Freitag, 15. Oktober 2021

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Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung

Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“

Die Stadt Koblenz und der Sportbund Rheinland zeigen vom 10. September bis zum 3. Oktober 2021 auf dem Clemensplatz die Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“. Das Projekt konnte auf Anregung und mit tatkräftiger Unterstützung der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit e.V. Koblenz, dem Fußballverband Rheinland sowie durch die großzügige Unterstützung und Förderung der Else Schütz Stiftung realisiert werden.

In einer großformatigen skulpturalen Präsentation würdigt die Ausstellung in Trägerschaft des Zentrums deutsche Sportgeschichte e.V. das große Verdienst jüdischer Sportlerinnen und Sportler für die Entwicklung des modernen Sports in Deutschland und dokumentiert anhand ausgewählter Porträts deren Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen 17 herausragende deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten, die als Nationalspieler, Welt- und Europameister, Olympiasieger und Rekordhalter zu den gefeierten Idolen ihrer Zeit zählten. Mit überlebensgroßen Silhouetten wird an ihr Leben und ihre Erfolge erinnert.

Nur weil sie Juden waren, wurden diese Frauen und Männer während der NS-Zeit aus ihren Sportvereinen ausgeschlossen, Titel wurden aberkannt. Dem deutschen Fußballpionier Walther Bensemann, Mitbegründer des Deutschen Fußball-Bundes, blieb wie vielen anderen nur die Flucht. Nicht wenige Sportler, wie der Fußballnationalspieler Julius Hirsch oder die zehnfache Deutsche Leichtathletikmeisterin Lilli Henoch, wurden deportiert und ermordet. Ralph Klein entkam nur knapp der Deportation nach Auschwitz. Nach dem Krieg war er israelischer, später deutscher Basketball-Nationaltrainer.

Vorgestellt werden ebenfalls die Biografien der Fechtolympiasiegerin Helene Mayer, des Schachweltmeisters Emanuel Lasker, des Meisterboxers Erich Seelig, der Deutschen Tennismeisterin Nelly Neppach, der Deutschen Speerwurfmeisterin Martha Jacob, der Leichtathletin Gretel Bergmann, der Turnolympiasieger Alfred und Gustav Felix Flatow, der Europameister im Gewichtheben beziehungsweise im Ringen Julius und Hermann Baruch, des Eishockeyspielers Rudi Ball und des deutschen Fußballnationalspielers Gottfried Fuchs.

Die Ausstellung bietet mit der Schwimmerin Sarah Poewe aber auch einen Ausblick und stellt eine wichtige Verbindung zur Gegenwart her. Als erste jüdische Athletin nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gewann sie 2004 in Athen eine olympische Medaille für Deutschland.

Finanziert wird die Wanderausstellung durch die DFB-Kulturstiftung und den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Die aus Anlass der European Maccabi Games 2015 in Berlin erstmals gezeigte Ausstellung wurde zudem durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) und die Deutsche Bahn Stiftung gefördert.

Die Ausstellung ist zweisprachig (deutsch/englisch) und über QR-Codes mit einer Online-Ausstellung verknüpft, auf der ergänzende Texte und Fotos ausführlich die jüdische Geschichte des deutschen Sports dokumentieren: www.juedische-sportstars.de

Ausstellungsort: Clemensplatz, Koblenz

Museum Tinguely Ahoy! - Am 3. und 4. September in Koblenz vor Anker

Zum 25. Jubiläum lichtet das Museum Tinguely, Basel, die Anker und begibt sich im Sommer 2021 auf eine besondere Schiffsreise. Unter dem Titel «Museum Tinguely AHOY!» macht sich das Museum auf dem umgebauten Frachtschiff MS Evolutie auf den Weg und bringt die Kunst Jean Tinguelys zu den Menschen. Die Route führt entlang wichtiger Orte und Wirkungsstätten aus Tinguelys Leben und Karriere von Paris über Antwerpen und Amsterdam durch das Ruhrgebiet rheinaufwärts bis nach Basel.

