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Verstopfung bei Kindern

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Vorbeugen und sanft behandeln

Mainz, 11. Dezember 2017 – Nahrungsumstellung, Ortswechsel oder sogar familiäre Veränderungen – all das können Gründe sein, die bei Kindern auch zu Verstopfungen führen können. Verstopfung bedeutet, dass eine regelmäßige und vollständige Stuhlentleerung über einen längeren Zeitraum nicht stattgefunden hat. Dabei gibt es keine festgeschriebenen Zeiträume, wie häufig Kinder Stuhlgang haben sollten: dreimal täglicher Stuhlgang kann ebenso normal sein wie dreimal wöchentlicher Stuhlgang. Eltern sollten aufmerksam werden, wenn die üblichen Zeiträume sich deutlich und anhaltend verändern, das Kind immer seltener zur Toilette geht und möglicherweise mit Symptomen wie Bauschmerzen, einem harten Bauch oder Appetitlosigkeit reagiert, so der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV.

Beim Heranwachsen gibt es etliche Situationen, in denen Veränderungen in der Lebenssituation auch zu Problemen mit der Verdauung und dem Stuhlgang führen können:

  • Kinder werden abgestillt und erhalten langsam Flaschen- oder Beinahrung,
  • ungewohntes Klima und Essen auf einer Urlaubsreise,
  • Stress in der Schule oder psychische Probleme beispielsweise eine Trennung der Eltern, ein neues Geschwisterchen.

Mit einfachen Mitteln kann zunächst versucht werden, den Stuhlgang wieder zu normalisieren, so Andreas Hott, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV: „Regelmäßiges und ausreichendes Trinken von Wasser oder vielleicht gemischt mit etwas Pflaumen- oder Apfelsaft kann die Verdauung wieder auf Trab bringen. Wichtig ist ebenso eine ballaststoffreiche Nahrung – also auf Vollkornprodukte, Obst und Gemüse setzen. Stopfende Lebensmittel mit Weißmehl, Bananen, Reis oder zu viel Schokolade, Käse und Milchprodukte sollten vermieden werden. Kinder sollten auch angehalten werden, sich regelmäßig zu bewegen, denn auch das hilft dem Magen-Darm-Trakt, wieder in Schwung zu kommen.“

Verstopfungen können schnell zu einem Teufelskreis werden aus dem Kinder mit Geduld wieder herausgeführt werden müssen, zeigt Hott auf: „Bei Verstopfung verhärtet der Stuhl, der Gang zur Toilette wird immer unangenehmer und schmerzhaft, was wiederum zur Folge haben kann, dass Kinder das „große Geschäft“ immer weiter zurückhalten. Abführmittel in der Selbstmedikation würde ich für Kinder nicht empfehlen. Ein Besuch beim Kinderarzt kann ausschließen, dass eine Erkrankung hinter der Verstopfung steckt. Gegebenenfalls wird dort über einen Einlauf der verhärtete Stuhl gelöst. Da Kinder zu diesem Zeitpunkt häufig schon den Toilettengang als schmerzhaft und unangenehm erlebt haben, wird eventuell prophylaktisch für einen gewissen Zeitraum ein Wirkstoff verordnet, der den Stuhl weichhält, so dass Kinder wieder lernen, schmerz- und angstfrei zur Toilette zu gehen.“

Aktualisierter Kurz-Wegweiser Pflege für den Landkreis

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KREIS MYK. Im Landkreis Mayen-Koblenz wurde der Kurz-Wegweiser „Was tun im Pflegefall?“ aktualisiert, um Bürgern Hilfestellung zu geben, wenn der Pflegefall eintritt.

