Montag, 14. Oktober 2019

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Universität Trier erforscht Stressreaktion im virtuellen Raum: Probanden gesucht

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Die Abteilung Verhaltensgenetik der Universität Trier unter der Leitung von Professor Dr. Jobst Meyer sucht interessierte Probanden, welche unter übermäßigem Schwitzen (primärer Hyperhidrose) leiden. Sie können mittels Virtual-Reality-Technik einen Beitrag zur Erforschung dieser Störung leisten. Ein kurzer Fragebogen und eine etwa zweistündige Untersuchung in einer virtuellen Umgebung sollen helfen, die Ursachen der Hyperhidrose und die körperlichen Prozesse der Stressreaktion zu erforschen.

Die Probanden haben die Möglichkeit, moderne Virtual-Reality-Technik auszuprobieren und erhalten darüber hinaus eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro. Interessenten können sich per E-Mail anmelden: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Gemeinsam leben mit Menschen mit Demenz

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Nächste Informationsveranstaltung in der Verbandsgemeinde Unkel am Donnerstag, 14. Februar 2019

Kreis Neuwied/VG Unkel – Die Zahl der Menschen mit Demenz steigt kontinuierlich, sowohl in Deutschland als auch im Landkreis Neuwied. Aus diesem Grund haben der Senioren- und Behindertenbeirat der Verbandsgemeinde Unkel und die Psychiatriekoordinationsstelle der Kreisverwaltung Neuwied für Donnerstag, 14. Februar 2019 ab 17 Uhr im Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung eine weitere Informationsveranstaltung zum Thema Demenz gemeinsam organisiert.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht diesmal die Rolle von Sinnen, Düften und Berührungen für Menschen mit Demenz. Also die Frage wie mit ihnen angemessen und würdevoll umgegangen werden kann? Hierzu hat der Senioren- und Behindertenbeirat der Verbandsgemeinde Unkel die Initiative ergriffen. Der 1. Vorsitzende des Seniorenbeirats, Dieter Borgolte, wird die Veranstaltung eröffnen und ins Thema einführen. Landrat Achim Hallerbach wird über die Zahl der Menschen mit Demenz im Landkreis Neuwied sowie die vorhandenen Versorgungsstrukturen informieren. Gegenwärtig leben nahezu 3.500 Bürgerinnen und Bürger mit Demenz im Landkreis Neuwied. Pro Jahr erkranken rund 700 Bürgerinnen und Bürger neu an einer Demenz.

Die Versorgung für Menschen mit Demenz konnte in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut und damit deutlich verbessert werden. Neben der Beratung durch die Pflegestützpunkte wie den Pflegestützpunkt in Linz und für Privatversicherte Compass Private Pflegeberatung wurden neue Hilfsangebote geschaffen. Hierzu zählen beispielsweise ambulante Hilfen, teilstationäre Angebote wie die Tagespflege sowie spezielle Wohnbereiche in den Altenheimen. „Um Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen helfen zu können, ist es wichtig, dass sie sich ausführlich beraten lassen“, so Landrat Achim Hallerbach. „Darüber hinaus ist eine gute und umfangreiche Diagnostik wichtig, um Therapie und Hilfen geben zu können“.

Als Referentin konnte Renate von Ritter, examinierte Krankenschwester und Fachkraft für Gerontopsychiatrie gewonnen werden. Auf der Grundlage ihrer langjährigen praktischen Erfahrungen wird sie ausführen, wie der Umgang mit Menschen mit Demenz auf Augenhöhe und vor allen Dingen würdevoll gestaltet werden kann. Damit gibt sie wichtige Tipps und Ratschläge für die Betreuung sowohl für pflegende Angehörige als auch für professionelle Helfer.

Vorgesehen ist ausreichend Raum für Fragen und zur gemeinsamen Diskussion. Darüber hinaus stellen der Pflegestützpunkt Linz, die Neuwieder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (NEKIS), die Seniorenbeiräte Unkel und Linz sowie verschiedene Dienste wie Ambulantes Hospiz Neuwied/Neustadt, Compass Private Pflegeberatung und die Gemeindeschwester plus mit Sitz in Linz ihre Arbeit an Informationsständen vor. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten Informationen rund um das Thema Demenz. Weitere Informationen sowie geplante Veranstaltungstermine finden Sie ebenfalls auf der Internetseite der Psychiatriekoordinationsstelle des Landkreises Neuwied im Internet unter www.pychiatrie-neuwied.de.

