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Coronavirus: Experten sehen keinen Grund zur Panik

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Rhein-Lahn-Kreis. Die gute Nachricht zuerst: Das Robert-Koch-Institut (RKI) erachtet derzeit das Risiko, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, als gering. Auch wenn die Auswirkungen des Coronavirus teilweise dramatisch erscheinen, gebe es in Deutschland keinen Grund zur Panik. Übertragungen von Mensch zu Mensch seien zwar möglich, erfolgten nach WHO-Informationen aber nur bei engem Kontakt mit infizierten Menschen.

Die Symptome des Coronavirus ähneln denen eines grippalen Infekts, wie z.B. Fieber, Husten und Schnupfen. Diese grippalen Infekte haben derzeit allgemein Hochkonjunktur.

Sollte man Symptome bemerken, empfiehlt es sich, Ruhe zu bewahren und zun√§chst zu √ľberlegen, ob mit Blick auf den Coronavirus zus√§tzlich weitere Risikofaktoren erf√ľllt sind:

  • Einreise von China,
  • Kontakt mit jemandem, der aus China eingereist ist,
  • Kontakt mit jemandem, bei dem eine Erkrankung mit dem Coronavirus nachgewiesen ist.

Wenn die genannten Symptome auftreten, ist der Auslöser weitaus wahrscheinlicher die Grippe als das Coronavirus, lautet die Einschätzung der Gesundheitsexperten. Das Coronavirus kommt als Krankheitsursache nur dann in Betracht, wenn Kontakt zu einem Erkrankten bestand oder wenn man sich bis maximal 14 Tage vor Krankheitsbeginn in einem Risikogebiet aufgehalten hat. Das Risikogebiet ist nach aktuellem Stand des RKI nur die chinesische Provinz Hubei.

Wer den Verdacht hat, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, dem stehen sowohl die niedergelassenen √Ąrzte als auch das Kreisgesundheitsamt zur Verf√ľgung.

Wie kann man sich vor Ansteckung sch√ľtzen?

In Anbetracht der Grippesaison, aber auch sonst sind folgende Ma√ünahmen √ľberall und jederzeit f√ľr den Eigenschutz angeraten: Gr√ľndliche H√§ndehygiene ‚Äď diese gelingt in f√ľnf Schritten. Halten Sie die H√§nde zun√§chst unter flie√üendes Wasser. Seifen Sie dann die H√§nde gr√ľndlich ein ‚Äď sowohl Handinnenfl√§chen als auch Handr√ľcken, Fingerspitzen, Fingerzwischenr√§ume und Daumen. Denken Sie auch an die Fingern√§gel. Hygienischer als Seifenst√ľcke sind Fl√ľssigseifen, besonders in √∂ffentlichen Waschr√§umen. Reiben Sie die Seife an allen Stellen sanft ein. Gr√ľndliches H√§ndewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden. Danach die H√§nde unter flie√üendem Wasser absp√ľlen. Verwenden Sie in √∂ffentlichen Toiletten zum Schlie√üen des Wasserhahns ein Einweghandtuch oder Ihren Ellenbogen. Trocknen Sie anschlie√üend die H√§nde sorgf√§ltig ab, auch in den Fingerzwischenr√§umen. In √∂ffentlichen Toiletten eignen sich hierf√ľr am besten Einmalhandt√ľcher. Zu Hause sollte jeder sein pers√∂nliches Handtuch benutzen. Dass H√§ndewaschen tats√§chlich die H√§ufigkeit von Infektionskrankheiten senkt, wurde in vielen Studien untersucht und best√§tigt.

Wer muss informiert werden, wenn der Verdacht auf eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus besteht?

Die √Ąrztin oder der Arzt, der bei einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus stellt, aber auch das Labor, das das neuartige Coronavirus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt gem√§√ü Infektionsschutzgesetz melden. Die Meldung muss unverz√ľglich erfolgen und dem Gesundheitsamt sp√§testens innerhalb von 24 Stunden vorliegen.

Neben den Infektionsschutzma√ünahmen, die vom Gesundheitsamt durchgef√ľhrt werden, werden die Informationen zu dem Fall im Gesundheitsamt erfasst und nichtnamentlich (also u.a. ohne Name, Adresse und Kontaktangaben) an die zust√§ndigen Landesbeh√∂rden und von dort an das Robert-Koch-Institut (RKI) √ľbermittelt. Das RKI wertet die bundesweiten Daten zu Infektionskrankheiten aus und ver√∂ffentlicht sie.

Das Kreisgesundheitsamt steht bereits in engem Kontakt mit den niedergelassenen √Ąrzten und Krankenh√§usern sowie im informatorischen Austausch mit dem √ľbergeordneten Fachministerium und den Aufsichtsbeh√∂rden.