Montag, 19. August 2019

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Inklusives Sportfest für alle: Das Highlight in Mülheim-Kärlich

Am 31. August erlebt die Region einen besonderen Tag des inklusiven Sports und ein buntes Rahmenprogramm. Jeder kann mitmachen.

Im Fokus der Special Olympics Sommerspiele unter der Schirmherrschaft Verbandsbürgermeister Thomas Przybylla steht das gemeinsame Miteinander und weniger das Gewinnen: Menschen mit und ohne Behinderung, von jung bis alt, sind herzlich eingeladen, sich in verschiedenen kostenfreien Angeboten, u.a. im Schwimmen, Leichtathletik, Badminton, Boccia, Fußball, Tennis und Tischtennis auszuprobieren und in neue Sportarten reinzuschnuppern. Jeder kann von 11 bis 19 Uhr im Schul- & Sportzentrum teilnehmen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Judokas messen sich in einem offiziellen Wettbewerb und freuen sich zudem über viele anfeuernde Zuschauer.

Neben dem feierlichen Bühnenprogramm mit Zeremoniell laden u.a. ein wettbewerbsfreies Spielangebot und kurzweiligen Gesundheits-Checks zum Mitmachen. Am Ende des Tages wird ein jeder Teilnehmer für seine erbrachte Leistung geehrt.

„Wir freuen uns auf alle interessierten Sportler, egal ob mit und ohne Behinderung. Alle, die Spaß am Sport haben sind eingeladen in Mülheim-Kärlich vorbeizuschauen. so Dietmar Thubeauville, geschäftsführender Vizepräsident von Special Olympics Rheinland-Pfalz, der Sportorganisation für Menschen mit geistiger Behinderung im Land.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine vorige Anmeldung ist nicht erforderlich. Also auf zum ersten inklusiven Sportfest unter dem Motto: „Gemeinsam stark!“

Weitere Infos unter www.rlp.specialolympics.de oder unter Tel.: 0261-135 252

Deutsche Pokalsensation für den VfL Oberbieber

Oberbieberer Tischtennisspieler gewinnen überraschend die Bronzemedaille beim Deutschlandpokal

Den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte konnte die Tischtennisabteilung des VfL Oberbieber in diesem Sommer feiern. Thomas Bauer, Mathias Waldorf und Jörg Röder gewannen überraschend die Bronzemedaille des Deutschlandpokals im bayerischen Gaimersheim bei Ingolstadt.

Durch den Gewinn des Regions- und des Verbandspokals hatten sich die Tischtennisspieler des VfL Oberbieber für die nationalen deutschen Pokalmeisterschaften der Verbandsklassen qualifiziert. „Allein über die Teilnahme am Deutschlandpokal haben wir uns schon riesig gefreut. Dass wir sogar ins Halbfinale kommen würden, hätten wir bei allem sportlichem Ehrgeiz nicht gedacht. So was geht als Außenseiter nur mit einem absoluten Teamgeist. Und den haben wir bewiesen“, kommentiert VfL-Abteilungsleiter Jörg Röder den Erfolg.

Bereits im ersten Gruppenspiel gegen den SSV Schönmünzach gelang den Oberbieberern der erste Coup. Gegen die in der Gruppe an zwei gesetzten Baden-Württembergern konnte nach holprigem Start ein 4:3-Sieg erzielt werden. Somit wurde der Grundstein für ein erfolgreiches Turnier gelegt. Es folgte im zweiten Gruppenspiel ein weiterer 4:3-Erfolg gegen die Vertreter aus Sachsen, den SV Stenn. „Mit unserer Nervenstärke hatten wir da schon einmal ein Zeichen für den zweiten Turniertag gesetzt“, so Mannschaftsführer Mathias Waldorf. Auch das dritte Gruppenspiel gegen den HSV Friedersdorf/Gussow aus Thüringen ging wieder über die volle Distanz (4:3) und führte zum Viertelfinaleinzug. Das musste beim Bayerischen Abend, der Players Party, zwar gefeiert werden. Die größte Energieleistung bestand fast darin, sich den unerwarteten Erfolg nicht zu Kopf steigen zu lassen und sich beim Feiern zurückzuhalten.

