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Katia Saalfrank informierte Eltern in Vallendar

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DAK-Gesundheit holte Familienberaterin in die Stadthalle

Vallendar, 25. September 2019. Unter dem Motto „Kindheit ohne Strafen“ hielt die Diplom-Pädagogin Katia Saalfrank am vergangenen Freitag einen Vortrag in der Stadthalle in Vallendar. Vor rund 800 Zuschauern sprach der Erziehungscoach, bekannt aus der Fernsehsendung „Die Super Nanny“ bei RTL, über einen wertschätzenden Umgang mit Kindern und eine konstruktive Eltern-Kind-Beziehung, die von Vertrauen und Achtsamkeit geprägt ist. Die Expertin beriet dabei Eltern, die ihre Kinder selbstbewusst und stark machen wollen, um sie mit bester Gesundheit auf seelischer und körperlicher Ebene aufwachsen zu lassen.

„Eine gesunde Entwicklung der Kinder liegt jedem am Herzen. Wer vorausschauend auf die Gesundheit seiner Kinder achtet, legt Wert auf eine Erziehung ohne Strafen, Ängste und Gewalt“, ist sich DAK-Chef Jürgen Wilhelm von der DAK-Gesundheit in Koblenz sicher. „Für Gesundheit ein Leben lang braucht es nicht nur Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen, sondern eben auch eine gesunde Erziehung.“ Ziel der Veranstaltung ist es Eltern zu unterstützen und damit eine gesunde Entwicklung ihrer Kinder zu fördern.

Kindern soll es gut gehen

Die bindungs- und beziehungsorientierte Pädagogik ist aus Sicht von Katia Saalfrank eine gute und vor allem nachhaltig gesunde Alternative zur herkömmlichen Erziehung. Sie stellt die konstruktive Beziehung, das Wachstum und die gesunde Entwicklung aller Beteiligten, insbesondere jedoch der Kinder in den Mittelpunkt. „Eltern kommen vor allem mit dem Anliegen in meine Praxis, besser mit ihrem Kind zurechtkommen zu wollen“, sagt Saalfrank. „Sie wollen es besser verstehen und es nach meiner Erfahrung anders machen, als sie es selbst früher erlebt haben. So suchen sie nach neuen Wegen. Sie wollen keine nur gehorsamen Kinder – sie wollen vor allem, dass es ihren Kindern gut geht.“

Die Pubertät ist dabei nach der sogenannten „Trotzphase“ eine wichtige Abnabelungsphase von Kindern gegenüber ihren Eltern. Es entsteht in den Kindern und Jugendlichen ein inneres Hin- und Hergerissensein zwischen einem Gefühl der Abhängigkeit und der Selbständigkeit. Die Bindung zu den Eltern verändert sich in dieser Zeit so, dass eine emotionale Abhängigkeit beim Jugendlichen nur noch selten besteht. Was können Eltern in dieser Phase tun? Saalfrank empfiehlt: Auch wenn sich Eltern häufig zurückgestoßen, hilflos und unnütz fühlen – Kontakt zum Kind halten ist wichtig. Eltern sollten präsent sein und Begleitung und Unterstützung anbieten.

Nachzulesen sind die Tipps und Empfehlungen von Katia Saalfrank auch im gleichnamigen Buch „Kinderheit ohne Strafen“.