Montag, 06. Juli 2020

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Führung auf dem Denkmalareal Sayner Hütte

Industriegeschichte erleben

Bendorf. Am Sonntag, 23. Juni, 15 Uhr wird die eiserne Geschichte des Denkmalareals Sayner Hütte bei einer öffentlichen Führung lebendig.

Der Rundgang startet im Besucherzentrum und bringt interessierten Gästen die 250-jährige Historie des Industriedenkmals von europäischem Rang näher.

Auch die neuen Höhepunkte auf dem Hüttengelände werden vorgestellt. So werden die Teilnehmer die neue Ausstellung zur Historie der Sayner Hütte im Besucherzentrum besichtigen.

Im frisch sanierten Hochofenbereich der Gießhalle vermittelt eine multimediale Inszenierung mit Licht und Soundeffekten ein umfassendes Bild von der Eisenproduktion und dem technisch-innovativen Charakter des in Sayn konstruierten Hochofens.

Der Rundgang dauert ca. 1,5 Stunden, die Teilnahme kostet fünf Euro zzgl. Eintritt.

Es wird um Anmeldung in der Tourist-Information im Schloss Sayn unter 02622/902 913 gebeten oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Der Troubadour (Il Trovatore)

"Der Troubadour" ist die diesjährige Open-Air-Produktion des Theaters Koblenz auf der Festung Ehrenbreitstein

Der Troubadour (Il Trovatore)
Oper von Giuseppe Verdi


Graf Luna und der Troubadour Manrico stehen sich nicht bloß als Feinde im Bürgerkrieg gegenüber, sondern konkurrieren zudem um die Gunst der schönen Leonora. Dieser Dreieckskonflikt wird zugespitzt durch Azucena, die nicht nur Manricos Mutter ist, sondern verhasst durch den Grafen Luna, da sie die Tochter jener Zigeunerin ist, die seinen Bruder auf dem Gewissen hat. Als es Luna schließlich gelingt, Manrico und Azucena gefangen zu nehmen, bietet sich Leonora selbst als Preis an, um Manrico zu retten, den sie liebt. Gleichzeitig nimmt sie ein Gift, um dem Grafen doch zu entkommen. Manrico ignoriert das Drängen seiner Geliebten, ohne sie zu fliehen, und muss zusehen, wie sie in seinen Armen stirbt. Erst jetzt begreift er Leonoras Rettungsversuch - jedoch zu spät: Der getäuschte Luna lässt Manrico auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Die letzte Täuschung legt Azucena offen: "Er war dein Bruder!", ruft sie Luna zu, als dieser freudig Manricos Tod feststellt, und vollzieht damit die Rache ihrer Mutter.

Der wohl häufigste Kritikpunkt an dieser meisterhaften Oper ist das verworren und widersprüchlich erscheinende Libretto. Und dennoch ist es perfekt geschaffen für Giuseppe Verdi, der in dieser szenischen Vielfalt eine Flut leidenschaftlicher Gefühlsentladungen bühnenwirksam macht und mit einem Spektrum seiner schönsten und eindringlichsten musikalischen Nummern verbindet. Zusammen mit "Rigoletto" und "La Traviata" bildet "Il Trovatore" die sogenannte "trilogia popolare", jenes Dreigestirn zwischen 1851 und 1853 entstandener Opernwerke, denen Verdi seinen endgültigen Durchbruch als Italiens führender Musikdramatiker des 19. Jahrhunderts verdankt.

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln!

Musikalische Leitung: Mino Marani
Inszenierung: Anja Nicklich
Bühne und Kostüme: Antonia Mautner Markhof
Choreinstudierung: Aki Schmitt

Mit: Koen van Agtmael/Hansung Yoo, Lada Kyssy/Luisa Tambaro, Sanja Anastasia/Tamta Tarielashvili, Felipe Rojas Velozo/Adrian Xhema, Jongmin Lim, Haruna Yamazaki, Junho Lee, Tae-Oun Chung, Ingyu Hwang

Opernchor, Extrachor, Statisterie
Staatsorchester Rheinische Philharmonie

Premiere am Freitag, den 5. Juli um 20:00 Uhr auf der Festung Ehrenbreitstein
Weitere Vorstellungen: 6., 11., 12., 14. Juli 2019, jeweils um 20:00 Uhr

Karten inklusive Seilbahn (Talfahrt bis 23:00 Uhr):
Theaterkasse im Forum Confluentes, Zentralplatz 1, täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet,
Tel.: (0261) 129 2840 & 129 2841
Internet: www.theater-koblenz.de

Letzte Vorstellung von "Doctor Atomic" mit Enrico Delamboye am 20. Juni im Theater Koblenz

Mit der letzten Vorstellung von "Doctor Atomic" am Donnerstag, den 20. Juni verabschiedet sich der Chefdirigent Enrico Delamboye von Koblenz

