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Bätzing-Lichtenthäler: Schützen Sie sich mit einer Grippeimpfung gegen die saisonale Influenza!

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„Die vorbeugende Grippeschutzimpfung im Herbst bietet den besten Schutz vor einer Erkrankung“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und rief gemeinsam mit der Landesärztekammer zur jährlichen Grippeschutzimpfung auf. Beim öffentlichen Impftermin im Landesmuseum Mainz gingen Ministerin Bätzing-Lichtenthäler, Landesärztekammerpräsident Dr. Günther Matheis sowie die beiden Vizepräsidenten Sanitätsrat Dr. Michael Fink und Dr. Bernhard Lenhard auch in diesem Jahr wieder mit gutem Beispiel voran.

Die letzte Grippewelle im Winter 2017/18 verlief außergewöhnlich schwer. Gemäß den Auswertungen der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) des Robert Koch-Institutes (RKI) waren schätzungsweise 9 Millionen Arztbesuche auf eine Influenza zurückzuführen. Die Krankheitslast mit akuten Atemwegserkrankungen war damit so hoch wie nie zuvor.

Auch wenn die Impfung insbesondere für ältere Menschen über 60 Jahre empfohlen ist, wird die Impfung gerade in dieser Altersgruppe nur noch von gut einem Drittel in Anspruch genommen. „Hier muss unbedingt noch mehr Aufklärungsarbeit betrieben werden, da insbesondere ältere Menschen ein besonderes Risiko für schwere Verläufe der Erkrankung haben. Eine Influenza kann vor allem für ältere, chronisch kranke oder immungeschwächte Menschen zu einer ernsthaften Gefahr werden“, so der Appell der Gesundheitsministerin.

Dr. Günther Matheis wies darauf hin, dass es üblicherweise meist zu Beginn des Jahres zu einer Häufung von Influenzafällen komme. „Da es etwa zwei Wochen dauert, bis der Immunschutz vollständig aufgebaut ist, ist der beste Zeitraum für die Grippeschutzimpfung von Oktober bis November und sollte möglichst bis Ende des Jahres erfolgt sein“, erklärte der Präsident der Landesärztekammer.

Auch Personen, die aufgrund ihres Berufes (insbesondere medizinisches und pflegerisches Personal) mit vielen Menschen in Kontakt kommen, sind besonders gefährdet und sollten sich daher alljährlich impfen lassen. In diesen Fällen dient die Impfung nicht nur dem Eigenschutz, sondern auch dem Schutz von im selben Haushalt lebenden oder betreuten (Risiko-)Personen. Des Weiteren empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Grippeschutzimpfung auch für Schwangere und Personen mit einem chronischen Grundleiden, da diese ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben.

Laut dem pharmazeutischen Großhandel steht Impfstoff ab Anfang November flächendeckend in Rheinland-Pfalz zur Verfügung.

„Wir raten allen, den nächsten Arztbesuch dazu zu nutzen, den eigenen Impfstatus und den der Kinder überprüfen zu lassen. Fehlende Impfungen sollten nachgeholt werden. Impfberatungen und -angebote gibt es sowohl in Arztpraxen als auch bei den Gesundheitsämtern. Schützen Sie sich und andere“, so der abschließende Aufruf der Ministerin.

Zur Grippeimpfung:

Die Influenza oder sogenannte „echte Grippe“ wird durch Viren verursacht, die auf dem Luftweg über Tröpfcheninfektion übertragen werden. Sie beginnt typischerweise mit hohem Fieber, Husten, Muskel- und Kopfschmerzen. Neben dem Impfen stellen auch gründliches Händewaschen mit Seife und Abstandhalten zu Erkrankten wichtige Schutzmaßnahmen dar. Da Influenzaviren ein hohes Verwandlungspotential haben, wird die Impfstoffzusammensetzung jährlich überprüft und entsprechend angepasst. Die Impfung sollte daher jedes Jahr wiederholt werden.

Die Kosten für die Grippeschutzimpfung werden von den gesetzlichen Krankenkassen für alle Versicherten übernommen, die zu den von der ständigen Impfkommission empfohlenen Gruppen zählen und von der Schutzimpfungsrichtlinie erfasst werden. Dazu gehören neben den Personen über 60 Jahre, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, sowie Schwangere. Darüber hinaus Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- oder Pflegeeinrichtungen, medizinisches und pflegerisches Personal – auch im häuslichen Bereich – oder Menschen, die in Einrichtungen mit großem Publikumsverkehr arbeiten. Personen mit erhöhter Infektionsgefährdung durch direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln sollen sich ebenfalls impfen lassen.

