Montag, 02. August 2021

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Erfolg und Wachstum durch gekonnt genutzten Konflikt

„Konflikte im Sport“: Düsseldorfer EG Head-Coach Harold Kreis war Co-Referent bei der Sportmentalcoach-Ausbildung in von Kunhardt Akademie

Dehrn/Düsseldorf. Der 180-fache Eishockeynationalspieler und aktuelle Head Coach der Düsseldorfer EG Harold „Harry“ Kreis hat mit einem Vortrag über „Bedeutung von und Umgang mit Konflikten im Sport“ in der von Kunhardt Akademie in Dehrn bei Limburg seine Zuhörerinnen und Zuhörer begeistert: Er nahm sie während ihrer Ausbildung zum Sportmentalcoach mit auf eine ganz besondere Reise in den Eishockeysport und eröffnete den Ausbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmern völlig neue Perspektiven zum Thema "Konflikte".

Sportmental-Coach in der von Kunhardt Akademie teil. Als Co-Referent stellte er dort nun mit viel Expertenwissen als Trainer in der deutschen Eishockey-Liga neue Sichtweisen über die Konflikte im Sport vor: Er ging ein auf die positiven Aspekte, die eine Auseinandersetzung für die sportliche, berufliche und persönliche Entwicklung haben kann. Der deutsch-kanadische Eishockeyexperte Harry Kreis erläuterte, dass Neugier, Akzeptanz einer anderen Meinung und das Empowerment durch eine agile Führung, die gekonnt mit Konflikten umgeht oder sie sogar gezielt einsetzt, zu mehr Erfolg führt. Und de DEG-Head Coach nannte einen Konflikt ein "Vehikel", das dabei hilft, aus der persönlichen, gewohnten Denkweise herauszukommen.

Einfach und einleuchtend zeigte er mit gut nachvollziehbaren Schaubildern dabei auch die Wechselwirkung der emotionalen Beziehung und der Auseinandersetzung von Sachthemen auf: Je ausgeglichener die Beziehungsebene ist, desto intensiver und effektiver können Sachthemen - durchaus auch kontrovers - erörtert werden.

Mitreißend, faszinierend und überzeugend spickte der Head Coach der Düsseldorfer EG seinen Vortrag mit Erlebnissen aus der eigenen Karriere als Spitzensportler und Trainer: "Aus dem Wechselspiel von Konflikt und Harmonie entsteht Wachstum", unterstrich er. In der angeregten Diskussion mit dem größtenteils online zugeschalteten Publikum wurde es zuweilen durchaus auch philosophisch. Harry Kreis betonte abschließend, Konflikt sei Chance und Risiko zugleich und er unterstrich auf Nachfrage eines Zuhörers: "Ich bin froh über jeden Sportler, der mich in Form eines Konflikts challenget!"

Startschuss für Sport-Inklusionsnetzwerk in Koblenz

Special Olympics Rheinland-Pfalz und Partner laden zur digitalen Auftaktveranstaltung ein
In Koblenz und Umgebung besteht bereits viel Potential in der inklusiven Sportentwicklung. Getreu dem Motto „Gemeinsam stark!“ möchte Special Olympics Rheinland-Pfalz (SORLP) die vielen engagierten Partner vernetzen und so die Möglichkeiten des inklusiven Sporttreibens in der Region ausbauen. Zum Auftakt lädt SORLP gemeinsam mit der Stadt Koblenz und dem Stadtsportverband alle Interessierten herzlich zur digitalen Informationsveranstaltung „Inklusion im Koblenzer Sport“ ein. Die Veranstaltung richtet sich auch direkt an Sportvereine und interessierte Partner, die bisher noch keine Berührungspunkte mit dem Thema Inklusion haben.
Das Netzwerk „Inklusion im Koblenzer Sport“ soll die Potentiale der Region bündeln, engagierte Partner an einen Tisch bringen, Kooperationen ermöglichen und zum Ansprechpartner für Fragen und Wünsche im Bereich Sport und Inklusion werden. Ziel ist es, Organisationen der Behindertenhilfe, Sportvereine, Interessen- und Selbstvertretungen sowie kommunale Partner einzubinden, sodass mehr Menschen mit Behinderungen Sport nach ihren Wünschen in der Region treiben können.
Der Impuls für den Auftakt kommt durch das bundesweite Projekt „Wir gehören dazu – Menschen mit geistiger Behinderung im Sportverein“, gefördert durch die Aktion Mensch Stiftung. Ziel des mehrjährigen Projektes ist es, die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen am Sport und insbesondere am Sportvereinsleben nachhaltig zu verbessern.
„Wir möchten die vielen engagierten Personen, Vereine und Institutionen im Koblenzer Raum vernetzen, um die sportliche Inklusion weiter zu stärken. Ich bin mir sicher, dass ein gemeinsames Netzwerk aus vielfältigen Unterstützer:innen viel bewegen kann“, bekräftigt Nina Hagedorn, Regionalkoordinatorin von „Wir gehören dazu“ und Initiatorin der Netzwerkidee.
Die Veranstaltung soll dazu einladen, sich über die Netzwerkidee und die Entwicklungen im inklusiven Koblenzer Sport zu informieren und auszutauschen. Eine Teilnahme an der Auftaktveranstaltung verpflichtet keinesfalls zu einer Mitarbeit im zukünftigen Netzwerk.
Der digitale Auftakt zum Netzwerk „Inklusion im Koblenzer Sport“ findet am Donnerstag, den 27. Mai 2021, von 18:00 – 19:30 Uhr statt. Eine Anmeldung ist bis zum 19. Mai per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. möglich.

