Freitag, 23. Oktober 2020

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Tourismus im August weiterhin rückläufig

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Camping und Ferienhäuser legen zu

Trotz der Ferienzeit wurden die Tourismusbetriebe in Rheinland-Pfalz im August von weniger Gästen frequentiert, die insgesamt auch weniger Nächte als im Vorjahresmonat in Rheinland-Pfalz verbrachten. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems kamen gut 1,1 Millionen Gäste, das waren zwölf Prozent weniger als im August 2019; die Zahl der Übernachtungen lag mit 3,1 Millionen um 7,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Tourismusregionen

Ein positives Vorzeichen gab es nur in der Region Mosel-Saar. Dort wuchs die Übernachtungszahl leicht um knapp ein Prozent; die Zahl der Gäste lag um rund ein Prozent niedriger als im August vergangenen Jahres. Die stärksten Rückgänge verzeichnete die Region Rheinhessen. Die Gästezahlen lagen um knapp ein Drittel unter denen von Augusts 2019, die Übernachtungszahlen gaben um ein Fünftel nach.

Betriebsarten

Deutlich stärker gefragt als im August des Vorjahres waren Camping- und Wohnmobilstellplätze sowie Ferienhäuser und Ferienwohnungen. Camper sorgten für 14 Prozent mehr Gäste und Übernachtungen, in Ferienhäusern und Ferienwohnungen legten die Gästezahlen um 8,6 Prozent und die Übernachtungszahlen um gut elf Prozent zu. Hotels als größte Betriebsart verbuchten 18,5 Prozent weniger Gäste und knapp 14 Prozent weniger Übernachtungen. Die stärksten Einbußen gab es bei Erholungs-, Ferien-, Schulungsheime sowie bei den Jugendherbergen und Hütten.

Herkunft

Im August 2020 reisten 854.800 Gäste aus dem Inland nach Rheinland-Pfalz und damit 3,7 Prozent weniger als im Vorjahr; sie buchten 2,4 Millionen Übernachtungen (plus 3,4 Prozent). Demgegenüber kamen 34 Prozent weniger Gäste aus dem Ausland (207.600); ihre Übernachtungszahlen lagen mit 710.700 um 31 Prozent unter denen von August 2019.

Zeitraum Januar bis August

In den ersten acht Monaten besuchten 4,11 Millionen Gäste Rheinland-Pfalz. Das waren 38 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2019. Die Übernachtungen reduzierten sich um 33 Prozent auf 11,64 Millionen. Aufgrund der massiven Einschränkungen des Tourismusgeschehens auf ausschließlich nicht-touristische Zwecke im April und Mai 2020 waren die Rückgängen in diesen Monaten bei den Gäste- und Übernachtungszahlen am höchsten.

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten, der Betreiber von Camping- und Reisemobilplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen sowie der Kleinbetriebe in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort.

Autorin: Dr. Noreen Geenen (Referat Unternehmensstatistiken)

Der Lahntal Tourismus Verband e. V. informiert: Achim Girsig geht neue Wege

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Langjähriger Geschäftsführer beendet Tätigkeit beim Lahntal Tourismus Verband e. V. nach 18 Jahren

Wetzlar: Geschäftsführer Achim Girsig beendet einvernehmlich seine Tätigkeit beim Lahntal Tourismus Verband e. V. Das hat der Verein am Montag, 19. Oktober 2020 bekannt gegeben, nachdem Girsig den Mitgliedern sein Ausscheiden auf der Mitgliederversammlung des Vereins mitgeteilt hat.

Für Achim Girsig, der die Entwicklung des Lahntal-Tourismus bereits seit 1985 in verschiedensten Funktionen verfolgt, sei es nun ein günstiger Zeitpunkt, um einen neuen Weg einzuschlagen. Die strategische Marketingausrichtung des Vereins sei geplant und sichere die kommenden fünf Jahre. Das sei Anlass für ihn, sich nach vielen Jahren noch einmal beruflich verändern zu können.

