Mittwoch, 21. November 2018

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Thema Demenz steht weiter im Mittelpunkt

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Kurzer Wegweiser und Informationsveranstaltungen

Die Zahl der Menschen mit Demenz steigt, auch im Landkreis Neuwied. Einen guten Überblick über vorhandene Beratungs- und Hilfsangebote gibt der „Kurzer Wegweiser für Betroffene und Angehörige“, der von der Kreisverwaltung Neuwied und dem Netzwerk Demenz im Landkreis aktualisiert und veröffentlicht wurde. Der Wegweiser ist in den fünf Pflegestützpunkten im Landkreis, Compass Private Pflegeberatung sowie im Bürgerbüro der Kreisverwaltung Neuwied kostenlos erhältlich. Auch im Internet ist er zu finden auf der Seite www.Demenz-Neuwied.de.

Neben dem Wegweiser sind eine Reihe von Informationsveranstaltungen zum Thema Demenz in Planung. Landrat Achim Hallerbach sowie die Leitende Regierungsdirektorin Hildegard Person-Fensch, die zukünftig für die Stabsstelle Psychiatriekoordination und das Thema gemeindenahe Psychiatrie zuständig ist, unterstrichen die hohe Bedeutung von Informationsveranstaltungen für Betroffene und Angehörige. Hier sind beispielhaft das Tagesseminar zum Thema „Musik ist der Schlüssel“ am 3. Februar 2018 im Mehrgenerationenhaus Neuwied zu nennen. Oder die Informationsveranstaltung im Margaretha-Flesch-Haus in Hausen am 15. März 2018 (17.00 Uhr). Referent ist der Leitende Oberarzt des St. Antonius Krankenhauses in Waldbreitbach Dr. med. Reinhard Fröder, der zum Thema „Demenz – ein schleichender Prozess“ spricht. Eine Übersicht der Veranstaltungen im Jahre 2018 finden Sie im Internet auf der Seite www.psychiatrie-neuwied.de.

Inklusion

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Neuer Schwerinordnungausweis ergänzt den Schwerbehindertenausweis

Rheinland-Pfalz ist eines der ersten Bundesländer, das den Wunsch nach einem „Schwerinordnungausweis“, umgesetzt hat. Viele Menschen mit Behinderungen, vor allem junge Menschen, wünschen sich anstelle ihres Schwerbehindertenausweis einen „Schwerinordnungausweis“. Dieses Anliegen hat die Landesregierung ernst genommen und für den Schwerbehindertenausweis eine Kartenhülle entwickelt. „Hierbei steht vor allem der Gedanke der Inklusion in die Gesellschaft, in der jeder Mensch respektiert wird und gleichberechtigt sowie selbstbestimmt an dieser teilhaben kann, im Vordergrund.“, erklärte Sabine Bätzing-Lichtenthäler anlässlich der Ausgabe der ersten Hüllen.

„Der Schwerbehindertenausweis ist ein amtliches Dokument und ist in seiner Form nicht veränderbar. Ohne auch nur ansatzweise die Behinderung nicht ernst nehmen zu wollen oder gar lächerlich zu machen, freut es mich, dass mit dieser Kartenhülle ein Weg gefunden wurde, die Idee der überwiegend Jüngeren in das Verwaltungsverfahren einzubinden“, betonte Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Die Hülle mit der Aufschrift „Schwerinordnungausweis“ kann ab 2018 kostenfrei beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) beantragt werden.

Aktuell leben in Rheinland-Pfalz rund 786.000 Menschen mit Behinderung. Davon sind rund 430.000 Menschen sogar schwerbehindert, d.h. bei ihnen ist ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr festgestellt. Schwerbehinderte Menschen haben Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis. Aber nicht alle schwerbehinderten Menschen wollen einen Ausweis. Derzeit haben rund 327.000 Menschen in Rheinland-Pfalz einen gültigen Schwerbehindertenausweis.

Zum Thema Schwerbehindertenausweis wird das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung am 11. und 14. März 2018 auf der Rheinland-Pfalz-Ausstellung in Mainz vertreten sein. Dort beraten Fachexperten interessierte Messebesucherinnen und -besucher und stehen für Fragen gerne zur Verfügung. Das LSJV wird vom 10. bis 18. März 2018 mit verschiedenen Fachthemen auf der Verbrauchermesse mit einem Messestand vertreten sein.

