Dienstag, 18. September 2018

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Fehlende Konstanz in der Rhein-Region lässt Saisonziele wackeln

Der Fußball der Mittelrhein-Region hat in der Saison 2017/18 zu leiden. Mit dem 1. FC Köln wird voraussichtlich der größte Traditionsklub der Gegend in die 2. Bundesliga absteigen. Es bleibt aus neutraler und lokalpatriotischer Sicht die Hoffnung auf eine erfolgreiche Spielzeit des örtlichen Rivalen Bayer Leverkusen. Doch auch hier ist Inkonstanz wie bei TuS Koblenz das größte Problem. Bekommen die Klubs sie in den Griff?

Wackliger Start ins neue Jahr bereitet Sorgen

Nach einer insgesamt tollen Hinrunde mit nur drei Niederlagen waren die Hoffnungen auf einen erfolgreichen Beginn des Jahres 2018 beim höchstplatzierten Mitglied des Mittelrheinischen Fußballverbandes, Bayer Leverkusen, hoch. Ganz erfüllt werden konnten sie nicht, denn schon wieder stehen im neuen Jahr in der Bundesliga bereits drei Niederlagen zu Buche. Die Folge? Ein Abrutschen aus den Champions League Plätzen hinter die Konkurrenz aus Dortmund, Schalke und Frankfurt. Damit das Highlight also nicht DFB-Pokalspiele im Fritz-Walter-Stadion bleiben, sondern sich zu Königsklassen-Nächten in Madrid entwickeln, muss der Bock, wie schon in der Hinrunde, erneut umgestoßen werden. Waren es in der ersten Saisonhälfte noch die ersten drei Auswärtsspiele, in denen die Punkte verloren gingen, so sind es nun drei der ersten vier Auftritte vor eigenem Publikum gewesen. Während man gegen Bayern München (1:3) und Schalke 04 (0:2) durchaus einmal verlieren kann, kam laut Bundesliga Liveticker der Verlust aller drei Punkte gegen Hertha BSC etwas überraschend (0:2).

Nach den Schwierigkeiten in Januar und Februar stehen für Bayer 04 nun richtungsweisende Wochen an, die an Brisanz kaum zu überbieten sind. Die Quoten bei Betway von 1,53 auf den Champions League Einzug via einer Position unter den Top 4 (Stand 28. Februar) müssen in den kommenden Wochen bestätigt werden, in denen andere Mannschaften wie die direkten Konkurrenten Dortmund und RB Leipzig noch mit internationalen Auftritten zu kämpfen haben. Leverkusens Chance liegt ausgerechnet in den zwei Derbies, die in den kommenden drei Bundesliga-Spielen anstehen. Nach dem machbaren Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg unter Neu-Trainer Bruno Labbadia, geht es zuerst daheim gegen Borussia Mönchengladbach. In der Hinrunde entwickelte sich eines der Spiele der Saison, in dem die Borussia die erste Halbzeit dominierte und mit 1:0 in die Kabine ging. In den zweiten 45 Minuten drehte B04 jedoch mit viel Engagement groß auf und fuhr letztlich mit einem 5:1-Kantersieg nach Hause. Die Werkself hofft auf eine Wiederholung der Ereignisse. Schließlich steht als letztes Spiel vor der Länderspielpause das große Derby gegen den 1. FC Köln an, der noch immer ums Überleben kämpft. Im Rhein-Energie-Stadion steht somit für beide ein sehr wichtiges Spiel an, das eventuell sowohl in Abstiegskampf als auch im Duell um die europäischen Plätze eine Vorentscheidung bieten wird.

Trainerwechsel in Koblenz - Sander geht

Wie in Köln der Wechsel von Peter Stöger zu Stefan Ruthenbeck einen Umbruch erzeugte, war durchaus beeindruckend. Auch drei Ligen tiefer soll nun ein Trainerwechsel den Unterschied ausmachen. Bei der TuS Koblenz wurde der erfahrene Petrik Sander entlassen, nachdem ein Abwärtstrend in arge Abstiegsnöte führte. Koblenz liegt wie der kicker berichtete auf Platz 17 in der Regionalliga Südwest und damit auf einem direkten Abstiegsplatz. Die Maßnahme der Trainerentlassung kam für viele Beobachter überraschend, da die Möglichkeiten des Kaders einfach nicht besonders hoch sind. Heftige Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten Stuttgarter Kickers und den FSV Frankfurt gaben schließlich mit dem damit verbundenen Abrutschen auf die Abstiegsplätze den Ausschlag gegen den ehemaligen Bundesliga-Trainer.

Insgesamt standen gegen Ende der eigentlich erfolgreichen Sander-Zeit nur 17 Punkte aus 23 Spielen - nicht genug, um den eigenen Job zu retten. Es solle lediglich ein neuer Impuls her, war die Vereinsführung rund um Präsidiumsmitglied Dirk Laux sofort bemüht hervorzuheben: "Wir bedanken uns ausdrücklich bei Petrik Sander für die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den letzten Jahren." Nach dem vorherigen Abstieg in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar brachte Sander den Klub zurück in die Regionalliga und erreichte in der vergangenen Spielzeit einen starken 8. Platz. Daneben erreichte das Team im regionalen Pokalwettbewerb Großes und sorgte mit dem Triumph für die erste DFB-Pokal-Teilnahme seit sieben Jahren. Nun liegt es an Interimstrainer Anel Dzaka, die Geschicke der TuS auch in dieser Saison noch zu einem guten Ende zu bringen. Es handelt sich um Dzakas erste Trainerstation im Seniorenbereich, nachdem er zuvor die diversen Jugendmannschaften des Klubs betreut hatte.