Mittwoch, 24. April 2019

Letztes Update:06:31:38 AM GMT

region-rhein.de

RSS

Angehörige psychisch Kranker stehen im Mittelpunkt

Drucken

Veranstaltung "IRRwege verstehen" am 24. Oktober 2018 in der VHS Neuwied

Laut Statistik erlebt jeder dritte Deutsche im Laufe eines Jahres zumindest zeitweise eine psychische Erkrankung. Eine psychische Erkrankung kann in jedem Alter – als Jugendlicher, Erwachsener oder Senior – auftreten. Von diesen psychischen Problemen bzw. dieser Erkrankung sind auch die Angehörigen immer betroffen. Schwierige Fragen können die Folge sein: Gibt es in der Familie eine psychische Erkrankung? Habe ich als Angehöriger Mitschuld an dieser psychischen Erkrankung? Warum nimmt der psychisch Erkrankte meine Ratschläge und Hilfen nicht an? Mit all diesen Fragen fühlen sich Angehörige häufig allein gelassen.

Mit der Veranstaltung „Angehörige psychisch kranker Menschen: überlastet – überfordert – übersehen“ in der Reihe "IRRwege verstehen" wird das Thema aufgegriffen und gemeinsam diskutiert. Als kompetente Gesprächspartner diskutieren Axel Hillenbrand, Betreuungsverein der AWO, Andreas Markert, Lebensberatungsstelle Neuwied, Gerhild Schranz, Pflegestützpunkt Linz, Holger Thiel, Ambulante psychiatrische Pflege, Daniela Andreis-Renner von der Linzer Gruppe „Pflegende Angehörige von Demenzkranken“ sowie Heidrun Knebel, Marienhaus-Klinikum St. Antonius Tagesklinik Neuwied. An Infotischen stehen weitere Dienste und Angebote wie beispielsweise das Selbsthilfenetzwerk gemeindenahe Psychiatrie oder die Angehörigengruppe psychisch kranker Menschen im Landkreis Neuwied mit Informationen und Rat zur Verfügung. Die Veranstaltung beginnt am 24. Oktober 2018 im großen Saal der VHS Neuwied, Heddesdorfer Straße 33, 56564 Neuwied. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Nähere Informationen über die VHS, Tel. 0 26 31 / 39 89-0 sowie die Psychiatriekoordinationsstelle des Kreises Neuwied, Frau Mantai und Dr. Kettler, Tel. 0 26 31 / 803-722 oder -732, oder im Internet unter www.psychiatrie-neuwied.de.

Wenn das Baby zahnt

Drucken

Tipps aus der Apotheke helfen den Milchzähnen ans Licht

Zum Tag der Zahngesundheit am 25. September

Mainz, den 21. September – Der erste Baby-Zahn ist oft für Eltern und Baby ein Abenteuer, denn nicht jeder Zahn kommt ohne Beschwerden ans Licht. Der erste Durchbruch eines Milchzahns passiert häufig rund um den sechsten Lebensmonat. Die anderen Zähne folgen danach - die Backenzähne ungefähr mit zwei Jahren. Rund um den Tag der Zahngesundheit am 25. September zeigt der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV, welche Tipps aus der Apotheke den Babys helfen können, die kleinen Zähne ohne große Beschwerden zu bekommen.

