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Blitz im Kopf

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Schlaganfallpatienten in der Apotheke

Mainz, den 8. Mai 2018 – Wer einen Schlaganfall erlitten hat, ist in der Regel hinterher regelmäßig auf die Einnahme blutverdünnender Medikamente angewiesen, um einer Wiederholung eines Schlaganfalls entgegenzuwirken. Denn dieses Risiko ist bei Betroffenen deutlich erhöht. Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV informiert im Vorfeld des Tages gegen den Schlaganfall am 10. Mai worauf Schlaganfallpatienten unter anderem bei ihrer Medikamenteneinnahme achten müssen und klärt über mögliche Wechselwirkungen auf.

„Wichtig ist, dass die Medikamente regelmäßig zur gleichen Zeit eingenommen werden“, erklärt Petra Engel-Djabarian, Vorstandsmitglied des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV, „nur so können sie dauerhaft und konstant wirken.“ Außerdem müssen betroffene Patienten beachten, dass sich gerade die klassischen Blutverdünner mit einigen gebräuchlichen Schmerzmitteln nicht vertragen und es zu gefährlichen Wechselwirkungen kommen kann, so die Apothekerin: „Wer solche Blutverdünner nimmt, sollte keine Schmerzmittel mit Ibuprofen, Acetylsalicylsäure (ASS) oder Diclofenac einnehmen. All diese Medikamente verdünnen das Blut zusätzlich, was gefährlich sein kann. Bei einmaligen Schmerzen kann in der Selbstmedikation zu Paracetamol gegriffen werden. Wenn Schlaganfallpatienten häufiger Schmerzen haben, sollten sie aber mit dem Arzt besprechen, welche Schmerzmedikation geeignet ist.“ Schlaganfallpatienten sollten außerdem bei Ihrer Ernährung darauf achten, dass nicht zu viel grünes Gemüse wie Grünkohl, Brokkoli oder Spinat in Folge gegessen wird. Das enthaltene Vitamin K verträgt sich nicht mit diesen Blutgerinnungshemmern und setzt deren Wirkung zum Teil außer Kraft.

Durch die Blutverdünnung sind Menschen nach einem Schlaganfall anfälliger für blaue Flecken. Außerdem wird die Haut dünner und empfindlicher, fasst Engel-Djabarian zusammen. „Gegen die blauen Flecke kann man wenig machen, außer aufzupassen, dass man sich nicht an Ecken und Kanten stößt. Für die dünne, pergamentene Haut kann es hilfreich sein, wenn die Haut an den Händen oder auch am Schienbein mit einer speziellen Hautpflege behandelt wird. Durch reichhaltigere Pflege kann die Haut etwas elastischer und widerstandsfähiger gehalten werden.“

Netzwerk Demenz

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Angehörigen-Gesprächsgruppe „Demenz / Alzheimer“

Nächstes Treffen der Selbsthilfegruppe findet am Donnerstag 17. Mai von 18.00 – 19.30 Uhr im Haus Marienberg in Kamp-Bornhofen statt.

Die Gesprächsgruppe wird von Annerose Geilich-Geisler moderiert, sie ist examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin und kennt sich bestens aus, mit dem Krankheitsbild der Demenz und den damit verbundenen kognitiven und psychischen Veränderungen.

Im Rhythmus von 4 Wochen trifft sich die Gruppe. Betroffene und pflegende Angehörige erhalten Informationen und Unterstützung durch den Erfahrungsaustausch der Gruppe. Sie erhalten Tipps um die Erkrankung besser zu verstehen und den Umgang sowie die Kommunikation mit dem dementiell veränderten Menschen zu erleichtern.

Die Gesprächsgruppe ist ins Netzwerk Demenz integriert, dies ermöglicht zusätzliche Angebote wie z.B.: Vermittlung kompetenter Ratgeber aus stationären und ambulanten Pflegediensten, den Pflegestützpunkten, Beratung in Betreuungsfragen und Ansprechpartner für organisatorische Fragen, wie Anträge für Pflegegeld oder zusätzliche Betreuungsleitungen.

Alle Treffen sind kostenfrei, unverbindlich und vertraulich. Sollten Sie niemanden haben, der sich während der Treffen um Ihren Angehörigen kümmert, ist für die Zeit der Gruppensitzung im Haus Blütenweg parallel eine Betreuung im Demenz-Bereich möglich, dazu bitten wir um vorherige Anmeldung.

