Dienstag, 25. Juni 2019

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Im Zauber des 18. Spectaculums von Oberwesel:

Landrat als Landvogt und Landtags-Vizepräsident als Pfalzgraf

Traditionell alle zwei Jahre zu Pfingsten feiert Oberwesel am Rhein sein mittelalterliches Spectaculum, so auch vom 19. bis zum 21. Mai 2018. Die „Stadt der Türme und des Weines“ im Welterbe Oberes Mittelrhein-Tal verzaubert seine Besucher erneut mit einem dreitägigen Fest, das sich durch Originalität bis ins kleinste Detail von den vielen Nachahmern wohltuend abhebt. Die ohnehin alte Kulisse der Stadtmauern, deren Restaurierung teilweise von den Reinerlösen des Spectaculums mitfinanziert wurde, wird thematisch konsequent in den Stadtkern gezogen.

Einmal mehr wird Modernes wie Reklame aller Art, Garagen-Einfahrten, Verkehrsschilder, große Glasflächen und sogar ganze Hauswände kunstvoll mit Säcken, Leinen und Tüchern abgedeckt. EC-Automaten werden mit „Dukatenscheisser“-Schildern in gotischen Lettern kaschiert, und Elektrizität ist weitgehend tabu: Galgen mit selbstgeschmiedeten Leuchtern und mehr als 2000 selbstgegossenen Kerzenbechern ersetzen die Straßenbeleuchtung. Tausende von flackernden Lichtern tauchen abends die Szene in einen fast gespenstischen Schein.

Auch weitere Erfindungen der Neuzeit gelten als unerwünscht: Jegliche Art von Kunststoffen, Plastikgeschirren, Papptellern und Papierservietten sind auf dem Festgelände ebenso strikt verboten wie Kartoffeln, Fast-Food-Gerichte, Flaschen oder Dosen. Essen wie im Mittelalter nach alten Rezepten ist den entsprechenden Standbetreiben vorgegeben. Rülpsen und Furzen – beispielsweise nach einem kräftigen Stück Wildbrett – sind durchaus statthaft, und für das Verrichten der Notdurft folgt man einfach dem Hinweis „Donnerbalken“. Das Tragen von Armbanduhren, von Handys ganz zu schweigen, hat bei den Teilnehmern – wenn überhaupt – völlig verdeckt zu erfolgen. Nur bei Brillen wird aus Sicherheitsgründen ein Auge zugedrückt.

Volles Programm bis in den Abend

Nach „Corvus Corax“ und „in extremo“ in früheren Jahren bietet das Spectaculum 2018 bereits zum siebenten Mal den lautstarken, begeisternden Auftritt der Gruppe „Furunkulus“. Neben dieser einmaligen Mischung aus „mittelalterlichem Pop und Rock“ empfehlen sich erstmalig auch die Formationen „des Wahnsinns fette Beute“ und Fatzwerk“.

Für viel „Action“ sorgen Ritter-Stunts. So streiten sich die Schwertkämpfer der „ Söldner zu Cöln“ und der „freien Halunken“. Das große Ritterlager in den Rheinanlagen komplettieren mit zwölf Zelten der Wikinger Vakr und seine Normannen, die auch viel Handwerk zeigen. Feuerspeier, Gaukler und Narren, Jongleure und Zauberer sorgen mit „Forzarello“, „Narrenkai“ und „Jo der Gaukler & Bagage“ für viel Kurzweil. Diese Gaukelei mit viel losem Mundwerk ergänzt Chnutz von Hopfen mit seinen spannenden Geschichten. Ein Figuren-Theater sowie Max Gaudios Schmierentheater, die Aufführungen der Damscheider Theatergruppe und des Kinder- Puppentheaters im Ratskeller warten auf ihr Publikum. Weitere Attraktionen für Kinder: eine Spielgasse, ein Streichelzoo und ein Scriptorium, in dessen Schreibstube die Kleinen fleißig üben dürfen.

