Friday, 24. January 2020

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Dolphins scheitern nur knapp

TRIER. Nur wenig hat gefehlt zur Sensation. Die DONECK Dolphins Trier haben den großen Favoriten, den RSV Lahn-Dill, am Rande einer Niederlage gehabt und mussten sich erst in Spiel 3 endgültig geschlagen geben. Dirk Passiwan ist dennoch zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft und hofft, im Pokalfinale noch das I-Tüpfelchen auf die Saison setzen zu können.

Nach der Niederlage am letzten Wochenende im ersten Playoff-Halbfinale kamen die Dolphins in Spiel 2 besser ins Rollen und konnten die Partie knapp mit 55:58 für sich entscheiden. In einem schnellen und engen Spiel machten beide Mannschaften definitiv Werbung für den Rollstuhlbasketball. Immer wieder wechselten die Führungen und keine Mannschaft konnte sich absetzen. Auf Seiten der Trierer war es vor allem die wiedergenesene Diana Dadzite mit 24 Punkten, die das Team anführte und zeigte, wie wichtig sie für das Team ist.

„Diana hat uns im ersten Spiel definitiv gefehlt. Sie ist der Kopf der Mannschaft und kann uns in schwierigen Situationen mit ihrem Spielverständnis ungemein helfen“, so Spielertrainer Dirk Passiwan nach dem Spiel.

Der Schlüssel zum Erfolg lag aber nicht alleine bei Dadzite weiß Passiwan. „Wir haben in der Defensive einfach heute besser gespielt als im ersten Spiel. Zwar haben wir Brian Bell zu viele Punkte geschenkt, aber dafür andere Spieler aus dem Spiel genommen.“ So z.B. einen Mikey Paye, der am Ende nur auf 6 Punkte kam.

Der Sieg am Samstag bedeutete eine kurze Regenerationsphase für beide Mannschaften. Denn schon am Sonntag um 16 Uhr kam es in Wetzlar zum entscheidenden Spiel 3. „Uns wird ein ähnliches Spiel erwarten wie am Samstag“, so Passiwan vor dem Spiel und er sollte recht behalten. Beide Mannschaften spielten mit offenem Visier, so dass sich ein schnelles Spiel entwickelte. Über ein 20:18 für Lahn-Dill nach dem ersten Viertel und einem 35:32 zur Halbzeit ging es ins dritte Viertel. Ralf Neumann hatte seinem Team anscheinend die passenden Worte in der Kabine gesagt, denn Lahn-Dill kam stark aus der Pause und konnte sich mit 8 Punkten absetzen (42:34). Wer jedoch dachte, dass dies die Vorentscheidung sein sollte, sah sich getäuscht. Innerhalb von 2 Minuten konnten die Dolphins mit einem 12:0-Lauf den Rückstand egalisieren und selber in Führung gehen.

Erst das letzte Viertel sollte die Entscheidung bringen. Und hier waren es vor allem Kozai und Paye auf Seiten der Gastgeber, die die entscheidenden Faktoren werden sollten. Der Japaner Kozai mit 31 Punkten war in der Schlussphase kaum zu stoppen und traf aus fast allen Lagen. Auch Paye konnte mit 26 Punkten immer wieder überzeugen. Mit einem 65:78 mussten die Dolphins sich am Ende geschlagen geben.

„Das Ergebnis spiegelt nicht unbedingt den Spielverlauf wieder“, so Passiwan,“ es war ein enges Spiel auf Messers Schneide, in dem wir auch hätten gewinnen können. Ich bin aber trotzdem unglaublich stolz auf meine Mannschaft, die in dieser Saison einfach richtig Spaß gemacht hat.“

Und die Saison ist für die Dolphins noch nicht beendet. In zwei Wochen steht das Final Four Turnier in Wetzlar an. „Wir spielen im Halbfinale gegen Hannover. Da wollen wir noch einmal zeigen, warum wir dieses Jahr so stark sind und uns für das Pokalfinale qualifizieren. Und dann mal schauen, was da passiert.“

Kader: Dirk Passiwan (21/27), Diana Dadzite (24/12), Ryan Wright (2/2), Jack Davey (3/0), Frank Doesken (n.e.), Correy Rossi (2/14), Matthias Heimbach (2/2), Mariska Beijer (4/8)