TV. Weisel - Leichtathletik -

Farah Mareen Kristja vom TV Weisel überzeugt erneut mit toller Laufleistung

Bornich

Da es leider zurzeit kaum Möglichkeiten für Freizeitsportler gibt, an Laufveranstaltungen teilzunehmen, hat sich Farah Mareen Kristja am Wochenende 24./25. April wieder einmal für ein virtuelles Laufevent entschieden.

Beim ersten Mountain-Run vom Veranstalter „LAUF WEITER“ konnte man nicht nur zwischen verschiedenen Distanzen (5km / 7,5km / 10km / 15km / 21km / 35km) wählen, sondern es zählten auch die zurückgelegten Höhenmeter. Man musste also zusätzlich zur Laufstrecke auch das Profil mit der Laufuhr tracken.

Farah Mareen hatte sich für die 10km-Distanz angemeldet. Dafür bot sich ihre Heimtrainingsstrecke durch den Bornicher Lennig an, der einige Höhenmeter aufweist. So kam sie bei 10km auf etwa 170 Höhenmeter und konnte dadurch in der Kategorie 151-250Hm gewertet werden.

Foto: Farah Mareen beim virtuellen Mountain-Run

Von allen 33 Läuferinnen in dieser Wertung erreichte sie mit ihrer tollen Zeit von 53:06 Minuten den hervorragenden 2. Platz – nur 2 Minuten hinter der Erstplatzierten. Im Gesamtklassement in dieser Kategorie belegte Farah Mareen Rang 4 von 46 Teilnehmer/innen. Bravo!

Wolfgang Graf Berghe von Trips zum 93.. Geburtstag

Erinnerungen an einen großen Motorsportler

Von Hans-Peter Meyer

Wenn man nur wenige Kilometer vom Nürburgring entfernt  geboren wurde und dort über 50 Jahre gelebt hat, dann ist es sicherlich  nichts  Ungewöhnliches, wenn sich  seit  frühester Jugendzeit eine bleibende Motorsportbegeisterung entfacht. So ist es zumindest  mir ergangen und es ist eine schöne und manchmal aufregende Erfahrung geworden.  Als ich  vor einiger Zeit in einem Gespräch mit einem  langjährigen Motorsportfreund  in  die Vergangenheit eintauchte, stellten wir fest, dass es auch eine „Vor Schumi-Zeit“ und auch eine „Vor Vettel-Zeit“ gegeben hat und  sich der Geburtstag eines ganz „großen Motorsportlers“ in diesem Jahr zum  93. Male jährt:  Wolfgang Graf Berghe von Trips.

Und so habe ich auf Anregung meines  „langjährigen Motorsportfreundes“ einige Gedanken und Erinnerungen zu Graf Berghe von Trips aus Anlass seines  93. Geburtstags aufgeschrieben.

Beginnen möchte ich mit dem 10. September 1961:

Sonntag, 10. September 1961, kurz nach 15 Uhr. Wir sitzen zu Hause in der Eifel an unserem Rundfunkgerät (Live-Übertragungen im Fernsehen gab es damals noch nicht) um die Reportage vom Großen Automobilpreis von Italien in Monza zu hören, bei dem der in der Weltmeisterschaft führende rheinische Adlige Wolfgang Graf Berghe von Trips sich endgültig als erster Deutscher den WM-Titel sichern sollte.

