Freitag, 22. Januar 2021

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Schutz vor der Verbreitung des Coronavirus

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Dringende Empfehlung des Gesundheitsamtes für „Rückkehrer“ aus Risikogebieten

Um die Weiterverbreitung des neuartigen Coronavirus bestmöglich aufzuhalten oder zumindest zu verlangsamen, appelliert das Gesundheitsamt an alle Personen, die aktuell aus einem vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet (beispielsweise Italien) zurückgekehrt sind:

Bleiben Sie nach Möglichkeit für 14 Tage zu Hause, schicken Sie Ihre Kinder nicht zur Kita oder Schule, vermeiden Sie unnötige Kontakte – auch wenn Sie keine Krankheitszeichen haben!

Beachten Sie das Husten und Niesen in die Armbeuge und eine gute Händehygiene.

Wenn Sie bereits grippale Symptome (Fieber, Husten oder Atemnot) haben oder im Laufe von 14 Tagen nach Ihrer Rückreise bekommen, informieren Sie bitte telefonisch Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt und das Gesundheitsamt. Weisen Sie in dem Gespräch auf Ihre Reise hin und besprechen Sie das weitere Vorgehen, bevor Sie sich in eine Arztpraxis begeben.

Setzen Sie sich direkt mit Ihrem Arbeitgeber/Ihrer Arbeitgeberin in Verbindung und weisen Sie Kita oder Schule auf die Reise hin.

Das Gesundheitsamt empfiehlt den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern dringend, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diese 14 Tage freizustellen – auch zum Schutz des Personals des ganzen Betriebes.

Fieberambulanzen in Koblenz und Mayen sind gestartet

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KREIS MYK. Die Fieberambulanzen in Koblenz und Mayen sind am Dienstagmorgen gestartet. Im Kreishaus ist man trotz anfänglicher Anlaufprobleme mit dem ersten Tag zufrieden. Längere Wartezeiten konnten an beiden Standorten bereits im Laufe des Vormittags gelöst und entzerrt werden. „Die Situation ist für alle Helfer vor Ort Neuland und die Abläufe müssen sich erst noch einspielen. Daher bitte ich die Bevölkerung um Verständnis – wir alle wachsen an den Herausforderungen, die auf uns zukommen“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig.

Bis etwa 17.15 Uhr sind in der Fieberambulanz in Koblenz 112 Personen behandelt worden. Bei 66 davon wurden Abstriche gemacht. In der Fieberambulanz in Mayen sind am Ende des ersten Einsatztages 28 Personen behandelt worden. Bei 21 davon wurden Abstriche genommen, die wie die Tests aus Koblenz zur Auswertung an Labore weitergeleitet wurden. Alle getesteten Personen wurden in häusliche Isolierung geschickt.

Wer sollte die Fieberambulanzen ansteuern?

Personen, die in den vergangenen 14 Tagen mit einem bestätigt, infiziertem Coronapatienten direkten Kontakt hatten UND eindeutige Symptome aufweisen. Dazu gehören Fieber, trockener Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit, Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schüttelfrost. Diese Personen müssen nicht nochmal Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufnehmen und können die Fieberambulanzen direkt aufsuchen.

Dem Gesundheitsamt bekannte Kontaktpersonen erster Kategorie (direkter Kontakt zu einem Infizierten) werden schriftlich benachrichtigt.

Wo befinden sich die Fieberambulanzen?

Die Fieberambulanzen befinden sich auf dem Parkplatz vor dem Stadion Oberwerth in Koblenz und am Schützenplatz (Bürresheimerstraße) in Mayen.

Öffnungszeiten in Koblenz:

Montag - Sonntag: 8 - 17.30 Uhr;

--> Änderungen vorbehalten!

Öffnungszeiten in Mayen:

Montag - Sonntag: 10 - 15 Uhr

--> Änderungen vorbehalten!

Wie und wann erhält man Rückmeldung, ob ein Test positiv ausgefallen ist?

Getestete Personen erhalten telefonische Rückmeldung, ob ihr Test positiv oder negativ ausgefallen ist. Es wird darum gebeten, dass getestet Personen das Testergebnis nicht über die Hotline 0261/108-730 oder per Mail erfragen. Dort erhalten sie keine Auskunft. Die Personen werden in jeden Fall von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes angerufen und über die weitere Vorgehensweise informiert.