Fehlende Konstanz in der Rhein-Region lässt Saisonziele wackeln

Der Fußball der Mittelrhein-Region hat in der Saison 2017/18 zu leiden. Mit dem 1. FC Köln wird voraussichtlich der größte Traditionsklub der Gegend in die 2. Bundesliga absteigen. Es bleibt aus neutraler und lokalpatriotischer Sicht die Hoffnung auf eine erfolgreiche Spielzeit des örtlichen Rivalen Bayer Leverkusen. Doch auch hier ist Inkonstanz wie bei TuS Koblenz das größte Problem. Bekommen die Klubs sie in den Griff?

Wackliger Start ins neue Jahr bereitet Sorgen

Nach einer insgesamt tollen Hinrunde mit nur drei Niederlagen waren die Hoffnungen auf einen erfolgreichen Beginn des Jahres 2018 beim höchstplatzierten Mitglied des Mittelrheinischen Fußballverbandes, Bayer Leverkusen, hoch. Ganz erfüllt werden konnten sie nicht, denn schon wieder stehen im neuen Jahr in der Bundesliga bereits drei Niederlagen zu Buche. Die Folge? Ein Abrutschen aus den Champions League Plätzen hinter die Konkurrenz aus Dortmund, Schalke und Frankfurt. Damit das Highlight also nicht DFB-Pokalspiele im Fritz-Walter-Stadion bleiben, sondern sich zu Königsklassen-Nächten in Madrid entwickeln, muss der Bock, wie schon in der Hinrunde, erneut umgestoßen werden. Waren es in der ersten Saisonhälfte noch die ersten drei Auswärtsspiele, in denen die Punkte verloren gingen, so sind es nun drei der ersten vier Auftritte vor eigenem Publikum gewesen. Während man gegen Bayern München (1:3) und Schalke 04 (0:2) durchaus einmal verlieren kann, kam laut Bundesliga Liveticker der Verlust aller drei Punkte gegen Hertha BSC etwas überraschend (0:2).

Nach den Schwierigkeiten in Januar und Februar stehen für Bayer 04 nun richtungsweisende Wochen an, die an Brisanz kaum zu überbieten sind. Die Quoten bei Betway von 1,53 auf den Champions League Einzug via einer Position unter den Top 4 (Stand 28. Februar) müssen in den kommenden Wochen bestätigt werden, in denen andere Mannschaften wie die direkten Konkurrenten Dortmund und RB Leipzig noch mit internationalen Auftritten zu kämpfen haben. Leverkusens Chance liegt ausgerechnet in den zwei Derbies, die in den kommenden drei Bundesliga-Spielen anstehen. Nach dem machbaren Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg unter Neu-Trainer Bruno Labbadia, geht es zuerst daheim gegen Borussia Mönchengladbach. In der Hinrunde entwickelte sich eines der Spiele der Saison, in dem die Borussia die erste Halbzeit dominierte und mit 1:0 in die Kabine ging. In den zweiten 45 Minuten drehte B04 jedoch mit viel Engagement groß auf und fuhr letztlich mit einem 5:1-Kantersieg nach Hause. Die Werkself hofft auf eine Wiederholung der Ereignisse. Schließlich steht als letztes Spiel vor der Länderspielpause das große Derby gegen den 1. FC Köln an, der noch immer ums Überleben kämpft. Im Rhein-Energie-Stadion steht somit für beide ein sehr wichtiges Spiel an, das eventuell sowohl in Abstiegskampf als auch im Duell um die europäischen Plätze eine Vorentscheidung bieten wird.

Trainerwechsel in Koblenz - Sander geht

Wie in Köln der Wechsel von Peter Stöger zu Stefan Ruthenbeck einen Umbruch erzeugte, war durchaus beeindruckend. Auch drei Ligen tiefer soll nun ein Trainerwechsel den Unterschied ausmachen. Bei der TuS Koblenz wurde der erfahrene Petrik Sander entlassen, nachdem ein Abwärtstrend in arge Abstiegsnöte führte. Koblenz liegt wie der kicker berichtete auf Platz 17 in der Regionalliga Südwest und damit auf einem direkten Abstiegsplatz. Die Maßnahme der Trainerentlassung kam für viele Beobachter überraschend, da die Möglichkeiten des Kaders einfach nicht besonders hoch sind. Heftige Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten Stuttgarter Kickers und den FSV Frankfurt gaben schließlich mit dem damit verbundenen Abrutschen auf die Abstiegsplätze den Ausschlag gegen den ehemaligen Bundesliga-Trainer.