Der Lahntal Tourismus Verband e. V. wurde am 1. Oktober 2002 unter maßgeblicher Mitwirkung von Girsig gegründet. Der Verein hat insgesamt 24 Mitglieder, die aus sechs Landkreisen bzw. deren Tourismusorganisationen sowie einer Reihe von Städten und aus Kommunen zusammengefassten Teilregionen besteht. Vor der Gründung im Jahr 2002 war der heutige kommunal getragene Verein eine lose Kooperation von Kommunen entlang der Lahn, die Girsig bereits 1994 initiiert hatte – damals mit 17 Mitgliedern.

„Der Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für unsere Region. Der Verein leistet einen wichtigen Beitrag, nicht nur im Bereich des Tourismusmarketing“, sagt der erste Vorsitzende des Lahntal Tourismus Verbandes e. V., Frank Puchtler, Landrat des RheinLahn-Kreises.

 

Corona-Verordnung

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Neue Regeln für Beherbergungen und Kontaktlisten

Der Ministerrat hat in seiner heutigen Sitzung die vierte Änderungsverordnung der 11. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz beschlossen. Diese berührt zwei Punkte: Regelungen zum Beherbergungsverbot sowie falsche Angaben auf Kontaktlisten zur Kontaktdaten-Nachverfolgung.

Die Änderungen zum Beherbergungsverbot werden am kommenden Dienstag, 13. Oktober, in Kraft treten und die bisher geltenden Quarantäneregelungen für innerdeutsche Risikogebiete ersetzen.

Konkret wird in der Äderungsverordnung folgendes geregelt: Auf der Internetseite der Landesregierung (www.corona.rlp.de) werden Landkreise, Gemeinden oder abgegrenzte Gemeindeteile innerhalb Deutschlands bekannt gemacht, in denen ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus besteht.

In der Folge dürfen Einrichtungen des Beherbergungsgewerbes keine Personen mehr zu touristischen Zwecken aufnehmen, die aus einem Gebiet anreisen oder dort ihren Wohnsitz haben, für das zum Zeitpunkt der Anreise eine Bekanntmachung auf der Internetseite der Landesregierung bestand.

„Mit diesem Schritt reagieren wir auf die steigenden Infektionszahlen bundesweit und vereinheitlichen das Regelwerk für Reisende im gesamten Bundesgebiet“, teilten Ministerpräsidentin Malu Dreyer, der stellvertretende Ministerpräsident Dr. Volker Wissing und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichenthäler im Anschluss an die Sitzung mit. Das sei in dieser Frage wichtig, damit die Menschen bei den Corona-Maßnahmen noch den Überblick behalten könnten.

„Wir haben die herzliche Bitte: verzichten Sie auf Urlaubsreisen, wenn Sie in einem Risikogebiet leben! Wir erleben, dass die Corona Infektionen wieder stark ansteigen und dass sie immer weniger lokal eingegrenzt sind. Wir brauchen Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis, wenn wir verhindern wollen, dass aus einzelnen Corona-Hotspots ein landesweiter Hot-Spot wird. Wir müssen gemeinsam alles dafür tun, dass es zu keinem zweiten Lockdown kommt und wir nicht wieder in ganz Deutschland Schulen und Kindergärten schließen müssen. Ich weiß, dass Corona uns alle mürbe macht; aber noch haben wir die Chance, das nicht zu verspielen wofür wir monatelang hart und auch mit Entbehrungen gekämpft haben“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Beim geplanten Beherbergungsverbot gelten einige Ausnahmen. Analog zu den bisherigen innerdeutschen Quarantäneregeln sind Bürgerinnen und Bürger aus Rheinland-Pfalz davon ausgenommen. Urlauber aus innerdeutschen Risikogebieten, die über einen Corona-Negativ-Test verfügen, der nicht älter als 48 Stunden ist, sind ebenfalls ausgenommen. Die zuständigen Behörden können außerdem in begründeten Einzelfällen auf Antrag Ausnahmen zulassen, soweit dies aus epidemiologischer Sicht, insbesondere unter Berücksichtigung des jeweils aktuellen Infektionsgeschehens, vertretbar ist und der Zweck der Verordnung nicht beeinträchtigt wird.

