Mittwoch, 21. November 2018

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Initiative Gesundheitswirtschaft Rheinland-Pfalz/Telematik im Gesundheitswesen

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Telemedizin verbessert die Versorgung bei Herzinsuffizienz

Das Land Rheinland-Pfalz geht mit der Telemedizin neue Wege – und das mit Erfolg. Um Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz vor allem im ländlichen Raum eine qualitativ hochwertige Versorgung zu eröffnen, hat das Gesundheitsministerium gemeinsam mit Partnern ein neues digitales Versorgungsprogramm erprobt. Die ersten Ergebnisse liegen nun vor und belegen bereits jetzt, dass der Einsatz von Telemonitoring in einer ländlich geprägten Region – mit geringer Einwohnerdichte und zugleich größeren Entfernungen zu Ärzten und Kliniken –  zu einer hochwertigen medizinischen Versorgung beiträgt, wie Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler vorstellte.

Das Projektteam unter Leitung der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke entwickelte im Mai 2015 das telemedizinische Betreuungskonzept „EHeR•versorgt“, das bis Ende 2017 im Eifelkreis Bitburg-Prüm mit dem Marienhaus Klinikum Eifel Bitburg, dem Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern, dem Fraunhofer IESE und der vitaphone GmbH durchgeführt wurde. Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie förderte das Modellprojekt im Rahmen der Initiative Gesundheitswirtschaft mit 800.000 Euro.

Ministerin Bätzing-Lichtenthäler ist überzeugt: „Im Bereich der weit verbreiteten Herz-Kreislauf-Erkrankungen bietet die Telemedizin eine große Perspektive für eine gute Versorgung im ländlichen Raum. Durch das Telemonitoring können große Entfernungen überbrückt und Ärzte und Patienten entlastet werden. So war es auch Ziel des Modellprojektes, gemeinsam mit unseren Partnern zu erproben, wie das Versorgungskonzept zukünftig in Rheinland-Pfalz flächendeckend genutzt werden kann. Dafür ist ebenfalls die Akzeptanz bei den Krankenkassen wichtig, mit denen wir aktuell in der Diskussion sind.“

Konkret werden über eine gesicherte Internetverbindung die Messdaten von Gewicht, Blutdruck und Puls an ein eigens eingerichtetes Telemedizinzentrum drahtlos übertragen. Dort werden die Werte täglich geprüft und die Patientinnen und Patienten zum Umgang mit der Erkrankung geschult. Auf Basis der Informationen können die behandelnden Ärztinnen und Ärzte die Therapie individuell anpassen, so dass auf Veränderungen des Gesundheitszustandes schnell und adäquat reagiert werden kann. Zugleich steht das Telemedizinzentrum jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

Im Projektzeitraum wurden insgesamt 43 Patientinnen und Patienten über sechs Monate – zusätzlich zur persönlichen Vorstellung beim behandelnden Arzt – telemedizinisch betreut. So sank beispielsweise die Depressivität vor allem in der Altersgruppe von über 75 Jahren deutlich. Gleichzeitig stieg bei allen Patientinnen und Patienten das Wissen über die eigene Erkrankung und darüber, wie bei Veränderungen des Gesundheitszustandes vorgegangen werden muss. Objektive medizinische Tests zeigten, dass sich der allgemeine Gesundheitszustand über den Betreuungszeitraum signifikant verbesserte und die Schwere der Symptome – wie Atemnot, Leistungsminderung, Müdigkeit und Ödeme – abnahm. Damit geht auch eine Verbesserung der Lebensqualität und -freude der Patientinnen und Patienten einher, die vor allem bei an chronischer Herzinsuffizienz leidenden Menschen im Verlauf der Erkrankung immer weiter sinkt.

Dr. Thomas M. Helms, Vorstand der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke, erklärte: „Wir sind mit den Ergebnissen der Auswertung sehr zufrieden und sehen ein großes Potenzial in der kontinuierlichen telemedizinischen Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz.“ Die Ergebnisse der Evaluation von „EHeR•versorgt“ werden demnächst wissenschaftlich aufbereitet und veröffentlicht.