Der Amerikaner Phil Hill hatte sich nach dem Start an die Spitze des Feldes gesetzt, hart bedrängt von seinem Landsmann Dan Gurney und dem Neuseeländer Bruce McLaren. Doch uns Hörer in Deutschland interessierten in diesem Augenblick weder Positionen noch Rundenzeiten. Trips war aus der zweiten Runde nicht zurück gekommen. Gespannt und irritiert warteten wir auf die erlösende Nachricht. Doch was dann aus dem Rundfunklautsprecher kam, war eine Hiobsbotschaft.

„Was ich mit Angst und Sorge befürchtete“ verkündete der Reporter Günther Jendrich mit leiser Stimme, „ist mir eben durch die offizielle Mitteilung der Rennleitung zur Wahrheit geworden: Unser Wolfgang Graf Berghe von Trips ist in der Südkehre tödlich verunglückt“. Später wurde berichtet, dass Trips in der zweiten Runde vor der Einfahrt in die Curvetta mit dem Lotus von Jim Clark (1936 – 1968) kollidierte. Der Ferrari überschlug sich, Wolfgang von Trips wurde aus dem Wagen geschleudert und tödlich verletzt. Mit ihm starben 14 Zuschauer.

Wir waren alle geschockt, hatten wir doch fünf Wochen zuvor  am Nürburgring mit dem Renngrafen glückliche Stunden erleben dürfen.

Zur Erinnerung:

Sonntag. 6. August 1961. Schon die ganze Nacht hatten sich Fahrzeugkolonnen über die Bundesstraßen   in Richtung Nürburgring bewegt. Die Bundesbahn setzte zusätzlich Sonderzüge ein. Der Große Preis von Europa stand auf dem Programm und ein Mann sorgte dafür, dass sich annähernd 350 000 Zuschauer an der Rennstrecke eingefunden hatten: Wolfgang Graf Berghe von Trips aus Horrem bei Köln war zum Spitzenfahrer herangereift, hatte nach zwei Grand Prix Siegen in Holland (Zandvoort) und England (Aintree) die Führung in der Weltmeisterschaft übernommen. Im Stau fuhren wir (mein Vater und ich) durch Adenau bis nach Breidscheid, stellten dort unser Fahrzeug ab und legten das letzte Stück bis zum Streckenabschnitt „Wehrseifen“ zu Fuß zurück und fanden auf den Naturtribünen einen akzeptablen Zuschauerplatz. Start des Rennens 14 Uhr.

Graf Trips kam vom Start weniger gut weg, die Platzierungen in der Spitzengruppe änderten sich  von Runde zu Runde. Stirling Moss war an diesem Tag eine Klasse für sich, gewann bei typischen Nürburgring-Wetter ganz souverän und überlegen. Graf Trips und sein Ferrari-Markengefährte, der US-Amerikaner Phil Hill, kämpften um den zweiten Platz. Erst kurz vor dem Ziel auf der langen Geraden der „Döttinger Höhe“ konnte Trips in einem Rad-an -Rad-Kampf  an Phil  Hill vorbeiziehen und den so wertvollen zweiten Platz erringen. Richard von Frankenberg hatte die Zuschauer an der Rennstrecke über Lautsprecher in seiner eigenen Art informiert und begeistert.

Ein dritter Platz beim Italien Grand-Prix in Monza würde zum Gewinn des Weltmeistertitels reichen.

Mich als junger Mensch hatte das Rennen begeistert und fortan wurde ich  zum Trips-Fan – und bin es heute noch.

Was in Monza geschah, habe ich bereits geschildert. Es war ein Schock für die Motorsportfreunde und darüber hinaus. Aber das Leben und  die motorsportliche Karriere des rheinischen Grafen haben mich forthin interessiert, so dass ich mich intensiv mit der Biographie des Renngrafen  beschäftigt habe.

Geboren wurde Wolfgang Graf Berghe von Trips am 4. Mai 1928 in Köln.

Trips wächst in der romantischen Wasserburg Hemmersbach in Horrem (heute Ortsteil von Kerpen) in der Nähe Kölns auf. Später soll er nach dem Willen der Eltern all die Ländereien allein verantwortlich  übernehmen. Einige schwere und langwierige Krankheiten belasteten seine Kinder- und Jugendzeit, aber es wendete sich alles zum Guten.