Im letzten Gruppenspiel wartete nun der Gastgeber selbst. Der TSV Gaimersheim, der ehemalige Bundesligaspieler in seinem Aufgebot hatte, wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Der VfL Oberbieber konnte zwar mithalten, musste sich aber mit 2:4 geschlagen geben. Volle Konzentration lag jetzt auf dem Viertelfinale am späteren Abend gegen die TTSG Erder aus Westfalen. Mit Ballwechseln auf höchstem Niveau, Kampfgeist und Mut in den entscheidenden Situationen gelang das Unglaubliche. Der VfL Oberbieber gewann mit 4:2 stand im Halbfinale der deutschen Pokalmeisterschaften. Bronze war sicher!

Bei aller Euphorie stand aber noch das Halbfinale am nächsten Tag auf dem Programm. In diesem warteten die Spieler aus Pfungstadt (Hessen). Hier war nun leider Endstation für die Breedschesklepper des VfL Oberbieber auf ihrer erfolgreichen Pokalreise. Trotz Kampf und tollen Ballwechseln mussten sie den verdienten 4:1-Sieg der Pfungstädter und späteren Pokalsieger anerkennen. Ein sensationelles langes und anstrengendes Wochenende neigte sich dem Ende zu. Die Siegerehrung bildete nochmals einen Höhepunkt: „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl bei so einem Turnier mit Edelmetall und der Nationalhymne spielend auf dem Podest zu stehen", waren sich alle Spieler einig. Neben der sportlichen Auseinandersetzung auf höchstem Niveau und der Bronzemedaille bleibt allerdings auch der unglaubliche Sportsgeist der Tischtennisfamilie, die aus ganz Deutschland zusammenkam.

„Großer Dank gilt aber auch Aaron Steinberg, der einen wesentlichen Anteil am Gewinn des Verbandspokals hatte, und unserem Ersatzmann Holger Nickolaus, der zum Anfeuern und Coachen extra nach Bayern nachgereist war. Unsere Whatsapp-Ticker-Gruppe ist das Wochenende auch heiß gelaufen. Die VfLer daheim haben die ganze Zeit über mitgefiebert und uns angefeuert. Dieser Zusammenhalt hat uns den entscheidenden Kick gegeben“, freut sich Jörg Röder.

Ein Juniorennationalspieler kommt nach Trier

Der 21-jährige Patrick Dorner von den Sabres Ulm wird in der kommenden Saison das Trikot der Doneck Dolphins tragen. Damit ist es gelungen das Team mit einem weiteren Juniorennationalspieler zu verstärken, der es auch schon in den erweiterten Kader des Team Germany geschafft hat und damit genau der Philosophie der Dolphins entspricht junge Spieler mit großem Potential zu holen und diese in ihrer Entwicklung voranzubringen.

Dass diese Philosophie sich mittlerweile herumgesprochen hat zeigt sich auch daran, dass bei Patrick keine große Überzeugungsarbeit nötig war, wie Trainer Dirk Passiwan betont: „Wir waren sehr beeindruckt, wie er sich engagiert hat und unbedingt nach Trier wollte, um sich weiterzuentwickeln.“

Viel Zeit zur Eingewöhnung wird Patrick jedoch nicht haben. Da Diana Dadzite, aufgrund ihrer Teilnahme an den World Para Athletics Championships in Dubai, bis November nur eingeschränkt zur Verfügung steht, wird er gleich in den ersten Wochen viele Spielminuten bekommen, um sein Können zu zeigen. Vor diesem Hintergrund erwartet sein Trainer sich viel von dem 3,5-Punkte-Spieler, der „fahrerisch sehr stark ist, einen sehr guten Wurf hat und uns in bestimmten Line-Ups sehr gut weiterhelfen wird“.

Patrick hat kam schon im Alter von 9 Jahren zum Rollstuhlbasketball und zu den Sabres Ulm. Seitdem kann er „sich ein Leben ohne Rollstuhlbasketball nicht mehr vorstellen“. Durch seine guten Leistungen für die Sabres Ulm, mit denen er in der 2. Liga und der Regionalliga gespielt hat, hat der Schwabe sich früh für die U19-Nationalmannschaft und den Landeskader BaWü/RLP empfohlen. Seit 2014 spielt er für die U22-Nationalmannschaft, mit der er 2014 und 2018 jeweils Vizeeuropameister wurde. Dazu kommen der 5. Platz bei der U22-WM 2017 und der Sieg beim Internationalen Turnier in Dubai 2015. Erst vor wenigen Wochen kam der 2. Platz bei den Deutschen Meisterschaft der Junioren mit dem Team BaWü/RLP hinzu.