Treffen: Donnerstag 17. Mai 2018 um 18 Uhr

Wo: Haus Marienberg, Kamp-Bornhofen, Kirchplatz 7 (1. Etage im Cafe)

Wir bitten um kurze telefonische Anmeldung wenn Sie das erste Mal zum Treffen kommen:

Haus Marienberg, Brigitte Brauch, Telefon: 06773-91492

 

Krebsvorsorge: Landkreis und Landfrauen gemeinsam aktiv

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Nächste Veranstaltungen in Kollig und Weiler

KREIS MYK. Die gemeinsame Veranstaltungsreihe von Landkreis, Landfrauenkreis- verband Mayen-Koblenz und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung rund um das Thema Gesundheit wird fortgeführt. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf der Krebsvorsorge und dem Umgang mit schwierigen Lebenssituationen.

Die nächsten Termine sind am 17. Mai, um 18 Uhr im Gemeindehaus in Kollig und am 23. August, um 18 Uhr im Pfarrheim in Weiler. Referentinnen sind die Onkologin Dr. Judith Breil und die Unternehmensberaterin Marina Schröder.

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. Anmeldungen und weitere Informationen zu den Veranstaltungen bei Lea Bales, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Mayen-Koblenz, telefonisch 0261/108-275 oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Mundtrockenheit - Diese Ursachen können dahinterstecken

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Einen trockenen Mund zu haben ist unangenehm. In manchen Situationen lässt sich das kaum vermeiden, zum Beispiel dann, wenn wir einen wichtigen Vortrag halten oder ein Vorstellungsgespräch meistern müssen. Die Aufregung wirkt sich dann auch körperlich aus; die Zunge klebt gefühlt am Gaumen, selbst das Schlucken kann in solchen Fällen schwierig werden. Auch das Sprechen wird dadurch erschwert, die Stimme kann sich heiser anhören.
Meist ist die Mundtrockenheit nur situationsabhängig festzustellen und verschwindet nach der auslösenden Situation von selbst wieder. Wenn die Mundtrockenheit - auch Xerostomie genannt - jedoch häufiger oder chronisch auftritt, kann dahinter auch ein ernsteres Problem stecken. Ein Besuch beim Zahnarzt kann dann helfen, die Ursache für den trockenen Mund zu finden.

Gelegentliche Mundtrockenheit kein Grund zur Sorge

Die Mundhöhle ist trocken, wenn weniger Speichel produziert wird. Dadurch trocknet die Mundschleimhaut aus. Wenn die Mundtrockenheit nur gelegentlich auftritt, ist sie für sich genommen kein Grund zur Sorge. So ist es vergleichsweise normal, dass der Mund etwa morgens nach dem Aufwachen trockener ist. Besonders Menschen, die schnarchen, sind davon betroffen - die Atmung durch den Mund trocknet die Schleimhäute in der Mundhöhle in der Nacht zusätzlich aus. Auch, wer viel redet, bekommt eher einen trockenen Mund. Das liegt an der zusätzlichen Luft, die beim Reden die Mundhöhle passiert. Ein warmes Klima mit niedriger Luftfeuchtigkeit wirkt ebenso tendenziell austrocknend. Ähnlich verhält es sich bei Rauchern oder bei einer Erkältung. Auch mangelnde Mundhygiene begünstigt die Trockenheit im Mund.
Bei verschiedenen Medikamenten kann es ebenfalls vorkommen, dass die Mundtrockenheit als Nebenwirkungen auftritt, etwa bei manchen Schmerzmitteln. Meist bessern sich die Beschwerden rasch, sobald das Medikament abgesetzt wird. Falls das Medikament chronisch genommen werden muss, kann ein Wechsel auf ein anderes Präparat sinnvoll sein.

Auch medizinische Ursachen denkbar

In manchen Fällen stecken jedoch medizinische Ursachen hinter der Mundtrockenheit. Eine seltene Erkrankung, die mit Xerostomie einhergeht, ist das Sjögren-Syndrom. Bei der Autoimmunerkrankung sind auch die Augen typischerweise trocken. Entzündete Speicheldrüsen oder andere Entzündungen in der Mundhöhle können ebenfalls zu einem trockenen Mund führen. In seltenen Fällen kann dahinter auch ein Tumor stecken.
Infektionen und hormonelle Störungen wie AIDS, Diabetes und Stoffwechselerkrankungen können Mundtrockenheit ebenso auslösen. Auch als Nebenwirkungen bei Operationen im Kopfbereich sowie der Strahlentherapie ist Mundtrockenheit vergleichsweise häufig.

