Mittwoch, 19. Juni 2019

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"Der misslungene Frieden?"- Professor Gerd Krumeich referiert zum Thema Versailles nach 100 Jahren

Vor 100 Jahren, am 28. Juni 1919, unterzeichnete die deutsche Delegation in Versailles den Vertrag, der den Kriegszustand zwischen Deutschland und den Alliierten beendete. Aus diesem Anlass lädt das Bundesarchiv zu einem Vortrag ein, am Mittwoch, dem 26. Juni 2019, um 18 Uhr. Professor Dr. Gerd Krumeich spricht zum Thema: Der misslungene Frieden? Versailles nach 100 Jahren

Im Anschluss besteht Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. 
Es wird gebeten, sich für diese Veranstaltung bis 24. Juni 2019 anzumelden unter 0261 505 700 oder  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Veranstaltungsort: Bundesarchiv, Potsdamer Straße 1, 56075 Koblenz
Der Eintritt ist frei.


Professor Dr. Gerd Krumeich, ehemaliger Lehrstuhlinhaber für Neuere Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, ist ein international renommierter Spezialist für die die Geschichte des Ersten Weltkriegs. Er ist Gründungsmitglied des „Historial de la Grande Guerre“ in Péronne/Somme, hat das neue Mémorial von Verdun mitkonzipiert und  ist Wissenschaftlicher Leiter des 2018 eröffneten 
Historial du Hartmannswillerkopf im Elsass. Er ist Mitherausgeber der „Enzyklopädie Erster Weltkrieg“ (4. Aufl. 2014).
Zu seinen Veröffentlichungen der letzten Jahre zählen: Verdun 1916 (mit Antoine Prost), Deutschland im Ersten Weltkrieg (mit Gerhard Hirschfeld) und zuletzt: Die unbewältigte Niederlage. Das Trauma des Ersten Weltkriegs und die Weimarer Republik.

Koblenz liest ein Buch: Die Veranstaltungen vom 19. Juni bis 29. Juni 2019

Die gemeinsame Initiative zur Leseförderung des Kultur- und Schulverwaltungsamtes der Stadt Koblenz, der Buchhandlung Reuffel und zahlreicher Programmpartner geht in die Schlussphase. Mit noch drei Veranstaltungen läuten wir das Ende des Literaturprojekts ein und laden zu literarischen Sommerabenden ein – ob im „Mobilen Grünen Zimmer“ auf dem Zentralplatz, der Terrasse des Hotel Sanders oder am 29.06. an der Wasserfläche vor dem Koblenzer Schloss. Die Autorin des Romans Karin Kalisa kommt zum offiziellen Abschluss noch einmal in die Stadt und nimmt uns vor einer ungewöhnlich illuminierten Kulisse in ihre Gedanken- und Schreibwelt mit.

Mi, 19. Juni 2019, 18.00 – 18.30 Uhr: Kurzlesung auf dem Zentralplatz. Das "Mobile Grüne Zimmer" auf dem Zentralplatz verwandelt sich in eine Literaturbühne und lädt alle Vorbeieilenden ein, einen Moment innezuhalten, zu genießen und den Geschichten aus dem Roman "Sungs Laden" im Liegestuhl zu lauschen. Die Schauspielerin Annika Woyda vom Theater Ehrenbreitstein wird den Zuhörern und Passanten einen kleinen Einblick in den Roman verschaffen. Das "Mobile Grüne Zimmer" steht noch bis zum 28.06. auf dem Zentralplatz und macht auf die Notwendigkeit von grünen Flächen und den partizipativen sowie klimafreundlichen Ansatz von Stadtgrün aufmerksam. Zentralplatz.

Do, 27. Juni 2019, 19.00 Uhr: Lesung im Hotel Sander - Das Hotel Sander öffnet für alle Neugierigen seine Terrasse und lädt in einem hippen und detailverliebten Ambiente zu einem sommerlichen Abend mit Literaturgenuss ein. Ab 19.00 Uhr wird mit einem kleinen Prosecco-Empfang der Feierabend eingeläutet, ab 19.30 Uhr liest Ulf Störmer vom Koblenzer Voll-X-Theater (KOVOX e.V.)  ausgewählte Textpassagen aus dem Roman "Sungs Laden" vor. Er nimmt uns mit zu Lebensgeschichten unserer Zeit, die in einer geglückten Utopie des Zusammenlebens enden und von Begegnungen und Schicksalen, vom Ankommen und Bleiben, von Heimat und Fremde, von Vielfalt und Zusammenhalt erzählen. Hotel Sander, Casinostr. 17, Eintritt frei. Schlechtwetteroption vorhanden.