Wie gehabt - freier Eintritt für Kinder

Bis zur „Schwertgröße 150“ – also für Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr – ist traditionell beim Oberweseler Spectaculum der Eintritt frei. Wer älter ist, bezahlt für eine Tageskarte 14 Euro. Wenig Geld für 12 Stunden mittelalterlicher Aktivitäten auf mehreren Schauplätzen gleichzeitig, zumal im Preis ein Tonbecher mit einem Schönburger Wappenmotiv enthalten ist.

Festliches Hochamt mit einer Uraufführung

Ob Steinmetze, Lehmbauer, Drechsler, Schieferspalter, Stellmacher, Waffenschmiede, Bierbrauer, Seilmacher, Salzsieder, Löffelschnitzer, Laternenmacher, Weinschröter oder Töpfer, die Vielfalt mittelalterlichen Handwerks ist bei diesem traditionellen Spectaculum nicht wegzudenken. In der Schmiede des Eberbacher Hofs, 1312 bereits urkundlich erwähnt, wird wieder kräftig gehämmert, während nebenan das große Lastenrad von Kindern unter Aufsicht in Betrieb gesetzt werden kann. Für das leibliche Wohl sorgen Winzer und Wirte. Traditionell steht der Pfingstsonntag im Zeichen eines festlichen Hochamtes in der gotischen Liebfrauenkirche. Für dieses hat Lukas Stollhof eigens eine „Messe in G“ geschrieben. Ausführende sind der Chor von Liebfrauen und St.Martin, der junge Chor „Carduelis“ sowie diverse hervorragende Solisten und Instrumentalisten. An jedem Tag marschieren die Teilnehmer auf das Festgelände ein, verkünden Landvögte ( Landrat Dr. Marlon Bröhr und VG-Bürgermeister Thomas Bungert ) – im Beisein des Pfalzgrafen bei Rhein (Landtags-Vizepräsident Hans-Josef Bracht) – sowie der Stadt-Schultheiß alias Stadtbürgermeister Jürgen Port die Regularien.

Zurück ins Jahr 1418

So geschehen in den Mauern von Oberwesel, das auf eine 2000-jährige Geschichte zurückblicken kann, und das beim Spectaculum mit einer 600-jährigen Retrospektive aufwartet. Wir schreiben das Jahr 1418 – unter der Herrschaft des Siegmund von Luxemburg, der sich gerade durch die Verbrennung von Jan Hus den Zorn der Böhmen zugezogen hatte. Immer noch litten die Weseler unter dem verhassten, da maßlosen Kurfürsten, dem Trierer Erzbischof Werner von Falkenstein. Weil sie ihm nicht huldigen wollten, hatte er 1390/91 Krieg gegen sie geführt und dabei erstmalig in Europa Feuerwaffen eingesetzt.

Im Takt mit der Bahn direkt zum Festgelände

Keine 200 Meter trennen den Oberweseler Bahnhof vom Eingang zum Festgelände am Haag´s Turm, und für günstige, häufige Verbindungen sorgt schon der Rheinland-Pfalz-Takt. Für die Anfahrt längs des Rheines bietet sich der Schienenverkehr ohnehin an. Reizvolle Kombinationsmöglichkeit: hinzu mit einem KD-Schiff und zurück auf der Schiene! Samstag und Sonntag verlängert die Fähre von Sankt Goar ihren Dienst bis kurz vor Mitternacht, damit auch die rechtsrheinischen Fans des spektakulären Abendprogramms auf ihre Kosten kommen.

Führung am Internationalen Museumstag

Der Pflanzgarten des Eisenhütten- und Maschinenwesens“

Bendorf. Am Sonntag, 13. Mai, feiern Museen in aller Welt den Internationalen Museumstag mit besonderen Aktionen und einem vielfältigen Programm. Auch das Bendorfer Eisenkunstguss-Museum beteiligt sich und bietet um 15 Uhr eine besondere Führung an.

Die Sayner Hütte und das Wirken von Carl Ludwig Althans, dem Erbauer der Gießhalle der Sayner Hütte in tragender Gusseisenkonstruktion, stehen im Mittelpunkt eines fast zweistündigen Rundgangs im Rheinischen Eisenkunstguss-Museum und auf der Sayner Hütte.

