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Höhere Gesundheitsausgaben im Jahr 2016

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Die Gesundheitsausgaben in Rheinland-Pfalz sind im Jahr 2016 erneut gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems wurden hierzulande knapp 18 Milliarden Euro für Waren und Dienstleistungen rund um die Gesundheit ausgegeben. Das waren 0,7 Milliarden Euro bzw. 3,9 Prozent mehr als 2015 (Deutschland: plus 3,8 Prozent).

Mit dieser Entwicklung setzte sich der Trend der vergangenen Jahre fort: Zwischen 2008 und 2016 erhöhten sich die Gesundheitsausgaben im Land insgesamt um 33,6 Prozent (Deutschland: plus 33,9 Prozent). Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs um 3,7 Prozent (Deutschland: ebenfalls 3,7 Prozent). Die Gesundheitsausgaben stiegen in diesem Zeitraum somit stärker als das Bruttoinlandsprodukt, das in jeweiligen Preisen um durchschnittlich 2,8 Prozent pro Jahr zulegte (Deutschland: 2,6 Prozent).

Auf jede Rheinland-Pfälzerin bzw. jeden Rheinland-Pfälzer entfielen 2016 rechnerisch Gesundheitsausgaben in Höhe von 4.423 Euro. Die Ausgaben pro Person überstiegen den Bundesdurchschnitt, der sich auf 4.330 Euro belief.

Den größten Teil der Gesundheitsausgaben trugen die gesetzlichen Krankenversicherungen. Ihr Anteil lag 2016 bei 55,1 Prozent (Deutschland: 58,1 Prozent). Für jede Einwohnerin bzw. jeden Einwohner wendeten die gesetzlichen Krankenversicherungen in Rheinland-Pfalz im Schnitt 2.438 Euro auf (Deutschland: 2.516 Euro).

An zweiter Stelle folgen die Privathaushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck. Zu den Gesundheitsausgaben, die von den privaten Haushalten unmittelbar gezahlt werden, zählen z. B. Zuzahlungen zu Leistungen der Krankenversicherungen sowie Direktkäufe von gesundheitsbezogenen Waren und Dienstleistungen. In Rheinland-Pfalz erreichten die Gesundheitsausgaben der Privathaushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck 2016 einen Anteil von 15,5 Prozent (Deutschland: 13,3 Prozent). Sie lagen mit 685 Euro pro Kopf deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 575 Euro.

Die privaten Krankenversicherungen steuerten 9,7 Prozent zu den Gesundheitsausgaben bei. Damit hat dieser Ausgabenträger in Rheinland-Pfalz einen überdurchschnittlichen Stellenwert; in Deutschland lag der Anteil bei 8,7 Prozent. Pro Kopf wendeten die privaten Krankenkassen im Schnitt 430 Euro auf (Deutschland: 377 Euro).

Die soziale Pflegeversicherung trug 7,5 Prozent der Gesundheitsausgaben (Deutschland: 8,3 Prozent). Pro Kopf beliefen sich die Ausgaben auf 333 Euro (Deutschland: 358 Euro).

Die Ergebnisse werden von der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) berechnet. Weitere Ergebnisse sowie methodische Hinweise sind der Internetseite der Arbeitsgruppe www.ggrdl.de zu entnehmen.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat Analysen Wirtschaft)