Weitere Informationen finden Sie hier: http://eherversorgt.de

Impfung im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung in Simmern

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Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge bietet das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis in Simmern in regelmäßigen Abständen kostenfrei Impfungen gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Keuchhusten und Poliomyelitis (Kinderlähmung) an. Der Impfschutz gegen Tetanus und Diphtherie soll nach erfolgter Grundimmunisierung alle zehn Jahre durch eine Impfung aufgefrischt werden. Gegen Poliomyelitis ist man im Erwachsenenalter nach erfolgter Grundimmunisierung dauerhaft geschützt. Nur bei Reisen in Länder mit Poliomyelitis-Risiko wird noch eine Auffrischimpfung als Reiseimpfung empfohlen.

Der nächste Impftermin im Gesundheitsamt Simmern, Hüllstraße 13, ist am Mittwoch, 07.03.2018, von 14 bis 17 Uhr. Wichtig: Bitte bringen Sie Ihren Impfausweis mit! Weitere Infos zu den Impfungen erhalten Sie unter der Telefonnummer 06761 82-701.

BARMER fördert Selbsthilfe in Rheinland-Pfalz

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Mainz, 26. Februar 2018 - Mit 75.083 Euro hat die BARMER im Jahr 2017 Projekte von Selbsthilfeorganisationen in Rheinland-Pfalz gefördert. In Selbsthilfeorganisationen schließen sich Menschen mit gleicher Erkrankung zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen. „Als gesetzliche Krankenkasse fördern wir die wichtige Arbeit der Ehrenamtlichen in Selbsthilfeeinrichtungen. Dort lernen Menschen mit ihrer Erkrankung umzugehen und sich mit ihr auseinanderzusetzen“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Die drei Selbsthilfeorganisationen mit der höchsten Förderung durch die BARMER im Jahr 2017 waren die Deutsche Parkinson Vereinigung - junge Parkis Rheinland-Pfalz, die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Behinderter Rheinland-Pfalz und die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe KISS Mainz - der Paritätische. „Menschen mit unterschiedlichen Leiden erhalten bei Selbsthilfeorganisation Halt und Unterstützung“, betont Kleis. Aus diesem Grund fördere die BARMER diese Organisationen aus voller Überzeugung.

BARMER fördert auch im Jahr 2018 Selbsthilfeorganisationen

Weiterhin von der BARMER unterstützt wurden unter anderem: Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Landesverband Rheinland-Pfalz, Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew mit Sitz in Contwig (Landkreis Südwestpfalz), Landesverband der Angehörigen psychisch Kranker in Rheinland-Pfalz, Lebenshilfe - Landesverband Rheinland-Pfalz für Menschen mit Behinderung, Landesverband Aphasie Rheinland-Pfalz, Deutsche ILCO Region Rhein-Mosel-Lahn (Selbsthilfevereinigung für Stoma-Träger und Menschen mit Darmkrebs und deren Angehörige), Arbeitsgemeinschaft für Querschnittgelähmte mit Spina bifida Rheinland-Pfalz, Landesverband Spielfrei Rheinland-Pfalz sowie die Einsätze des Allergiemobils in Rheinland-Pfalz des Deutschen Allergie- und Asthmabunds.

Informationen für Selbsthilfeorganisationen, die im Jahr 2018 von der BARMER eine Förderung erhalten wollen, gibt es unter www.barmer.de/s000112.

Handgemachte Qualität

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Individuelle Rezepturen statt Fertigarzneimittel

Mainz, den 26. Februar 2018 – Menschen, die an einer sogenannten seltenen Krankheit leiden, sind oftmals auf speziell für sie angefertigte Arzneimittel angewiesen. Apothekerinnen und Apotheker stellen solche Rezepturen her und tragen so zu einer besseren Versorgung dieser Patienten bei. Darauf weist der Apothekerverband Rheinland-Pfalz im Vorfeld des Tages der seltenen Erkrankungen am 28. Februar hin.

