Donnerstag, 09. Juli 2020

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Wie wirksam sind Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung von Corona?

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Wirtschaftsinformatiker des DKFI und der Universität Trier spielen mithilfe Künstlicher Intelligenz Pandemie-Szenarien durch. Teilnehmer an Online-Umfrage gesucht.

Was passiert, wenn eine wegen Corona geschlossene Schule wieder geöffnet wird? Welche Auswirkung hat es, wenn nur knapp die Hälfte der Bevölkerung – erfahrungsgemäß eher junge Menschen – eine App nutzt, die zur Eindämmung des Coronavirus beitragen soll?

Diese und weitergehende Szenarien können mit Methoden Künstlicher Intelligenz im Computer nachgebildet werden. Dazu setzen die Wissenschaftler sogenannte Simulationsmodelle ein, die mit verschiedenen Parametern, wie Krankheitsverläufen und Verhaltensmustern von Menschen, gefüttert werden. Diese Simulationen berechnen, wie Menschen bei der Arbeit, in Schulen oder in der Freizeit zusammentreffen und ein Virus sich ausbreiten kann. Die berechneten Ergebnisse können bei der Einschätzung helfen, welche Maßnahmen sinnvoll sind und welche eher nicht.

Schon vor mehreren Jahren hatte sich Ingo Timm, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Universität Trier und Leiter des Themenfelds Kognitive Sozialsimulation am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), mit Simulationsmodellen zur Ausbreitung der Grippe beschäftigt. Jetzt rechnen er und sein Mitarbeiter Dr. Jan Ole Berndt verschiedene Maßnahmen für die Corona-Pandemie durch. „Wir sind dabei, das erfolgreiche Grippe-Modell an die Corona-Pandemie anzupassen, und erste Tests sind vielversprechend“, sagt Berndt.

„Computersimulation hat für das Pandemiemanagement großes Potenzial. Dabei integrieren wir Wissen und Erkenntnisse aus der Medizin, der Sozialforschung und der Psychologie. Da die Verbreitung des Virus vom Verhalten von Menschen und Faktoren wie zum Beispiel Schulschließungen abhängig ist und wir das in unseren Simulationsmodellen darstellen, wollen wir so die Wirksamkeit dieser Maßnahmen besser einschätzen lernen“, sagt Timm. Erste Ergebnisse ihrer Simulationen wollen die Wissenschaftler schon in einem Monat präsentieren.

Um das Verhalten von Personen in der aktuellen Situation in die Simulationsmodelle zu überführen, haben die Wissenschaftler eine Online-Umfrage gestartet. Gesucht werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Altersgruppen. Die Umfrage läuft bis zum 22. April 2020 und ist über folgenden Link erreichbar: www.umfrage.wi1.uni-trier.de

Zum Welt-Parkinson-Tag am 11. April 2020

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Medikamenteneinnahme mit zittriger Hand

Wie bekomme ich den Deckel auf

Mainz, den 8. April 2020 – Schüttellähmung ist der deutsche Name von Morbus Parkinson und beschreibt die wichtigsten Symptome. Unkontrollierbares Zittern mit verlangsamten Bewegungen bis hin zur Bewegungslosigkeit sind die typischen Merkmale der Erkrankung. Hauptursache ist ein Mangel an dem Nervenbotenstoff Dopamin. Was Patienten und Angehörige über Parkinson rund um die Arzneimitteleinnahme wissen sollten, erklärt der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV zum weltweiten Parkinson-Tag.

Ob Medikamentenblister, Augentropfen oder andere Arzneimittelfläschchen: Durch die steifen Gliedmaßen fällt es Betroffenen schwer, mit Folien versehene Arzneimittelblister oder schwer gängige Drehverschlüsse zu öffnen. So ist es gut, wenn die täglich einzunehmenden Tabletten in kleinen Bechern oder Schälchen bereitgestellt werden. In fortgeschrittenem Krankheitsfall ist eine selbstständige Tropfeneinnahme kaum möglich, sobald der Tremor, also das Zittern in der Hand, begonnen hat. „Kommt ein Parkinson-Patient in die Apotheke und benötigt etwas gegen Husten oder Magenbeschwerden, empfehle ich keine flüssigen Arzneimittel, sondern andere Darreichungsformen. Das können Tabletten zum Schlucken oder Lutschen sein“, erklärt Petra Engel-Djabarian, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV. Wer unbedingt Augentropfen benötigt, kann in der Apotheke Dosierhilfen bekommen, mit denen die Anwendung erleichtert wird. Sie unterstützen Patienten zum Beispiel beim Quetschen der Flasche oder „Zielen“ ins Auge.