Krankenhauskosten in Rheinland-Pfalz 2017 weiter gestiegen

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Die Gesamtkosten der rheinland-pfälzischen Krankenhäuser beliefen sich im Jahr 2017 auf rund 4,8 Milliarden Euro. Laut Statistischem Landesamt entspricht dies einer Zunahme um 178 Millionen Euro bzw. 3,8 Prozent gegenüber 2016.

Größter Ausgabenposten waren – mit einem Anteil von 64 Prozent an den Gesamtkosten –die Aufwendungen für Personal. Sie beliefen sich 2017 auf knapp 3,1 Milliarden Euro; dies entspricht einer Steigerung um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hier spiegelt sich unter anderem der deutliche Aufbau von Krankenhauspersonal in den vergangenen Jahren wider.

Ein weiteres Drittel der Ausgaben entfiel auf Sachkosten – darunter fallen unter anderem Ausgaben für Energie, Lebensmittel, medizinische Bedarfe sowie Instandhaltungskosten im stationären Bereich. Die rheinland-pfälzischen Krankenhäuser wendeten hierfür knapp 1,6 Milliarden Euro auf; ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber 2016.

In den Gesamtkosten waren Ausgaben für nichtstationäre Leistungen – wie Ambulanzen, wissenschaftliche Forschung und Lehre – in Höhe von rund 514 Millionen Euro enthalten. Die Kosten der rein stationären Krankenhausversorgung beliefen sich somit auf rund 4,3 Milliarden Euro. Bezogen auf diese sogenannten bereinigten Krankenhauskosten verteuerte sich ein vollstationärer Behandlungstag um 29 Euro auf 635 Euro; ein Anstieg um 4,8 Prozent. Die Kosten je Behandlungsfall beliefen sich auf 4.528 Euro und somit 227 Euro bzw. 5,3 Prozent mehr als 2016.

Mit Blick auf die vergangenen zehn Jahre fällt die Kostensteigerung je Behandlungstag jedoch deutlich stärker aus als der Anstieg je Behandlungsfall (50,6 Prozent gegenüber 33,4 Prozent). Dies kann unter anderem durch die Tatsache erklärt werden, dass in rheinland-pfälzischen Krankenhäusern immer mehr Patienten stationär behandelten wurden, deren durchschnittliche Verweildauer gleichzeitig jedoch abnahm.

Die Ergebnisse basieren auf der jährlich erhobenen Statistik über den Kostennachweis der Krankenhäuser.
Regionalisierte Daten stehen nicht zur Verfügung.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

Besuch beim Zahnarzt erfolgt selten

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24. Oktober 2018 - Verglichen mit den anderen Landkreisen und kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz gehen im Landkreis Neuwied und Koblenz unterdurchschnittlich viele Menschen zum Zahnarzt. Das zeigt der Zahnreport der BARMER, für den die Technische Universität Dresden Daten aus dem Jahr 2016 ausgewertet hat. „Wer nicht mindestens einmal pro Jahr zum Zahnarzt geht, setzt die Gesundheit seiner Zähne unnötig aufs Spiel“, sagt Peter Lauermann, Regionalgeschäftsführer der BARMER in Neuwied. Besonders bei den sechs- bis 17-Jährigen müsse ein halbjährlicher Besuch beim Zahnarzt selbstverständlich sein.

Laut Zahnreport haben 67,9 Prozent der Einwohner im Landkreis einen Zahnarzt aufgesucht. Damit lagen sie unter dem Rheinland-Pfalz-Durchschnitt von 68,4 Prozent und unter dem Bundesdurchschnitt von 71,5 Prozent. Lauermann sagt: „Wer regelmäßige zahnärztliche Untersuchungen in einem Bonusheft dokumentieren lässt, kann bei der Anschaffung von Zahnersatz und Zahnkronen bares Geld sparen.“ Der Report zeigt, dass im Landkreis Neuwied 9,1 Prozent der Einwohner bei ihrem Zahnarzt wegen Zahnkronen oder Zahnersatz vorstellig werden mussten.