Kann man sich in den Fieberambulanzen auch präventiv testen lassen?

Nein! Nur wenn Personen die zuvor genannten Voraussetzungen erfüllen, wird ein Test durchgeführt. Bei reinen Erkältungsbeschwerden ist der Ansprechpartner der Hausarzt.

Was sollten Personen tun, wenn sie unsicher sind, ob sie sich infiziert haben?

Diese Personen sollten sich telefonisch beim Gesundheitsamt melden. Dazu ist eine Corona-Hotline unter Telefon 0261/108-730 montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr und am Wochenende von 11 bis 16 Uhr erreichbar. Darüber hinaus können Bürger ihre Fragen auch per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. stellen. Das Gesundheitsamt entscheidet dann, ob ein Besuch in einer der Fieberambulanzen notwendig ist.

Was sollten Personen tun, die in einem Risikogebiet oder besonders betroffenen Gebiet waren?

Personen, die aus diesen Gebieten in die Region Koblenz oder Mayen zurückkehren und klare Symptome aufweisen können telefonisch Kontakt zu ihrem Hausarzt oder der kassenärztlichen Vereinigung aufnehmen, um ein weiteres Vorgehen zu besprechen. Ein direktes Aufsuchen der Fieberambulanzen ist möglich!

Internationale Risikogebiete sind laut Robert-Koch-Institut: In China die Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan), der Iran, Italien sowie in Südkorea die Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang). Zuletzt wurde Südtirol (entspricht Provinz Bozen) in der Region Trentino-Südtirol hinzugefügt. Besonders betroffene Gebiete in Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts der Landkreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen).

Hinweise zur Hotline:

Da bei der Corona-Hotline vermehrt auch ganz allgemeine Fragen zu dem Virus auflaufen, bitten wir darum, sich in verlässlichen Quellen (www.kvmyk.de und www.rki.de) zu informieren, falls Sie keine dringenden, konkreten oder detaillierten Fragen haben. Sollten Sie des Weiteren keinen direkten Kontakt zu einer infizierten Person gehabt haben, keine der für das Coronavirus typischen Symptome haben und nicht in einem Risikogebiet oder in einem der besonders betroffenen Gebiet gewesen sein, halten Sie bitte die Corona-Hotline sowie die Telefone des Gesundheitsamtes für potenziell Erkrankte frei.

Kreisgesundheitsamt informiert über Masern und rät zur Impfung

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Neben dem Auftreten des Coronavirus wird der Landkreis Neuwied aktuell auch durch einen Masernausbruch in Aufruhr gehalten. Derzeit gibt es einen bestätigten Fall in Bad Hönningen, drei damit zusammenhängende Verdachtsfälle in Hammerstein, Dattenberg und Neuwied, sowie einen Verdachtsfall im Landkreis Altenkirchen, in den auch etliche Personen aus dem nördlichen Landkreis Neuwied als Kontaktpersonen involviert sind.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Neuwied hat Maßnahmen ergriffen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dazu gehört u.a. die Ermittlung und Information von möglichen Kontaktpersonen. Darüber hinaus hat das Gesundheitsamt als Schutzmaßnahme ansteckungsverdächtigen Personen Quarantänemaßnahmen auferlegt.

In diesem Zusammenhang möchten die Fachleute erneut auf die Bedeutung des Impfschutzes hinweisen. Nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut sollten alle Menschen, die nach 1970 geboren sind, dafür Sorge tragen, dass sie zumindest einmal im Erwachsenenalter gegen Masern geimpft sind. Für Kinder wird eine zweimalige Impfung gegen Masern empfohlen. Bei vor 1970 geborenen Personen ist aufgrund der hohen Ansteckungswahrscheinlichkeit von Masern ein Immunschutz zu erwarten und eine Impfung somit in der Regel nicht erforderlich.

Masern zählen zu den Erkrankungen mit der höchsten Infektiosität. Das Masernvirus wird sehr leicht als Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten oder Niesen von Mensch zu Mensch übertragen. Die Übertragung kann dabei bereits erfolgen bevor erste Krankheitszeichen aufgetreten. Bereits kurze und flüchtige Kontakte mit Erkrankten oder der Aufenthalt im selben Raum während der Infektionsphase können zu einer Erkrankung von empfänglichen Personen führen, da das Virus auch in der Raumluft einige Zeit überdauern kann. Eine Maserninfektion ist keine harmlose Kinderkrankheit. Sie verursacht hohes Fieber, Husten, Entzündung der Augenbindehaut und einen typischen Hautausschlag. Eine schwere Masernerkrankung kann auch zum Tod führen.