Enrico Delamboye verlässt nach zehn Jahren Festengagement das Theater Koblenz, an das ihn Intendant Markus Dietze zu seinem Amtsantritt im Jahr 2009 engagierte. Der in Wiesbaden geborene Sohn niederländischer Eltern wird zukünftig als Freiberufler vielfältigen Aufgaben als Dirigent und musikalischer Leiter bei Opernproduktionen und Konzerten vor allem in den Niederlanden und Deutschland nachgehen. Sein breit gefächertes Repertoire macht ihn zu einem sehr gefragten Musiker am Pult, im Graben und am Klavier.
Nach zehn Jahren sieht Delamboye einen guten Zeitpunkt sich anderen Aufgaben zu widmen und mit seinem zukünftigen Wohnort in den südlichen Niederlanden auch das Familienleben wieder intensiver zu erleben. Als erster Gastdirigent des WDR Funkhausorchesters in Köln bleibt er dennoch dem Rheinland und seinen "Frohnaturen" verbunden.
Am Theater Koblenz hat Enrico Delamboye zahlreiche Opernproduktionen geleitet, zu deren Höhepunkte er unter anderem "Peter Grimes", "Der Rosenkavalier" oder "Doctor Atomic" zählt.
Besonders eindrücklich ist ihm das Jahr 2014, als zunächst sein Vater Hubert Delamboye den Herodes in der Strauss-Oper "Salome" sang und zum Jahresende sein Sohn Mariss die Titelrolle im Musical "Oliver!" verkörperte.
Am Donnerstag, den 20. Juni um 19:00 Uhr steht er nun zum vorerst letzten Mal am Pult im Theater Koblenz.

Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz

Kontakt, Karten und Informationen:
Theaterkasse im Forum Confluentes, Zentralplatz 1, täglich von 10:00 bis
18:00 Uhr geöffnet, Tel.: (0261) 129 2840 & 129 2841

Waldkonzert: MittelrheinMusikFestival gastiert in Filsen

Rhein-Lahn-Kreis. In wenigen Tagen, genau gesagt: am kommenden Freitag, 14. Juni 2019, startet das renommierte Mittelrhein-Musik-Festival in der historischen Sayner Hütte in die diesjährige Konzertsaison. Zwei Tage darauf ist das MMF, wie es kurzgenannt wird, auch schon im Rhein-Lahn-Kreis zu Gast.

Am Sonntag, 16. Juni 2019, um 15 Uhr steht in Filsen etwas ganz Besonderes auf dem Programm, denn dann wird der Wald zum Konzertsaal. Darauf machten jetzt Landrat Frank Puchtler und der Vorsitzende der „Freunde des Mittelrhein-Musikfestivals“, der ehemalige Staatssekretär Uwe Hüser, aufmerksam. „Waldlauschen – das Waldkonzert“ ist der Titel der Veranstaltung an der Filsener Grillhütte am Hexengraben, wo die Gruppe „Alpcologne“ aufspielen wird. Dem ungewöhnlichen Name entspricht die ungewöhnliche Musik: Zwei Alphörner und eine ausdrucksstarke Frauenstimme entführen mit viel Kreativität und Witz in einen Kosmos aus globalen Klängen und musikalischen Abenteuern. So heißt es: „Alpcologne kreiert die Rhythmen, Melodien und Harmonien seiner Kompositionen mit Naturtönen. Kombiniert mit der Ausdrucksmöglichkeit und melodischen Beweglichkeit der Stimme der italo-amerikanischen Sängerin Victoria Riccio entsteht facettenreiche Weltmusik – mit Jazzelementen, alpinen Klängen, 7/8tel, Folk, Latin und sogar Alphorn-Beatboxing. Wenn die fast vier Meter langen Musikinstrumente im Wald erklingen, werden die Dimensionen des Ortes hörbar, und es verbinden sich Klang und Raum.“

Weitere Informationen über das Konzert, den Vorverkauf und auch das Gesamtprogramm des Mittelrhein-Musikfestivals finden sich im Internet unter www.mittelrheinmusik.de. Dort können auch Eintrittskarten bestellt werden.

Tragikomödie in Nassauer Stadthalle

Im Rahmen des Nassauer „Fest der Kulturen“ präsentiert der Beirat für Migration und Integration des Rhein-Lahn-Kreises am Freitag, 28 Juni 2019, um 19 Uhr eine Aufführung des Theaterstücks „Das Fahrrad“ vom Ahmad al Ahmad. In der Tragikomödie geht es um zwei Personen die gemeinsam ein Fahrrad kaufen. Aus einer zunächst amüsanten Unterhaltung wird mit der Zeit ein handfester Dialog, in dem das Fahrrad, welches stellvertretend für Syrien steht, nur noch einen Anlass darstellt, der die sozialen, zwischenmenschlichen und politischen Differenzen zum Vorschein bringt. Das Stück spiegelt somit das Schicksal einer ganzen Gesellschaft und der insgesamt zwölf Millionen syrischen Flüchtlinge.

Inszeniert wird das Theaterstück von dem Syrer Ahmad Al Ahmad, der auch der Autor ist. Er arbeitete von 2003 bis 2014 als Theaterregisseur und Schauspieler in seinem Heimatland, dreht Kurzfilme und inszenierte zahlreiche Theaterstück für Kinder und Erwachsene. Die Aufführung findet in der Nassauer Stadthalle statt. Der Eintritt kostet 5 Euro.

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