Donnerstag, 25. Februar 2021

Letztes Update:04:26:11 PM GMT

region-rhein.de

Die medizinische Versorgung von Schwangeren und Kleinkindern. . .

Drucken

„Die medizinische Versorgung von Schwangeren und Kleinkindern darf nicht einem Kahlschlag im Gesundheitswesen zum Opfer fallen.“

Grüner Landtagskandidat spricht sich für eine gemeinsame Lösung zur Sicherstellung der örtlichen Geburtshilfe aus.

Die Schließung der Geburtsstation am Cura-Krankenhaus Bad Honnef führt zu einer Lücke in der regionalen Versorgung. Seit vielen Jahren geht die Zahl der Orte für Hebammenhilfe und Geburten bundesweit zurück.  Das ist ein besorgniserregender Trend, der sich mit der Schließung der Geburtsstation in Bad Honnef jetzt leider auch vor unserer Haustür fortsetzt. Dies kann auch im Kreis Neuwied zu einer Lücke in der regionalen Versorgung führen. Denn gerade in ländlichen Bereichen bedeutet die Schließung einer Geburtsstation besondere Unsicherheit und eine potenzielle Gesundheitsgefährdung für werdende Mütter.

„Gerade in Bereichen der Verbandsgemeinden Unkel, Linz und Asbach war der Weg nach Bad Honnef oftmals der kürzere, zumal die Häuser ja auch über einen freien Platz verfügen müssen. In kritischen Situationen sind oft wenige Minuten entscheidend und selbst bei einer regelgerechten Geburt, bedeutet es großen Stress und Unruhe weiter fahren zu müssen oder sich zu sorgen, ob im Krankenhaus überhaupt ein Platz frei ist.“ weiß Landtagskandidat Holger Wolf von Bündnis 90/ Die Grünen der über 12 Jahre als Rettungsassistent im Kreis Neuwied tätig gewesen ist.

Die Schließung der Geburtsstation in Bad Honnef wird auch die Plätze in Neuwied verknappen. Dann kann es dazu kommen, dass selbst Gebärende aus den Neuwieder Stadtbezirken hierdurch demnächst weitere Wege in Kauf nehmen müssen.

Die medizinische Versorgung von Schwangeren und Kleinkindern darf nicht einem Kahlschlag im Gesundheitswesen zum Opfer fallen.

Die Sparpolitik an Kliniken geht auf Kosten der Sicherheit von Müttern und Kindern. Geburten sollten den Krankenhäusern so vergütet werden, dass die Häuser die Schließung nicht länger als lukrativ empfinden. Doch die seit langem überfälligen Reformen im Gesundheitssystems werden von der Bundesregierung weiterhin auf die lange Bank geschoben. Die Folgen hiervon erleben wir bereits allzu schmerzhaft in der gegenwärtigen Coronakrise.

Wenn ein Kind zur Welt kommt, richtet es sich nicht nach der Entfernung zum nächsten Kreißsaal. Werdende Eltern müssen in angemessener Zeit zu einem Ort gelangen, wo sie Hebammenhilfe bekommen.

"Um die schnelle Versorgung gynäkologischer und geburtshilflicher Patientinnen in der Region sicherstellen zu können, bedarf es gemeinsamer Lösungen und einer sowohl organisatorischen als auch personellen Neuaufstellung." fordert Wolf.

Wir freuen uns sehr darüber, dass die Petition unseres Grünen OV Mitglieds Carsten Krause bereits über 5000 Unterstützer*innen gefunden hat. Vor einem Jahr konnte das Leben seiner Frau Andrea und seines Sohnes Arian in einer dramatischen Nacht durch eine Notoperation gerettet werden. Einen längeren Anfahrtsweg hätten beide wohl nicht überlebt.

Wer ihr Anliegen Unterstützen und die Petition ebenfalls unterzeichnen möchte findet diese unter http://www.openpetition.de/.../rettet-die... oder über die Homepage des Grünen Kreisverbands.