Sonntag, 17. Februar 2019

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Nix zu holen gegen starke Bullen

Trier – Die DONECK Dolphins Trier mussten sich am vergangenen Sonntag in der 1. Rollstuhlbasketball Bundesliga leider sehr deutlich mit 100:58 den RSB Thuringia Bulls geschlagen geben. Warum das Ergebnis so deutlich ausgefallen ist? Weil die Thuringia Bulls gerade das Non-Plus-Ultra der Liga sind, also   amtierender Deutscher Meister und Champions League Sieger und somit alles gewonnen haben, was es zu gewinnen gibt. Diese Übermacht lassen sie ihre Gegner auch immer deutlich spüren. Man hatte einen kleinen Funken Hoffnung, da der Spieltag in Erfurt ein großes Event war und die Bullen ihr „Heimspiel“ nun in einer anderen Halle spielen mussten. Doch dieser Funke zerplatzte wie eine Seifenblase, als Diana Dadzite am Freitag verletzungsbedingt das Training abbrechen musste.

Die zweite Stütze des Teams und „Mama“, wie die Spieler sie liebevoll nennen, Diana Dadzite, musste das Training am Freitag Mittag leider abbrechen und schnell war allen klar, dass mit dem Abbruch auch eine Absage des Spiels gegen die Bullen folgt. „Ich bin sehr traurig, dass ich das Spiel absagen muss. Ich lebe für den Sport und dann einen Wettkampf zu verpassen, ist ein doofes Gefühl. Trotzdem muss ich auf meinen Körper hören, er hat mir gerade ein eindeutiges „Stopp-Signal“ gesendet, auf das ich jetzt endlich hören muss. Lieber verzichte ich jetzt auf das Spiel gegen Thuringia Bulls, wo es eh nix zu holen gibt und hab jetzt zwei Wochen Zeit, fit zu werden und mein Team gegen München wieder mit aller Power zu unterstützen.“

Ein Spiel ohne Diana wird im Training sehr selten geübt. Doch die anderen Spieler wollten dieses Fehlen auffangen und in die Presche springen. Auch Co-Trainer und Spieler Frank Doesken nahm dann doch die weite Fahrt in Kauf, um sein Team zu unterstützen. Das gelang ihm auch ganz gut und er konnte einen Wurf von außen mit ordentlich Power in der Reuse versenken.

Doch leider kamen die Delfine so gar nicht ins Spiel. Es war so ein wenig wie die Maus vor der Schlange und sie kassierten gleich zu Beginn einen 10:0-Lauf der Hausherren. Als man im 2. Viertel nochmal bis auf 4 Punkte rankam, war ein kleiner Wille des Sieges zu spüren, der verflog aber gleich wieder als man 2 Minuten vor der Halbzeit einen 8:0-Lauf einstecken musste. Dass am Ende dann doch noch eine 100 der Bullen auf der Anzeigetafel aufzeigt, ist schon enttäuschend. Aber gerade gegen die Gegner aus der oberen Tabellenhälfte zeigen die Bullen ihre Dominanz nochmal explizit.

Kapitänin Mariska Beijer, die ihre Co-Kapitänin Diana vermisste wirkte erleichtert nach dem Spiel. „Das Spiel ist jetzt vorbei. Wir haben in der ersten Halbzeit versucht unser Konzept offensiv durchzusetzte, dass uns an einigen Stellen gelungen ist. Doch die Verteidigung war einfach nicht da. Wir haben zu viele Körbe in der Zone bekommen. In der zweiten Hälfte wollten wir das besser machen, doch wir haben nun den Faden noch mehr verloren und haben Diana schmerzlich vermisst. Jetzt heißt es zwei Wochen hart arbeiten und gegen München wieder den Basketball aufs Parkett zu legen, der uns auszeichnet.“

Ryan Wrigth und Dirk Passiwan versuchten ihr Team in die richtige Richtung zu lenken und trafen beide gute 50% aus dem Feld. Doch 18 und 20 Punkte der beiden reichten leider nicht dafür, dass Spiel enger zu gestalten. Die Trefferquote des gesamten Teams liegt leider nur bei schwachen 37%. Doch lieber eine schlechte Trefferausbeute bei einem Gegner, der nicht zu schlagen ist, als in einem wichtigen Spiel.

Somit gehen die Delfine mit gehobenem Hauptes aus diesem Spiel raus und werden an den Schwächen arbeiten, die ihnen dieser starke Gegner aufgezeigt hat. Nun hat man 2 Wochen Zeit sich auf die Iguanas München vorzubereiten, die am vergangenen Wochenende Hannover geschlagen haben. Also auch dieses Spiel wird kein leichtes werden.

Das Spiel ist ein Heimspiel und wir freuen uns wenn wieder zahlreiche Fans, am 09.02.2019 um 18 Uhr den Weg in die Unisporthalle in Trier, finden.

Doneck Dolphines Trier:

Wright (18 Punkte), Rossi (8), Davey (3), Heimbach (3), Passiwan (20; 6/6 Freiwürfe; 9 Assists), Doesken (2), Beijer (4)

RSB Thuringia Bulls: (Beste Werfer) Gholamaazad (26 Punkte), Halouski (25), Williams (15), Bienek (11)