Seine Eltern hatten ihn einst nur „Wölfchen“ genannt,  später die Engländer wegen der zahlreichen Unfälle seiner wilden Anfangszeit später manchmal auch Count Crash, die Welt kannte ihn vor allem unter einem Namen: Taffy. So nannten die walisischen Einwanderer Amerikas ihre tapfersten und furchtlosesten Männer. Auch wenn man die damalige Zeit mit der heutigen Zeit im Motorsport kaum vergleichen kann, zum Beispiel spielten Sicherheitsvorkehrungen kaum eine Rolle, Graf Trips  war der erste deutsche Weltklassefahrer der Nachkriegszeit mit großen Erfolgen. Die Menschen auf der Strasse verehrten ihn und wenn von Trips etwas sagte, dann galt es etwas: Nicht nur in Deutschland, sondern auch darüber hinaus.

Mit dem Motorsport  alles begonnen hatte im Jahre 1950 auf zwei Rädern. Auf einer BMW 500 nahm Trips an Orientierungs- und  Geländefahrten sowie Geschicklichkeitsturnieren teiI.

Im Jahre 1953 erfolgte der Umstieg auf vier Räder  und er begann seine Automobilkarriere auf einen Porsche. 1954 wurde er bereits Deutscher Meister und siegte in der GT-Klasse der Mille Miglia.

Den Triumphen in der Sportwagen-WM wie beim Sieg beim  12-Stunden-Rennen von Sebring (USA) 1956 folgte im Januar 1957 das Formel 1-Debüt beim Grand Prix von Argentinien in Buenos Aires. Bei seinem dritten Grand Prix in Monza kam er bereits als Dritter ins Ziel.

1960 wurde er WM-Sechster.

Dann folgte das Schicksalsjahr 1961. Trips gewann seinen ersten Grand Prix im holländischen Zandvoort, siegte beim englischen Grand Prix in Aintree, im belgischen Spa-Francorchamps und auf dem Nürburgring belegte er zweite Plätze. Dann kam der tragische Unfall in Monza, bei dem er starb.

Teamkollege Phil Hill gewann das Rennen und wurde später Weltmeister mit 34 Punkten vor Berghe von Trips mit 33 Punkten. Posthum wurde Trips zum Vizeweltmeister 1961 erklärt. Insgesamt startete Trips  27 Mal in der Formel 1.

Bei der Wahl zum „Sportler des Jahres 1961“ gewann Wolfgang Graf Berghe von Trips mit 1193 Stimmen.  Die posthume Auszeichnung zum Sportler des Jahres nahmen seine trauernden Eltern in Empfang.

Mit seinem Tod stirbt auch das Geschlecht derer von Trips aus, denn er war der letzte männliche Nachkomme. Berghe von Trips galt als Visionär. Er machte den  Rennsport durch sein Auftreten und seine Erfolgte wieder salonfähig, kümmerte sich intensiv um den Nachwuchs, war Gründer des Deutschen Sportfahrer-Kreises. Charakteristisch für seine Persönlichkeit war immer wieder, wie er mit konkurrierenden Rennfahrerkollegen umging – beispielhafte Verhaltensmuster, die im heute sehr veränderten stark kommerzialisierenden Rennsport undenkbar wären.

Der sympathische Adlige aus dem Rheinland  wurde zum Publikumsmagneten, hatte einen Popularitätsgrad  erreicht, den lange vor ihm und auch lange nach ihm kein Motorsportler in Deutschland erreicht hatte; erste viele Jahre später begann die Schumacher-Ära.

„Hätte er damals gewonnen, dann wäre er so bekannt geworden wie später Michael Schumacher – das wäre so eine Art zweites Wunder von Bern gewesen!“, so formulierten es Zeitzeugen viele Jahre später.