Säuglinge zeigen ganz unterschiedliche Symptome, wenn die ersten Milchzähne kommen. Sie sabbern vermehrt, ihre Wangen sind rot und heiß, sie stecken die Hände oder andere Gegenstände in den Mund und beißen darauf herum. Petra Engel-Djabarian, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV, beschreibt weitere Anzeichen: „Manche Kinder leiden unter Fieber und einem sehr roten, wunden Windelbereich, es kann zu Durchfällen oder auch zu Verstopfung kommen. Da das Zahnen aber auch generell das Immunsystem schwächt, fallen Infekte oft mit dem Zahnen zusammen.“ Treten diese Beschwerden über eine längere Zeit auf, dann sollten die Eltern mit ihrem Baby unbedingt zum Kinderarzt, so Engel-Djabarian weiter. Um das Zahnen zu erleichtern gibt man dem Baby erst einmal einen gekühlten Beißring, dieser lässt sich leicht reinigen und hat es besteht keine Verletzungsgefahr. Wichtig ist, dass der Beißring nicht in das Gefrierfach gelegt wird. Dadurch würde er zu kalt und es besteht die Gefahr von Erfrierungen am Zahnfleisch. Von harten Lebensmitteln und dem Beißen auf Veilchenwurzeln rät die Apothekerin ab: „Dauerhaftes Kauen auf Lebensmitteln fördert Karies und Veilchenwurzeln können bakteriell verunreinigt sein. Hier eignen sich industriell hergestellte Beißringe viel besser.“ Gegen stärkere Beschwerden beim Zahnen helfen schmerzlindernde Gels zum Auftragen auf das Zahnfleisch. Sie können leicht betäubende oder auch pflanzliche Wirkstoffe wie Kamille und Nelkenöl enthalten. Bei starken Schmerzen kann man auch ein Schmerzzäpfchen für Kinder geben.

Gleich mit dem ersten Zahn sollte auch mit der Zahnpflege begonnen werden. Die Apothekerin empfiehlt: „Ganz zu Beginn kann man den Zahn mit einem Tuch oder einem Wattestäbchen regelmäßig reinigen. Viele Eltern nutzen auch eine Fingerzahnbürste gegebenenfalls mit einer speziellen Zahncreme für Säuglinge. Das hat dann den positiven Nebeneffekt, dass die sanfte Massage des Zahnfleisches den restlichen Zähnchen den Durchbruch erleichtern kann.“

Rheinland-pfälzische Beschäftigte leiden so stark unter psychischen Krankheiten wie noch nie

Drucken

Mainz, 20. September 2018 – Noch nie zuvor haben sich Beschäftigte in Rheinland-Pfalz öfter wegen psychischer Leiden bei ihrem Arbeitgeber krankgemeldet als im Jahr 2017. Das zeigt der Gesundheitsreport der BARMER, der die Daten von rund 185.000 Erwerbspersonen in Rheinland-Pfalz auswertet. Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland, sagt: „Für Unternehmen wird es immer wichtiger, sich mit psychischen Erkrankungen zu beschäftigen.“ Umwälzungen in der Arbeitswelt seien für Beschäftigte mit vielen sozialen und wirtschaftlichen Risiken und Unsicherheiten, erhöhten Lern- und Anpassungsanforderungen sowie steigender Arbeitsintensität verbunden.

Laut Gesundheitsreport waren im Jahr 2017 von allen gemeldeten Arbeitsunfähigkeitstagen in Rheinland-Pfalz 19,2 Prozent auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. Das ist für das Bundesland ein Rekordwert. Eine Betrachtung der Entwicklung von Krankmeldungen wegen psychischer Leiden unter rheinland-pfälzischen Erwerbspersonen zeigt, dass im Jahr 2011 der Anteil nur 17,0 Prozent betrug und von 17,4 Prozent im Jahr 2013 auf 18,4 Prozent zwei Jahre später stieg.

Depressionen sind häufigste psychische Krankheit

Im Jahr 2017 war laut Gesundheitsreport der Krankenkasse jeder rheinland-pfälzische Beschäftigte rechnerisch 3,4 Tage wegen eines psychischen Leidens krankgeschrieben. Am stärksten fiel dabei die Depression ins Gewicht, die durchschnittlich einen Tag Krankschreibung pro Beschäftigtem verursachte. „Zu den typischen psychischen Belastungen in der Arbeitswelt zählen Zeitdruck, Multitasking, unzureichende Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten, intransparente Arbeitsabläufe, aber auch mangelnde Information und Kommunikation“, sagt Kleis. Unternehmen sollten durch den Aufbau oder die Verbesserung von organisatorischen Strukturen auf diese Belastungen reagieren.