Von einer seltenen Erkrankung spricht man, wenn von 2000 Menschen weniger als eine Person betroffen ist. Diese seltenen Krankheiten sind meist sehr bedrohlich, oft chronisch und haben häufig ein sehr vielschichtiges Krankheitsbild. Oftmals dauert es für die Betroffenen sehr lange, bis eine korrekte Diagnose vorliegt. Neuere Studien sagen, dass es acht oder mehr Jahre dauern kann, bis Menschen wissen, woran sie erkrankt sind. Allein in Deutschland gibt es etwa vier Millionen Menschen, die an solch einer Krankheit leiden. Das heißt, jeder zwanzigste Deutsche ist betroffen. Die Patientenzahlen der einzelnen Erkrankungen sind dennoch so gering, dass es häufig kein spezielles Fertigarzneimittel dafür gibt, weiß Petra Engel-Djabarian, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV. „Die Forschungskosten sind immens hoch und auch trotz eines vereinfachten Arzneimittelzulassungs-Verfahrens wird es für das Unternehmen zu teuer und rechnet sich nicht.“ Darum sei es so wichtig, dass die Apotheke vor Ort hier mit ihrer Kompetenz helfen kann, so Engel-Djabarian weiter. „Wir können solche spezialisierten Medikamente für einzelne Betroffene herstellen. So können diese Patienten zum Beispiel Kapseln bekommen, in denen die verschiedensten Wirkstoffe vollkommen abgestimmt auf den einzelnen Patienten gemischt werden. Diese Kombination ist dann einzigartig und ist nicht als Fertigarzneimittel im Handel erhältlich.“

Genauso stellt die Apotheke auch individuelle Salben, Lösungen oder Zäpfchen her, je nachdem, was die Erkrankung des einzelnen Patienten erfordert. Da auch Säuglinge oder Kinder schon von solchen seltenen Erkrankungen betroffen sind, gibt es die individuellen Rezepturen auch mit angepasster, niedriger Dosierung. „Für eine Apotheke ist das Anfertigen von Rezepturen eine der grundlegenden Tätigkeiten, die sie im Rahmen ihres Versorgungsauftrages leistet. In der Ausbildung zum Apotheker oder zur Pharmazeutisch-Technischen Assistentin (PTA) werden die nötigen Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt, sodass wir Patienten auch bei ganz spezifischen und besonderen Krankheiten helfen können.“

Thema Demenz steht weiter im Mittelpunkt

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Informationsveranstaltung am 15. März 2018 in Hausen

Neben Depressionen zählen Demenzen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Alter. „Aus diesem Grund ist die Information über das Krankheitsbild sowie vorhandene Beratungs- und Hilfsangebote von zentraler Bedeutung" so Landrat Achim Hallerbach. Gemeinsam mit der Psychiatriekoordinationsstelle des Landkreises Neuwied finden verschiedene Informationsveranstaltungen zum Thema statt. Beispielsweise am 15. März 2018 mit dem Titel „Demenz - ein schleichender Prozess" im Margarethe-Flesch-Haus in Hausen. Referieren wird der Leitende Oberarzt des Marienhaus-Klinikums St. Antonius Waldbreitbach, Dr. med. Reinhard Fröder, über Diagnose, Prophylaxe und Therapiemöglichkeiten. An Informationsständen werden sich der Pflegestützpunkt Asbach, Compass Private Pflegeberatung, die Neuwieder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (Nekis) sowie die Lokale Allianz für Menschen mit Demenz Neustadt/Wied präsentieren und für Fragen bereitstehen.

Eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen ist in Vorbereitung. Einen guten Überblick finden Sie im Veranstaltungskalender der Psychiatriekoordinationsstelle des Landkreises Neuwied unter www.psychiatrie-neuwied.de. Hierzu zählt auch die Frage, wie Angehörige und Freunde mit Menschen mit Demenz umgehen und kommunizieren können. Hierdurch ist es möglich, den Alltag einfacher und für alle Beteiligten freundlicher zu gestalten.

Informationen über vorhandene Hilfsangebote erhalten Sie über die Pflegestützpunkte im Landkreis Neuwied sowie für privat versicherte Personen über Compass Private Pflegeberatung. Der kurze Wegweiser für Betroffene und Angehörige informiert ebenfalls, sie finden ihn im Internet unter www.psychiatrie-neuwied.de.

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