Obwohl es in Strömen regnete, gaben 10 000 Menschen dem großen Rennfahrer am 14. September 1961 auf Burg Hemmersbach das letzte Geleit. Es kam schon fast einem Staatsbegräbnis nahe. Den Sarg begleiteten die Rennfahrerfreunde Phil Hill, Ritchie Ginther, Joakim Bonnier, Edgar Barth, Hans Hermann und Gunther Thiel. Mit den Kränzen hätte man den kilometerlangen Weg von der Burg zur Kirche auslegen können, auf dem der Ferrari mit dem Sarg von der Burg zur Kirche fuhr. Am Lenkrad saß Gerd Gentsch, der als Mechaniker von Trips lange Jahre begleitet hatte. „Über Tote soll man nur Gutes sagen“ sprach Huschke von Hanstein, der ihn als Rennleiter einst für Porsche entdeckt hatte, an der offenen Grabstätte. „Über dich, Wolfgang Graf Berghe von Trips, kann man nur Gutes sagen“. Dem ist nichts hinzuzufügen

Der Journalist Günter Isenbügel war einer seiner besten Freunde. Den überraschte Trips eines Tages mit zwei Co Karts, die er im Handgepäck aus den USA mitgebracht hatte. Der verblüffte Radio- und Fernsehreporter wusste  zunächst nicht viel mit ihnen anzufangen und stellte sie einfach in den Keller seiner Hamburger Wohnung. Später fanden beide in der Hansestadt eine Firma, die ihnen die Rohrrahmen nachbaute und einen Motor, der sonst in einem Rasenmäher lief. Als von Trips noch nahe Burg  Hemmersbach, in Kerpen, eine Bahn bauen ließ, war die Geburtsstunde des Kart-Sports in Europa gekommen. Die Go-Kart Bahn in Kerpen hat  deshalb Geschichte geschrieben hat, weil zwei Kerpener Jungs namens Michael und Ralf Schumacher auf der von Graf Trips initiierten Kart-Bahn ebenso wie der Mönchengladbacher Heinz-Harald Frentzen und später auch Nick Heidfeld zum ersten mal und dann ständig „Benzin schnupperten“ und sich das Rüstzeug für ihre Weltkarrieren holten.

Der Nachwuchs war dem rheinischen Grafen schon damals sehr am Herzen gelegen, er hatte zur Förderung junger Talente die Renngemeinschaft „Scuderia Colonia“ gegründet und zusammen mit dem italienischen Ingenieur Valerio Collotti den „TCA“ (für Trips-Collotti-Auto Union) Formel Junior Rennwagen mit DKW-Motor gebaut, als preiswerte Alternative zu den Fahrzeugen der kommerziellen Rennwagenhersteller.

Beteiligt  im Jahre 1959 an der Konstruktion des TCA war auch Willi Martini, Kraftfahrzeugmeister aus Adenau.

Auch frisierte Willi Martini in seinen Werkstatträumen hinter der alten Nürburgring-Tribüne auf Initiative von Graf Trips die Motoren des BMW 700.

Durch diese Zusammenarbeit entstand eine Freundschaft, so dass Martini auch nach dem tragischen Tod  von Trips weiter den Kontakt zu dessen Eltern pflegte.

In meinem Gesprächen mit Günter Isenbügel (+ 1996), den ich später kennenlernte, war Graf Trips immer wieder ein besonderes Thema. Der Journalist konnte aus einem reichen Erlebnisschatz über seine Begegnungen mit Wolfgang von Trips berichten. Das hat mich sehr nachhaltig beeindruckt.

„Wolfgang war ein besonderer Mensch, er konnte auf Menschen zugehen und mit ihnen umgehen – auch und besonders mit seinen Fans und den Medien und – obwohl adelig – er war  nie ein dünkelhafter Mensch“, so Isenbügel.

Jahre später wurde ich aufmerksam auf das Museum  Villa Trips in Kerpen-Horrem, dass ich danach jährlich ein- bis zwei Mal besuchte und es fehlt auch nie ein Besuch der Familiengruft, wo Wolfgang von Trips seine letzte Ruhestätte gefunden hat und wo später auch seine Eltern bestattet wurden.

Der Buchautor, Rundfunk- und Fernsehmoderator Reinold Louis, der sich der Kölnischen und Rheinischen Brauchtums pflege verschrieben hat und auch Vorsitzender der „Gräflich Berge von Trips´sche Sportstiftung“ wurde, hatte es mit Unterstützung anderer Trips-Freunde gegründet und aufgebaut. Es wurde im Jahre 2000 in der Villa Trips , dem letzten Wohnsitz der Eltern Eduard Reichsgraf Berghe von Trips und seiner Gattin  Gräfin Thessa, neben der Burg Hemmersbach  eröffnet, wo auch die Stiftung ihren Sitz hat.

