Montag, 25. Juni 2018

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Mundtrockenheit - Diese Ursachen können dahinterstecken

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Einen trockenen Mund zu haben ist unangenehm. In manchen Situationen lässt sich das kaum vermeiden, zum Beispiel dann, wenn wir einen wichtigen Vortrag halten oder ein Vorstellungsgespräch meistern müssen. Die Aufregung wirkt sich dann auch körperlich aus; die Zunge klebt gefühlt am Gaumen, selbst das Schlucken kann in solchen Fällen schwierig werden. Auch das Sprechen wird dadurch erschwert, die Stimme kann sich heiser anhören.
Meist ist die Mundtrockenheit nur situationsabhängig festzustellen und verschwindet nach der auslösenden Situation von selbst wieder. Wenn die Mundtrockenheit - auch Xerostomie genannt - jedoch häufiger oder chronisch auftritt, kann dahinter auch ein ernsteres Problem stecken. Ein Besuch beim Zahnarzt kann dann helfen, die Ursache für den trockenen Mund zu finden.

Gelegentliche Mundtrockenheit kein Grund zur Sorge

Die Mundhöhle ist trocken, wenn weniger Speichel produziert wird. Dadurch trocknet die Mundschleimhaut aus. Wenn die Mundtrockenheit nur gelegentlich auftritt, ist sie für sich genommen kein Grund zur Sorge. So ist es vergleichsweise normal, dass der Mund etwa morgens nach dem Aufwachen trockener ist. Besonders Menschen, die schnarchen, sind davon betroffen - die Atmung durch den Mund trocknet die Schleimhäute in der Mundhöhle in der Nacht zusätzlich aus.

Auch, wer viel redet, bekommt eher einen trockenen Mund. Das liegt an der zusätzlichen Luft, die beim Reden die Mundhöhle passiert. Ein warmes Klima mit niedriger Luftfeuchtigkeit wirkt ebenso tendenziell austrocknend. Ähnlich verhält es sich bei Rauchern oder bei einer Erkältung. Auch mangelnde Mundhygiene begünstigt die Trockenheit im Mund.
Bei verschiedenen Medikamenten kann es ebenfalls vorkommen, dass die Mundtrockenheit als Nebenwirkungen auftritt, etwa bei manchen Schmerzmitteln. Meist bessern sich die Beschwerden rasch, sobald das Medikament abgesetzt wird. Falls das Medikament chronisch genommen werden muss, kann ein Wechsel auf ein anderes Präparat sinnvoll sein.

Auch medizinische Ursachen denkbar

In manchen Fällen stecken jedoch medizinische Ursachen hinter der Mundtrockenheit. Eine seltene Erkrankung, die mit Xerostomie einhergeht, ist das Sjögren-Syndrom. Bei der Autoimmunerkrankung sind auch die Augen typischerweise trocken. Entzündete Speicheldrüsen oder andere Entzündungen in der Mundhöhle können ebenfalls zu einem trockenen Mund führen. In seltenen Fällen kann dahinter auch ein Tumor stecken.
Infektionen und hormonelle Störungen wie AIDS, Diabetes und Stoffwechselerkrankungen können Mundtrockenheit ebenso auslösen. Auch als Nebenwirkungen bei Operationen im Kopfbereich sowie der Strahlentherapie ist Mundtrockenheit vergleichsweise häufig.

Oft reichen einfache Mittel zur Behandlung

Wer nur situationsabhängig und selten an Mundtrockenheit leidet, kann meist mit einfachen Mitteln Abhilfe schaffen: Häufig reicht es bereits aus, genügend zu trinken. Auch Bonbons, die die Mundschleimhaut befeuchten und die Speichelproduktion anregen, sind sinnvoll.
Wenn die Beschwerden häufig auftreten, sollte die Ursache hingegen durch einen Besuch beim Zahnarzt abgeklärt werden. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn zusätzlich noch andere Symptome festgestellt werden. Die Behandlungsmöglichkeiten des Zahnarztes ergeben sich durch die Ursache der Mundtrockenheit. Steckt eine Erkrankung dahinter, muss diese behandelt werden. Dadurch bessern sich meist auch die Beschwerden in der Mundhöhle.