In Koblenz geht das Schiff am 3. und 4. September am Peter-Altmeier-Ufer (etwa in Höhe Kornpfortstraße) vor Anker.

Im Rahmen der Museumsnacht Koblenz am 4. September steht zudem im Ludwig Museum ein gemeinsames Programm mit dem „Tinguely-Museumsschiff“ im Fokus.

Alle Informationen sind der beigefügten Presseinfo zu entnehmen oder unter www.tinguely.ch/de/ahoy.html.

Rundgang durch das "Widerstandsviertel"

Im Rahmen der Koblenzer Wochen der Demokratie findet am
Donnerstag, den 9. September 2021, um 17:30 Uhr,
ein geführter Rundgang durch das „Widerstandsviertel“ auf der Pfaffendorfer Höhe in Koblenz statt.

Dort befinden sich zahlreiche Straßen, die nach einer Widerstandskämpferin und 16 Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus benannt sind. Diese Straßen wurden im Rahmen eines Bildungsprojektes des Zentrums Innere Führung zu einem Lehr- und Lernpfad verbunden, welcher der politischen, historischen und ethischen Bildung dient. Die Teilnehmenden werden ausgewählte Stationen und allgemeine Informationen über das Projekt #Widerstandsweg kennenlernen und einen Überblick über den militärischen, kirchlichen und zivilen Widerstand gegen den Nationalsozialismus, sowie die Entstehungsgeschichte der Inneren Führung und die Einbindung der Bundeswehr in die Demokratie erhalten.

Anmeldungen sind aufgrund der aktuellen Auflagen erforderlich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Lesung „Anders als die Andern“ in der Stadtbücherei

Lahnstein. Am 15.Oktober findet ab 19 Uhr in den Räumen der Stadtbücherei Lahnstein in Zusammenarbeit mit QueerNet RLP e.V. eine Lesung statt.

Das Institut von Dr. Magnus Hirschfeld, gegründet 1919, war weltweit das erste für Sexualwissenschaft. Neben Forschung und dem Aufbau einer Sammlung lag sein Arbeitsschwerpunkt in der Aufklärung.

Mit dem neuen Medium „Film“ initiierte Hirschfeld den ersten schwulen Aufklärungsfilm „Anders als die Andern“ unter der Regie von Richard Oswald. Dieser Film wurde 1921, vor 100 Jahren, in Koblenz gezeigt. Grundlage des Films ist das gleichnamige Buch von Hermann Breuer alias Bil Forster.

Moderation: Benjamin Merkler, Kenner von LSBTIQ-Literatur, Abteilungsleiter im Landesbibliothekszentrum am Standort Koblenz. Ehrenamtliches Engagement in der LSBTIQ Community Koblenz u.a. als Organisator des CSDs Koblenz über mehrere Jahre, sowie Joachim Schulte von QueerNet RLP e.V.

Meistermann-Fenster der Feldkirche bewundern

Abstrakte Fenstermacherei steht im Mittelpunkt der Führung „Die Meistermann-Fenster in der Feldkirche“ am Sonntag, 5. September, um 15 Uhr. Die ehemaligen Glasfenster wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Bei der Restaurierung stand man vor der Frage, wie die Verglasung der 32 unterschiedlich großen Fensteröffnungen aussehen sollte. Die Entwürfe stammten von Professor Georg Meistermann, der den Fensterzyklus nach Vorgabe von Bibelstellen gestaltete. Das Zusammenspiel der modernen, abstrakten Fensterflächen mit dem uralten, romanischen Baukörper ist ungewöhnlich, mutig, aber äußerst gelungen. Da die Fenster in den Jahren von 1952 bis 1979 gefertigt wurden, geben sie einen umfassenden Überblick über die künstlerische Fortentwicklung von Georg Meistermann. Treffpunkt für die Führung ist der Parkplatz der Feldkirche.

Die Teilnahme kostet fünf Euro pro Person, drei Euro für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren. Eine Anmeldung ist bis drei Tage vorher unter 02631 802-5555 erforderlich.

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