Freitag, 26. Februar 2021

Letztes Update:11:30:25 AM GMT

region-rhein.de

Klangtherapie in der BDH-Klinik

Drucken

ZNS – Hannelore Kohl Stiftung unterstützt klangvolles Projekt

Die BDH-Klinik Vallendar möchte ihr Therapieangebot um einen klangtherapeutischen Bereich erweitern. Die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung hat der neurologischen Rhea-Klinik hierfür eine zweckgebundene Fördersumme von 8.000 Euro zugesagt.

Die Betreuung von Schwerst-Schädelhirnverletzten sowie Patienten mit schweren zerebralen Störungen vor allem in der Frühphase der neurorehabilitativen Behandlung zählt zu den zentralen Aufgaben der Vallendarer Fachklinik. Hierbei setzt das interdisziplinäre Therapeuten- und Pflegeteam durch unterschiedliche Herangehensweisen Reize, die zu einer Wachheits- und Bewusstseinsförderung beitragen sollen. Aktuell besteht das Team aus Pflegekräften mit therapeutischer Ausrichtung, motorischen Therapeuten (Physio- und Ergotherapie), Schluck- und Sprachtherapeuten (Logopädie) sowie Neuropsychologen (Psychologie).

Im Rahmen verschiedener Studien konnte seit Beginn des 21. Jahrtausends eindeutig belegt werden, dass musiktherapeutische Elemente eine zusätzliche dialogische Reizsetzung darstellt, die wesentlich zur Verbesserung der Wachheit und Bewusstheit beitragen kann. Erste klinikeigene positive Erfahrungen konnten bereits im dort befindlichen Snoezelen-Raum gemacht werden. Durch seine besondere Gestaltung mit der Möglichkeit über Licht-, Klang- und Tonelemente, Aromen und Musik Sinnesempfindungen auszulösen, dient der Raum dazu, aktivierend auf die verschiedensten Wahrnehmungsbereiche zu wirken.

Die Förderung durch die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung ermöglicht nun den Aufbau eines klangtherapeutischen Bereichs in der BDH-Klinik Vallendar. Geeignete Räume zur Durchführung der Therapie stehen zur Verfügung. Zunächst werden basal ansprechende Instrumente angeschafft, mit denen haptisch-klangliche Effekte (Klangschalen) oder rein klangliche Effekte (Vibraphon, Glockenspiel, Marimbaphon) ergänzend im Rahmen der Therapie zum Einsatz kommen sollen. Zudem werden Therapeuten an Weiterbildungen im klang- und musiktherapeutischen Bereich teilnehmen.

Die Anwendung der Klangtherapie soll zunächst fokussiert im Bereich der schwerstbetroffenen zerebral geschädigten Patienten erfolgen. Perspektivisch ist nach einer Einführungsphase ein weiterer Ausbau der Klang- und Musiktherapie auch in weiterführenden neurologischen Rehabilitationsbereichen geplant.