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Ernährung bei schweren Erkrankungen

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Wenn der Hunger fehlt

Mainz, den 6. März 2018 – Schwerkranke Menschen wie beispielsweise Krebs-, Schlaganfall- oder Parkinsonpatienten leiden nicht nur körperlich unter ihrer Erkrankung. Eine häufige Folgeerscheinung kann sein, dass Betroffene unter Appetitlosigkeit oder großen Schluckbeschwerden leiden, wodurch die Gefahr einer Mangelernährung droht. Rund um den Tag der gesunden Ernährung am 7. März 2018 macht der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV darauf aufmerksam, dass gerade für diese Erkrankten die Versorgung mit geeigneten Nahrungsmitteln sehr wichtig ist, da Mangelsituationen den belasteten Organismus weiter schwächen. Mit einfachen Methoden und Hilfestellungen kann Betroffenen bei Appetitlosigkeit oder Schluckbeschwerden geholfen werden.

Die Ursache für die mangelhafte Nahrungsaufnahme können körperliche Beschwerden sein wie reduzierte Speichelproduktion, was das Schlucken erschwert. Ebenso häufig ist eine krankheits- oder behandlungsbedingte Beeinträchtigung im Mund, Rachen oder Speiseröhrenbereich beispielsweise nach Bestrahlungen oder Eingriffen, erläutert Petra Engel-Djabarian, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV: „Bei derart gelagerten Problemen können Apotheken Betroffene oder pflegende Angehörige unterstützen. Bei Schluckbeschwerden kann eine pürierte Kost oder gegebenenfalls breiige Fertignahrung, die alle nötigen Nährstoffe enthält, hilfreich sein. Auch hochkalorische Trinknahrung kann den Erkrankten helfen, trotz der Schluckbeschwerden bei Kräften zu bleiben.“

Engel-Djabarian führt weiter aus, dass manchmal nicht nur die Nahrungsaufnahme erschwert ist. Bei Schluckbeschwerden können auch Arzneimittel wie große Kapseln oder Tabletten schwierig verabreicht werden. „Manchmal klappt es, dass Tabletten zerkleinert und beispielsweise mit Apfelmus eingenommen werden können. Doch das geht nicht bei allen Arzneimitteln. In Apotheken gibt es auch eine Art Gel, mit dem Medikamente zum Erleichtern des Schluckens überzogen werden können.“ Wichtig, so der apothekerliche Rat, ist auch die Schlucktechnik: „Viele Menschen neigen den Kopf automatisch nach hinten, wenn sie eine Tablette schlucken. Dabei wird die Speiseröhre jedoch eher eingeengt. Besser ist es, den Kopf leicht nach vorne zu beugen und das Kinn nach unten zu ziehen und so zu schlucken.“ Weiter ist zu bedenken, dass es von vielen Medikamenten auch andere Darreichungsformen wie Säfte, Pulver oder auch Wirkstoffpflaster gibt, die die Versorgung von Menschen mit eingeschränkter Schluckfunktion erleichtern. Darum ist es wichtig, in solchen Fällen Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker zu nehmen, damit geeignete Arzneiformen gefunden werden können.

Über uns:

Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. – LAV vertritt die Interessen der selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker in Rheinland-Pfalz. Er ist Vertragspartner der Krankenkassen und schließt mit diesen Verträge ab. Von den gut 1.000 Apothekenleitern sind rund 95 Prozent freiwillige Mitglieder im Verband.

Gesprächskreis für Angehörige von Menschen mit Demenz

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Die Gruppe ist ein Forum zum Austausch für Menschen, die sich in ähnlichen Situationen befinden und deshalb Verständnis füreinander haben. Im Mittelpunkt stehen die Teilnehmer mit ihren Belangen, Gefühlen und Sorgen. Die Tipps von „erfahrenen Betroffenen“ helfen den „Neu-Dazu-Gekommenen“, in vertraulicher Atmosphäre mit ihrer Situation besser klar zu kommen. Nebenbei werden Tipps zur Alltagsbewältigung und zu sinnvollen Beschäftigungsangeboten gegeben sowie Informationen zur Krankheit und den gesetzlichen und finanziellen Möglichkeiten ausgetauscht. Vorgespräch gewünscht.