Sprechstunde des Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung im Januar

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Der Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung im Rhein-Hunsrück-Kreis, Klaus Gewehr, bietet jeden Monat eine Sprechstunde in der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis in Simmern an. Herr Gewehr steht den Menschen mit Behinderung sowie deren Angehörigen und Interessenvertretern im Rhein-Hunsrück-Kreis als Ansprechpartner für besondere Anliegen und Probleme zur Verfügung. In regelmäßigen Kontakten zu den regionalen Einrichtungen und Diensten sowie zur Kreisverwaltung setzt er sich für die Belange von Menschen mit Behinderung und die Verbesserung von Teilhabe, Gleichstellung und Selbstbestimmung ein.

Die nächste Sprechstunde bietet Herrn Gewehr am Donnerstag, 10. Januar 2019, in der Kreisverwaltung in Simmern von 14 bis 16 Uhr an. Anmeldung – aus organisatorischen Gründen unbedingt erforderlich – bei Doris Becker, Telefon 06761 82-125, oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Zahl stationärer Krankenhausbehandlungen nahm 2017 leicht ab

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Im Jahr 2017 wurden mehr als eine Millionen Personen mit Wohnort in Rheinland-Pfalz stationär in Krankenhäusern behandelt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sind die Fallzahlen gegenüber 2016 geringfügig um knapp ein Prozent oder 6.300 zurückgegangen. Im Zehnjahresvergleich hat sich die Zahl der Patientinnen und Patienten allerdings um rund 13 Prozent erhöht.

Frauen sind mit einem Anteil von rund 52 Prozent – wie schon in den Vorjahren – leicht überrepräsentiert. In den vergangenen zehn Jahren hat die Zahl stationärer Behandlungsfälle bei Männern (plus 15 Prozent) stärker zugenommen als bei Frauen (plus 12 Prozent).

Häufigster Anlass für eine stationäre Behandlung war die Herzinsuffizienz (23.230 Fälle). Von dieser Erkrankung, bei der das Herz den Körper aufgrund mangelnder Leistungsfähigkeit nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgen kann, ist insbesondere die wachsende Gruppe älterer Menschen betroffen. Gleiches gilt für das Vorhofflattern und -flimmern als zweithäufigster Grund für einen stationären Krankenhausaufenthalt (16.156 Fälle).

Auf Rang drei folgen 14.640 Krankenhausaufenthalte infolge psychischer Störungen durch Alkoholkonsum. Männer (10.638 Fälle) waren von dieser Diagnose sehr viel häufiger betroffen als Frauen (4.002 Fälle). Insgesamt 13.422 Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen wurden wegen Kopfverletzungen (intrakranielle Verletzungen) stationär behandelt. Unter Rückenschmerzen, deren Ursachen einen Krankenhausaufenthalt nach sich zogen, litten deutlich mehr Frauen als Männer (7.800 bzw. 5.100 Personen).

Daten über stationär versorgte Patientinnen und Patienten erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Krankenhäusern. Die Angaben stammen aus der Krankenhausdiagnosestatistik und beziehen sich auf Personen, die bundesweit in einem Krankenhaus vollstationär behandelt wurden und ihren Wohnort in Rheinland-Pfalz haben. Behandelte Personen, die wiederholt auch mit der gleichen Diagnose stationär aufgenommen wurden, werden in der Statistik mehrfach gezählt.
Die Diagnosen werden nach der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) gestellt. Jeder Krankenhausfall geht nur mit der Hauptdiagnose in die Statistik ein. Die Diagnosen werden in einer Differenzierung nach einer dreistelligen Systematik statistisch nachgewiesen. Bei den hier kommentierten Ergebnissen wurden die im Krankenhaus gesunden Neugeborenen nicht berücksichtigt.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

Immer mehr Menschen in Rheinland-Pfalz erhalten Pflegeleistungen

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Zum Jahresende 2017 erhielten rund 161.200 Personen in Rheinland-Pfalz Leistungen der Pflegeversicherung. Laut Statistischem Landesamt in Bad Ems waren dies knapp 29.000 Leistungsempfängerinnen und Leistungsempfänger bzw. 22 Prozent mehr als in der vorangegangenen Erhebung im Jahr 2015.