Die Führung mit dem Titel „Der Pflanzgarten des Eisenhütten- und Maschinenwesens“ ist kostenlos, Teilnehmer zahlen nur den Kombi-Eintritt für Sayner Hütte und Museum. Treffpunkt ist das Rheinische Eisenkunstguss-Museum.

Infos und Anmeldung bei der Tourist-Info Bendorf unter Telefon 02622 / 902913 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Exklusive Mitgliederforen der Volksbank RheinAhrEifel

Kostenlose Infoveranstaltungen für Mitglieder zu den Themen Vererben, Notfall und sicheres Wohnen

Region Rhein-Ahr-Eifel – 03.05.2018. Im Rahmen ihres MitgliederMehrwertprogramms bietet die Volksbank RheinAhrEifel ihren über 95.000 die Möglichkeit an, kostenlos an exklusiven Mitgliederforen teilzunehmen. In diesem Jahr stehen drei Themen im Fokus, für die die Genossenschaftsbank erfahrene Referenten aus der Region gewinnen konnte. Die Notare Dr. Martin Eimer aus Daun, Dr. Velten Kappeßer aus Bad Neuenahr-Ahrweiler und Hans-Jörg Assenmacher aus Koblenz informieren an drei Terminen zum Thema „Erbrecht und Testamentsgestaltung im privaten Bereich“. Günter Fiebig vom Privatbüro Plus GmbH spricht an zwei Abenden zum Thema „Gut gerüstet für den Notfall – Mit der Notfallmappe alle wichtigen Unterlagen griffbereit haben“. Drittes Thema ist „Sicheres Wohnen - Wie schütze ich mein Eigentum?“. Hierzu spricht Kriminalhauptkommissar Thomas Budday vom Polizeipräsidium Koblenz im Rahmen von zwei MitgliederForen.

Alle Vorträge dauern rund eine Stunde. Eine Anmeldung ist über die Webseite der Volksbank möglich unter www.voba-rheinahreifel.de/mitgliederforen, per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder postalisch: Volksbank RheinAhrEifel eG, Herrn Bruno Jaeger, Grabenstraße 7, 56575 Weißenthurm

Termine auf einen Blick

Dienstag, 15. Mai 2018, 19.00 Uhr: „Erbrecht und Testamentsgestaltung im privaten Bereich“, Volksbank-Niederlassung Daun, Abt-Richard-Straße 13, Referent: Notar Dr. Martin Eimer, Daun

Dienstag, 12.06.2018, 18.00 Uhr: „Erbrecht und Testamentsgestaltung im privaten Bereich“, Hauptstelle Bad Neuenahr, Hauptstraße 119, Referent: Notar Dr. Velten Kappeßer, Bad Neuenahr-Ahrweiler

Mittwoch, 20.06.2018, 19.00 Uhr: „Erbrecht und Testamentsgestaltung im privaten Bereich“, Geschäftsstelle Mülheim-Kärlich, Kurfürstenstraße 16-18, Referent: Notar Hans-Jörg Assenmacher, Koblenz

Donnerstag, 21.06.2018, 19.00 Uhr: „Gut gerüstet für den Notfall – Mit der Notfallmappe alle wichtigen Unterlagen griffbereit haben“, Verwaltungssitz Mayen, St.-Veit-Straße 6-10, Referent: Günter Fiebig, Privatbüro Plus GmbH

Mittwoch, 19.09.2018, 19.00 Uhr: „Sicheres Wohnen - Wie schütze ich mein Eigentum?“, Geschäftsstelle Adenau, Hauptstraße 45, Referent: Kriminalhauptkommissar Thomas Budday

Donnerstag, 11.10.2018, 19.00 Uhr: „Gut gerüstet für den Notfall – Mit der Notfallmappe alle wichtigen Unterlagen griffbereit haben“, Hauptstelle Bad Neuenahr, Hauptstraße 119, Referent: Günter Fiebig, Privatbüro Plus GmbH