Neue Coronafälle:

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Vorsorgliche Schließung von Kita und Schulen in Koblenz und Andernach

KREIS MYK. Aufgrund neuer Coronafälle haben die Verwaltungen von Stadt Koblenz und Landkreis Mayen-Koblenz auf Empfehlung des gemeinsamen Gesundheitsamtes Mayen-Koblenz beschlossen, als Vorsichtsmaßnahme vor einer möglichen Ausbreitung des Virus (COVID-19) in Stadt und Kreis im Koblenzer Stadtteil Ehrenbreitstein die Grundschule (Im Teichert 110) und die Katholische Kindertagesstätte Spiel- und Lernstube Ehrenbreitstein (Brentanostraße 6) von Montag, 9. März, bis einschließlich Freitag, 20. März, für 14 Tage zu schließen. Darüber hinaus wird in Andernach das Schulzentrum (Salentinstraße), zu dem das Kurfürst-Salentin-Gymnasium, das Bertha-von-Suttner-Gymnasium, die St.-Thomas-Realschule plus und die Geschwister-Scholl-Realschule plus zählen, vorsorglich von Montag, 9. März, bis einschließlich Donnerstag, 12. März, für vier Tage geschlossen, um mögliche Kontaktpersonen zu ermitteln. Die Betreuung der Kindergartenkinder und Schulkinder ist – soweit altersmäßig noch erforderlich – für die besagten Zeiträume von den Eltern selbst zu organisieren.

Hintergrund der vorsorglichen Schließungen, die auch mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier abgesprochen wurden, sind drei neue Coronavirus-Fälle. Dabei handelt es sich um ein Ehepaar aus dem Stadtgebiet Koblenz und ihr Kind im Grundschulalter, die alle drei am Freitag und Samstag positiv getestet wurden. Zur Familie gehört noch ein weiteres Kind im Kindergartenalter, bei dem der Test aber negativ ausgefallen ist.

Die Kinder des Ehepaars besuchen die besagten Einrichtungen in Koblenz-Ehrenbreitstein.  Ein Elternteil gehört dem Lehrerkollegium des Kurfürst-Salentin-Gymnasiums in Andernach an. Derzeit werden alle Personen, die entweder in Grundschule und Kita in Koblenz-Ehrenbreitstein oder im Schulzentrum Andernach in direktem Kontakt zum besagten Personenkreis gestanden haben, ermittelt, kontaktiert und durch das Gesundheitsamt über das weitere Vorgehen sowie über eine mögliche häusliche Isolierung informiert. Der andere Elternteil arbeitet in der Hauptagentur der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen in Koblenz. Die Agentur in Koblenz muss nach jetzigem Stand nicht geschlossen werden. Allerdings sind nach Angaben der Behörde die Dienstleistungen wegen der angeordneten häuslichen Quarantäne einiger Mitarbeiter möglicherweise eingeschränkt. Alle Kontaktpersonen innerhalb der Arbeitsagentur sind bereits identifiziert und werden entsprechend den Vorgaben des Gesundheitsamtes informiert.

Um auch eine mögliche größere Anzahl an Menschen im Landkreis und der Stadt Koblenz untersuchen zu können, wird aktuell die Einrichtung von zwei mobilen medizinischen Versorgungseinheiten – eine im Stadtgebiet und eine im Landkreis Mayen-Koblenz – vorbereitet. In einem festgelegten Verfahren werden dort möglichweise Infizierte erfasst, untersucht und je nach Symptomatik getestet. Daraufhin werden die Menschen weiter behandelt oder eine in häusliche Isolierung geschickt. Sobald die organisatorischen Vorbereitungen abgeschlossen sind, werden Standorte und Zeiten bekannt gegeben.

Alle weiteren Informationen und Hygienetipps gibt es im Internet unter www.kvmyk.de. Weiter Fragen können Bürger an die Telefonhotline 0261/108-730 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. richten.

Leserbrief

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Gerät der Corona-Virus außer Kontrolle - Der Virus und seine Folgen...

