Dienstag, 25. Juni 2019

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Demografischer Wandel

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Neue Wohnformen setzen auf neue Formen des Miteinanders im ganzen Dorf oder Quartier

Im demografischen Wandel hat das Thema altersgerechtes Wohnen einen besonderen Stellenwert: Die meisten Menschen möchten auch im Alter und bei Pflegebedarf so lange wie möglich in ihrer Wohnung leben und im gewohnten sozialen Umfeld bleiben. „Neue Wohnformen setzen neben Barrierefreiheit und Wahlfreiheit bei Pflegeleistungen auch auf neue Formen des Miteinanders – innerhalb einer Wohnung, innerhalb eines Hauses und auch im ganzen Dorf oder Quartier“, sagte Demografiestaatssekretär Dr. Alexander Wilhelm bei der Eröffnung der Veranstaltung „Neue Wohn- und Versorgungsmodelle in der Praxis sozialer Dienste“ heute im Sozialministerium in Mainz.

Gemeinschaftliches Wohnen, Wohnen im Quartier oder Wohn-Pflege-Gemeinschaften als Beispiel für neue Wohnformen bieten die Chance, die Gemeinschaft in den Vordergrund zu stellen sowie gegenseitige Hilfen und professionelle Unterstützung zu verbinden. Deshalb fördert das Land solche neuen Wohnformen, die eine Alternative zu stationären Einrichtungen sein können.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sozialen Dienste können neue Wohnkonzepte mehr Zeit, flachere Hierarchien, neue Aufgabenfelder und damit eine höhere Zufriedenheit mit sich bringen. Viele Dienste interessieren sich dafür – die Umsetzung ist jedoch oft anspruchsvoll und erfordert neue organisatorische Abläufe. Darin liegt die Herausforderung beim Aufbau neuer Wohnprojekte.

„Neue Wohn- und Versorgungsformen sind ein wichtiger Bestandteil, den ambulanten Versorgungsvorrang und damit den gewünschten Verbleib in einer eigenen Häuslichkeit so lange wie möglich sicherzustellen. Für die Verbände und Einrichtungen sind damit Chancen und Herausforderungen verbunden. So dürfen vor allem Einsparbemühungen der Kostenträger nicht dazu führen, dass die ambulante Versorgung in neuen Wohnformen unwirtschaftlich wird“, so Regine Schuster, Vorstandsvorsitzende der PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz. „Auch der Umstand, dass bei ambulanten Wohngruppen häufig eine Vergleichbarkeit mit einem vollstationären Leistungsangebot gesehen wird, und dadurch Wohngruppenzuschläge entfallen, trägt nicht zu deren Etablierung bei. Hier bedarf es des Weiteren partnerschaftlichen Zusammenwirkens“, so Schuster weiter.

Gemeinschaft der Generationen und gemeinsame Aktivitäten werden auch beim selbstbestimmten Wohnen mit Versorgungssicherheit, dem sogenannten Bielefelder Modell großgeschrieben: Ein professioneller Pflegedienst ist 24 Stunden vor Ort und bietet verlässliche Unterstützung in vielen Lebenslagen. „Wir setzen auf ein Wohnangebot mit Versorgungssicherheit. Unsere Partner sind Kommunen, Pflegedienste und letztlich auch die Menschen im Quartier. Die Wohnungswirtschaft in Rheinland-Pfalz macht heute schon zahlreiche Angebote, um Menschen ein langes Leben in selbstbestimmter Umgebung zu ermöglichen. Dabei sind die Formen vielfältig, ob im Bielefelder Modell, in Wohngruppen, Wohngemeinschaften oder einfach guten Hausgemeinschaften, das Miteinander bildet den Mehrwert für den Einzelnen, das Quartier oder die Gesellschaft“, so der Geschäftsführer der GSG Neuwied Carsten Boberg.

Mit der gemeinsamen Veranstaltung des Sozialministeriums, der PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. und der Arbeitsgemeinschaft der rheinland-pfälzischen Wohnungsunternehmen wurden den verschiedenen Akteuren die Möglichkeit eines praxisorientierten Austausches geboten und neue Ansätze und Wege aufgezeigt, wie diese neuen Konzepte funktionieren können. „Letztendlich braucht es Menschen vor Ort, die solche Projekte tragen und davon überzeugt sind, sowie soziale Dienste und kommunale Verantwortliche, die sich dies zur Aufgabe machen. Gerade in der intelligenten und effizienten Zusammenarbeit von Angehörigen, Profis und bürgerschaftlich Engagierten liegt die Zukunft guter Sorge für Menschen mit Unterstützungsbedarf“, betonte Staatssekretär Dr. Wilhelm.

Weitere Informationen zu neuen Wohnformen in Rheinland-Pfalz sowie Beratungsangebote und Fördermöglichkeiten erhalten Sie unter www.wohnen-wie-ich-will.rlp.de.