Insgesamt standen gegen Ende der eigentlich erfolgreichen Sander-Zeit nur 17 Punkte aus 23 Spielen - nicht genug, um den eigenen Job zu retten. Es solle lediglich ein neuer Impuls her, war die Vereinsführung rund um Präsidiumsmitglied Dirk Laux sofort bemüht hervorzuheben: "Wir bedanken uns ausdrücklich bei Petrik Sander für die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den letzten Jahren." Nach dem vorherigen Abstieg in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar brachte Sander den Klub zurück in die Regionalliga und erreichte in der vergangenen Spielzeit einen starken 8. Platz. Daneben erreichte das Team im regionalen Pokalwettbewerb Großes und sorgte mit dem Triumph für die erste DFB-Pokal-Teilnahme seit sieben Jahren. Nun liegt es an Interimstrainer Anel Dzaka, die Geschicke der TuS auch in dieser Saison noch zu einem guten Ende zu bringen. Es handelt sich um Dzakas erste Trainerstation im Seniorenbereich, nachdem er zuvor die diversen Jugendmannschaften des Klubs betreut hatte.

Jens Ahnemüller (AfD): Respekt für die deutschen Para-Athleten!

Der sportpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, Jens Ahnemüller, gratuliert den deutschen Sportlern der Paralympischen Spiele zu ihren Leistungen. "Die Sportspiele der Menschen mit Behinderungen im Anschluss an die Olympischen Spiele haben sich zu einer lehrreichen Tradition entwickelt. Man bekommt durch sie einen ganz anderen Blick auf die Leistungen, zu denen ein starker Wille, Kampfgeist, Geschick und Disziplin den Menschen beflügelt", betonte Ahnemüller.

Auch die Abschlussfeier in Pyeongchang zur späten Ortszeit sei seiner Meinung nach sehr gelungen: "Die außergewöhnlichen Leistungen der Athleten mit einer Verbeugung vor dem kürzlich verstorbenen Astrophysiker Stephen Hawking zu verknüpfen, empfand ich persönlich als eine sehr schöne Geste - trotz des traurigen Anlasses", betont Ahnemüller. Zuvor hat der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees, Andrew Parsons, in seiner Schlussrede den hochintelligenten britischen Urknall-Theoretiker als "eine Inspiration für uns alle" bezeichnet.

"Neunzehn mal Edelmetall bei Platz fünf der Gesamtwertung! Das ist eine schöne Steigerung gegenüber den vergangenen Spielen! Noch mehr habe ich mich aber über den Fahnenstolz unserer Sportler gefreut. Besonders die Biathletin und Bronze-Gewinnerin Clara Klug gab ein leuchtendes Beispiel für einen unverkrampften Umgang mit der schwarz-rot-goldenen Flagge des Hambacher Festes", kommentiert Ahnemüller.

Der Eishockey-Sport der Paralympics hat Ahnemüller besonders fasziniert: "Man muss sich diese vorbildliche Integrationsleistung der Paralympics-Spiele mal vor Augen führen! Eishockey-Spieler stoßen den Puck auf speziell gefertigten Schlitten, das ganze bei einer Rasanz, die den Olympioniken in puncto Fernsehtauglichkeit annähernd ebenbürtig ist!“

Niederlage zum Playoff-Auftakt!

TRIER. Die DONECK Dolphins Trier sind mit einer Niederlage in die Playoff-Halbfinal-Serie gegen den amtierenden Meister, den RSV Lahn-Dill gestartet. In einer, über weite Strecken, einseitigen Partie musste sich die Trierer am Ende deutlich mit 66:98 (34:52) geschlagen geben. Das Fehlen von Diana Dadzite und ein schwaches zweites Viertel waren die ausschlaggebenden Gründe.