Termine:

jeden letzten Mittwoch im Monat, 28.03., 25.04., 30.05. und 27.06.2018, jeweils 17:00 - 18:30 Uhr

Leitung: Dagmar Lohse-Stumm

Information und Anmeldung zu allen Angeboten:

Mehrgenerationenhaus Neuwied, Wilhelm-Leuschner-Str. 5, 56564 Neuwied

Telefon: 02631 344596, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Initiative Gesundheitswirtschaft Rheinland-Pfalz/Telematik im Gesundheitswesen

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Telemedizin verbessert die Versorgung bei Herzinsuffizienz

Das Land Rheinland-Pfalz geht mit der Telemedizin neue Wege – und das mit Erfolg. Um Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz vor allem im ländlichen Raum eine qualitativ hochwertige Versorgung zu eröffnen, hat das Gesundheitsministerium gemeinsam mit Partnern ein neues digitales Versorgungsprogramm erprobt. Die ersten Ergebnisse liegen nun vor und belegen bereits jetzt, dass der Einsatz von Telemonitoring in einer ländlich geprägten Region – mit geringer Einwohnerdichte und zugleich größeren Entfernungen zu Ärzten und Kliniken –  zu einer hochwertigen medizinischen Versorgung beiträgt, wie Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler vorstellte.

Das Projektteam unter Leitung der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke entwickelte im Mai 2015 das telemedizinische Betreuungskonzept „EHeR•versorgt“, das bis Ende 2017 im Eifelkreis Bitburg-Prüm mit dem Marienhaus Klinikum Eifel Bitburg, dem Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern, dem Fraunhofer IESE und der vitaphone GmbH durchgeführt wurde. Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie förderte das Modellprojekt im Rahmen der Initiative Gesundheitswirtschaft mit 800.000 Euro.

Ministerin Bätzing-Lichtenthäler ist überzeugt: „Im Bereich der weit verbreiteten Herz-Kreislauf-Erkrankungen bietet die Telemedizin eine große Perspektive für eine gute Versorgung im ländlichen Raum. Durch das Telemonitoring können große Entfernungen überbrückt und Ärzte und Patienten entlastet werden. So war es auch Ziel des Modellprojektes, gemeinsam mit unseren Partnern zu erproben, wie das Versorgungskonzept zukünftig in Rheinland-Pfalz flächendeckend genutzt werden kann. Dafür ist ebenfalls die Akzeptanz bei den Krankenkassen wichtig, mit denen wir aktuell in der Diskussion sind.“

Konkret werden über eine gesicherte Internetverbindung die Messdaten von Gewicht, Blutdruck und Puls an ein eigens eingerichtetes Telemedizinzentrum drahtlos übertragen. Dort werden die Werte täglich geprüft und die Patientinnen und Patienten zum Umgang mit der Erkrankung geschult. Auf Basis der Informationen können die behandelnden Ärztinnen und Ärzte die Therapie individuell anpassen, so dass auf Veränderungen des Gesundheitszustandes schnell und adäquat reagiert werden kann. Zugleich steht das Telemedizinzentrum jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

Im Projektzeitraum wurden insgesamt 43 Patientinnen und Patienten über sechs Monate – zusätzlich zur persönlichen Vorstellung beim behandelnden Arzt – telemedizinisch betreut. So sank beispielsweise die Depressivität vor allem in der Altersgruppe von über 75 Jahren deutlich. Gleichzeitig stieg bei allen Patientinnen und Patienten das Wissen über die eigene Erkrankung und darüber, wie bei Veränderungen des Gesundheitszustandes vorgegangen werden muss. Objektive medizinische Tests zeigten, dass sich der allgemeine Gesundheitszustand über den Betreuungszeitraum signifikant verbesserte und die Schwere der Symptome – wie Atemnot, Leistungsminderung, Müdigkeit und Ödeme – abnahm. Damit geht auch eine Verbesserung der Lebensqualität und -freude der Patientinnen und Patienten einher, die vor allem bei an chronischer Herzinsuffizienz leidenden Menschen im Verlauf der Erkrankung immer weiter sinkt.