Treffen Angehöriger psychisch kranker Menschen

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Das nächste Treffen der Angehörigen psychisch kranker Menschen findet am Donnerstag, 6. Dezember 2018, 19 Uhr, im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises in Simmern, Hüllstraße 13 statt. Weitere Informationen erhalten Sie bei Harald Wellems, Telefon 06761 82-723 und Ute Sommer, Telefon 06761 82-721.

DAK-Gesundheit startet ersten Alexa Skill zum Thema Demenz

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Spielerische Aktivierung des Gedächtnisses mit dem neuen DAK Erinnerungs-Coach

Koblenz, 20. November 2018. Die DAK-Gesundheit hat als erster Anbieter einen Alexa Skill zum Thema Demenz entwickelt. Der DAK Erinnerungs-Coach aktiviert spielerisch das Gedächtnis von Menschen mit beginnender oder leichter Demenz. Ein Skill ist eine digitale Anwendung für sprachgesteuerte Geräte wie den Amazon Echo. Der DAK-Erinnerungs-Coach steht Kunden aller Krankenkassen kostenlos zur Verfügung.

Das neue digitale DAK-Angebot bietet drei Ratespiel-Varianten an: Sprichwörter vervollständigen, Märchen raten und Geräusche erkennen, alles im direkten Dialog mit der Sprachsoftware Alexa. Auf spielerische Art werden die kognitiven Fähigkeiten angesprochen, indem Erinnerungen aus dem Langzeitgedächtnis aktiviert werden. Gleichzeitig hilft der Erinnerungs-Coach Angehörigen: Diese können den oft fordernden Alltag mit ihren demenziell veränderten Familienmitgliedern auflockern und ein positives gemeinsames Erlebnis schaffen. „Die Technologie sprachgesteuerter Geräte bietet interessante Möglichkeiten, den Alltag von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen etwas leichter zu machen“, sagt der DAK-Vorstandsvorsitzende Andreas Storm. „Ich freue mich, dass wir mit dem DAK Erinnerungs-Coach dazu beitragen können. Unser Ziel ist eine Digitalisierung mit Herz und Verstand.“

„Alexa, starte Erinnerungs-Coach“

Der DAK Erinnerungs-Coach ist für Versicherte aller Kassen kostenlos. Technische Voraussetzung ist ein sprachgesteuertes Gerät wie der Amazon Echo oder Amazon Echo Dot, das mit der Sprachsoftware Alexa ausgestattet ist. Wer einen Alexa Account bei Amazon hat, kann den Skill einfach über den Amazon Skill Shop aktivieren und mit dem Sprachbefehl „Alexa, starte Erinnerungscoach“ starten.

Informationen zum DAK Erinnerungscoach gibt es online unter.www.dak.de/erinnerungs-coach. Eine Übersicht aller Apps der DAK-Gesundheit gibt es hier: www.dak.de/apps

Die Sache mit dem Impfpass

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Nicht vergessen: Impfstatus regelmäßig checken

Mainz, den 13. November 2018 – Impfungen gehören zu den wichtigsten präventiven Maßnahmen der Medizin, um eine Ansteckung mit Infektionskrankheiten zu verhindern. Wichtige Impfungen gibt es beispielsweise gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln oder Kinderlähmung. Eine Impfung schützt dabei nicht nur den Geimpften, sondern man spricht auch von einem Herdenschutz. Das bedeutet, dass eine große Anzahl geimpfter Menschen verhindern kann, dass Nicht-Geimpfte erkranken. Darum sind Impfungen nicht nur für Kinder und Jugendliche wichtig, sondern auch im Erwachsenenalter muss der Impfschutz regelmäßig aufgefrischt werden. Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV rät darum, den eigenen Impfstatus regelmäßig überprüfen zu lassen. Auch Apotheken können dies anhand des Impfpasses tun.

Der am weitesten verbreitete Impfpass oder Impfausweis ist ein gelbes Heftchen. Er wurde nach den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstellt und ist ein international anerkanntes Dokument, erklärt Petra Engel-Djabarian, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV: „Alle Informationen werden darum mehrsprachig auf Deutsch, Englisch und Französisch aufgeführt. In dem Dokument werden alle Impfungen und die verwendeten Impfstoffe notiert. Auch bei Reisen in exotische Länder können spezielle Reise-Impfungen nötig sein – auch die werden dann darin festgehalten.“

Neben Ärzten können auch Apothekerinnen und Apotheker den Impfstatus anhand des Impfpasses überprüfen, so Engel-Djabarian: „Apotheken beraten leitliniengerecht und wissenschaftlich fundiert zu allen Impfungen. Es werden dafür immer die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts, die Empfehlungen der WHO, die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DtG) zugrunde gelegt. Anhand des Impfpasses kann die Apotheke den Patienten daran erinnern, welche Impfung als nächste auf dem Programm steht. Und sie kann auch darüber informieren, ob es Gründe gibt, eine Impfung zu verschieben. Eine Grippeimpfung sollten sie beispielsweise nicht bekommen, wenn sie gerade eine andere Infektionskrankheit oder Fieber haben.“