Der amtierende deutsche Meister aus Wetzlar war am Samstag einfach eine Nummer zu groß für die Dolphins. Nach zwei guten Spielen gegen die Hessen in der Normalrunde musste man sich deutlich geschlagen geben. Dabei startete man gut in das erste Viertel. In einer schnellen und intensiven Partie konnte man das erste Viertel offen gestalten. Die Mehrheit der rund 400 Zuschauer in der Halle hatten die Hoffnung, wieder eine Überraschung gegen eines der besten Teams Europas zu erleben.

Was jedoch im ersten Viertel noch gut funktionierte, klappte im zweiten Abschnitt gar nicht mehr. Immer wieder konnte das Team von Ralf Neumann einfache Punkte unter dem Korb erzielen. „Wir haben im zweiten Viertel eine ganz schwache Defensive gespielt“, so Spielertrainer Dirk Passiwan, der mit 20 Punkten wieder einmal besten Scorer seiner Mannschaft sein sollte. Punkt um Punkt konnten die Hessen davonziehen. Trier war nur vereinzelt in der Lage, gegen den stark aufspielenden Gegner gegenzuhalten. So betrug der Abstand zur Halbzeit bereits 18 Punkte. Ein Rückstand, der nur schwer aufzuholen sein sollte.

In der Halbzeit fielen klare Worte. Dirk Passiwan war mit dem zweiten Viertel unzufrieden und mahnte sein Team zu mehr Sorgfalt in der Defensiv-Arbeit.

Doch schon zu Beginn der zweiten Halbzeit war die Hoffnung auf die Wende dahin. Kozai und Böhme mit zwei Dreiern dämpften die Hoffnungen der Dolphins, doch noch die Überraschung zu schaffen.

„Positiv war, dass wir das Spiel mit erhobenem Kopf zu Ende gespielt haben. Das Ergebnis ist deutlich, aber wir haben nochmal alles versucht. In der heutigen Situation war es einfach schwer“, so Passiwan. Auch wenn die Dolphins durch den Ausfall ihrer Spielmacherin Diana Dadzite und durch eine Grippewelle geschwächt waren will Passiwan das nicht als Ausrede gelten lassen. „Natürlich hat Diana gefehlt. Sie gibt unserem Spiel die Ruhe, die wir heute oft vermisst haben. Aber dies als Ausrede geltend zu machen, wäre schwach. Wir haben heute einfach zu viele Fehler gemacht und Lahn-Dill hat einen richtig guten Tag erwischt. Die Kombination aus 63% Trefferquote und schwacher Abwehr war heute ausschlaggeben. Wetzlar hat heute verdient gewonnen!“

Lange Zeit zum Verarbeiten haben die Dolphins nicht. Bereits am kommenden Samstag reisen die Moselstädter nach Hessen, um dort ab 19.30 Uhr das zweite Halbfinale in der der Serie „best-of-three“ zu spielen. Mit einem Sieg würde man ein drittes Spiel am Sonntag erzwingen. Mit einer Niederlage würde der RSV Lahn-Dill ins Finale um die deutsche Meisterschaft einziehen.

Kader: Dirk Passiwan (20), Correy Rossi (16), Ryan Wright (14), Jack Davey (8), Matthias Heimbach (4), Frank Doesgen (2), Mariska Beijer (2)

Ehepaar Scherf gelingt das Tripel bei den Landesmeisterschaften in den Standardtänzen

Bei den diesjährigen Titelkämpfe um die Meistertitel in den Standardtänzen der Senioren in Rheinland-Pfalz konnte das Tanzpaar Vladimir und Lena Scherf vom Tanz- und Sportzentrum Mittelrhein mehr als überzeugen und holten sich gleich drei Landesmeistertitel mit nach Koblenz.

Sie gewannen unangefochten das neunpaarige Feld der Senioren II C Standard und ertanzten sich darauf im Folgeturnier den Landesmeistertitel in der jüngeren Startklasse der Senioren I C.

Als Turniergewinner starteten sie in der nächst höheren Leistungsklasse Senioren II B und überzeugten auch hier durch ihr hohes tänzerisches Niveau.

Sie gewannen nochmals souverän gegen sieben weitere Paare ihren dritten Landesmeistertitel.

Foto: C. Reichenbach/TRP

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