In der ständigen Ausstellung im 1. Stockwerk blieb das mit den Original-Utensilien ausgestattete „Graf Wolfgang-Zimmer“ und das um Exponate der Freunde angereicherte „Benzin-Zimmer Taffy“ auf Dauer unverändert. Sehr authentisch war das „Graf Wolfgang Zimmer“, ausgestattet mit Original-Möbeln. Als Schreibtischsessel benutzte er einen Sattel, doch wenn er seine Texte auf Tonband sprach, saß er meist im Schneidersitz auf dem Boden. Der von Graf Trips konstruierte und in Modena von Ferrrai-Technikern gebaute TCA-Formel Junior-Monoposto war in der dem Original nachempfundenen Werkstatt/Box zusammen mit einem von Graf Trips für die Scuderia Colonia erworbenen De-Tomaso Formel Junior und weiteren Originalutensilien aus der Trips´schen Werkstatt zu sehen. Natürlich auch das erste Go-Kart, das Graf Trips zusammen mit dem Journalisten Günter Isenbügel aus Amerika nach Deutschland einführte und das deshalb Geschichte geschrieben hat.

Ständig ergänzt wurden das umfangreiche Zeitungs- und Zeitschriftenarchiv, die anhand von 1:18 Modellen dokumentierte Entwicklungsgeschichte des Automobils und die rund 7000 Bände umfassende Bibliothek, nach Aussagen von Fachleuten die wohl umfangreichste ihrer Art weltweit. In weiteren fünf Räumen wurden Ausstellungen mit jährlich wechselnden Themen gezeigt.

Die von der Stiftung Deutsche Sporthilfe begründete Hall of Fame des Deutschen Sports schafft ein bleibenden Forum für Persönlichkeiten, die durch Leistung, Fairplay und Miteinander Vorbild geworden sind: Sportlerinnen und Sportler unseres Landes, Trainer, Funktionsträger, Betreuer oder Mäzene, die ihren Erfolgswillen mit den Prinzipien des Sports in Einklang gebracht haben. Der tragische Unfall am 10. September 1961 in Monza beendete sein Leben, doch Wolfgang Graf Berghe von Trips lebt in der Erinnerung weiter. Viele Spuren hat er hinterlassen.

Im Jahre 2008 wurde Wolfgang Graf Berghe von Trips in die Hall of Fame des Deutschen Sports in Berlin aufgenommen und sein Platz ist nun an der Seite von Persönlichkeiten wie Max Schmeling, Rudolf Caracciola,  Hans-Günther Winkler, Franz Beckenbauer u.a.m. Eine würdige Auszeichnung, die von Reinold Louis als Vorsitzenden der Gräflich Berghe von Trips´sche Sportstiftung zu Burg Hemmersbach in Berlin entgegengenommen wurde.

Das Museum sollte Ende des Jahres 2012 geschlossen werden. Die seit Jahren permanent steigenden Unterhaltungskosten (Energie-, Versicherungs- und Bewirtschaftungskosten – Haus- und Parkpflege - ) sollten zu dieser Maßnahme führen, da diese Kosten aus den Zinserträgen, Eintrittspreisen und den Erträgnissen aus dem ebenfalls ehrenamtlich bewirtschafteten Museumscafe nicht mehr aufzubringen waren.

Danach gab es weitere umfangreiche Bemühungen um den Erhalt des Museums. Quer durch Deutschland bis hin nach Asien versuchten Freunde des Motorsports und Verehrer von Wolfgang Graf Berghe von Trips durch vielfältige Aktivitäten die zum Unterhalt des Hauses benötigten Geldmittel zu beschaffen. Um die teilweise langfristig angelegten Aktivitäten ohne Druck von außen angehen zu können, hatten  Stiftungsvorstand und Stiftungsrat bewirken können, dass  die Liquidität für das Wirtschaftsjahr 2013 und damit der Betrieb des Museums sichergestellt werden konnte. Mitglieder der von Graf Trips gegründeten „Scuderia Colonia“ und weitere Helferinnen und Helfer hatten, wie schon im vergangenen Jahren, zu allen Öffnungszeiten ehrenamtlich Museumsdienst geleistet und sich auch um die Familiengruft gekümmert.

Seit dem 14. April 2013 war das Museum wieder an Sonn- und Feiertagen jeweils von 14.00 Uhr bis  18.00 Uhr geöffnet. Für Gruppen ab 15 Personen nach vorheriger Anmeldung auch zu anderen Zeiten.