Sa, 29. Juni 2019, 21.30 Uhr: Abschlussveranstaltung in Kooperation mit den BUGA-Freunden: Mondscheinlesung mit Werkstattbericht und Illumination. Nachdem die Autorin von „Sungs Laden“, Karin Kalisa, beim Auftakt im Mai den Anfang des Romans gelesen hat, liest sie zum Abschluss des Literaturprojekts an einem handlungstypischen Ort des Romans das Ende von „Sungs Laden“. Anschließend erzählt sie aus einem neuen Werk. Die diesjährige Ausgabe von "Koblenz liest ein Buch" blickt so zum Abschluss auch in die Zukunft. Die Autorin Karin Kalisa liest erstmals aus ihrem neuen Roman "Radio Activity", der im Herbst 2019 erscheinen wird und gewährt Einblicke in den Schreibprozess.  
Lesen wird sie inmitten einer urbanen Licht Installation des Koblenzer Light Art Designers Garry Krätz. Lassen Sie sich von Wasserspielflächen mit traumhafter Spiegelung der illuminierten Baumstrukturen verzaubern, tauchen Sie ein in die Welt der Literatur und genießen Sie dazu ein kühles Glas regionalen Weins vom Genusszimmer Koblenz! Wasserfläche in den Zirkularbauten am Kurfürstlichen Schloss / Schlechtwetter: Buchhandlung Reuffel (Löhrstraße 92), Eintritt frei, um Voranmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. wird gebeten.

Alles zu den Veranstaltungen und Impressionen unter  www.buch.koblenz.de

Verschweigen – Verurteilen.

Ausstellung zur Verfolgung von Homosexualität in Rheinland-Pfalz von 1946 bis 1973

Vom 5. bis 26. Juli 2019 zeigen Gleichstellungsstelle der Stadt Koblenz und Hochschule Koblenz in Kooperation mit AStA der Universität Koblenz und dem Verein zur Förderung des Koblenzer CSD e.V. im Rathaus der Stadt Koblenz die Ausstellung „Verschweigen – Verurteilen“. Die Ausstellung ist von montags bis donnerstags zwischen 8 Uhr und 19 Uhr und freitags von 8 Uhr bis 17 Uhr im Foyer des Historischen Rathaussaales zu sehen.

Die Ausstellung präsentiert die Ergebnisse der Forschungsarbeiten von Dr. Kirsten Plötz und Dr. Günter Grau über die strafrechtliche Verfolgung homosexueller Männer sowie die Diskriminierung lesbischer Frauen und ihre Lebensumstände in Rheinland-Pfalz. Rheinland-Pfalz gab als erstes deutsches Flächenland eine solche Forschung in Auftrag. Durchgeführt wurden die Forschungsarbeiten vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld im Auftrag des Ministeriums für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz.

Den Überlebenden der Homosexuellenverfolgen der NS-Zeit wurde auch nach dem zweiten Weltkrieg die Anerkennung als Opfer versagt. Männliche Homosexualität blieb weiterhin verboten. Auch als 1949 mit Inkrafttreten des Grundgesetzes die Bundesrepublik die Rechtsnachfolge des NS-Staates antrat, galten die Vorschriften des Paragraphen 175 weiter. Bis 1969 wurden weiterhin Tausende von Männern wegen ihrer sexuellen Orientierung zu Haftstrafen verurteilt. Mit der Reform des Strafgesetzbuches 1969 wurde der Paragraph 175 zum ersten Mal geändert. Homosexualität unter erwachsenen Männern über 21 Jahren war nun keine Straftat mehr. 1973 wurde das Alter auf 18 Jahre herabgesetzt. Erst 1994 – im Zuge der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten und der Zusammenführung der Rechtssysteme – wurde der Paragraph 175 endgültig aus dem Strafgesetzbuch gestrichen.

Zur Vernissage am 5. Juli, ab 17 Uhr (das offizielle Programm beginnt um 18 Uhr) im Historischen Rathaussaal der Stadt Koblenz, Rathausgebäude I, Willi-Hörter-Platz 1 sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Infos finden Sie auf www.frauen.koblenz.de und auf den Flyern, die u.a. im Rathaus ausliegen.

