigenes Bewusstsein für die Gefahren durch Übertragung von HPV entwickeln, ist es für eine Grundimmunisierung meistens zu spät. Höchste Wirksamkeit erreicht die Impfung nur, wenn sie vor den ersten sexuellen Kontakten verabreicht wird. Hier sind die Eltern in der Pflicht, lange bevor ihr Kind sexuell aktiv wird“, so Brockmeyer.

Die HPV-Impfung wird bei Kinder- und Jugendärzten, aber auch beim Hausarzt durchgeführt und gilt als sicher: „Das Risiko möglicher Impfschäden ist weitaus geringer als die Wahrscheinlichkeit, durch HPV an Krebs zu erkranken“, betont der Knappschaft-Experte. Auf 100.000 Impfdosen komme lediglich eine heftige allergische Reaktion“. Die Kosten pro Impfung belaufen sich auf etwa 500 Euro, die von der Knappschaft erstattet werden.



Apothekerverband beklagt Valsartan-Desaster

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Arzneimittelrückrufe von valsartanhaltigen Medikamenten: Apotheker sehen vor allem Arzneimittelhersteller in der Verantwortung und in der Pflicht

Mainz, 13.07.2018 – Die Apothekerinnen und Apotheker in Rheinland-Pfalz haben seit Tagen deutliche Mehrarbeit zu leisten. Der Grund: Bei vielen Arzneimittel, in den der blutdruck-kontrollierende Wirkstoff des chinesischen Hersteller Zhejiang Huahai Pharmaceutical enthalten ist, ist es zu einer produktionsbedingten Verunreinigung mit N-Nitrosodimethylamin gekommen, einem Stoff, der von der Internationalen Agentur für Krebsforschung der WHO und der EU als wahrscheinlich krebserregend beim Menschen eingestuft wird. Die betroffenen Arzneimittel wurden deshalb durch die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) vorsorglich zurückgerufen. Betroffen von diesen Rückrufen sind Arzneimittel in unterschiedlichen Dosierungen und Packungsgrößen von etwa 20 Herstellern.

In der Apotheke muss nun das Warenlager auf diese Rückrufe hin überwacht und kontrolliert werden – betroffene Arzneimittel werden in der Apotheke dann in Quarantäne genommen und nicht mehr an Patienten abgegeben. „Die ersten Rückrufe kamen am 5. Juli, die Liste der betroffenen Arzneimittelchargen wird aber nahezu jeden Tag erweitert und ergänzt“, berichtet Andreas Hott, Vorsitzender des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz (LAV). „Das heißt, dass wir Apotheker jeden Tag auf die Internetseite der AMK schauen müssen, ob es hier etwas Neues gibt, um dann immer wieder und erneut unser Warenlager zu kontrollieren“.

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Gesundheit/Arbeitsschutz

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Mit einem kühlen Kopf durch die heißen Tage

Sommer, Sonne, Schwimmbadwetter – Pünktlich zur Ferienzeit ist der Sommer da und mit ihm Temperaturen, die tagsüber deutlich über 30 Grad liegen. Während sich vor allem Kinder über ein kaltes Eis freuen und sich mit viel Freude im kühlen Nass austoben, gibt es auch Menschen, denen die Hitze zu schaffen macht, z.B. Älteren, kranken Menschen und Beschäftigten, die nicht in klimatisierten Räumen arbeiten.

Mit ein paar Tipps von Gesundheits- und Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler gelingt es auch während heißer Tage, einen kühlen Kopf zu bewahren. „Es ist wichtig, die Hitze nicht zu unterschätzen und das eigene Verhalten an die hohen Temperaturen anzupassen. Außerdem sollte unbedingt auf eine ausreichende und regelmäßige Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr geachtet werden. Dies gelingt, indem Sie neben Wasser auch Saftschorlen oder isotonische Getränke zu sich nehmen“, so Bätzing-Lichtenthäler.