Aus finanziellen Gründen wurde das Museum höchst bedauerlicherweise am 31. Oktober 2017 geschlossen Die Exponate des Museums aus dem Nachlass des Rennfahrers Graf Berghe von Trips und der Gräflichen Familie wurden in den letzten Jahren an vier Standorte verlagert und können jetzt im Rennsportmuseum des Nürburgrings, im Prototyp Museum Hamburg, auf der Waldenburg in Hellenthal sowie am neuen Sitz der Stiftung Schloss Loersfeld in Kerpen besichtigt werden.

Seit dem 04.05.2018 gibt es eine Dauerausstellung „Graf Berghe von Trips – Ritter, Reiter, Rennfahrer“ am Nürburgring. Im Motorsport-Erlebnismuseum „ring*werk“ können Besucher die Dauerausstellung erleben, es werden private Einblicke in das Leben des Grafen gewährt und zahlreiche persönliche Gegenstände , Plaketten, Pokale und Fotos des ehemaligen Formel 1-Fahrers und Ferrari-Piloten gezeigt.

Viele Geschichten, Dokumente und Relikte der Ära von Trips kann nun jeder im ring*werk bestaunen. Zu sehen ist auch das originaltreue Arbeitszimmer des Grafen sowie Erinnerungsstücke, die die besondere Verbindung des Rennfahrers zum Nürburgring aufzeigen.

Aus meiner Sicht ist es aus historischen Gründen wichtig, dass Andenken an Graf Trips weiter zu pflegen. Deshalb habe ich mich entschlossen, diese Geschichte zu schreiben. Ohne ihn hätte es möglicherweise die heutige Entwicklung des Motorsports in der Bundesrepublik nicht gegeben. Auch  über fünfzig Jahre nach dem tragischen Tod von Wolfgang Graf Berghe von Trips darf die Erinnerung und das Andenken an diesen großen Menschen und Motorsportler nicht auch sterben. Unter dem Wappen der Grafen Berghe von Trips stehen drei Worte in Latein: IN MORTE VITA – im Tod ist das Leben.

Die Mitglieder der „Scuderia Colonia“ trafen  sich in den vergangenen Jahren aus Anlass des Geburtstages von Graf Trips am 4. Mai immer an der Gruft, dieser ist aber aufgrund  der coronabedingten Einschränkungen kaum möglich, zudem ist der Kreis der Freunde altersbedingt bedeutend weniger geworden.

Ich habe einige Stationen des Lebensweges von Graf Trips Revue passieren lassen. Alles aufzuzeigen, würde den Rahmen dieser Geschichte sprengen. Er war ein großer und treuer Freund des Nürburgrings, auch das sollte niemals vergessen werden.

Es ist, als würde Wolfgang Graf Berghe von Trips mir wieder begegnen. Daran möchte ich die Leser an seinem 93. Geburtstagtag teilnehmen lassen. Und es ist mein besonderes Anliegen, dass Andenken an diesen großen Menschen und Sportler auch künftig weiter leben zu lassen.

© Hans-Peter Meyer

Nordic aktiv – ErlebnisRaumerfahrung – SRC Sommerferiencamps

–„ Der Natur auf der Spur“ auch in diesem Jahr wieder in Kooperation mit Jugendpflege VG Rengsdorf-Waldbreitach -

2 Termine – Rhein-Westerwald in Neuwied und Asbach

Anpassungen an Corona-Regelungen

Pünktlich unter dem Vorbehalt der angekündigten Lockerungen für den organisierten Sport infolge der Corona-Krise starten unter Umständen nach Freigabe viele Sportaktivitäten der Vereine. Der Sport findet dann zunächst mal unter den Hygiene- und Abstandsregeln statt dies hat dann auch Auswirkungen auf die fachliche Zusammenarbeit des SRC Heimbach-Weis 2000 e.V. in Sachen Nordic aktiv Feriencamps mit dem Lokalen Bündnis der VG Rengsdorf und der Jugendpflege in diesem Sommer unter dem Motto „Nordic aktiv – ErlebnisRaumerfahrung – Sommerferiencamps  –„ Der Natur auf der Spur mit Nordic aktivSport“ haben auch in diesem Jahr wieder Kinder und Jugendliche mit einer Ferienbetreuung von Mo.-Fr. von 09.00 -16.00 Uhr incl. Verpflegung in den Sommerferien im Neuwied-Rengsdorfer Land vom

19.07.2021 – 23.07.2021 in Anhausen/Meinborn die Möglichkeit Umweltfreundliche, nachhaltige Natursportarten wie Biathlon, Inline- Skating, Slackline, Rollski, Nordic Inline-Skating, Kletterwald Sayn uvm.  vor Ort wie in den Vorjahren kennenzulernen.