Sorgfältige Mundhygiene ergänzt Besuch beim Zahnarzt

„Auch die Dritten brauchen Pflege. Deshalb bleiben Kontrollbesuche beim Zahnarzt für Prothesen-Träger wichtig“, erklärt Lauermann. Werde die Prothese zu selten überprüft, sei ihr optimaler Sitz im Mund nicht gewährleistet. Dann bestehe die Gefahr einer chronischen schmerzhaften Veränderung der Schleimhaut. „Wird sie nicht rechtzeitig behandelt, kann sich die Entzündung auf den gesamten Mundbereich ausdehnen und schließlich auch innere Organe wie Herz und Lunge in Mitleidenschaft ziehen“, warnt Lauermann.

Der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt allein reicht aber nicht. Lauermann betont: „Eine regelmäßige, sorgfältige Mundhygiene und eine zahngesunde Ernährung können Zähne und Zahnfleisch vor Schäden schützen und ein Leben lang gesund halten.“ Mindestens zweimal am Tag solle eine Generalreinigung mit einer fluoridhaltigen Zahncreme stattfinden, jeweils nach dem Frühstück und vor dem Schlafengehen. Vor allem nach klebrigen, süßen Zwischenmahlzeiten empfehle sich ein zusätzliches Zähneputzen.

Depressionen treffen junge Erwachsene immer öfter

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Mainz, 22. Oktober 2018 – Immer mehr junge Erwachsene in Rheinland-Pfalz leiden unter Depressionen. Das ist das Ergebnis des BARMER Arztreports, den das Göttinger Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen erstellt hat. Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland, sagt: „Diese Entwicklung ist dramatisch, denn junge Erwachsene mit Depressionen sind überdurchschnittlich oft von weiteren psychischen und körperlichen Erkrankungen betroffen.“

Laut Arztreport litten im Jahr 2016 rund 26.000 der 18- bis- 25-jährigen Rheinland-Pfälzer an Depressionen. Der Anteil der jungen Erwachsenen mit Depressionen ist in Rheinland-Pfalz von 4,4 Prozent im Jahr 2006 auf 6,9 Prozent im Jahr 2016 gestiegen. Das entspricht einer Zunahme von 56,8 Prozent. „Besonders oft von Depressionen betroffen sind junge Erwachsene, wenn bei ihnen oder ihren Eltern schon vorher andere psychische Erkrankungen bekannt waren“, erläutert Kleis. Junge Erwachsene in Studium und Beruf seien einem stetig steigenden Leistungs- und Zeitdruck ausgesetzt, der zunehmend zu psychischen Störungen führe.

Deutliche Unterschiede innerhalb von Rheinland-Pfalz

Rund 12.300 der von Depressionen betroffenen jungen Erwachsenen in Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2016 medikamentös behandelt und erhielten von ihrem Arzt ein Antidepressivum. Das waren 3,3 Prozent aller 18- bis 25-Jährigen in dem Bundesland (2006: 2,2 Prozent).

Kleis sagt: „Deutliche Unterschiede bei den von Depressionen betroffenen jungen Erwachsenen gibt es zwischen den Landkreisen und kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz.“ So seien im Mittel der Jahre 2013 bis 2016 bei 8,9 Prozent der 18- bis 25-Jährigen in Landau Depressionen diagnostiziert worden, aber nur bei 3,9 Prozent im Eifelkreis Bitburg-Prüm.

Depressionen – ein Problem junger Großstädter?

Zudem scheinen 18-25-jährige Großstädter tendenziell öfter von Depressionen betroffen zu sein als Landbewohner. Unter den fünf Orten mit den höchsten Anteilen von jungen, depressiven Erwachsenen befinden sich mit Landau, Ludwigshafen, Speyer, Koblenz und Kaiserslautern ausschließlich Städte. Unter den fünf Orten mit der geringsten Rate von depressiven 18- bis 25-Jährigen findet sich keine Stadt.

BARMER Landesgeschäftsführerin Kleis fordert angesichts der Zunahme depressiver Erkrankungen bei jungen Erwachsenen mehr niederschwellige Angebote, die psychische Erkrankungen vermeiden und junge Erwachsene erreichen, bei denen Depressionen schon ausgebrochen sind: „Ein großes Potenzial beim Kampf gegen Depressionen haben Online-Angebote. Deshalb hat die BARMER das von der Weltgesundheitsorganisation unterstützte Projekt StudiCare aufgelegt.“ Darin würden Maßnahmen für Studierende in Deutschland entwickelt und erforscht, wie von Depressionen Betroffene frühzeitig erreicht werden.