Diese Epidemie muss dringend auch in Verbindung mit dem verhängnisvollen Pflegenotstand und dem Sanierungs-Wahnsinn bei den vorgesehenen nicht nachvollziehbaren Krankenhaus- und Klinikschließungen gesehen und geklärt werden...

Von Hans-Peter Meyer

Derzeit müssen wegen der Ausbreitung des Coronavirus, der COVID-19-Erkrankung in zahlreichen Krankenhäusern Sonderschichten angesetzt werden, obwohl seit langer Zeit ein zunehmender dramatischer Pflegenotstand herrscht. Und da wird in Deutschland noch laut unverantwortlich überlegt und geplant, wie man viele Krankenhäuser schließen soll. Aktuelle Gutachten (zum Beispiel die Studie der Bertelsmann Studie vom 15.07.2019) empfehlen die Schließung von 1400 auf 600 Krankenhäuser und Kliniken. Eine verhängnisvolle Reduktion um 800 Einrichtungen soll erfolgen - und es es sollen von sogenannten Privaten Betreiber- und Trägergesellschaften stattdessen auf "freier" marktwirtschaftlicher Basis "Superkliniken" - geschaffen werden, denen es nur noch um Gewinnmaximierung und Rendite geht.

Und wie Corona uns erneut zeigt: Wir brauchen dringend jedes Krankenhaus !
Unter den gutachterlichen und tonangebenden Gesundheitsökonomen herrscht ein unverantwortlicher Sanierungs-Wahnsinn.

Wenige spezialisierte (unmenschliche) Superkliniken haben nicht genügend Kapazitäten - beispielsweise für die Quarantäne infizierter Corona-Patienten. Gleichzeitig zur Quarantäne müssen ja auch symptomatisch Erkrankte adäquat behandelt werden. Und gleichzeitig muss die Versorgung der nicht direkt betroffenen Bevölkerung weiter gewährleistet sein.

Bei dieserart Zuständen besteht eine zunehmende große Gefährdung für die Patienten in der Grundversorgung und es geht jedes Vertrauen in eine menschenwürdige medizinische Versorgung verloren.

Wer das will, riskiert schlicht Menschenleben.

Bei der sich zunehmenden desaströsen Situation bedeutet es eine zusätzliche unkalkulierbare Gefahr, Patient/in in einem Krankenhaus zu werden.
Das kann und darf nicht das Ziel einer seriösen verantwortungsvollen Gesundheitsversorgung sein. Wo bleibt da die vorgeschriebene verpflichtende Daseinsfürsorge des Staates? Gesundheit ist keine Ware - endlich Schluß mit der menschenunwürdigen Privatisierung und Kommerzialisierung und dem damit verbundenen systemzerstörenden Sanierungs-Wahnsinn im Gesundheitswesen. Ein Krankenhaus kann nicht gemanagt werden wie eine Autowerkstatt. Da geht jede Ethik und Menschenwürde verloren.

...Übrigens ist mir die Gesamtproblematik des Niedergangs im deutschen Gesundheitswesen infolge verheerender politischer Fehlentscheidungen durch eigene persönliche wiederholte stationäre Krankenhausaufenthalte schon seit langer Zeit immer mehr bewusst geworden.

Mich hat es immer in große Empörung versetzt, wenn Patienten sich beim geschundenen, unschuldigen und schlecht bezahlten Pflegepersonal über die katastrophalen Zustände beschwert haben. Ein solches Patientenverhalten ist absolut unverständlich und inakzeptabel. Die zunehmenden desolaten gesetzlichen Rahmenbedingungen haben eine gravierende Verschlimmerung der Situation herbeigeführt.

Das Kernproblem in unserer Gesellschaft ist meines Erachtens die höchst bedauernswerte egoistische und egozentrische Einstellung, solange es mich nicht direkt betrifft, interessiert es mich nicht.

So kann sich natürlich nichts ändern und entscheidend verbessern.
Hier muss dringend ganz schnell und wirkungsvoll entgegen gewirkt werden - wenn nötig - u.a. durch bundesweite Demonstrationen und Proteste der gesamten betroffenen Bevölkerung...

Jeder von uns kann zu jeder Zeit betroffen sein.
Und dann kann es schon zu spät sein !

Mit dem renommierten (friedlichen) Widerstandskämpfer und Schriftsteller Stephane Hessel kann ich nur unmissverständlich sagen:

E m p ö r t E u c h !

Hans-Peter Meyer
56130 Bad Ems

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