Seine Rolle bei den Dolphins sieht Patrick erstmal als die des Herauforderers und möchte in seiner ersten Saison in Trier möglichst viel Spielzeit bekommen. So ist sein kurzfristiges Ziel sich „schnell ins Team zu integieren und seine Defense zu verbessern“, während er, nach seiner bisherigen Karriere in den Jugendnationalmannschaften, natürlich auch hofft „irgendwann den Sprung ins Team Germany zu schaffen“. Ein Ziel, das auch Dirk Passiwan für durchaus realistisch hält: „Ich denke er wird sich bei uns gut entwickeln und auch nochmal einen Schritt machen. Wir sind sehr froh einen jungen deutschen Nationalspieler nach Trier holen zu können.“

Frauenfußball Bezirksliga Ost

11. August 2019

SV Rengsdorf II gegen FSG Osterspai/Filsen/Kamp Bornhofen  3 : 1   (2 : 0)

Wie bereits im vergangenen Jahr führte uns das erste (vor verlegte) Meisterschaftsspiel der Saison zur spielstarken Rheinlandliga-Reseve nach Rengsdorf. Der Gastgeber übernahm von Anfang an das Kommando auf dem Platz. Auf dem heimischen Kunstrasen lief das Bällchen wie an der Schnur gezogen durch ihre Reihen. Wir waren noch nicht ganz wach, da schlug das Spielgerät bereits in der 2. Minute in unserem Gehäuse ein. Rengsdorf verstand es auch in der Folgezeit, unsere Mannschaftsteile auseinander zu ziehen. Den sich bietenden Raum nutzte die Heimelf dann eiskalt bereits in der 15. Minute zu einer beruhigenden 2:0-Führung.

Scheinbar war dieses Tor dann doch der Wachmacher für unser Team. Endlich arbeiteten unsere Mannschaftsteile wie in den Vorbereitungsspielen zusammen. Die Räume für Rengsdorf wurden enger, das Spiel verlagerte sich mehr und mehr von unserem Tor weg ins Mittelfeld. Aber wie Rengsdorf gelang es auch uns nicht, Torgelegenheiten zu erspielen – zu stark waren beide Abwehrreihen.

Nach der Pause waren die Spielanteile dann vollkommen ausgeglichen. Im Mittelfeld wurde um jeden Meter Raum gefightet. Spätestens an der Strafraumgrenze war für beide Teams aber Endstation. In der 71. Minute landete dann ein Abpraller genau vor den Füßen einer gegnerischen Stürmerin, die gedankenschnell handelte und mit einem strammen Schuß aus halbrechter Position unserer Fabi keine Chance ließ -3:0.

Jetzt wurden wir noch offensiver. Vor allem Lisa Schaeffer startete jetzt den ein oder anderen Vorstoss auf der linken Seite. Nach einem Eckball in der 80. bot sich Annika die Chance zum Nachschuss. Aber die Reaktionszeit war zu kurz, die Anzahl der Gegnerinnen vor dem Ball zu hoch, um einen platzierten Schuss abgeben zu können. - das Leder ging leider über das Tor. Unser Team gab nicht auf und belohnte sich dann doch noch in der 85. Minute. Wiederum brachte Lisa Bohner den Eckball herein. Gegen den wuchtigen Kopfball von Lea hatte die Heimtorhüterin keine Chance. Fazit: In Anbetracht des riesigen und ausgeglichenen Kaders Rengsdorf bin ich mit der heute gezeigten Leistung zufrieden. An diesem Gegner wird sich diese Saison - vor allem auf dem heimischen Kunstrasen - noch so manches Team die Zähne ausbeißen.

Es spielten: Fabi Glaser, Crissy Zeitz, Yvette Fox, Angie Vollmuth, Leslie Facklam, Jojo Klein, Lisa Saeffer, Annika Heymann, Lea Walenta, Denise Dupont, Sonja Heinz und Julia Klein.