Weiter können Patienten sich in dem Gespräch darüber informieren, welche Impfungen von der Krankenkasse übernommen werden und welche selbst zu bezahlen sind, beschreibt Petra Engel-Djabarian das Dienstleistungsangebot. Gerade weil die Durchimpfungsrate und die Impfbereitschaft verbessert werden soll, können Apotheken als niedrigschwellig erreichbare Gesundheitsdienstleister hier eine wichtige Aufgabe übernehmen. „Jeder Patient mehr, der eine Schutzimpfung erhält oder auffrischen lässt, ist ein Gewinn für uns alle.“ Patientinnen und Patienten empfiehlt Engel-Djabarian deshalb, regelmäßig in der Apotheke oder beim Arzt nach einem Impfpass-Check zu fragen.

Online-Umfrage zur Zeitumstellung: Mehrheit der Befragten will dauerhafte Winterzeit

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  • Über 10.000 Menschen haben über die Beibehaltung von Sommer- oder Winterzeit abgestimmt
  • 68 Prozent sind für die dauerhafte Winterzeit
  • 32 Prozent stimmen für die dauerhafte Sommerzeit

Eine deutliche Mehrheit der Befragten wünscht sich eine dauerhafte Einführung der Winterzeit, falls die Zeitumstellung abgeschafft wird. Das ist das Ergebnis der Online-Umfrage zur Sommer- oder Winterzeit der KNAPPSCHAFT.

Aufgerufen zu der Umfrage hatte die Krankenkasse Mitte Oktober. Mehr als 10.000 Personen haben seitdem online abgestimmt. „Dass sich so viele Menschen an der Umfrage beteiligt haben, zeigt, wie sehr das Thema Zeitumstellung die Menschen beschäftigt und dass die Abschaffung schnell umgesetzt werden muss. Ich wünsche mir, dass die Politik sich das Ergebnis zu Herzen nimmt und die Meinung der Bevölkerung bei ihrer Entscheidung berücksichtigt“, betont Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT.

Winterzeit entspricht biologischem Tagesrhythmus

68 Prozent der Teilnehmer stimmten für die dauerhafte Winterzeit, 32 Prozent für die Beibehaltung der Sommerzeit. Neurologe Dr. Berthold Jonas begrüßt das Ergebnis, weil die Zeitumstellung einen künstlichen Eingriff in den Biorhythmus darstelle. „Viele meiner Patienten – und mich inbegriffen – haben zur Zeit der Umstellung mit Beschwerden wie Schwindel, Tagesmüdigkeit oder psychischer Labilität zu kämpfen“, erklärt der Experte der KNAPPSCHAFT und ergänzt, dass diese Probleme bei der Umstellung auf die Sommerzeit noch viel häufiger in Erscheinung treten würden. „Das mag daran liegen, dass eine Stunde Schlaf fehlt, anderseits ist aber auch denkbar, dass die verstärkten Beschwerden durch die unübliche Zeitform auftreten. Denn die Winterzeit entspricht eher dem biologischen Tagesrhythmus und sollte daher aus meiner Sicht künftig vorherrschen.“

Ob und wann das Ende der Zeitumstellung kommt, bleibt abzuwarten. Die EU-Kommission plant, die Zeitumstellung bereits im kommenden Jahr abzuschaffen. Voraussetzung ist allerdings, dass Europaparlament und EU-Staaten dem Vorschlag zustimmen. Das könnte jedoch schwierig werden. Zuletzt gab es Berichte über Widerstand unter den Mitgliedsländern. Die KNAPPSCHAFT wird das Thema weiterhin mit Nachdruck verfolgen.

Statements der Abstimmenden

Zusätzlich zur Abstimmung haben viele Teilnehmer der Umfrage ihre ganz persönliche Meinung zur Zeitumstellung über die Facebook-Seite sowie den Blog www.für-meine-gesundheit.de der KNAPPSCHAFT geäußert. Folgend einige Eindrücke:

„Mich stört weniger die Umstellung, obwohl ich sie auch belastend empfinde. Aber ich gehe mit meinen Hunden morgens vor der Arbeit spazieren. Das ist etwas, was mir richtig guttut. Allerdings nicht bei Dunkelheit. Durch die Sommerzeit habe ich im Frühjahr und Herbst Probleme.“

„Wer für die dauerhafte Sommerzeit ist, sollte bedenken, dass wir die Sommerzeit bisher nie im Winter praktiziert haben! Wahrscheinlich macht man sich nicht klar, wie schlecht man aus dem Bett und auf den Weg kommt, wenn es immer früher dunkel und dabei auch noch kalt ist. Ich freue mich jetzt auf die Winterzeit und wünsche mir, dass es dann dabeibleibt.“

„Bei Sommerzeit gehen die Kinder im Winter in tiefer Nacht zur Schule. Das kann niemand wirklich wollen. Die Stunde am Abend ist bei Eis und Schnee und Wind und Wetter verzichtbar.“

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