Patienten, die an Morbus Parkinson erkrankt sind, sollten sich generell eher eiweißreduziert ernähren, führt die Apothekerin weiter aus: „So werden dopaminhaltige Medikamente besser aufgenommen. Außerdem kann so die Verstopfung, unter der Erkrankte häufig leiden, reduziert werden.“ Weil es sehr anstrengend ist, lange dauert und leider auch häufig gekleckert wird, essen und trinken viele Parkinsonpatienten zu wenig. Für einen guten Allgemeinzustand ist es aber wichtig, ausreichend zu trinken und sich ausgewogen zu ernähren. Betroffene müssen außerdem darauf achten, ihre Tabletten oder Kapseln besonders regelmäßig zu nehmen, damit sie ihren Dopamin-Spiegel möglichst konstant halten. Die Arznei muss genau nach Anweisung eingenommen werden, weil es wichtige Unterschiede gibt. „L-Dopamin-Medikamente mit dem Wirkstoff Levodopamin müssen in der Regeln eine halbe Stunde vor dem Essen oder anderthalb Stunden nach dem Essen eingenommen werden. Wer hingegen Dopamin-Agonisten mit Wirkstoffen wie Amantadin oder Pramipexol benötigt, sollte die immer mit einer Mahlzeit oder einem Snack einnehmen“, macht Engel-Djabarian deutlich.

Weaningzentrum rezertifiziert

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Bereits zum 3. Mal wurde das Weaningzentrum der Hufeland-Klinik Bad Ems zertifiziert.

Bad Ems. Künstliche Beatmung auf einer Intensivstation rettet in medizinischen Notfällen und im OP Menschenleben. Fast 40 Prozent der beatmeten Patienten fällt es aber anschließend schwer, vom Beatmungsgerät entwöhnt zu werden (weaning), um wieder selbst zu atmen.

In der Hufeland-Klinik in Bad Ems werden Patienten, die über einen längeren Zeitraum lebenserhaltend-intensivmedizinisch behandelt wurden, von der Langzeitbeatmung entwöhnt. „Im Bereich der Beatmungsmedizin haben wir besondere Kompetenzen aufgebaut“, so Chefarzt Dr. Wolfgang Neumeister, „weshalb es uns hier gelingt, Patienten, die aus anderen Krankenhäusern zu uns verlegt werden, vom Beatmungsgerät zu lösen und sie wieder ins Leben zu integrieren.“ Mit dafür verantwortlich, dass das hier so häufig gelingt, ist neben der langjährigen Erfahrung in der Klinik die besondere medizinische Ausstattung des Hauses. „Die 16 Betten unserer Weaningstation sind eigentlich immer belegt“, erklärt Stationsleiter Hendrik van ‘t Hoff-Haas.

Die deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin hat das Weaningzentrum der Hufeland-Klinik Bad Ems nun bereits zum 3. Mal in Folge zertifiziert. Geprüft wurden u. a. die technische, räumliche und personelle Ausstattung, die Prozess- und Ergebnisqualität sowie die Zusammenarbeit im interdisziplinären Behandlungsteam.

„Gerade die Zusammenarbeit im interdisziplinären Team und ein strukturierter Behandlungsplan sind für den Erfolg der Maßnahme von besonderer Bedeutung“, erläutert Oberarzt Christoph Lesch. Denn es braucht speziell ausgebildete Ärzte, Pflegefachkräfte, Atmungstherapeuten, Logopäden, Physiotherapeuten, Psychologen und Ernährungstherapeuten, um die Atemmuskulatur Schritt-für-Schritt wieder zu mobilisieren, dem Patienten sein Vertrauen in den eigenen Körper wieder zu vermitteln und Begleiterkrankungen jederzeit mit zu berücksichtigen.

