Mittwoch, 12. Dezember 2018

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eSportler: Darum müssen auch sie fit bleiben

Glaubt man der Serie South Park, so sind Gamer übergewichtige, schlecht rasierte Typen mit Hautproblemen und ohne Sozialleben. Doch diese Serie entstand lange bevor reines Konsolenspielen sich zum Phänomen der eSports entwickelte und Gamer aus der Outcast-Ecke wieder in die Mitte der Gesellschaft geholt wurden. Heutzutage sind Videogames das stärkste Medium nach den Printmedien und das meisterhafte Bestreiten dieser Spiele hat sich zur Königsdisziplin entwickelt. Auf weltweiten Meisterschaften ringen die besten Computerspieler um hochdotierte Titel und machen damit ihre Leidenschaft zum Beruf. Nun behaupten manche, eSports habe mit „echtem“ Sport nur wenig zu tun – doch sie irren sich. Denn auch bei eAthleten ist körperliche Fitness maßgeblich für den Erfolg. Dieser Artikel klärt auf.

Die Basics: Sport und gesunde Ernährung

Das Bild von South Park kommt nicht von ungefähr und tatsächlich war es in der Vergangenheit häufig so, dass die Ernährung darunter litt, wenn man seine Zeit dem Computerspielen widmete. Statt Obst und Gemüse standen vor allem Chips und Ramen auf dem Speiseplan. Seit eAthleten gemanaged werden und nicht mehr sich selbst überlassen sind, hat sich dies als eines der ersten Dinge geändert: Nun wird den Sportlern ein Ernährungsmuster vorgegeben und an der körperlichen Fitness muss kontinuierlich gearbeitet werden. Hier geht es nicht nur um den Ausgleich zum vielen Sitzen, sondern auch darum, den Körper fit für Höchstleistungen zu machen.

Fitness ist mehr als nur Gewichteheben

Doch eine tägliche Joggingrunde genügt nicht, um die bestmögliche Verfassung der Spieler zu garantieren. So setzen Manager mittlerweile darauf, ihre Teammitglieder auch psychologisch betreuen zu lassen. Dieses Thema gewann insbesondere an Relevanz, nachdem mehrere erfolgreiche eSportler mit ihrem Leiden an psychischen Krankheiten an die Öffentlichkeit gegangen waren. Klar ist, dass auch das eSport-Business seine Spieler stark beansprucht und deshalb Maßnahmen ergriffen werden müssen, damit sie mit der Belastung fertig werden.

Insgesamt orientieren sich die Manager von professionellen eSport-Spielern an den Tagesabläufen von anderen Athleten. Denn so stark unterscheiden sich eSports von traditionellen Sportarten eben doch nicht. Auch hier kann man beispielsweise auf den Ausgang von Turnieren wetten – gehen Sie hierzu etwa auf https://www.esport-wetten.net/lol. Eine ausgefeilte Strategie ist also gefragt, und diese beinhaltet vor allem zwei Dinge: klare Strukturen und ein starker Fokus auf das Wohlbefinden in allen Bereichen.

Vorbildfunktion für Hobbygamer

Selbstverständlich geht es bei diesem Trend nicht nur um das sportliche Vermögen der Spieler selbst. Ihre Entscheidung, sich stärker um das eigene körperliche und geistige Wohlbefinden zu kümmern, birgt das Potential, als Vorbild für einfache Hobbygamer zu dienen. Denn diese blicken zu den eAthleten auf und imitieren möglicherweise ihre Trainingsgewohnheiten und auch sonstige Aspekte ihres Lebensstils. Gerade junge Leute, die erst mit dem Gaming anfangen, profitieren daher von Sportlern, die einen gesunden Lifestyle an den Tag legen. Derzeit besteht in weiten Teilen der Gaming-Community noch das Vorurteil, dass zu einer erfolgreichen Spielerkarriere weder körperliche Fitness noch gesunde Ernährung gehöre. Beide Auffassungen sind falsch: Je besser der Körper und das Hirn in Form sind, desto klügere Entscheidungen trifft man im Spiel und desto besser ist man fähig, die langen Spielphasen wegzustecken. Zudem lernt man, dass auch bei eSports wie bei jedem anderen Sport regenerative Phasen notwendig sind.