Montag, 18. November 2019

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Gastgewerbe verzeichnete im ersten Halbjahr weniger Umsatz

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Das rheinland-pfälzische Gastgewerbe setzte im ersten Halbjahr 2019 weniger um als im Vorjahreszeitraum. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems fielen die Umsätze real, also um Preisveränderungen bereinigt, um 0,4 Prozent geringer aus als im ersten Halbjahr 2018. Nominal bzw. in jeweiligen Preisen stiegen die Erlöse um 1,8 Prozent. Deutschlandweit stiegen die Gastgewerbeumsätze preisbereinigt um 0,5 Prozent an; in jeweiligen Preisen legten sie um 2,7 Prozent zu.

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

In der Gastronomie, auf die zwei Drittel der Gastgewerbeumsätze entfallen, gingen die Erlöse im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum real zurück (minus 1,1 Prozent). Die speisengeprägte Gastronomie, zu der Restaurants, Cafés, Eissalons und Imbissstuben zählen, verzeichnete preisbereinigt einen Rückgang der Erlöse von 0,5 Prozent. Die Umsätze der Caterer und Erbringer sonstiger Verpflegungsdienstleistungen gingen um 2,3 Prozent zurück. Im rheinland-pfälzischen Beherbergungsgewerbe, das knapp ein Drittel der Umsätze des Gastgewerbes erwirtschaftet, fielen die preisbereinigten Erlöse um 0,7 Prozent höher aus als im ersten Halbjahr 2018.

Beschäftigung

Die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe war im ersten Halbjahr 2019 um 1,5 Prozent geringer als ein Jahr zuvor. Dabei ging die Zahl der Vollzeitkräfte um 2,4 Prozent und die der Teilzeitkräfte um 1,1 Prozent zurück.
Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei 280 ausgewählten Gastgewerbeunternehmen in Rheinland-Pfalz. Durch das Handelsstatistikgesetz wird die Zahl der zu befragenden Einheiten bundesweit auf höchstens fünf Prozent aller Unternehmen begrenzt. Die Angaben für Filialbetriebe von Hotel- und Restaurantketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten. Da es sich um eine Stichprobenerhebung handelt, liegen absolute Werte sowie Regionalangaben nicht vor.

Die Ergebnisse sind vorläufig und können durch Korrekturmeldungen verändert werden. D. h. die Unternehmen haben 24 Monate die Möglichkeit zur Korrektur ihrer Angaben. Die Monatserhebung im Gastgewerbe basiert auf einer repräsentativen Stichprobe, die in Abhängigkeit vom Stichprobenumfang und der Streuung der zu beobachtenden Merkmale einem stichprobenbedingten Zufallsfehler unterliegt.
Die Gastgewerbemesszahlen werden in fünfjährigem Abstand auf ein neues Basisjahr umgestellt. Ab dem Berichtsmonat März 2018 beziehen sich alle Daten der Gastgewerbestatistik auf das neue Basisjahr 2015 (zuvor 2010).

Autor: Marie-Luise Schmittel (Sachgebiet Handel, Gastgewerbe, Dienstleistungen)