Führung auf dem Denkmalareal Sayner Hütte

Industriegeschichte erleben

Bendorf. Am Sonntag, 23. Juni, 15 Uhr wird die eiserne Geschichte des Denkmalareals Sayner Hütte bei einer öffentlichen Führung lebendig.

Der Rundgang startet im Besucherzentrum und bringt interessierten Gästen die 250-jährige Historie des Industriedenkmals von europäischem Rang näher.

Auch die neuen Höhepunkte auf dem Hüttengelände werden vorgestellt. So werden die Teilnehmer die neue Ausstellung zur Historie der Sayner Hütte im Besucherzentrum besichtigen.

Im frisch sanierten Hochofenbereich der Gießhalle vermittelt eine multimediale Inszenierung mit Licht und Soundeffekten ein umfassendes Bild von der Eisenproduktion und dem technisch-innovativen Charakter des in Sayn konstruierten Hochofens.

Der Rundgang dauert ca. 1,5 Stunden, die Teilnahme kostet fünf Euro zzgl. Eintritt.

Es wird um Anmeldung in der Tourist-Information im Schloss Sayn unter 02622/902 913 gebeten oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Der Troubadour (Il Trovatore)

"Der Troubadour" ist die diesjährige Open-Air-Produktion des Theaters Koblenz auf der Festung Ehrenbreitstein

Der Troubadour (Il Trovatore)
Oper von Giuseppe Verdi


Graf Luna und der Troubadour Manrico stehen sich nicht bloß als Feinde im Bürgerkrieg gegenüber, sondern konkurrieren zudem um die Gunst der schönen Leonora. Dieser Dreieckskonflikt wird zugespitzt durch Azucena, die nicht nur Manricos Mutter ist, sondern verhasst durch den Grafen Luna, da sie die Tochter jener Zigeunerin ist, die seinen Bruder auf dem Gewissen hat. Als es Luna schließlich gelingt, Manrico und Azucena gefangen zu nehmen, bietet sich Leonora selbst als Preis an, um Manrico zu retten, den sie liebt. Gleichzeitig nimmt sie ein Gift, um dem Grafen doch zu entkommen. Manrico ignoriert das Drängen seiner Geliebten, ohne sie zu fliehen, und muss zusehen, wie sie in seinen Armen stirbt. Erst jetzt begreift er Leonoras Rettungsversuch - jedoch zu spät: Der getäuschte Luna lässt Manrico auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Die letzte Täuschung legt Azucena offen: "Er war dein Bruder!", ruft sie Luna zu, als dieser freudig Manricos Tod feststellt, und vollzieht damit die Rache ihrer Mutter.

Der wohl häufigste Kritikpunkt an dieser meisterhaften Oper ist das verworren und widersprüchlich erscheinende Libretto. Und dennoch ist es perfekt geschaffen für Giuseppe Verdi, der in dieser szenischen Vielfalt eine Flut leidenschaftlicher Gefühlsentladungen bühnenwirksam macht und mit einem Spektrum seiner schönsten und eindringlichsten musikalischen Nummern verbindet. Zusammen mit "Rigoletto" und "La Traviata" bildet "Il Trovatore" die sogenannte "trilogia popolare", jenes Dreigestirn zwischen 1851 und 1853 entstandener Opernwerke, denen Verdi seinen endgültigen Durchbruch als Italiens führender Musikdramatiker des 19. Jahrhunderts verdankt.

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln!

Musikalische Leitung: Mino Marani
Inszenierung: Anja Nicklich
Bühne und Kostüme: Antonia Mautner Markhof
Choreinstudierung: Aki Schmitt

Mit: Koen van Agtmael/Hansung Yoo, Lada Kyssy/Luisa Tambaro, Sanja Anastasia/Tamta Tarielashvili, Felipe Rojas Velozo/Adrian Xhema, Jongmin Lim, Haruna Yamazaki, Junho Lee, Tae-Oun Chung, Ingyu Hwang

Opernchor, Extrachor, Statisterie
Staatsorchester Rheinische Philharmonie

Premiere am Freitag, den 5. Juli um 20:00 Uhr auf der Festung Ehrenbreitstein
Weitere Vorstellungen: 6., 11., 12., 14. Juli 2019, jeweils um 20:00 Uhr

Karten inklusive Seilbahn (Talfahrt bis 23:00 Uhr):
Theaterkasse im Forum Confluentes, Zentralplatz 1, täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet,
Tel.: (0261) 129 2840 & 129 2841
Internet: www.theater-koblenz.de

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