Dieser Kurzwegweiser wurde aufgrund der Auswirkungen des zweiten Pflegestärkungsgesetzes neu aufgelegt. Dieser beinhaltet kurze Erläuterungen über die fünf Pflegegrade, die seit Jahresbeginn in Kraft getreten sind. Er bietet wertvolle Informationen über Hilfen bei Pflegebedürftigkeit, Hinweise zu Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung und eine Checkliste für die ersten Schritte und die aktuellen Kontaktdaten zu Pflegestützpunkten oder sonstigen Servicestellen im Landkreis.

Seit Jahresbeginn werden fünf Pflegegrade unterschieden. Zur Bestimmung des Pflegerades werden die Beeinträchtigungen in sechs Lebensbereichen erhoben. Bei den sechs Lebensbereichen begutachtet man, wie die betreffende Person die alltägliche Anforderung bewältigen kann. Dazu findet sich im Kurzwegweiser eine kurze Beschreibung der sechs Lebensbereiche.

Den Kurzwegweiser gibt es kostenlos bei allen Stadt- und Verbandsgemeinden im Landkreis oder bei Alexandra Kiel (E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Tel. 0261-108 154). Auch auf der Homepage des Landkreises unter www.mayen-koblenz.de kann der Kurzwegweiser als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Unterdurchschnittlich viele Beschäftigte krank

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Landkreis Neuwied, 6. Dezember 2017 - Die Beschäftigten im Landkreis Neuwied waren 2016 seltener krankgeschrieben als im Landesdurchschnitt. Das zeigt der Gesundheitsreport der BARMER. Peter Lauermann, Regionalgeschäftsführer der BARMER in Neuwied, sagt: „Hauptursache für die Krankschreibungen waren Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und psychische Erkrankungen.

Laut Gesundheitsreport meldete sich jeder Beschäftigte im Landkreis Neuwied im Durchschnitt 1,2 (Land: 1,3) Mal arbeitsunfähig. Auf jeden Beschäftigten entfielen rechnerisch 17,5 (Land: 17,9) gemeldete Arbeitsunfähigkeitstage. Der Krankenstand lag im Landkreis bei 4,8 Prozent (Land: 4,9 Prozent). „Das bedeutet, dass an einem durchschnittlichen Kalendertag von 1.000 Beschäftigten 48 arbeitsunfähig gemeldet waren“, erklärt Lauermann.

Häufigste Gründe für die Arbeitsunfähigkeitstage der Beschäftigten im Landkreis Neuwied waren Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (3,8 Tage), psychische Störungen (3,8 Tage), Atemwegserkrankungen (2,1 Tage) und Verletzungen (2,0 Tage). Der Gesundheitsreport wertet die Daten von 186.000 rheinland-pfälzischen Erwerbspersonen aus. Das sind 13,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in dem Bundesland.

Beschäftigte meist wegen psychischer Leiden zuhause

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Koblenz, 6. Dezember 2017 - Die Beschäftigten in Koblenz waren 2016 seltener krankgeschrieben als im Landesdurchschnitt. Das zeigt der Gesundheitsreport der BARMER. Thomas Esch, Regionalgeschäftsführer der BARMER in Koblenz, sagt: „Hauptursache für die Krankschreibungen waren psychische Erkrankungen.“

Laut Gesundheitsreport meldete sich jeder Beschäftigte in Koblenz im Durchschnitt 1,3 Mal arbeitsunfähig. Auf jeden Beschäftigten entfielen rechnerisch 15,9 (Land: 17,9) gemeldete Arbeitsunfähigkeitstage. Der Krankenstand lag in Koblenz bei 4,4 Prozent (Land: 4,9 Prozent). „Das bedeutet, dass an einem durchschnittlichen Kalendertag von 1.000 Beschäftigten 44 arbeitsunfähig gemeldet waren“, erklärt Esch.

Häufigste Gründe für die Arbeitsunfähigkeitstage der Beschäftigten in Koblenz waren psychische Störungen (3,3 Tage), Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (3,0 Tage), Atemwegserkrankungen (2,4 Tage) und Verletzungen (1,4 Tage). Der Gesundheitsreport wertet die Daten von 186.000 rheinland-pfälzischen Erwerbspersonen aus. Das sind 13,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in dem Bundesland.