Dolphins verpflichten Marc Reitenbach

Die Kaderplanung für die neue Saison schreitet weiter voran. Mit Marc Reitenbach wechselt ein 4,5-Punkte-Spieler aus Baden an die Mosel, der erst seit 3 Jahren Rollstuhlbasketball spielt. Er ist ein Spieler mit großem Potential, der den Kader der Dolphins weiter verbreitern wird. Der 24-jährige stammt aus der Nähe von Pforzheim, wo er beim PSC Pforzheim auch seine erste Erfahrungen gesammelt hat. Obwohl er dort bisher nur in der Oberliga am Ball war, konnte er Trainer Dirk Passiwan im Training schnell von sich überzeugen: „Marc trainiert jetzt seit einem Jahr mit uns und er entwickelt sich von Woche zu Woche weiter. Er ist ein junger Spieler mit viel Talent, der schnell neue Dinge aufnimmt und umsetzt. Er wird weiter viel lernen und er gibt uns für die neue Saison ein bisschen Länge. Ich hoffe er spielt frei auf und kann uns unter dem Brett Freiräume für unsere Schützen geben. Er ist auch vom Charakter ein Spieler, den man sich als Trainer wünscht. Er gibt immer alles und passt super ins Team.“

Um ihn etwas genauer vorzustellen haben wir uns Marc gleich mal zum Interview geschnappt:

Wie bist du zum Rollstuhlbasketball gekommen?

Ich bin damals über ein Seminar im Rahmen meines Freiwilligendienstes mit dem Sport in Kontakt gekommen, wurde dann angesprochen, ob ich mal ins Training kommen möchte, da es mir offensichtlich Spaß macht. Dann bin ich mit auf paar Turniere und mir war ziemlich schnell klar, dass ich den Sport gut finde.

Was sind deine Stärken im Spiel?

Meine Stärken... puh da möchte ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Also ich würde mal behaupten, ehrgeizig zu sein und auch gerne aufs Ganze zu gehen, also ruhig mal etwas robuster durchsetzen und nicht zu zimperlich. Ich tue ich mich etwas schwer Stärken zu benennen, aber eines ist gewiss: ich gebe alles was ich habe und gehe bis auf's Äußerste, erst dann macht der Sport auf dem Court so richtig Spaß.

Welche Rolle wirst du im Team einnehmen?

Mir ist bewusst, dass ich ein Nobody bin und mich erstmal etablieren muss. Rein spieltechnisch habe ich ja die Rolle des Postplayers, das hat mir Dirk im Training nochmal deutlich erklärt. Nichtsdestotrotz möchte ich weiter an all meinen Fähigkeiten arbeiten, meinen Wurf konstanter und präziser machen, meine Chair Skills verbessern, Spielübersicht und -Verständnis ausbauen, unter Stress und Druck funktionieren usw. Generell habe ich Spaß daran, in einer Sache besser zu werden und das Bestmögliche aus mir rauszuholen.

War die Bundesliga von Anfang an dein Ziel?

Mein Traum mal in der ersten Bundesliga zu spielen entstand vor ca 2 Jahren, nachdem ich mein erstes Spiel gesehen hatte. Die Härte und Intensität, das fand ich damals einfach beeindruckend.

Was ist dein persönliches Ziel für deine erste Saison mit den Dolphins?

Jetzt dieses Chance bekommen zu haben, da möchte ich in allererster Linie meinen Job in der Zeit, die ich eingesetzt werde, so gut wie nur möglich machen. Und mich dann hoffentlich schnell zu einem angemessenen Level hocharbeiten, der der ersten Bundesliga würdig ist.

Wie gefällt es dir in Trier?

In Trier gefällt es mir sehr gut, ich konnte mich hier wunderbar einleben, darf einen wunderbaren Freundeskreis genießen, wurde in die Mannschaft bedingungslos, solidarisch und warmherizg aufgenommen, das hat mir besonders viel bedeutet. Und ja, was die Stadt und Gegend angeht find ich es hier sehr malerisch, vor allem die Altstadt und die ganzen Denkmäler find ich toll.

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