Grundlage für die Neuregelung ist die Einigung eines Großteils der Bundesländer mit dem Bund auf eine einheitliche innerdeutsche Beherbergungsregelung. Grundsätzlich gilt die neue Verordnung in Rheinland-Pfalz ausnahmslos für touristische Beherbergungen. Private Besuche sowie Reisen aus beruflichen Gründen sind davon ausgenommen.  Des Weiteren bleiben auch die bestehenden Regelungen für das Ausland von der Änderungsverordnung unberührt. Es gelten somit auch die existierenden Ausnahmeregelungen für Luxemburg weiter.

„Unsere Gäste in Rheinland-Pfalz sollen sich sicher fühlen und wir versuchen, ihnen die größtmögliche Sicherheit zu bieten. Wir wollen das Ansteckungsrisiko so niedrig wie nur möglich halten, auch für die Angestellten in den Betrieben und unsere Bürgerinnen und Bürger. Der Landesregierung ist bewusst, dass dies eine gewisse Einschränkung für die Beherbergungsbetriebe mit sich bringt. Doch wir alle können sehen, dass die Zahl der Infektionen bundesweit weiter ansteigt. Darauf müssen wir auch zum Wohl der gesamten Tourismusbranche im Land reagieren. Es geht um den größtmöglichen Schutz der Bevölkerung bei Wahrung der größtmöglichen Freiheitsrechte. Ich möchte, dass unsere Beherbergungsbetriebe weiterhin geöffnet bleiben und Gäste empfangen können“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing.

„Uns ist es wichtig, dass für die Menschen in Rheinland-Pfalz und unsere Gäste von außerhalb einfache, klare und gut nachvollziehbare Regeln gelten. Deswegen haben wir uns für eine bundesweit einheitliche Regelung stark gemacht, die wir im Einvernehmen mit dem Bund und einem Großteil der Länder treffen konnten. Dem trägt unsere neue Änderungsverordnung zum Beherbergungsverbot nun Rechnung. Ein besonderes Augenmerk haben wir dabei daraufgelegt, die Menschen nicht mit starren und nicht passgenauen Vorgaben zu belegen, sondern exakt und zielgerichtet auf das Geschehen in den Kommunen reagieren zu können. Deshalb gilt das Beherbergungsverbot zunächst auch nicht für die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer. Für die Reisen im Inneren unseres Bundeslandes vertrauen wir stattdessen auf unseren Corona-Warn- und –Aktionsplan, der sich in den vergangenen Tagen bereits als effektiv und hochpraktikabel erwiesen hat“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Darüber hinaus beinhaltet die vierte Änderungsverordnung auch Neuregelungen im Bereich der Kontaktlisten: Von Samstag, 10. Oktober, an gilt, dass falsche Angaben in Kontaktlisten zur Nachverfolgung von Corona-Infektionen mit einem Bußgeld von 150 Euro bewährt sind. Das Bußgeld hat derjenige zu entrichten, der die falschen Angaben gemacht hat. Die Höhe des Regelbußgeldes solle deutlich machen, dass ein Verstoß gegen die Maskenpflicht auch fahrlässig sein könne, Falschangaben aber vorsätzlich gemacht werden und daher einen größeren Unrechtsgehalt aufweisen.

Haben Sie Fragen zu der neuen Änderungsverordnung? Unter der Telefonnummer 06131-164737 erhalten Sie auch an diesem Wochenende Auskunft, Samstag und Sonntag von 9 bis 16 Uhr.