Folgen des Alkoholmissbrauchs zweithäufigste Ursache für Krankenhausbehandlungen

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Krankenhausbehandlungen

Im Jahr 2016 wurden mehr als eine Millionen Patientinnen und Patienten mit Wohnort in Rheinland-Pfalz stationär in Krankenhäusern behandelt. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im Durchschnitt verbrachten sie gut sieben Tage im Krankenhaus.

Häufigster Anlass für eine stationäre Behandlung war die Herzinsuffizienz (23.460 Fälle) mit einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von zehn Tagen. Hierbei handelt sich um eine Erkrankung des Herzens, das aufgrund mangelnder Leistungsfähigkeit den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgen kann. Naturgemäß sind von dieser Krankheit eher ältere Menschen betroffen. Die Patientinnen und Patienten mit dieser Diagnose waren durchschnittlich 79 Jahre alt.

Alkoholmissbrauch und damit einhergehende Folgekrankheiten (z. B. alkoholische Leberzirrhose oder Pankreatitis) waren der zweithäufigste Grund für einen stationären Krankenhausaufenthalt (17.056 Fälle; durchschnittliche Behandlungsdauer: sieben Tage). Hiervon waren überwiegend Männer betroffen (73 Prozent). Häufigste Einzeldiagnose in diesem Bereich war die psychische Störung durch Alkoholmissbrauch mit 14.646 Fällen. Im Mittel waren die wegen Alkoholmissbrauchs und damit einhergehenden Folgeerkrankungen behandelten Patientinnen und Patienten 46 Jahre alt und damit jünger als der Durchschnitt aller Behandlungsfälle (56 Jahre). 1.507 behandelte Alkoholpatientinnen und -patienten waren Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren. In der Mehrzahl war bei den Jugendlichen eine akute Alkoholintoxikation der Anlass für die stationäre Aufnahme (1.425 Fälle). Verglichen mit dem Vorjahr ist bei den Kindern und Jugendlichen ein Anstieg der Behandlungsfälle um 3,5 Prozent zu verzeichnen.

Wegen Vorflimmerns mussten sich 15.411 Patientinnen und Patienten behandeln lassen. Hierbei handelt es sich um eine vorübergehende oder dauerhafte Herzrhythmusstörung, verbunden mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle und Herzinsuffizienz. Die Patientinnen und Patienten waren im Durchschnitt 70 Jahre alt und verbrachten knapp fünf Tage im Krankenhaus. Männer (10.600) waren von dieser Diagnose sehr viel häufiger betroffen als Frauen (4.100).

Unter Rückenschmerzen, deren Ursachen einen Krankenhausaufenthalt nach sich zogen, leiden deutlich mehr Frauen als Männer. Mehr als 8.500 Patientinnen wurden im Jahr 2016 stationär behandelt (Männer: 5.400). Im Durchschnitt waren sie 63 Jahre alt.

Daten über stationär versorgte Patientinnen und Patienten erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Krankenhäusern. Die Angaben stammen aus der Krankenhausdiagnosestatistik und beziehen sich auf Personen, die bundesweit in einem Krankenhaus vollstationär behandelt wurden und ihren Wohnort in Rheinland-Pfalz haben. Behandelte Personen, die wiederholt auch mit der gleichen Diagnose stationär aufgenommen wurden, werden in der Statistik mehrfach gezählt.
Die Diagnosen werden nach der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) gestellt. Jeder Krankenhausfall geht nur mit der Hauptdiagnose in die Statistik ein. Die Diagnosen werden in einer Differenzierung nach einer dreistelligen Systematik statistisch nachgewiesen. Bei den hier kommentierten Ergebnissen wurden die im Krankenhaus gesunden Neugeborenen nicht berücksichtigt.

Autorin: Charlotte Schmidt (Referat Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

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