Wissenswertes zum Grad der Behinderung:

Der Grad der Behinderung (GdB) gibt das Ausmaß der Behinderung bzw. das Ausmaß der Teilhabebeeinträchtigung wieder und ist das Maß für die körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Auswirkungen einer Funktionsbeeinträchtigung aufgrund eines Gesundheitsschadens. Er ist sozusagen der Gradmesser der Behinderung: Je stärker die Beeinträchtigung, desto höher der Grad der Behinderung.

Der GdB berücksichtigt die Auswirkungen von Funktionsbeeinträchtigungen in allen Lebensbereichen und nicht nur die Einschränkungen im Erwerbsleben. Aus dem GdB ist nicht auf das Ausmaß der Leistungsfähigkeit zu schließen. Auch ein Mensch mit einem GdB von 100 kann in seinem Beruf voll einsatzfähig oder ein leistungsfähiger Sportler sein.

Blutspende in Miehlen ist auch Hilfe gegen Blutkrebs

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Stefan-Morsch-Stiftung und der DRK Blutspendedienst suchen in 56357 Miehlen gemeinsam Lebensretter

„Wir suchen Lebensretter!“ Das haben sich der DRK-Blutspendedienst West und die Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands erste Stammzellspenderdatei, auf die Fahnen geschrieben. Gemeinsam rufen sie zur Blutspende und zur Registrierung als Stammzellspender auf. Am Donnerstag, 4. Januar will man mit dem DRK Ortsverein Miehlen darauf aufmerksam machen, wie durch Blut- und Stammzellspenden das Leben von Krebspatienten gerettet werden kann. Treffpunkt: Von 16:00 bis 20:30 Uhr im Bürgerhaus, Hautpstr. 3, in Miehlen.

Die Zahl der Blutspender geht  immer weiter zurück. Dabei sind gerade für Menschen, die an Krebs erkrankt sind, diese Bluttransfusionen extrem wichtig. Darauf machen der DRK-Blutspendedienst West, die DRK-Ortsvereine und die Stefan-Morsch-Stiftung aufmerksam. Sie ziehen bei der Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke an einem Strang: Der überwiegende Teil der Empfänger von Bluttransfusionen sind heute Patienten mit bösartigen Erkrankungen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die etwa an Blutkrebs (Leukämie) erkrankt sind. Dies hängt neben der eigentlichen Erkrankung auch mit der modernen Chemotherapie zusammen.

Die „Chemo“ führt in vielen Fällen zu einer vorübergehenden kompletten Unterdrückung der körpereigenen Blutbildung (Aplasie). Daher sind Patienten in diesen kritischen Behandlungsphasen auf lebenswichtige Blutübertragungen angewiesen. Viele moderne und heilende Behandlungsverfahren, gerade im Kampf gegen Krebs, können nur durchgeführt werden, wenn für diese Patienten genügend Blut zur Verfügung steht. So helfen Blutspenden auch über die Wartezeit hinweg, die es dauert, um einen passenden Stammzellspender zu finden, wenn eine Transplantation erforderlich ist.

Jährlich erkranken allein in Deutschland rund 11 000 Menschen an Leukämie. Oft reichen Bestrahlung und Chemotherapie nicht aus, um den Blutkrebs zu besiegen. Dann ist die Transplantation von Blutstammzellen eines gesunden Spenders für die Patienten die letzte Hoffnung auf Heilung. Deshalb kann jeder Blutspender mit der Typisierung gleich zweimal zum Lebensretter werden. Unter dem Motto „1 mal Stechen, 2 mal Helfen“ bekommen Blutspender, die sich typisieren lassen wollen, einfach ein Röhrchen Blut (5,6 Milliliter) zusätzlich abgenommen. Dieses Röhrchen geht dann zur Analyse ins Labor der Stefan-Morsch-Stiftung. Die Gewebemerkmale werden dort registriert und anonymisiert an das deutsche Zentralregister der ZKRD in Ulm weitergegeben, wo sie für weltweite Suchanfragen zur Verfügung stehen.

Als Stammzellspender kann sich jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahre bis 40 Jahre kostenlos registrieren lassen. Mit dem Einverständnis der Eltern kann man sich bereits ab 16 Jahren typisieren lassen. Die Eltern sollten dann die Einverständniserklärung mit unterschreiben. Über die Ausschlusskriterien kann man sich im Vorfeld unter www.stefan-morsch-stiftung.de informieren. So muss man mindestens 50 Kilo wiegen, ähnlich wie bei der Blutspende.

Bei der Blutspende sind jedoch die Altersgrenzen anders. Denn hier muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Neuspender dürfen nicht älter als 68 Jahre sein.