Generell wird allen empfohlen, das Essen ausreichend zu salzen, um den Elektrolytverlust durch das Schwitzen auszugleichen. Am besten sind mehrere kleine Mahlzeiten, die über den Tag verteilt werden und aus leichter Kost, Gemüse und wasserreichem Obst bestehen. Besonders bei älteren und kranken Menschen, aber auch bei kleinen Kindern, verläuft die Anpassung an die Hitze deutlich langsamer. Für ältere Menschen bedeutet Hitze eine enorme Kreislaufbelastung, da der Körper im Alter eine reduzierte Fähigkeit zur Hitzeregulation hat und das Durstgefühl mit zunehmendem Alter abnimmt.

Vom Deutschen Wetterdienst (www.dwd.de) wird für Gesundheitsämter und Einrichtungen zur Pflege und Betreuung älterer Menschen ein Hitzewarndienst angeboten. Zwischen Mai und August werden über einen Hitze-Newsletter Warnungen an „registrierte“ Nutzer versandt, wenn die „gefühlte Temperatur“ die Schwelle von 32 Grad (starke Wärmebelastung) bzw. 38 Grad (extreme Wärmebelastung) überschreitet. Hilfreich ist auch eine Handy-Applikation des Deutschen Wetterdienstes für ältere Menschen (sofern sie mit der Handytechnik vertraut sind) und Stadtbewohner, die warnt, wenn die erwartete Temperatur 36 Grad übersteigt, da Hitze bereits ab diesem Schwellenwert für Ältere eine extreme Belastung darstellt.

Gesundheitliche Auswirkungen der Hitze sind auch am Arbeitsplatz spürbar. Wer in Geschäften, Büros und Werkstätten arbeitet, weiß, dass sich diese Arbeitsräume sehr schnell aufheizen können. Als Folgen können ein vermindertes Leistungsvermögen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche sowie Herz-Kreislauf-Probleme auftreten.

Auch wenn kein genereller Anspruch auf „Hitzefrei“ oder eine Klimaanlage besteht, sieht das Arbeitsschutzrecht vor, dass der Arbeitgeber geeignete Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Beschäftigten ergreifen muss:

-        Nutzung der Nachtabkühlung und entsprechende Lüftung, Reduzierung interner Wärmequellen (Abschalten nicht benötigter Elektrogeräte), sofern vorhanden Nutzung der Lüftung/Klimaanlage, ein effektiver Sonnenschutz.

-        Lockerung der Regelungen für Pausen-, Ruhe- und Arbeitszeiten und die Rücksichtnahme auf besondere Personengruppen (u. a. Schwangere, ältere Beschäftigte, Menschen mit gesundheitlichen Problemen). Sinnvoll ist auch die frühzeitige Planung und Information der Belegschaft über die ergriffenen Maßnahmen.

-        Anpassen der Kleidung bei ggf. gelockerter Kleiderordnung.

Bei Arbeitsplätzen im Freien sollte zusätzlich darauf geachtet werden, dass ein ausreichender Haut- und Sonnenschutz für die Beschäftigten gewährleistet wird. Zudem sollten besonders schwere körperliche Arbeiten vermieden oder in Randzeiten verlegt werden, soweit dies planbar ist. „Die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist ein hohes Gut. Durch einen effektiven Arbeits- und Gesundheitsschutz werden die Beschäftigten vor Gefahren geschützt, die sich aus ihrer Berufstätigkeit ergeben können. An heißen Sommertagen kommen dann noch die temperaturbedingten Auswirkungen hinzu. Hier sind die Arbeitgeber in der Pflicht, die hitzebedingten Belastungen für ihre Beschäftigten möglichst gering zu halten“, so Bätzing-Lichtenthäler.

Allgemeine Informationen zum Thema Hitze finden Sie auch auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums. Speziell zum Thema Arbeitsstättenverordnung und Arbeitsstättenregeln informiert die Internetseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

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