Hintergrund dieser Entwicklung ist einerseits die wachsende Zahl älterer Menschen, die natürlicherweise einem erhöhten Risiko der Pflegebedürftigkeit unterliegen. Darüber hinaus steht der deutliche Anstieg der Fallzahlen in engem Zusammenhang mit Anpassungen im Rahmen des Pflegestärkungsgesetzes II, welches vor allem den Pflegebedarf von Demenzkranken, geistig Behinderten und psychisch Kranken besser erfassen und abdecken soll.

Mehr als 60 Prozent aller Pflegebedürftigen waren weiblich, was in erster Linie auf den höheren Frauenanteil unter der älteren Bevölkerung zurückzuführen ist. Rund 80 Prozent aller Pflegebedürftigen waren im Dezember 2017 älter als 70 Jahre, nahezu 60 Prozent hatten bereits das 80. Lebensjahr vollendet.

Art der Versorgung

Über die Hälfte (55 Prozent) aller Pflegebedürftigen nahm zum Stichtag der Erhebung ausschließlich Pflegegeldleistungen in Anspruch und wurde zu Hause gepflegt; häufig von Familienangehörigen. Weitere 22 Prozent der pflegebedürftigen Frauen und Männer erhielten zu Hause Unterstützung von einem Pflegedienst; mitunter nutzten sie zusätzlich teilstationäre Angebote der Tages- oder Nachtpflege in Heimen. Die restlichen 23 Prozent der Leistungsempfängerinnen und -empfänger befanden sich Ende 2017 in vollstationärer Pflege in einem Heim – 22 Prozent in Dauerpflege und ein Prozent vorrübergehend in sogenannter Kurzzeitpflege.

Pflegegrade

Infolge geringer Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit waren 1,6 Prozent aller Pflegebedürftigen dem Pflegegrad 1 zugeordnet, 44,3 Prozent waren erheblich (Pflegegrad 2) und 31,2 Prozent schwer beeinträchtigt (Pflegegrad 3). Schwerste Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit (Pflegegrad 4) lag bei 16,9 Prozent der Personen vor; in 5,9 Prozent der Fälle galt es darüber hinaus besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung gerecht zu werden (Pflegestufe 5). In wenigen Fällen (0,1 Prozent) war die Einstufung durch den medizinischen Dienst zum Stichtag der Erhebung noch nicht erfolgt.

Pflegeheime und -dienste

Ende 2017 gab es in Rheinland-Pfalz insgesamt 539 Pflegeheime mit knapp 35.000 Beschäftigten, die rund 40.500 Personen in der voll- und teilstationären Pflege betreuten – davon 62 Prozent in Einrichtungen freigemeinnütziger Träger und gut 35 Prozent in Heimen privater Träger. Gegenüber der Erhebung im Jahr 2015 hat sich die Zahl der Heime um 23 Einrichtungen erhöht; die Beschäftigtenzahl ist um fast 1.400 gestiegen.

Darüber hinaus unterstützten 516 Pflegedienste mit rund 15.300 Beschäftigten die Pflege von knapp 36.000 Personen; das waren 28 Dienste und knapp 1.100 Beschäftigte mehr als 2015. Auf freigemeinnützige Träger entfielen rund 57 Prozent dieser ambulanten Pflegeverhältnisse, knapp 43 Prozent auf private Dienstleister.

Die Angaben stammen aus der Pflegestatistik zum Stichtag 15. bzw. 31. Dezember 2017. Die Pflegestatistik wird alle zwei Jahre erhoben. Befragt wurden die ambulanten Pflegedienste und die stationären Pflegeheime in Rheinland-Pfalz, mit denen ein Versorgungsvertrag nach dem SGB XI bestand (Stichtag 15. Dezember). Die Pflegegeldempfänger (Stichtag 31. Dezember) wurden von den Pflegekassen an das Statistische Bundesamt gemeldet und von dort den Ländern zugeordnet.

Autor: Markus Elz (Referat Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

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