Tourismus auch im Juli unter Vorjahresniveau

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Übernachtungszahlen gab es in der Region Rheinhessen (minus 34 bzw. minus 26 Prozent).

Betriebsarten

Zweistellige Zuwächse sowohl beim Gäste- als auch beim Übernachtungsaufkommen gab es bei den Campingplätzen (plus 22 und plus 18 Prozent) und den Ferienhäusern und -wohnungen (plus 13 und plus 11 Prozent). Auch bei den Pensionen (Gäste: plus 6,7; Übernachtungen: plus 9,2 Prozent) und den Ferienzentren (Gäste: plus sieben; Übernachtungen: 5,1 Prozent) stiegen die Zahlen. Gravierende Einschnitte gegenüber dem Juli 2019 zeigten sich erneut bei den Erholungs-, Ferien- und Schulungsheimen. Das Minus betrug hier 52 Prozent bei den Gästezahlen und 57 Prozent beim Übernachtungsaufkommen.

Herkunft

Im Juli 2019 besuchten 778.000 Gäste aus Deutschland Rheinland-Pfalz (plus 1,2 Prozent); diese buchten 2,17 Millionen Übernachtungen (plus 3,5 Prozent). Im Gegensatz dazu kamen 29 Prozent weniger Gäste aus dem Ausland (203.300), ihre Übernachtungszahlen (661.600) lagen um 33 Prozent unter dem Wert von Juli 2019.

Zeitraum Januar bis Juli

Von Januar bis Juli diesen Jahres besuchten 3,05 Millionen Gäste Rheinland-Pfalz. Das waren 44 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2019. Die Übernachtungen reduzierten sich um 39 Prozent auf 8,55 Millionen. Aufgrund der massiven Einschränkungen des Tourismusgeschehens auf ausschließlich nicht-touristische Zwecke im April und Mai 2020 waren die Rückgängen in diesen Monaten bei den Gäste- und Übernachtungszahlen am höchsten.

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten, der Betreiber von Camping- und Reisemobilplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen sowie der Kleinbetriebe in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)

Qualitätsoffensive Naturpark Soonwald-Nahe

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Der Naturpark Soonwald-Nahe nimmt bereits zum dritten Mal an der Qualitätsoffensive des Verbands Deutscher Naturparke (VDN) teil. Dieses Angebot des Dachverbands gibt jedem Park die Möglichkeit, sich alle fünf Jahre im Rahmen eines Zertifizierungsverfahrens anhand bestimmter Kriterien prüfen zu lassen und damit Organisationsstruktur und Projekte des Naturparks stetig zu verbessern. Dieses Qualitätssicherungsangebot nutzt das Team des Naturparks Soonwald-Nahe gerne um neue Anregungen und Vorschläge aufzunehmen und umzusetzen.

Im September erfolgte eine Bereisung durch Rolf Clauditz, ehemaliger Geschäftsführer des Naturparks Münden und Qualitäts-Scout des VDN. An zwei Exkursionstagen konnten Herrn Clauditz viele interessante und abwechslungsreiche Einblicke in die Naturparkarbeit gegeben werden. Neben den für sich sprechenden herrlichen Landschaften von Hunsrück, Soonwald und Nahetal wurden beispielhafte Projekte vorgestellt. Darunter die bereits erfolgreiche Renaturierung eines Feuerlöschteichs in der ehemaligen Ortslage Eckweiler, ein zurzeit in Umsetzung begriffener kulturhistorischer Rundweg in Simmern und eines der beliebten Trekkingcamps am Soonwaldsteig. Im Nahetal wurden unter anderem durch Beweidung offengehaltene ehemalige Weinbergsflächen sowie ein Weinlehrpfad besichtigt.

Mit dem Ergebnis des Zertifizierungsverfahrens wird im Herbst gerechnet. Bei erfolgreichem Abschluss des Prozesses darf der Naturpark Soonwald-Nahe auch weiterhin das Prädikat "Qualitätsnaturpark" führen.

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