Freitag, 19. Oktober 2018

Letztes Update:04:51:05 PM GMT

region-rhein.de

Derby im Pokalfinale - Koblenz gegen Koblenz

Am Pfingstmontag steht das Finale des Rheinlandpokals auf dem Programm. Es kommt zum Aufeinandertreffen zweier unmittelbarer Nachbarn. Der Regionalligist TuS Koblenz trifft auf Oberligist TuS Rot-Weiss Koblenz.

Rund 9500 Zuschauer werden das Spektakel im Stadion Oberwerth, der Heimat der TuS Koblenz, live verfolgen. Dabei kann sich Rot-Weiss hier ebenfalls zuhause fühlen, teilen sich die beiden Klubs in der kommenden Saison möglicherweise nicht nur die Trainingsanlage, sondern wohl auch das Stadion. Der ehemalige Zweitligist TuS Koblenz, gilt nicht zuletzt bei Fussball Wetten online, als Favorit auf den Titel. Der Regionalligist ist auch der amtierende Titelverteidiger und bestreitet bereits sein zehntes Pokalfinale. Fünfmal konnten die Schängel den Platz dabei als Sieger verlassen. Für Rot-Weiss Koblenz ist es dagegen die erste Finalteilnahme. TuS Koblenz hatte sich im Vorjahr im Endspiel gegen den damaligen Ligakonkurrenten und derzeitigen Oberligisten Eintracht Trier mit 2:1 durchgesetzt. Und auch in dieser Pokalsaison kam es im Viertelfinale zum Wiedersehen mit den Trierern, die man mit 3:0 aus dem Turnier verabschieden konnte.

Die TuS dürfte beflügelt in das Endspiel gehen, schließlich hat sich das Team von Anel Dzaka dank eines sensationellen Schlussspurts mit 22 Punkten aus 13 Spielen noch den Traum vom Klassenerhalt erarbeitet. Dennoch muss weiter gezittert werden,  denn die TuS steigt nur dann nicht ab, wenn sich entweder Meister 1. FC Saarbrücken in den Playoffs um den Aufstieg in die dritte Liga gegen den TSV 1860 München durchsetzt, oder aber Vizemeister SV Waldhof Mannheim gegen die Playoffs gegen KFC Uerdingen gewinnt. Dzaka aber will freilich, dass sich seine Mannen für die Leistung aus den zurückliegenden Wochen mit einem Pokalsieg belohnen. „Als ich gekommen bin, hatten wir 17 Zähler auf dem Konto. Unsere Mannschaft hat danach richtig gut gespielt und gepunktet. Auch gegen Rot-Weiss Koblenz wollen wir unser Spiel durchdrücken. Wir dürfen aber in einem heißen Derby keinen Prozentpunkt nachlassen“, so der Ex-Profi.

Rot-Weiss hat mit dem Einzug ins Endspiel den bis dato größten Erfolg der Vereinshistorie gefeiert. Anders als für den großen Nachbarn, ist für die Rot-Weissen die Saison gelaufen. Die Elf steht im gesicherten Mittelfeld der Oberliga und kann weder auf- noch absteigen. Der Fokus kann damit voll und ganz auf das Endspiel gerichtet werden. „Es ist eine einmalige Chance“, stellte RW-Trainer Fatih Cift klar, der einst selbst mit seinem Gegenüber Dzaka unter der Koblenzer Trainer-Legende Milan Sasic beim Finalgegner zusammengespielt hatte. Danach war Cift Co- und Cheftrainer der zweiten Mannschaft des Regionalligisten. Cift sieht seine Mannschaft klar in der Rolle des Underdogs. „Erfahrung und individuelle Qualität sprechen für die TuS. Von meinen Spielern hat noch niemand vor 3000 oder 4000 Zuschauern gespielt. Die Anspannung bei uns merkt man in jedem Training. Ich hoffe, dass uns damit nicht die Leichtigkeit komplett abhandenkommt“, so Cift.

Übrigens wird das Finale erstmals auf dem Oberwerth ausgetragen. Zwar war Koblenz schon viermal Finalort, allerdings fanden die Endspiel bislang stets auf dem Metternicher Kaul statt.