Mittwoch, 14.11.2018, 19.00 Uhr: „Sicheres Wohnen - Wie schütze ich mein Eigentum?“, Geschäftsstelle Weißenthurm, Grabenstraße 7, Referent: Kriminalhauptkommissar Thomas Budday

Ausstellung in Gedenkstätte KZ Osthofen: Sinti und Roma gegen rassistische Denkmuster

Eröffnung der Ausstellung "45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma" am Montag, 14. Mai 2018 in der Gedenkstätte KZ Osthofen / Bis 12. August zu sehen / Eintritt frei


Zur Eröffnung der Ausstellung "45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma" am Montag, 14. Mai 2018 um 18.00 Uhr laden die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und der Verband Deutscher Sinti und Roma / Landesverband Rheinland-Pfalz in die Gedenkstätte KZ Osthofen ein.

Nach der Begrüßung durch den Direktor der Landeszentrale, Bernhard Kukatzki, führt Jacques Delfeld¸ Vorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz und stellvertretender Vorsitzender des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, in die Ausstellung ein. Im Anschluss findet ein gemeinsamer Rundgang durch die Ausstellung statt.

Die Ausstellung
wurde vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma entwickelt und würdigt den langen Kampf der Sinti und Roma um Bürgerrechte und gesellschaftliche Akzeptanz. Sie wurde am 25. Oktober 2017 erstmals im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg gezeigt.
Erst durch die politische Selbstorganisation der Betroffenen und Gründung einer Bürgerrechtsbewegung in den 1970er Jahren wurde es möglich, die nach 1945 fortbestehenden rassistischen Denkmuster und die Deutungshoheit der ehemaligen Täter zu brechen und einen gesellschaftlichen Wandlungsprozess einzuleiten. So gelang es, die öffentliche Anerkennung der von Deutschland in den Jahren 1933-45 an ihnen begangenen Verbrechen und eine Entschädigung der Opfer zu erreichen.
Neben wichtigen Persönlichkeiten und Stationen der Bürgerrechtsarbeit werden in der Ausstellung auch aufsehenerregende Aktionen wie der Hungerstreik im ehemaligen Konzentrationslager Dachau 1980 näher beleuchtet.
Die Ausstellung ist vom 14. Mai - 12. August 2018 in der Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag 9.00-17.00 Uhr, an Wochenenden & Feiertagen 13.00-17.00 Uhr. Öffentliche Führungen sind am 20. Mai 2018 um 14 Uhr und am 13. Juni 2018 um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei!

Mehr Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm finden Sie unter www.gedenkstaette-osthofen-rlp.de.

Stationen-Theater auf der Sayner Hütte mit Oberpförtner Müller

Vorverkauf ist gestartet - Zusatztermin für das Stationen-Theater

Bendorf. Das Rheinische Eisenkunstguss-Museum bietet im Rahmen der Sonderausstellung „Preußens schwarzer Glanz“ erstmals ein Stationen-Theater auf der Sayner Hütte an. Am Sonntag, 10. Juni, finden unter dem Titel „Oberpförtner Müller – Ich weiß Bescheid!“ jeweils um 15 Uhr und 16.30 Uhr Vorstellungen statt. Das Drehbuch kommt von Heike Kamp und Stephanie Paatsch.

Am „erzkonservativen“ und stets korrekten Oberpförtner Müller auf der Sayner Hütte kommt niemand ungesehen vorbei. Zwischen Passierscheinen und Durchgangsgenehmigungen lässt er die Stempeluhr und die Krupp´schen Arbeiter nie aus den Augen. Er hat nicht nur Einblicke in die Arbeitsvorgänge, sondern auch die Arbeitsordnung stets vor Augen. Ebenso bei den Hüttendirektoren und der Familie Krupp schaut er neugierig und gerne hinter die Kulissen. Am Eingang empfängt er die Gäste gegen Vorlage ihres Passierscheines mit dem Lied: “Glück auf“ und nimmt sie mit zu seiner Schicht.