Dr. Thomas M. Helms, Vorstand der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke, erklärte: „Wir sind mit den Ergebnissen der Auswertung sehr zufrieden und sehen ein großes Potenzial in der kontinuierlichen telemedizinischen Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz.“ Die Ergebnisse der Evaluation von „EHeR•versorgt“ werden demnächst wissenschaftlich aufbereitet und veröffentlicht.

Weitere Informationen finden Sie hier: http://eherversorgt.de

Impfung im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung in Simmern

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Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge bietet das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis in Simmern in regelmäßigen Abständen kostenfrei Impfungen gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Keuchhusten und Poliomyelitis (Kinderlähmung) an. Der Impfschutz gegen Tetanus und Diphtherie soll nach erfolgter Grundimmunisierung alle zehn Jahre durch eine Impfung aufgefrischt werden. Gegen Poliomyelitis ist man im Erwachsenenalter nach erfolgter Grundimmunisierung dauerhaft geschützt. Nur bei Reisen in Länder mit Poliomyelitis-Risiko wird noch eine Auffrischimpfung als Reiseimpfung empfohlen.

Der nächste Impftermin im Gesundheitsamt Simmern, Hüllstraße 13, ist am Mittwoch, 07.03.2018, von 14 bis 17 Uhr. Wichtig: Bitte bringen Sie Ihren Impfausweis mit! Weitere Infos zu den Impfungen erhalten Sie unter der Telefonnummer 06761 82-701.

BARMER fördert Selbsthilfe in Rheinland-Pfalz

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Mainz, 26. Februar 2018 - Mit 75.083 Euro hat die BARMER im Jahr 2017 Projekte von Selbsthilfeorganisationen in Rheinland-Pfalz gefördert. In Selbsthilfeorganisationen schließen sich Menschen mit gleicher Erkrankung zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen. „Als gesetzliche Krankenkasse fördern wir die wichtige Arbeit der Ehrenamtlichen in Selbsthilfeeinrichtungen. Dort lernen Menschen mit ihrer Erkrankung umzugehen und sich mit ihr auseinanderzusetzen“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Die drei Selbsthilfeorganisationen mit der höchsten Förderung durch die BARMER im Jahr 2017 waren die Deutsche Parkinson Vereinigung - junge Parkis Rheinland-Pfalz, die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Behinderter Rheinland-Pfalz und die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe KISS Mainz - der Paritätische. „Menschen mit unterschiedlichen Leiden erhalten bei Selbsthilfeorganisation Halt und Unterstützung“, betont Kleis. Aus diesem Grund fördere die BARMER diese Organisationen aus voller Überzeugung.

BARMER fördert auch im Jahr 2018 Selbsthilfeorganisationen

Weiterhin von der BARMER unterstützt wurden unter anderem: Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Landesverband Rheinland-Pfalz, Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew mit Sitz in Contwig (Landkreis Südwestpfalz), Landesverband der Angehörigen psychisch Kranker in Rheinland-Pfalz, Lebenshilfe - Landesverband Rheinland-Pfalz für Menschen mit Behinderung, Landesverband Aphasie Rheinland-Pfalz, Deutsche ILCO Region Rhein-Mosel-Lahn (Selbsthilfevereinigung für Stoma-Träger und Menschen mit Darmkrebs und deren Angehörige), Arbeitsgemeinschaft für Querschnittgelähmte mit Spina bifida Rheinland-Pfalz, Landesverband Spielfrei Rheinland-Pfalz sowie die Einsätze des Allergiemobils in Rheinland-Pfalz des Deutschen Allergie- und Asthmabunds.

Informationen für Selbsthilfeorganisationen, die im Jahr 2018 von der BARMER eine Förderung erhalten wollen, gibt es unter www.barmer.de/s000112.

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