Laut Kleis biete die BARMER mit PRO MIND als erste Krankenkasse ein Online-Training an, mit dem nachweislich Depressionen erfolgreich verhindert werden könnten: „PRO MIND ist gedacht für Menschen mit leichten psychischen Beschwerden und soll eine Therapie nicht ersetzen. Das Training ist ein Angebot, das genutzt werden kann, wenn die Beschwerden noch nicht so ausgeprägt sind, dass eine Psychotherapie nötig ist.“ Hausärzten käme eine wichtige Lotsenfunktion zu bei der Frage, ob der Gang zum Psychotherapeuten ratsam sei.

Kinder in Rheinland-Pfalz besuchen Zahnarzt zu selten

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Mainz, 15. Oktober 2018 – In kaum einem anderen Bundesland gehen weniger Eltern mit ihren Kindern zu Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt als in Rheinland-Pfalz. Das zeigt der Zahnreport der BARMER, für den die Technische Universität Dresden Daten aus dem Jahr 2016 ausgewertet hat. „Gesunde Milchzähne verringern das Risiko von Fehlstellungen der bleibenden Zähne. Auch wird der Zahnschmelz von Kinderzähnen leichter von Karies angegriffen und zerstört“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Umso kritischer seien vor diesem Hintergrund die Ergebnisse des Zahnreports.

Laut Report haben nur 32,4 Prozent der rheinland-pfälzischen Kinder im Alter von zweieinhalb bis fünf Jahren eine Früherkennungsuntersuchung beim Zahnarzt erhalten. Das ist nicht einmal jedes dritte Kind in diesem Alter. Nur in Bremen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland sind die Quoten schlechter. Am häufigsten gingen die Eltern in Bayern mit ihrem Nachwuchs zur Früherkennungsuntersuchung (42,0 Prozent, Bundesdurchschnitt 35,1 Prozent). „Ziel dieser Untersuchung ist die frühzeitige Erkennung von Erkrankungen und Entwicklungsstörungen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich. Auch soll ein Bewusstsein für Zahnpflege und zahngesunde Ernährung bei Eltern und Kindern gefördert werden“, erklärt Kleis.

Individualprophylaxe für Sechs- bis 17-Jährige ausbaufähig

Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 17 Jahren sollten sich zweimal jährlich zur Verhütung von Zahn- und Parodontalerkrankungen zahnärztlich untersuchen lassen. Diese sogenannte Individualprophylaxe erhielten aber nur 62,6 Prozent der rheinland-pfälzischen Kinder und Jugendlichen in diesem Alter. Spitzenreiter im Vergleich aller Bundesländer ist Thüringen (71,7 Prozent, Bundesdurchschnitt: 65,7 Prozent). „Bei der Individualprophylaxe überprüft der Zahnarzt den Mundhygienestatus und den Zustand des Zahnfleischs. Zudem informiert er über eine zahngesunde Ernährung und schützt den Zahnschmelz mittels lokaler Fluoridierung“, erläutert Kleis.

Die Auswertungen im Zahnreport legen nahe, dass die geringe Besuchshäufigkeit rheinland-pfälzischer Kinder beim Zahnarzt mit der Einstellung ihrer Eltern zu tun hat. So gingen nur 47,5 Prozent der Rheinland-Pfälzer zur Zahnprophylaxe. Lediglich in Niedersachsen, Bremen und im Saarland taten dies weniger Menschen.

BARMER Landesgeschäftsführerin Kleis appelliert an die rheinland-pfälzischen Eltern die Zahngesundheit ihrer Kinder ernst zu nehmen und selbst ein Vorbild zu sein: „Mit der Zahnpflege bei den Kleinsten kann nicht früh genug begonnen werden. Wenn der erste Milchzahn durchbricht, sollte das Kind schon langsam an den Zahnarztbesuch gewöhnt werden.“ Je früher Eltern ihr Kind mit der Zahnarztpraxis vertraut machen würden, desto besser. Sobald alle Milchzähne durchgebrochen seien, werde es Zeit für regelmäßige Zahnarztbesuche.

 

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