Zusätzlich zu dem Angebot im Neuwied-Rengsdorfer Land findet wieder eine Maßnahme in Asbach in der ersten Ferienwoche vom

26.07.2021 – 30.07.2021 unter Leitung der DSV-Trainerin Stefanie Keen Tel.: 0163/9159979 statt. Die Möglichkeiten einer Finanziellen Förderung/Teilhabe ( Anmeldungen und Infos sind unter Tel. 0176/55550025, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) möglich aber wie und in welcher Form die Feriencamps stattfinden können und durchgeführt werden, können wir noch nicht abschließend sagen und werden daher unsere Maßnahmen nach den vorgegebenen Regeln in enger Abstimmungen mit der Landes- und Bundesverordnung Sport in Coronazeiten durchführen um Kindern ein Ferienerlebnis zu ermöglichen. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.


Regelmäßige Trainingsmaßnahmen 2021 Erlernen –  Inline-Skating für Kinder, Familien und Erwachsene 2021

Inline-Skaten und Nordic Blading ist ein Freizeitspaß für groß und klein. Alle können diese Fun- und Trendsportarten lernen und Spaß daran haben. In diesem Kurstraining werden die Grundtechniken des Inlineskaten bis hin zu Nordic Blading erlernt und geübt! Kursinhalt Inline-Skating ( Intensivkurs - Verkehrssicherheit ) Grundlagen Inline-Skating, rechtl. Situation und Material-kunde,richtiges fallen und sicheres  bremsen, vorwärts und rückwärtsfahren, Kurvenfahren, übersetzen vorwärtsrückwärts. Auch in diesem Jahr sind wieder mehrere Termine geplant:

10.05.2021, 17.05.2021, 31.05.2021, 21.06.202, 05.07.2021, 19.07.2021, 16.08.2021, 30.08.2021, 06.09.2021, 20.09.2021, 04.10.2021, 18.10.2021, 08.11.2021, jeweils von 17.15 Uhr – 19.15 Uhr

Auch Einzeltermine zweck Erlernen einer sicheren Fahrtechnik sind auf Anfrage möglich. Die Durchführung des jeweiligen Kursangebotes findet immer unter Berücksichtigung der akuellen Coronaregeln statt, die laufend aktualisiert werden.

Informationen und Anmeldungen unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , 0176/55550025


Nordic Cross-Skating und Rollski 2021

für jung und alt die  Nordic Skating-Cross/Natureskating und Rollskitechniken plus Biathlon für Jedermann/-frau mit Lasergewehren

Das man  Skilanglauf und Biathlon auch ohne Schnee betreiben kann, praktiziert der SRC Heimbach-Weis 2000 e.V. schon seit einigen Jahren. In einem ersten Teil haben die Teilnehmer die Möglichkeit das Fahren mit Offroadskates abseits der Straße zu erlernen. Bei frühzeitiger Anmeldung stehen Offroadskates der Größen 36-47 und Stöcke leihweise zur Verfügung. Im zweiten Teil erfolgt dann ein Komplextraining mit Lasergewehren. Auch in diesem Jahr 2020 starten die DSV Nordic aktiv Walkingzentren im DSV Nordic aktiv Ausbildungszentrum Skiverband Rheinland e.V. wieder weitere Kurse und zusätzlich jeden Dienstag ein regelmäßiges Training mit Nordic Cross-Skates zwecks sicherer Fahrtechnik:

25.05.2021, 01.06.2021, 22.06.2021, 06.07.2021, 20.07.2021, 17.08.2021, 31.09.2021, 14.09.2021, 05.10.2021, 26.10.2021, 02.11.2021, 16.11.2021 jeweils von 17.00 – 20.00 Uhr

Weitere Informationen: Stefan Puderbach 1.Vorsitzender SRC Heimbach-Weis 2000 e.V.  DSV Skilehrer nordic DOSB-A-Trainer Breitensport Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. – 0176/55550025

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