Tourismusland Rheinland-Pfalz braucht Öffnungsperspektive:

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IHK Koblenz fordert kurzfristige Lockerungen „innen und außen“

Koblenz. Die Industrie- und Handelskammer Koblenz (IHK) fordert eine kurzfristige und verlässliche Öffnungsperspektive für das Hotel- und Gastgewerbe. „Die Inzidenzwerte sinken, die Zahl der Geimpften steigt, die Test- und Hygienekonzepte liegen griffbereit in der Schublade der Hotels, Campingplätze und Restaurants. Deshalb fordern wir, dass spätestens Pfingsten die Betriebe innen wie außen wieder öffnen dürfen“, so Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz. Andere Bundesländer wie Bayern, Niedersachen und Schleswig-Holstein machen es vor und beschließen Lockerungen für die Tourismusbranche. Da dürfe das „Tourismus-Bundesland“ Rheinland-Pfalz jetzt nicht den Anschluss verpassen, so die IHK.

Der Lockdown, ehemals angedacht als dreiwöchiger Wellenbrecher, wurde seit dem 2. November 2020 immer wieder verlängert. Nach sieben Monaten stehen nun viele betroffene Betriebe am Rande ihrer Existenz. Wie ernst die Lage ist, beschreiben die Mitglieder des IHK-Tourismusausschusses:

Der Ausblick auf Urlaub ist ein Anreiz, zu testen

Die Sehnsucht nach Urlaub, Erholung und somit ein Stück mehr Normalität ist in der Bevölkerung spürbar. Deshalb sieht die IHK durch die Lockerungen nicht nur Vorteile für die bislang geschlossenen Betriebe, sondern auch Vorteile zur Eindämmung der Pandemie durch die Schaffung konkreter Anreize: „Die Bereitschaft, sich testen oder impfen zu lassen, wird durch die Aussicht auf Urlaub deutlich erhöht.“

Ein Knackpunkt aus Sicht der IHK: „Ohne Öffnungsperspektive keine Ausbildungsperspektive. Wie soll eine Ausbildung als Koch, Restaurant- oder Hotelfachkraft attraktiv für junge Menschen sein, wenn die Betriebe seit Monaten geschlossen sind? Deshalb muss dringend gehandelt bzw. geöffnet werden, damit die für Rheinland-Pfalz so bedeutsame Branche neben Corona-Sorgen nicht auch noch Nachwuchs-Sorgen hat“, erklärt Rössel.