Die Entwöhnung kann 14 Tage, aber auch mehrere Monate dauern – je nachdem, wie lange der Patient vorab beatmet wurde. Auch gelingt es nicht immer, den Patienten komplett vom Beatmungsgerät zu entwöhnen, aber schon einige Stunden sind ein echter Zugewinn an Lebensqualität – schließlich kann in dieser Zeit ganz normal mit Angehörigen gesprochen, gegessen und am Leben teilgenommen werden.

Gelingt die Entwöhnung vom Beatmungsgerät, können die Patienten im Anschluss ihre Rehabilitationsbehandlung direkt in der Hufeland-Klinik durchführen, um anschließend ein möglichst selbstständiges Leben in ihrer häuslichen Umgebung zu führen. „Das ist einer unserer großen Vorteile“, so Dr. Neumeister. „Wir bieten akut- und rehapneumologische Maßnahmen unter einem Dach an. Einer von vielen Faktoren, den die Prüfgesellschaft bei uns gelobt hat.“

August-Horch-Schule leistet wertvolle Unterstützung im Kampf gegen Corona

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Der Kampf gegen das Corona-Virus ist zurzeit überall präsent. Täglich überschlagen sich die Pressemeldungen aus aller Welt zu diesem aktuellen Thema. Auch in unserer Region wird dieser Kampf geführt. Die August-Horch-Schule leistet einen ganz konkreten Beitrag hierzu: Der schuleigene Defibrillator wird während der Schulschließung an die Corona-Ambulanz in Mayen verliehen, bis dort ein eigenes Gerät zur Verfügung steht.

Mit der Einrichtung einer Corona-Ambulanz in der Weiersbachhalle in Mayen, wurde auch ein Defibrillator vom Verwaltungsstab der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz angefordert. Deren Recherche ergab, dass die BBS Andernach über einen solchen verfügt.

Vor dem Hintergrund der Krisensituation und nach intensiver Abwägung, ist der Einsatz des Defibrillators in der Weiersbachhalle notwendig.

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass Corona-Patienten immer wieder die Symptome eines Herzinfarkts zeigen, da die Viren nicht nur die Lunge, sondern auch das Herz schädigen können. Ein Defibrillator vor Ort erhöht die Überlebenschancen der Patienten. Der Einsatz dieses Gerätes ist zunächst bis zum 17.4.20 begrenzt. Bis dahin will die Kreisverwaltung ein eigenes Gerät beschaffen.

DAK-Gesundheit Koblenz erleichtert Krankmeldung

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Krankenkasse bietet Online-Upload per Handy an

Koblenz, 03. April 2020. Wegen der Corona-Krise dürfen niedergelassene Ärzte ihre Patienten mit leichten Atemwegsbeschwerden für bis zu 14 Tage telefonisch krankschreiben. Dies gilt auch für Patienten, bei denen bereits ein Verdacht besteht, dass sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Um es ihren Versicherten leicht zu machen, bietet die DAK-Gesundheit in jetzt einen Online-Upload für die Krankschreibung an.

Versicherte der DAK-Gesundheit können ihre Krankmeldung ganz einfach mit dem Smartphone abfotografieren und die Bilddatei unter www.dak.de/krankmeldung hochladen. „Mit ein paar Klicks ist die Bescheinigung bei uns und niemand muss zum Briefkasten laufen und sich unnötigen Sozialkontakten aussetzen“, sagt Jürgen Wilhelm, Leiter der DAK-Gesundheit in Koblenz.

Telefonische Krankschreibung auch bei Corona-Verdacht

Entscheidend ist die in der Corona-Krise geltende Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung: Niedergelassene Ärzte können bei leichten Erkrankungen der oberen Atemwege für einen Zeitraum von bis zu 14 Kalendertagen krankschreiben und die Bescheinigung per Post verschicken. Dieses Verfahren gilt neuerdings auch für Patienten mit einem Corona-Verdacht. Den Patienten sollen auf diese Weise Arzttermine mit Ansteckungsrisiken erspart und die Praxen entlastet werden.

Alle Informationen zur telefonischen Krankschreibung und zum Online-Upload gibt es auf der Homepage der Kasse unter: www.dak.de/corona

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