Emotionsvoll schildert er die Lebensumstände im Schatten des Hochofens und berichtet über die harte Arbeit, während er den Inhalt seines Henkelmannes umständlich inspiziert. Mit Stolz gestählter Brust erzählt er, welch wunderbaren Kunstwerke aus Gusseisen, natürlich unter seiner Anleitung, hier entstanden sind. Die Arbeit mit dem glühenden Eisen war gefährlich und deshalb galt es, die Arbeitsordnung stets einzuhalten. Nur mit dem Alkoholverbot nimmt er es persönlich nicht so genau. Während des Rundganges mit Sitzmöglichkeiten wird ein Hüttenschnaps gereicht.

Seit drei Jahren spielt der gebürtige Sayner, Alois Müller, die fiktive Figur des Oberpförtners der Sayner Hütte neben anderen Akteurinnen und Akteuren im Museumstheater des Rheinischen Eisenkunstguss-Museums. Dass er die Figur des Oberpförtners so glaubhaft verkörpert, ist zum einem seinem rheinischen und ortsbezogenen Dialekt geschuldet, zum anderen seiner Spielfreude auf verschiedenen Musikinstrumenten. Und so ist der „Oberpförtner Müller“ mittlerweile eine fest etablierte Größe bei den Museumsbesuchern. Wie jeder weiß, ist er der wichtigste Mann auf der Sayner Hütte: „Mir ist es egal, wer unter mir Direktor ist…“, lautet einer seiner beliebten Aussprüche.

Der Preis beträgt 7,50 Euro pro Person zzgl. Eintritt Sayner Hütte.

Treffpunkt für das Stationen-Theater ist das Besucherzentrum Sayner Hütte.

Infos und Anmeldung: Rheinisches Eisenkunstguss-Museum & Tourist-Info, Schloss Sayn, Tel.: 02622/902913, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Zusatztermin für das Stationen-Theater

Oberpförtner Müller kommt bestens an

Bendorf. Aufgrund der großen Nachfrage bietet das Rheinische Eisenkunstguss-Museum am Sonntag,  1. Juli, zwei Zusatzvorstellungen des Stationen-Theaters auf der Sayner Hütte an.

Um 15 und um 16.30 Uhr können die Zuschauer sich auf eine Verabredung mit dem „erzkonservativen“ und stets korrekten Oberpförtner Müller freuen. An ihm kommt niemand ungesehen vorbei. Zwischen Passierscheinen und Durchgangsgenehmigungen lässt er die Stempeluhr und die Krupp´schen Arbeiter nie aus den Augen. Er hat nicht nur Einblicke in die Arbeitsvorgänge, sondern auch die Arbeitsordnung stets vor Augen. Ebenso bei den Hüttendirektoren und der Familie Krupp schaut er neugierig und gerne hinter die Kulissen. Am Eingang empfängt er die Gäste gegen Vorlage ihres Passierscheines mit dem Lied: “Glück auf“ und nimmt sie mit zu seiner Schicht.

Emotionsvoll schildert er die Lebensumstände im Schatten des Hochofens und berichtet über die harte Arbeit, während er den Inhalt seines Henkelmannes umständlich inspiziert.

Seit drei Jahren spielt der gebürtige Sayner Alois Müller die fiktive Figur des Oberpförtners der Sayner Hütte neben anderen Akteurinnen und Akteuren im Museumstheater des Rheinischen Eisenkunstguss-Museums. Dass er die Figur des Oberpförtners so glaubhaft verkörpert, ist zum einem seinem rheinischen und ortsbezogenen Dialekt geschuldet, zum anderen seiner Spielfreude auf verschiedenen Musikinstrumenten. Idee  und Drehbuch zum Stationen-Theater kommen von Heike Kamp und Stephanie Paatsch.

Der Preis beträgt 7,50 Euro pro Person zzgl. Eintritt Sayner Hütte.

Infos, Anmeldung und Preise: Rheinisches Eisenkunstguss-Museum & Tourist-Info, Schloss Sayn, Tel.: 02622/902913, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

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