Unterschiedlich ins Gewicht fallen psychische Erkrankungen bei Beschäftigten innerhalb von Rheinland-Pfalz. Mit durchschnittlich 4,6 Arbeitsunfähigkeitstagen pro Beschäftigtem wegen psychischer Leiden zählten die Statistiker die meisten in der Stadt Kaiserslautern und mit 2,0 Arbeitsunfähigkeitstagen die wenigsten in Pirmasens. BARMER Landesgeschäftsführerin Kleis sagt: „Der Anteil der Arbeitsunfähigkeitszeiten aufgrund von psychischen Erkrankungen wird von Arbeitgebern eher unterschätzt. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass sich bisher eher wenige Unternehmen damit auseinandergesetzt hat, das Thema psychische Gesundheit im Unternehmen zu implementieren.“

Vortragsangebot der Gleichstellungsstelle im Brustkrebsmonat

Drucken
Vortragsangebot der Gleichstellungsstelle im Brustkrebsmonat Oktober 2018: „Die Kraft der Selbstheilung - Wie die Psyche die Gesundheit beeinflusst“

Am Dienstag, 9. Oktober 2018 (17 bis 18.30 Uhr) ist Alexandra Matzke (www.alexandramatzke.com) im Rahmen des Brustkrebsmonats Oktober zu Gast in der Stadtverwaltung Koblenz. In ihrem Vortrag beschäftigt sie sich mit der Kraft der Selbstheilung und dem Einfluss der Psyche auf die Gesundheit.
Bislang wurde die Macht der Selbstheilung in den Bereich der Esoterik verwiesen. Es gibt jedoch wissenschaftliche Beweise für die umfassende Wirksamkeit der Selbstheilungskraft. Studien belegen, dass der vieldiskutierte Placebo-Effekt eine bisher unterschätzte Macht hat, die wir für unsere Gesundung nutzen können. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Effektes scheint die positive Erwartungshaltung eines Menschen zu sein, die sich auf das Nervensystem auswirkt. Die Zuversicht einer Patientin/ eines Patienten entscheidet mit über den Erfolg von Therapie und Operation - was er fühlt und glaubt, wirkt sich auf jede seiner Zellen aus. Somit können uns Gedanken gesund, aber auch krank machen, wenn sie negativ sind. Gute Gefühle führen zu einer Ausschüttung von Serotonin und Endorphinen, die unser Immunsystem stärken. Mit dieser Kraft können wir aktiv arbeiten. Es erwarten Sie weitere spannende Informationen und Fallbeispiele zum Thema.

Der Vortrag findet statt in der Stadtverwaltung Koblenz, Willi-Hörter-Platz 2, Rathausgebäude II (Eingang durch den Innenhof), 2. Stock, Saal 220. Alle am Thema Interessierten sind herzlich eingeladen.
Um Anmeldung wird gebeten: Fon 0261/ 129 1051, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Weitere interessante Informations- und Unterstützungsangebote zum Thema Brustkrebs finden Sie in den Flyern „Koblenz wird PINK - Brustkrebsmonat 2018“ und im Internet unter www.frauen.koblenz.de.

Martin-Butzer-Gymnasium sucht Lebensretter

Drucken

Schüler und Lehrer rufen beim Schulfest am 21. September zur Typisierung bei der Stefan-Morsch-Stiftung auf

"Lebensretter gesucht" heißt ein Aufruf des Martin-Butzer-Gymnasiums in Dierdorf (Kreis Neuwied), das am Freitag, den 21. September, ab 14 Uhr im Rahmen eines Schulfestes zu einem „Jahrmarkt der Begegnungen“ einlädt. Zusammen mit der angesehenen Stefan-Morsch-Stiftung will man junge potenzielle Stammzellspender registrieren, um ganz konkrete Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke zu leisten. Schüler und Schulleitung des MBG wollen über das Thema Stammzellspende informieren und unter den Besuchern des Schulfestes für die Registrierung als Stammzellspender werben.