Oft reichen einfache Mittel zur Behandlung

Wer nur situationsabhängig und selten an Mundtrockenheit leidet, kann meist mit einfachen Mitteln Abhilfe schaffen: Häufig reicht es bereits aus, genügend zu trinken. Auch Bonbons, die die Mundschleimhaut befeuchten und die Speichelproduktion anregen, sind sinnvoll.
Wenn die Beschwerden häufig auftreten, sollte die Ursache hingegen durch einen Besuch beim Zahnarzt abgeklärt werden. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn zusätzlich noch andere Symptome festgestellt werden. Die Behandlungsmöglichkeiten des Zahnarztes ergeben sich durch die Ursache der Mundtrockenheit. Steckt eine Erkrankung dahinter, muss diese behandelt werden. Dadurch bessern sich meist auch die Beschwerden in der Mundhöhle.

Gute Beratungs- und Hilfestrukturen im Kreis Neuwied

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Gesunde Lebensweise kann Demenz vorbeugen

Kreis Neuwied – Über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung zur Informationsveranstaltung „Demenz – ein schleichender Prozess“ ins Margaretha-Flesch-Haus nach Hausen gefolgt. Hauptreferent Dr. med. Reinhard Fröder, leitender Oberarzt und derzeit kommissarischer Chefarzt des Marienhaus-Klinikum St. Antonius Waldbreitbach, gab einen umfangreichen Überblick zum Krankheitsbild Demenz.

Derzeit leben über 1,5 Millionen Menschen mit einer Demenz in Deutschland. Dr. Fröder führte aus, dass es unterschiedliche Formen der Demenz gibt: die größte Gruppe mit ca. 60 Prozent ist die sogenannte Alzheimerdemenz. Des Weiteren gibt es die sogenannte Vaskuläre Demenz (15 Prozent), hierbei handelt es sich um eine gefäßbedingte Demenz. Weitere 15 Prozent sind Mischformen von Alzheimer und Vaskulärer Demenz sowie schließlich mit ca. 10 Prozent seltenere Formen einer Demenz. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist eine genaue Diagnostik. „Zunächst muss abgeklärt werden, ob es sich überhaupt um eine Demenz oder um ein anderes Krankheitsbild, wie beispielsweise eine Depression, handelt. Anschließend muss die Form der Demenz abgeklärt werden“, so der Leitende Oberarzt.

Fröder führte aus, dass mit steigendem Lebensalter die Wahrscheinlichkeit an einer Demenz  zu erkranken weiter ansteige. Insofern sei eine gesunde Lebensweise mit entsprechender Ernährung, körperlicher Betätigung sowie sozialen Aktivitäten die beste Voraussetzung, um einer späteren Demenzerkrankung vorzubeugen.

In einem weiteren Teil seines Vortrags beschäftigte sich Fröder mit den derzeit bekannten Therapieformen und berichtete darüber, dass die medikamentöse Behandlung von Demenz nur bedingt erfolgreich sei. Die Heilung einer Demenz mit Medikamenten sei derzeit nicht möglich.

In diesem Zusammenhang führte Landrat Achim Hallerbach aus, dass das Angebot von entsprechenden ambulanten und stationären Hilfen weiter vorangetrieben werden muss. „Daneben sind entlastende Angebote für pflegende Angehörige notwendig, um die häusliche Pflegesituation zu stabilisieren“, so der Landrat. Der Landkreis Neuwied misst der Versorgung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen einen hohen Stellenwert bei. Regelmäßig werden Informationsveranstaltungen angeboten (Veranstaltungskalender auf der Seite www.psychiatrie-neuwied.de). „Eine gute Beratungs- und Informationsstruktur besteht im Landkreis Neuwied und kann von den Betroffenen und den Angehörigen kostenfrei genutzt werden“, so Landrat Achim Hallerbach. Für gesetzlich Versicherte stehen fünf Pflegestützpunkte zur Verfügung, für privat Versicherte gibt es Compass private Pflegeberatung.

Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, mit Referenten und Mitwirkenden zu diskutieren. Darüber hinaus konnten sie sich an Informationsständen über die Arbeit von Pflegestützpunkten, Compass private Pflegeberatung sowie die Neuwieder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (Nekis) informieren. Auch die Arbeit der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz Neustadt/Wied, die ambulanten Dienste vor Ort in Hausen sowie die Psychiatriekoordinationsstelle waren mit weiteren Informationen vertreten. Erfreut über die große Resonanz auf die Veranstaltung zeigte sich auch  Einrichtungsleiter Frank-Ulrich Kron.

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