Für alle, die mehr über die Blutspendetermine mit Typisierungsaktion in Wohnortnähe wissen wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr alle Fragen beantwortet. Weitere Informationen erhält man auch im Internet unter www.blutspendedienst-west.de.

Informationen zur Stammzellspende und zum Thema Stammzellspende und Typisierung finden Interessierte unter www.stefan-morsch-stiftung.de. Oder über die gebührenfreie Hotline der Stefan-Morsch-Stiftung (0800/ 76 67 724).

Kleine Hautverletzungen schnell versorgen

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Aufgeschürft, geschnitten, zerkratzt: Erste Hilfe bei kleinen Wunden

Mainz den 20. Dezember 2017 – Das Malheur ist schnell passiert: Beim Weihnachtsbaum-Aufstellen schürft man sich am Stamm oder eine Glaskugel zerbricht, und eine kleine Schnittwunde klafft am Finger. Solche kleineren Hautverletzungen können meist schnell selbst versorgt werden, wenn man einige Tipps beherzigt. Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV weist darauf hin, dass man die offene Wunde möglichst nicht berühren soll, um weitere Verschmutzungen zu vermeiden. Wer Einmalhandschuhe hat, sollte diese beim Versorgen der Wunde tragen.

Hintergrund ist, dass jede offene Hautwunde ein Infektionsrisiko darstellt. Die ersten Schritte nach einer solchen Verletzung beschreibt der Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV Andreas Hott so: „Die Wunde wird gereinigt, desinfiziert und geschützt. Schmutzpartikel wie Steinchen oder Splitter sollten zunächst unter lauwarmem Wasser abgespült werden. So können oberflächliche Anhaftungen entfernt werden. Wenn etwas tiefer in der Wunde steckt, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen, der den Fremdkörper dann herausholt. Die Wunde kann mit einem Desinfektionsspray versorgt werden. Danach kommen Pflaster oder bei größeren Wunden auch eine sterile Wundauflage und eine elastische Mullbinde als Verband zum Einsatz.“ Darum gehören diese Verbandsmaterialien in die Hausapotheke und sollten regelmäßig auf Verfall überprüft werden. Bei großflächigen Schürfwunden haben sich auch Sprühpflaster bewährt. Sie bilden einen Schutzfilm und wirken gleichzeitig desinfizierend. Beim Duschen oder Baden sollte die Wunde mit einem geeigneten wasserdichten Pflaster abgedeckt werden.

Auf offene Wunden sollten keine Wund- und Heilsalben aufgetragen werden, so Hott weiter. „Umgangssprachlich gesprochen, soll die Wunde atmen können. Eine ruhige Wunde, die nicht pocht, nässt oder schmerzt, heilt unter einem Pflaster oder Verband besser. Wenn die Wunde nässt oder anhaltend pochend schmerzt, sollte sie nochmals ärztlich kontrolliert werden.“ Wichtig ist auch, den Impfschutz gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) regelmäßig zu checken und aufzufrischen. Denn der Wundstarrkrampf wird auch durch Bodenbakterien und nicht nur durch Tiere – wie beispielsweise einen tiefen Kratzer von der Katze – übertragen.

Gründung einer Selbsthilfegruppe zum Thema „Ängste, Depressionen und Burnout “

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Auf Anregung einer Betroffenen möchte die Neuwieder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe in Kooperation mit dem Diakonie-Treff Puderbach eine Selbsthilfegruppe zum Thema „Ängste, Depressionen und Burnout“ gründen.

Am Donnerstag, den 18.Januar 2018 findet von 18:00- 19:30 Uhr das Gründungstreffen im Diakonie- Treff, Mittelstr.18, 56305 Puderbach statt.

In dieser Selbsthilfegruppe können sich Betroffene in einem geschützten Rahmen über die Auswirkungen der Erkrankung austauschen, sich gegenseitig unterstützen und ggf. Strategien zur Bewältigung und Methoden zur Symptomlinderung teilen sowie durch gemeinsame Aktivitäten zu einer Steigerung der Lebensfreude gelangen.

Hier soll Betroffenen die Möglichkeit gegeben werden, in einem geschützten Rahmen über Erlebtes zu sprechen und in regelmäßigen Treffen aufzuarbeiten. Der Austausch untereinander und die Erfahrung, nicht allein mit seinen Problemen zu sein, ist oft eine große Hilfe bei der Bewältigung. Die Teilnahme ist kostenlos. Interessierte sind herzlich willkommen.

Nähere Auskünfte erteilt Frau Wagner (Gruppenleitung) unter 0178/6890180, oder bei NEKIS, Jens Arbeiter tel. 02631 / 803 797 oder per mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

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