Die seit 1986 tätige Stefan-Morsch-Stiftung hat die erste Stammzell-Spenderdatei in Deutschland initiiert. Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland etwa 11.000 Menschen an bösartigen Blutkrankheiten wie etwa der Leukämie. Mal ist es ein berühmter Fußballer, manchmal die Tante eines Bekannten manchmal trifft es aber auch einen Schüler oder die Schülerin der eigenen Schule. Jeder zweite Patient ist ein Kind oder Jugendlicher. Je nach Art der Blutkrankheit variieren die Heilungsaussichten. Oft reicht die Behandlung mit einer Chemotherapie und/oder Bestrahlung aber nicht aus. Dann ist die Übertragung gesunder Blutstammzellen die einzige Hoffnung auf Leben.  Eine solche Transplantation ist aber nur möglich, wenn sich ein passender Stammzell- bzw. Knochenmarkspender zur Verfügung stellt.  Deshalb engagiert sich nun das Dierdorfer Gymnasium. Dort will man nichts unversucht lassen, um Hilfe zu leisten.

Neben vielen spannenden Begegnungen bei Mitmachaktionen und Aufführungen können sich Jugendliche ab 16 Jahren mit dem Einverständnis der Eltern und junge Erwachsene bis 40 Jahre bei der Stefan-Morsch-Stiftung typisieren lassen. Das bedeutet: Nach entsprechender Aufklärung gibt man schriftlich seine Einwilligung zur Speichelprobe und zur Registrierung. Aus einem Abstrich der Wangenschleimhaut werden die Gewebemerkmale des Spenders bestimmt und bei der Spenderdatei gespeichert. Von dort werden sie namentlich verschlüsselt dem Zentralregister in Ulm (ZKRD) übermittelt, wo sie mit denen der Patienten weltweit verglichen werden können. Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich somit die Chance, dass einem leukämiekranken Patienten das Leben gerettet werden kann.

Deshalb hoffen die Initiatoren des Schulfestes, dass möglichst viele Gäste die Gelegenheit nutzen werden, um sich als Lebensretter registrieren zu lassen. Die Schüler des angehenden Abitur-Jahrgangs bringen es auf den Punkt: „Wenn wir bedenken, dass in unserem näheren Umfeld seit kurzer Zeit sogar zwei junge Menschen an schweren Blutkrankheiten leiden, müssen wir nicht lange überlegen, ob wir Hilfe leisten möchten. Wir suchen Lebensretter! Unser Motto dabei ist: ‚‘Wir für dich!‘ Kommt also bitte alle am 21. September ab 15.00 Uhr zum Schulfest des MBG, in die Gymnasialstraße 10 in Dierdorf.“

Jede Hilfe ist richtig und wichtig

Für die Neuaufnahme eines Spenders entstehen der Stefan-Morsch-Stiftung Kosten in Höhe von 40 Euro. Wer also aus gesundheitlichen Gründen nicht dazu in der Lage ist, sich typisieren zu lassen, kann trotzdem helfen, die Typisierung geeigneter Spender durch Geldspenden zu finanzieren. Damit sich möglichst viele junge Menschen typisieren lassen, bietet die Stefan-Morsch-Stiftung die Typisierung für alle gesunden Erwachsenen bis 40 Jahre kostenlos an. Das wird über Spendengelder finanziert. Wer sich also nicht registrieren lassen möchte oder kann, hat die Möglichkeit, die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke zur eine Geldspende zu unterstützen.

Spendenkonto: Kreissparkasse Birkenfeld: IBAN: DE76 5625 0030 0000 2222 24 SWIFT‐BIC: BILADE55XXX

Die Stefan-Morsch-Stiftung mit Sitz in Birkenfeld ist die erste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ bietet die gemeinnützige Stiftung seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Hauptziel der Stiftung ist, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. So werden täglich Stammzell- oder Knochenmarkspender aus der stiftungseigenen Spenderdatei von mehr als 450 000 potentiellen Lebensrettern weltweit vermittelt. Die Stiftung ist Mitglied der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland (SKD).

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL